SaschaSalamander

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Tag: Horror

Hansel und Gretel

hanselgretel_150_1.jpgDie Märchen der Gebrüder Grimm sind weit über den deutschen Kulturschatz hinaus bekannt und beliebt. Immer wieder sind sie Grundlage für Varianten an Märchen, Fantasy, Horror. Mal leicht abgewandelt, mal dicht an der Vorlage. Mal kindgerecht, ein andermal bluig oder sexuell für Erwachsene. Neben Rotkäpchen zählt Hänsel und Gretel zu den Märchen, die am häufigsten hierfür verwendet werden. Ich kann gar nicht zählen, wie viele ausländische Filme und vor allem Mangas ich bereits über Variationen der Gebrüder Grimm gelesen habe!

Eine besonders gelunge Version, die ich heute vorstellen möchte, ist "Hänsel und Gretel". Das Grundmotiv bleibt erhalten: Kinder im Wald, ein böser Mensch, die Kinder begehen Rache.

Eun-Soo fährt gerade zu seiner kranken Mutter, als er im Wald einen Unfall hat. Hilflos irrt er durch das Gehölz, als ihm ein hübsches Mädchen begegnet und ihn zu ihrem nahegelegenen Elternhaus führen will, wo sie mit Vater, Muter und zwei Geschwistern lebt. Alles dort erscheint ihm seltsam, aber er hat keine Wahl, als die Nacht dort zu verbringen. Am nächsten Tag bricht er mit einer Wegbeschreibung auf und will zurück zu seinem Auto, doch er landet am Abend wieder in dem seltsamen Haus. Noch hält er das für einen Zufall. Doch als ihm dieses mehrere Male immer wieder passiert, ahnt er, dass etwas nicht stimmt. Und plötzlich verschwinden die Eltern der drei Kinder und bitten ihn auf einem Notizzettel, für diese Sorge zu tragen. Immer seltsamer wird das Verhalten der Geschwister, immer bedrohlicher die gesamte Situation. Ein weiteres Ehepaar baut einen Unfall und wird von dem Bruder nun ebenfalls in das Haus geführt, kann nicht mehr entkommen. Die beiden Erwachsenen scheinen Böses zu planen, und Eun-Soo schwankt in seinem Verantwortungsgefühl für die Kinder und seiner Sorge um die eigene Familie zu Hause, für welche er seit Tagen verschollen gilt. Die Lage spitzt sich zu, und wenn er den Wald verlassen will, muss er zuvor das schreckliche Geheimnis der Kinder lüften ...

Erst recht spät gegen Ende des Filmes werden die Bezüge zum ursprünglichen Märchen "Hänsel und Gretel" sichtbar, und je deutlicher sie werden, desto faszinierter war ich von der Geschichte, welche die Koreaner hier gewoben haben! Der Film behandelt quasi die Frage was mit Hänsel und Gretel geschehen wäre, wenn sie nicht am Ende ihre bösen Eltern aufgesucht, sondern sich an allen grausamen Erwachsenen gerächt hätten.

Es ist kein "reinrassiger" Horrorfilm, aber dennoch ist er sehr unheimlich. Ohne Schockeffekte, ohne literweise Blut, ohne gruslige Effekte kommt der Film aus, und doch brennen sich die Bilder in ihrer Intensität ins Gedächtnis. Surreale Schauplätze bilden die Kulisse, schaurige Orte werden verzerrt und spielen mit den Urängsten der Menschen. Der Dachboden ist ein Labyrinth ohne Ausgang, der Wald steckt voller düsterer Geheimnisse, und die aufgesetzte Niedlichkeit des Hauses wirkt umso bedrohlicher, je bunter und zuckriger die Bilder werden. Kleine Holzpüppchen beginnen wie im Märchen zu fliegen und mit den Kindern zu spielen, ein Weihnachtsmann lässt Wünsche wahr werden.

Ein zauberhaftes Märchen, ein ernster Hintergrund. Die Handlung ist am Ende nicht leicht zu verkraften, und wie bei Asiafilmen üblich erfährt der Zuschauer, dass Gut und Böse nicht zwangsläufig Gegensätze sein müssen ...

Ich kann diesem Film nur jedem empfehlen, der offen ist für neue Eindrücke. Nichts für nebenbei, sondern tiefgründige Unterhaltung, bei der man sich in Ruhe auf das Geschehen am Bildschirm konzentrieren sollte. Ein Film, auf den man sich einlassen muss ...

SaschaSalamander 28.09.2009, 09.43 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Relic

prestonchild_relic_150_1.jpgEin erfolgreicher Thriller, der sogar verfilmt wurde. Noch gut habe ich den Film in Erinnerung: sowas von grottig, dass es schon wieder gut war. Und Jahre später nun las (äh, Verzeihung: hörte) ich auch das Buch dazu. Weil das Autorenteam Preston und Child nämlich sehr bekannt ist und ich endlich einmal mitreden wollte ...

