SaschaSalamander

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Tag: Reihe

Mindnapping 14 - Blutstern

Die aktuelle Folge MINDNAPPING 14 - BLUTSTERN ist nach >DER TRAUMTÄNZER< und >BEYOND THE CHINESE THEATRE< wieder ein Crossover. Diesmal mit Leon Kramer. Und ich muss zu meiner Schande gestehen - ich habe, glaube ich, schon mal irgendwo den Namen gehört, aber mir sagt diese Reihe überhaupt nichts. Keine Idee, wo ich das einordnen muss. Daher bewerte ich das Hörspiel rein als Fan der Reihe Mindnapping, ohne die Zusammenhänge beurteilen zu können. Aber ein gutes Crossover muss es schaffen, die Freunde beider Seiten zufriedenzustellen, auch bei Kenntnis nur einer Reihe. Zum Autor Markus Topf kann ich wenig aus eigener Erfahrung sagen. Er schrieb bereits für mehrere Serien, etwa Pollution Police, Team Undervocer, Mord in Serie oder Christoph Schwarz sowie Drehbücher für RTL2. Das meiste davon ist mir unbekannt, in zwei der Hörspiele habe ich schon einmal hineingeschnuppert, Topf als Autor allerdings fiel mir noch nie zuvor direkt auf. Na, wenigstens das hat sich ab heute geändert :-)

Zum Inhalt: Leon Kramer, deutscher Ermittler im Ruhestand, wird hinzugezogen, als ein Serienmörder in New York umgeht. Es scheint sich um Ritualmorde zu handeln, und Kramer soll die entscheidenden Hinweise entschlüsseln. Obwohl es anfangs sehr gut vorangeht, ist ihm sofort klar, dass mehr dahinter stecken muss, und bald wird es richtig gefährlich für ihn und sein Team. 

Die Story entwickelt sich ziemlich geradlinig. Auch, wenn es eine Wendung gibt, ist diese vorhersehbar und bietet keine Überraschungen. Die Handlung beginnt im Vorspann mit lauter Musik, einem Mord, und dann taucht auch schon Leon auf. Die Ermittlungen laufen absolut klassisch ab, bieten für meinen Geschmack keine nennenswerten Höhen oder Tiefen. Als ich im Hörspiel das Spezialgebiet von Leon Kramer erfuhr, freute ich mich bereits auf Mysterium, Düsteres und auch Knallhartes. Aber knallhart und düster wirkte auch mich nur der Einstieg, wobei sich das nach einem sehr derben Schimpfwort dann auch erschöpfte und danach eigentlich sogar recht zahm ablief. Bin ich schon sosehr abgestumpft? Oder ist Leon Kramer eher eines der softeren Hörspiele? 

Statt einer mitreißenden Handlung wird verstärkt Augenmerk auf ereignisreiche Szenen gelegt. Es kam dennoch keine wirkliche Spannung bei mir auf, mir fehlte der Biss, ich fühlte mich offen gesagt unterfordert, und das bin ich bei MindNapping nicht gewohnt. 

MindNapping bedeutet für mich vor allem unerwartete Twists, düstere Geheimnisse, eine packende Story und von Beginn an die Frage, wie diese anfangs stets krude und verwirrende Story sich am Ende auflösen wird. BLUTSTERN habe ich gehört, die Zeit verging recht rasch wegen meiner Werkelei nebenbei, und dann dachte ich plötzlich "wie, das wars schon? Kommt da nicht noch mehr? War es das wirklich schon alles?" Mir fehlte einfach der Aha-Effekt am Ende, das Besondere, das MindNapping normalerweise auszeichnet, der Höhepunkt am Ende. Und trotz der vielen Charaktere wurde wenig Tiefe eingebracht, man hätte definitiv mehr aus der Story machen können, sehr viel mehr. Vielleicht hätten ein paar mehr Minuten dem Hörspiel gut getan.

Ich muss ehrlich sein, neugierig auf Leon Kramer hat mich diese Episode nicht gemacht. Falls alle seine Fälle so geradlinig ablaufen, falls er auch sonst so brav und nett wirkt wie hier, dann fehlt ihm für meinen Geschmack einfach der Biss. Der Beschreibung entsprechend hatte ich eher mit ein paar rotzigen Sprüchen gerechnet, mit einem markanten Kerl, einem der dem Okkulten und Dunklen die Stirn bietet. Statt dessen wirkte Leon auf mich eher wie ein Ermittler aus dem Sonntag-Abend-Tatort. Vielleicht ist die Reihe um den deutschen Leon tatsächlich etwas zahmer als Mindnapping. Dann könnte sie mir, falls sie diesen Stil insgesamt durchzieht, vielleicht sogar gefallen. Aber in Verbindung mit MindNapping ist es meiner