Das Museum of natural History in New York wird bald eine Ausstellung über das Thema Aberglaube eröffnen. Doch die Planungen hierzu werden überschattet von grausamen Mordfällen. Schrecklich zugerichtete Leichen mit geöffneter Schädeldecke und Kratzspuren am Körper werden gefunden. Da diese an eine andere Mordserie erinnern, schaltet sich neben der örtlichen Polizei auch das FBI ein, vertreten durch den Special Agent Pendergast. Immer näher rückt der Termin der Eröffnung, und noch immer gibt es keinerlei Hinweis auf den Täter oder wenigstens sein Motiv und sein Vorgehen. Im Gegenteil, immer seltsamer werden die Hinweise, welche der Agent und die Mitarbeiter des Museums herausfinden, und bald stellt sich die Frage, mit welcher Art Geschöpf sie es überhaupt zu tun haben ...

Doch, im Gegensatz zum Film hat das Buch mich wirklich absolut begeistert. Zugegeben, es war stellenweise sehr klischeehaft und vorhersehbar, aber darum geht es ja gar nicht. Und auch, dass ich anfangs mit den vielen Namen zu kämpfen hatte und mir nicht merken konnte, wer nun zu welcher Seite gehört, störte den Fluss kaum. Was mich begeisterte war die Lebendigkeit, mit der die Handlung und Charaktere geschildert sind. Ich sah das Museum vor mir, als wäre ich selbst schon dort gewesen, hatte klare Bilder vor meinem inneren Auge. Und auch, wenn ich durch Spoiler und den Film bereits wusste, worauf es hinausläuft, war die Spannung trotzdem ungetrübt. Die Suche nach all den kleinen Hinweisen, das Nicht-Wahrhabenwollen dessen, was sie herausfinden, die persönlichen Intrigen zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, das sorgte dafür, dass ich die ungekürzte Lesung in nur zwei Tagen beendet hatte!

Ab der Ausstellung allerdings ein kleines Manko: ich ging davon aus, die Eröffnung sei der Showdown, auf den alles hinausliefe. Dann allerdings zeigte sich, dass dies nur ein etwas größeres Highlight auf dem Weg zum Finale war und die Spanne zwischen den grausigen Ereignissen auf der Eröffnung hin zum endgültigen Sieg über die Bestie sich seeeeehr lange zog. Draußen vor dem Museum die Sondereinsatzkommandos, unter dem Museum die eine Gruppe der hochrangigen Gäste in den Abwasserkanälen, im Gewölbe des Museums der Special Agent mit den Mitarbeitern der Einrichtung. Diesen Part hätten die beiden Schreiberlinge dann doch deutlich kürzer fassen können *gähn* ...

Zudem kommt ein Aspekt hinzu, den ich dann doch sehr faszinierend fand. Nämlich Ökologie bzw Biologie. Stellenweise erinnerte mich das Buch ein wenig an Jurassic ParK, Beute (beides Crichton), den Schwarm (Schätzing) und ähnliche Öko-Thriller. Zwar stand dieser Aspekt nicht im Vordergrund, hatte jedoch einige spannenden Ansätze und Ideen auf Lager, im Gegensatz zu diesen Büchern zwar rein fiktiv, aber deswegen nicht minder interessant.

Gelesen wird dieser Roman von Tommi Piper. Wer wenig Hörbücher konsumiert, kennt ihn wohl am ehesten als die deutsche Stimme von Alf und wird entsprechend erst einmal etwas irritiert sein. Wer dagegen gerne und oft Krimis hört, wird mit diesem Namen eher knisternde Spannung und klasse vorgetragene Unterhaltung denken.

Freunden spannender Thriller kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. Preston und Child gehören zu den Autoren, die man unbedingt gelesen haben sollte ...

SaschaSalamander 07.07.2008, 10.17 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL

Wolfsspur

whitfield_wolfsspur_150_1.jpgWie schon zuvor beschrieben, getraute ich mich nicht so recht, dieses Buch zu lesen, weil ich sehr hohe Erwartungen hatte und befürchtete, enttäuscht zu werden. Natürlich wagte ich mich dann doch an "Wolfsspur" und war nicht nur nicht enttäuscht, sondern bin nun sogar regelrecht begeistert! Ein Buch, das das Genre mal völlig neu angeht und dem ich nur wenige bis gar keine gleichwertigen Werke gegenüberstellen kann ...

Eine Welt, ähnlich der unseren. Eigentlich genau wie unsere. Unsere Zeit, unsere Gesellschaft. Mit einem Unterschied: fast alle Menschen sind Werwölfe, "Lykos", und nur ein paar wenige sind "Nons", oder auch "Glatthäute", wie sie von den Lykos abwertend genannt werden. Das Leben der Nons ist vorbestimmt, sie arbeiten bei ASÜLA, dem Amt zur ständigen Überwachung lykantropher Aktivitäten. Einmal im Monat gehen sie auf "Hundefang", das heißt, sie fangen "Luneure", herumstreunende Werwölfe. Eigentlich ist es Aufgabe der Bürger, sich in ihre Wohnungen oder Schutzbunker zu begeben und dort auf das Ende der Vollmondnacht zu warten, aber es kommt eben vor, dass einmal jemand den Bus verpasst, sich aus der Wohnung befreit oder gar absichtlich draußen bleibt. Und dafür gibt es ASÜLA. Unter anderem.

In einer dieser Nächte wurde Lola Mays Kollegen Johnny eine Hand abgebissen, und somit ist sein Schicksal besiegelt, ein Non, nur noch begrenzt arbeitsfähig. Lola hat nun die Aufgabe, den Lyko als dessen Anwältin zu vertreten, welcher Johnny dies antat. Doch schon bald darauf wird Johnny getötet. Mit einer Silberkugel! Lolas Praktikant Marty und sie werden von einer Gruppe lunierender Wölfe angegriffen, Marty durch ihr Versagen schwer von einem der Wesen verletzt. Und es geht weiter, denn allem Anschein nach hat es eine Gruppe auf die an dem Mordfall beteiligten Mitarbeiter abgesehen. Lola ermittelt, und ihre Fragen ziehen sie immer tiefer und tiefer hinein, ohne dass sie eigentlich wüsste, worin sie nun verwickelt ist ... und dann endlich begreift sie ...

WOW! Düster, dunkel und bedrohlich. Deprimierend, traurig und hoffnungslos. Wenn man etwas Unterhaltung für einen sonnigen Tag am Strand sucht, ein wenig seichte Literatur, dann sollte man diesen Roman besser nicht zur Hand nehmen. Denn Kit Whitfield führt uns in Abgründe. Die der geschilderten Welt, der Protagonistin, aber auch die des Lesers. Denn dieser fragt sich unweigerlich, wie er reagieren würde, was er wohl täte und wiesehr er das Produkt seiner Umwelt ist. Und das Ergebnis ist kein angenehmes ...

Es wird nicht jedem leichtfallen, sich in die Charaktere hineinzuversetzen, denn auch wenn die Welt unserer sosehr gleicht, so ist die doch völlig anders. Sich in Lolas Welt zu begeben erfordert Mut. Denn sie ist eine starke Frau, die in einer kalten, rücksichtslosen Welt lebt. Und die lernte, ebenfalls kalt und rücksichtslos zu sein, um zu überleben. Nur schwer kann sie sich öffnen, als sie Paul kennenlernt, ihre Seele trägt noch mehr Narben als ihr von den Einsätzen im Hundefang gezeichneter Körper. Und endlich hat sich der Leser mit ihr in seine schützenden Arme begeben, schon wird er brutal in die "Realität" aus Rassismus und Diskriminierung zurückgeworfen, in die Welt, in der jeder seinen Platz hat ...

Das Buch bietet keine actionreichen Verfolgungsjagden und blutigen Metzeleien. Die Autorin hätte bei diesem Stoff die Möglichkeit, aber sie nutzt andere Mittel, den Leser zu fesseln. Horror ist mehr als nur Blut und Adrenalin. Horror ... das ist Erkenntnis, Wissen und eine unumstößliche Wahrheit ...

Langsam, träge, aber keiensfalls langweilig zieht sich die Handlung dahin. Geschrieben aus Lolas Erleben heraus, ihrem eigenen Rhythmus folgend, der immer langsamer, apathischer wird. Sie will nicht mehr, kann nicht mehr, muss durchhalten, muss überleben, aber wofür?

Der Leser wird nach und nach in diese Welt eingeführt. Es gibt keine Erklärungen, sondern anhand von Gesprächen, Gedanken und Ereignissen erfährt man schrittweise, wie das Leben zwischen Nons und Lykos abläuft, wie ASÜLA aufgebaut ist und welche Funktionen die einzelnen Menschen dort haben. Man erfährt vom Alltag der einzelnen Parteien. Erziehung, Religion, Ernährung, Arbeit, medizinische Versorgung, Bildung, es ist eine Zweiklassengesellschaft. Und natürlich spielt dieses Buch in einer fiktiven Welt, und natürlich ist es deutlich überzeichnet, aber gerade dadurch wird dem Leser bewusst, wiesehr diese Welt der unseren ähnelt ...

Ich könnte noch so viel über das Buch schreiben, Stunde um Stunde darüber diskutieren, es zerlegen, analysieren. Aber was brächte das, wem könnte ich es damit näherbringen? Nein, ich möchte es jetzt bei dem belassen, was ich bereits geschrieben habe. Und es kurz zusammenfassen:

"Wolfsspur" ist vordergründig ein Werwolfroman, im Grunde jedoch nichts anderes als eine deprimierende Dystopie, welche ihre Leser vermutlich in zwei Parteien spaltet. Wer einen knallharten Actionthriller will, der ist hier falsch. Wer dagegen bereit ist, sich in lockerem, flüssigem und packendem Erzählstil langsam tief hinab in eine düstere Welt zu begeben, ohne daran zu verzweifeln, der bekommt einen großartigen Roman, wie er ihn bisher nur selten gelesen hat. Ich wage ihn auf eine Stufe mit Huxleys "schöne neue Welt" oder Orwells "1984" zu stellen ...

SaschaSalamander 23.04.2008, 10.07 | (0/0) Kommentare | PL

Necroscope 01 Das Erwachen

Ich wollte mal wieder etwas Besonderes hören. Etwas Wegweisendes. Etwas, das kein Krimi oder Drama oder Roman nach 0815 Strickmuster ist. Und ich hatte mal wieder Lust auf Vampire. Gerade in diesem Genre gibt es ja inzwischen soviel Literatur, dass es kaum noch Spaß macht, diese zu lesen. Nachdem ich vor einiger Zeit die frechen Bücher um die Vampirkönigin wider Willen, >Betsy Taylor<, gelesen habe, kam ich über diese Umwege auf das Genre der erotischen Vampirliteratur. Anne Rice verkörpert eher die romantische Ader, Bram Stoker das Gruslige darin, beides nett, aber irgendwann immer gleich. Also habe ich mir Bücher von L. Hamilton und S. Henke geholt, die angeblich recht prickelnd sein sollen. Und weil man das nicht hören kann, gibts auf die Ohren Brian Lumleys Necroscope. Auch bezeichnet als "die ultimative Vampirsaga" ...

Ich muss zugeben, dass ich bei den Romanen nicht ganz den Überblick habe. Mehrere Bände der englischen Megasaga (soviel zu lesen, puh, da muss man wirklich so verrückt sein wie ich oder andere Leseratten. Wer mit dem Herrn der Ringe überfordert ist, sollte mit dieser zigfach längeren Reihe gar nicht erst anfangen) sind auf einen Band im Deutschen verteilt, und dann gibt es da noch die Hörbücher. Ob es jetzt schon fertig ist oder nicht, ob es weitergehen wird, ach, darüber informiere ich mich bei nächster Gelegenheit einmal. Vorerst habe ich acht Hörbücher von jeweils sieben oder acht CDs, und DAS will erst mal gehört werden ...

Eine Inhaltsangabe ohne Spoiler ist über den ersten Teil des Hörbuches, "Das Erwachen" nicht möglich. Denn die Saga ist lang, unendlich lang, und beinhaltet eine komplette Geschichte, die im ersten Band ihren Anfang nimmt. Würde ich mich kurzfassen wollen, ohne zu spoilern, müsste ich sagen "Es geht um einen Nekromanten, der in seiner Heimat nach einem alten Vampyr sucht und um einen kleinen Jungen, der seine Gabe zum Nekroscopen entdeckt" ... aber damit wäre den acht CDs kaum Genüge getan. Da diese acht CDs den Einstieg in eine wirklich riesige Saga darstellen und meine Worte kaum die Spannung aus diesem Werk nehmen können, werde ich also trotzdem erzählen, worum es hier geht:

Es werden zwei Handlungsstränge erzählt. Zum einen die Geschichte von Dragosani, der in seine alte Heimat reist und in einem Hotel nächtigt. Von dort aus möchte er ein uraltes Grab aufsuchen, in welchem der seit 500 Jahren untote Vampyr haust. Es wird erzählt, wie er diesem Wesen als Kind begegnete, von ihm die Gabe der Nekromantie erhielt (das Wissen toter Menschen und Tiere in sich aufnehmen, indem er deren Überreste mit allen Sinnen untersucht, was eine recht unappettitliche Angelegenheit ist). Boris Dragosani ist ein Findelkind, ausgesetzt, und vom Vampyr erfährt er über seine leiblichen Eltern, Zigeuner im rumänischen Siebenbürgen, aus der Wallachei ... aufgewachsen hier und dort, erste sexuelle Erlebnisse, die ihn traumatisieren, sein Aufstieg in den Staatsdienst.

Der andere Strang erzählt von Harry Keogh. Kleiner, unscheinbarer Schüler, recht durchschnittlich in seinen Leistungen. Prügelknabe, Sündenbock. Waisenkind, aufgewachsen bei seinem Onkel. Er beobachtet bei einem Schulausflug Lehrer und Lehrerin bei ihren erotischen Eskapaden und macht erste eigene Erfahrungen mit seinem eigenen Körper. Der Leser wird Zeuge seines Erwachsenwerdens, und auch dem Lehrer fällt auf, wiesehr der Junge sich zu ändern scheint. Bisher in Mathematik nur schlechte Leistungen, scheint er auf einmal ein besonderes Talent zu entwickeln. Formeln sind ihm egal, aber eine natürliche Gabe, den Inhalt der Aufgaben intuitiv zu erfassen erwächst in ihm. Der Lehrer, Hennand, fördert ihn, sorgt für seine Aufnahme an einer hohen Fachschule. Harry ist ihm unheimlich, ähnelt sein Blick, sein Wissen doch sosehr dem des alten Hennand Senior, welcher vor vielen Jahren verstarb und der ebenfalls Lehrer für Mathematik war, mit einer natürlichen Gabe, welche sein Sohn niemals erreichen wird ... und Harry verbirgt sein Geheimnis, denn niemand würde ihm glauben, dass die Toten zu ihm sprechen, wenn er sich zu ihnen begibt ...

dies in groben Zügen der Inhalt des ersten Buches. Ungekürzte Lesung (inszeniert, wie auf dem Cover steht, was jedoch nicht stimmt, den Musik zu Beginn und Ende eines Kapitels ist keine Inszenierung. Aber das macht nichts, Kerzel alleine ist ein Abenteuer für sich!). Wie für ihn üblich zelebriert er die Sprache, ja sogar jedes einzelnen Wort. Er kostet es aus, wenn der Vampyr sein düsteres "aaaaaah" aus den Tiefen seiner dunklen Existenz heraus seufzt. Er liest die ersten erotischen Beobachtungen des jungen Harry ebenso begeistert wie die perversen Spiele, deren Zeuge Boris Dragosani unfreiwillig wird, und die Angst des kleinen Boris beim Untersuchen seines ersten toten Tieres ist ebenso spürbar wie die kalte, abgestumpfte Brutalität, mit der der erwachsene Dragosani in den Eingeweiden seines zu lesenden Materiales wühlt. Erotik, Perversion, Angst, Gewalt, Blutdurst, Waten in tiefem Blut, ein zarter Kuss, die unschuldige Liebe eines noch reinen Paares, für ihn sind keine Emotionen fremd, und alles liest er, als gäbe es kein Gestern, kein Heute, kein Morgen, Kerzel zelebriert den Augenblick, wie es nur er kann. >Eigenen Aussagen< zufolge ist das Genre Phantastik und Horror nicht so sein Gebiet ("denn man bekommt ja Albträume davon, wie von zu schwerem Essen"), doch davon merkt man ihm nichts an, er ist ein Könner seines Fachs!

In Necroscope wird der Vampyr einmal von einer anderen Seite beleuchtet. Da ist er nicht der düstere Graf, welcher sich bei Vollmond in eine Fledermaus verwandelt, in die Gemächer zarter Jungfrauen eindringt und diese blutleer zurücklässt. Da ist er nicht der jahrhundertealte Lebemann, welcher Jahrhunderte überdauert, immer am Puls der Zeit, Nachtmensch, Frauenheld und romantischer, melancholischer Beau. Auch kein erotisches Geschöpf oder gar moderner Blutsauger. Nein, hier ist er der urtümlichste aller Vampyre (man beachte auch die Schreibweise, Whampyr oder Vampyr), ein blutgieriger Feldherr, der im Krieg seine Feinde scharenweise niederschlachtete, im Angesicht der Feinde durch deren Blut watete. Sex, Blut, Gewalt, Gier, Lust, Brutalität, Perversion. Finsternis und Hölle. Ein Geschöpf Scheitans, des ersten Vampyr uralter Legenden. Wer Necroscope liest, der braucht in der Tat einen guten Magen und sollte zuvor nicht gerade gegessen haben, denn Brian Lumley jagt den Leser schonungslos von einer grausigen Szene zur nächsten, bevor er ihn ab und zu für ein kurzes Kapitel aufatmen lässt.

Die Geschichte ist großartig erzählt. Alles, was eine atemberaubende Story braucht, ist enthalten. Religion und uraltes Wissen, die Weiheit der Generationen. Arm gegen Reich, Waisenkind, Findelkind, hoher Gelehrter, Staatsdiener, mächtige Genossen der Partei. Sex von unschuldig und rein bis hin zu grausam und brutal. Geheimnisse, mystische Zauber, jahrhundertealte Legenden. Ein Wechsel aus mitreißenden, actionreichen, atemberaubenden Sequenzen und gemütlichen, leichten Erzählungen. Jeder Abschnitt endet mit einem Cliffhanger, der den Leser sofort weiterblättern lässt. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, die Kopfhörer nicht mehr aus dem Ohr nehmen, man will wissen, wie es weitergeht. Der Zuschauer an der Polizeiabsperrung, der nicht hinsehen kann, weil es zu grausig ist, was er am Unfallort sieht, und doch muss er den Blick auf das Opfer richten und will sehen, wie die Feuerwehr als nächtes vorgeht, ... so fühlt man sich bei Lumley: Willenloser Zuschauer, Gaffer, Opfer des Anblicks. Kein Buch für schwache Nerven. Genau das Richtige für Vampirfans, denen normale Vampirkost zu schwach ist ... genau das Richtige für die, die Gewalt einmal als das vermeintlich Natürlichste auf der Welt erleben wollen ... genau das Richtige für diejenigen, denen die immer gleichen Geschichten von King und Koontz einfach nicht mehr genügen ...

Ach ja, Nachtrag, weil ich vergaß zu erwähnen: was mich an Horrorliteratur häufig stört, ist eine vulgäre Sprache. Ich mag diese plumpen Worte nicht. Und umso mehr bin ich von Lumley begeistert, der es meisterlich versteht (oder zumindest sein Übersetzer ins Deutsche), die Dinge beim Namen zu nennen, ohne sich derber Fäkalsprache zu bedienen ... eine Gabe in diesem Genre leider viel zu selten beherrscht wird ...

>Wiki zu Joachim Kerzel<

SaschaSalamander 04.02.2008, 10.00 | (4/2) Kommentare (RSS) | PL

Black Sheep

schafe_150.jpgWie ich aufs Schaf kam, habe ich >hier< ja schon geschrieben. Und am gleichen Tag noch habe ich mir den Film angesehen. Konnte nicht anders, hat mich einfach zusehr gereizt. Und ich war begeistert!

Henry wurde von seinem Bruder Angus als Kind einmal böse mit einem geschlachteten Schaf erschreckt und ist seitdem traumatisiert, hat Angst vor Schafen. Er wird erwachsen, geht seiner eigenen Wege. Als seine Eltern sterben, muss er zurück zur Farm, um mit seinem Bruder das Vermächtnis zu klären. Er ist bereit, ihm seine Hälfte des Guts zu überschreiben. Doch es kommt alles ganz anders als geplant: Angus will neue Wege beschreiten und forscht unerlässlich nach neuen, besseren Schafen. Zwei Ökos sind gerade dabei, auf dem Gelände einzubrechen und ein Experiment aus dem dortigen Genlabor zu stehlen. Einer der beiden wird gebissen, die andere von Henry gestellt. Und damit beginnt das Chaos. Denn der Biss des Schafes lässt Menschen zu Schafen mutieren, und diese werden blutrünstig. Die "normalen" Schafe werden ebenfalls gebissen und gieren nun nach dem Gedärm ihrer Peiniger ...

Muahaha, ich lag fast auf dem Boden, der Film ist einfach zu gut! Naja, kommt drauf an. Es ist halt Geschmackssache, man muss schon einen extrem schrägen Humor haben und auf Filme wie "Bad Taste" oder "Braindead" stehen. Heißt, auf Filme mit recht wenig Handlung und dafür umso mehr blöden Sprüchen, schwarzem Humor, hektoliterweise Blut, jeder Menge Gedärm und Gemetzel. Mähtzelfilme gibt es viele, aber die meisten sind grottig. Um wirklich gut zu sein, braucht ein solcher Film das gewisse "Etwas", und dieser hier hat es ganz eindeutig, ...

Die Charaktere sind wunderbar skurill. Die lachende Oma, die sogar noch am Ende lacht, als die Situation schon längst eskaliert ist und sie eigentlich Angst haben müsste. Die verrückte Ökotante, der geldgierige skrupellose Bruder, der Jammerlapen Henry der zum Held wird. Und natürlich das obligatorisches böse Ding, in dem Fall Babyschaf: lang, kriechend, nackt, glitschig, undefinierbar und mit einem langen Maul voll spitzer Zähne *hihi* ... Alien, Rattenaffe oder Lamm, sie sehen doch alle gleich aus ...

Überhaupt, es ist genial, wie dieser Film die Gratwanderung schafft: genügend Klischees, um grottig zu sein, aber entsprechend originelle Abweichungen, um dann trotzdem zu überraschen und gefallen. Der vermeintlich tote Endgegner, das Feuer zum Showdown, das Steckenbleiben im Schlamm während der Flucht, die Kettensägenmähtzelei, die langsamen (Hauptcharakter) und schnellen (Nebencharaktere) Mutationen. Und trotzdem immer ein Tick anders. Wer will schon mutierte, hirnlose Zombies, knuddlige Killerschafe sind gerade in! Und wenn schon Kettensäge, dann bitte in den Händen eines durchgeknallten Ökoschafes!

Dazu seufzen elegant die Violinen, untermalen mit harmonischen Klängen das Gemähtzel, es fidelt und geigt und blökt und stirbt. Ein Widerspruch, wie er besser kaum gemacht werden könnte!

Naja, wie gesagt: man mag ihn, oder man mag ihn nicht. Irgendwo ist dieser Film auch krank. Aber sind das "From Dusk till dawn" und "Armee der Finsternis" trotz ihres Kultstatus nicht auch? ;-)

SaschaSalamander 17.10.2007, 13.27 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Dark Water

Cover des RomansNun habe ich die Rezension über den Manga "Dark Water" geschrieben und das Buch davor gelesen. Danach den Film gesehen. Ist ja doch immer sehr interessant, die einzelnen Möglichkeiten zu vergleichen. Jedes Medium verfügt über andere Schwächen, die Stärken können unterschiedlich gesetzt werden. Wo ein Buch vor allem durch Sprache und Gefühle Spannung erzeugen kann, sind im Film hauptsächlich die Bilder das tragende Element, im Manga kann eine Zeichnung ebenso aussagekräftig sein wie ein Satz oder eine bewegte Szene. Allerdings hat mich der Manga eher enttäuscht, nachdem ich das Buch gelesen hatte.

"Dark Water" ist kein Roman im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Sammlung von Kurzgeschichten, die durch Prolog und Epilog zusammengehalten werden. Alle Geschichten haben gemeinsam, dass in ihnen das Wasser eine wichtige Rolle einnimmt. Die erste und längste davon gab dem Buch seinen Namen und handelt von der alleinerziehenden Mutter Yoshimi, die mit ihrer Tochter Ikuko in einem alten Haus lebt, welches nur noch als Bürokomplex verwendet wird. Ein altes leerstehendes Haus, eine seltsame Tasche, unauffällige Schwebepartikel im Wasserglas, die ängstlichen Gedanken einer Frau und ein Unglück, das sich vor zwei Jahren ereignete, bilden die Grundlage für unheimlichen Grusel. Nichts Konkretes, nur Ängste, Ahnungen und ein kühler Wind verursachen beim Leser eine gehörige Gänsehaut.

Was mir besonders gefallen hat, war die Art des Grusels: es müssen nicht immer Dämonen oder finstere Kreaturen sein, keine grausamen Serienkiller. "Dark Water" spielt mit den Urängsten der Menschen. Furcht verursacht nicht die Handlung, nicht das Geschehen, sondern einzig und alleine die Gedanken und Ängste der jeweiligen Protagonisten, in die man sich sehr gut hineinversetzen kann. Ob sie dem Tod nur knapp entronnen sind, was sie nun letzendlich gesehen haben, oder ob alles nur Einbildung ist, bleibt meist dem Leser überlassen.

Deswegen ist diese Art des Horrors wohl auch Geschmackssache. Mancher Leser wird es einfach beiseite wischen und nicht verstehen, was an ein paar knarzenden Dielen, einem kühlen Wind und einer im Müll liegenden Tasche so schaurig sein soll, ein anderer wird nachts das Licht brennen lassen. Was mich betrifft: ich las das Buch gerne und mit wohligem Frösteln, schlaflose Nächte hat es mir allerdings nicht beschert. Es hat mich nicht sonderlich bereichert, aber zwischendurch einmal ganz nett unterhalten.

Einen Tipp, wem es gefallen könnte, möchte ich nicht geben. Am besten einfach selbst einmal reinschnuppern, falls die Rezension interessant klang. Was der einzelne Leser dann damit anfängt, kann ich schwer beurteilen. Kultur aus Asien ist eben doch ganz anders als die unsere, und man muss sich erst schrittweise daran gewöhnen ...

SaschaSalamander 07.06.2006, 09.38 | (0/0) Kommentare | PL

Komplett danebengegriffen

Heute war für mich ein seltsamer Tag in persönlicher, allgemeiner und literarischer Hinsicht. Da passt es ja hervorragend, dass ich auch im Buch danebengegriffen habe beim Hörbuch. Endlich hatte ich "Beute" beendet (eine Rezension ein Verriss folgt demnächst), dann habe ich versehentlich mal wieder auf "alle verlängern" bei meinen Büchern der Bibliothek geklickt (was wirklich Dummheit war, denn der Button ist fernab von allen anderen). Und dann habe ich beim Kochen ein Hörbuch eingelegt, mit dem ich ja überhaupt nichts anfangen konnte.

"Das Haus am Ende der Zeit" von Hohlbein. Ich las zwar auf dem Cover, dass es um die "Alten" ginge, dachte also sofort an den "Hexer". Die Reihe um den Hexer möchte ich irgendwann gerne lesen, allerdings erst mal sehen, in welche Reihenfolge die alle gehören. Nirgendwo auf dem Cover war vermerkt, dass dieser Roman die Fortsetzung eines der anderen Bücher sein sollte. Intelligent, wirklich intelligent. So habe ich nach etwa 20 Minuten im Internet recherchiert und dort erfahren, was eigentlich die CD selbst schon hätte preisgeben müssen. Abgebrochen. Und jetzt werde ich es mir auf dem Sofa mit "Magyk" gemütlich machen ...

SaschaSalamander 03.02.2006, 22.04 | (0/0) Kommentare | PL

Hide and Seek

CoverIch wusste nicht, was mich bei diesem Film erwarten würde, da an dem Automaten, wo ich Videos ausleihe, kaum etwas über den Filminhalt zu lesen ist. So wusste ich nur, dass es ein Thriller ist, in welchem Robert de Niro mitspielt. Thriller mag ich, und Robert De Niro hat nur sehr wenige schlechte Filme.

Nachdem sich die Frau des Psychologen David umgebracht hat, zieht er mit seiner kleinen Tochter aufs Land, damit sie sich dort von dem Trauma des Verlustes erholen kann. Das Mädchen kapselt sich immer mehr von ihm ab. Bald freundet sie sich mit "Charly" an. Man sieht Charly nicht, aber sie erzählt von ihm und malt Bilder. Anfangs wirkt Charly wie ein unsichtbarer Freund, doch dann zeigt er sein anderes Gesicht. Es beginnt mit kleinen Streichen und wird immer grausamer, und Charlie ist David nicht gut gesonnen. Wer oder was ist Charly?

Und wieder einmal der Satz, den ich inzwischen schon einige Male geschrieben habe: "Man hätte mehr draus machen können". Von einem Film mit De Niro hätte ich mehr erwartet als einen billigen Abklatsch verschiedenster Horrorfilme und Thriller. The Sixth Sense, Amytiville, Shining, The Gift, The Others und einige andere Filme spielen hier mit hinein, "Hide and Seek" strotzt nur so von Genreklischees.

Gleich zu Beginn hatte ich - da ich diese Filme inzwischen kenne und eben alles irgendwie gleich gestrickt ist - eine Vermutung. Hätte man zu Beginn von "The Sixth Sense" bereits die Auflösung gewusst, so hätte man deutlich die Zeichen hierfür gesehen. Obwohl ich die Auflösung hier zu kennen glaubte, verwarf ich sie wieder, weil einiges dagegen und kaum etwas dafürspricht. Auch im Nachhinein wirkt es mir unverständlich. Der Zuschauer wird ständig an der Nase geführt, überall im Film nur "rote Heringe" (unnütze Hinweise, die verwirren sollen und sonst keinen Nutzen haben). Es wirkt, als hätten sie den Film gedreht und sich fünf Minuten vor Schluss entschieden, wie er enden soll. Die Nachbarn, der Vater, das Kind selbst, ein außerirdisches Wesen, ein verstorbenes Kind von damals, der Sheriff, ein Phantasiegespinst, jeder und alles hätte es sein können. Zur Auflösung werden rückblickend Szenen gezeigt, welche im Film selbst geschnitten wurden (der Film wäre weit weniger sinnlos gewesen, wenn sie diese Szenen gleich zu Beginn gezeigt hätten), ich kam mir ziemlich verar***t vor. (Sorry, sowas gehört nicht in eine Rezension, aber in diesem Fall passt es).

Ein Logikfehler nach dem anderen. Und das, obwohl mir Logikfehler in Filmen selten auffallen. Ich las in mehreren Foren und Rezensionen, dort wurden die von mir entdeckten Fehler ebenfalls angesprochen, es liegt also nicht an meinem Unverständnis gegenüber diesem Film.

Der Film startet recht neutral, ein wenig langatmig. Es werden gleich soviele Klischees eingebaut, wie es nur möglich ist (Psychologe, traumatisiertes Kind, Selbstmord in der Badewanne, eine geheimnisvolle Höhle im Wald, unheimliche Nachbarn, seltsame Andeutungen, ein verlassenes Haus mitten in der Pampa, etc). Als dann das Kind nach einiger Zeit Charly kennenlernt, kann man sich denken, worauf es hinauslaufen wird. Die Handlung und Kameraführung deutet eigentlich in eine andere Richtung und linkt den Zuschauer ziemlich böse. Es wird ein wenig spannend, wenngleich nicht unbedingt haarsträubend. Man weiß, was geschehen wird, wenn David die Tür zum Schrank öffnet oder nachts um 2.06 Uhr den Duschvorhang zurückzieht. Dann wird es grausam, und kurz darauf folgt die zu erwartende Auflösung (wenngleich der Hinweis, wie es herausgefunden wird, ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist und keinerlei Sinn ergibt, auch nicht bei ausführlichem Nachdenken). Nach der Auflösung ist es nur noch skurill, unfreiwillig komisch. Es werden weitere Hinweise eingestreut ohne aufgeklärt zu werden, ein abruptes Ende, die zu erwartenden Auswirkungen zum Schluß (denn das Grauen kann ja nicht vorbeisein, sonst wäre es kein Gruselfilm).

Wem ich diesen Film empfehlen würde? Niemanden. Wer Filme dieses Genres mag, soll sich die oben genannten ansehen, besonders "The Others", "Shining" und "The Sixth Sense" kann ich empfehlen. Aber dieser hier dürfte eine Enttäuschung sein. Falls ihn jemand der Leser hier gesehen hat und mochte, hätte ich ein paar Fragen, weil mir vieles unklar blieb. Über einen Mailaustausch würde ich mich dann sehr freuen.

SaschaSalamander 16.01.2006, 09.47 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

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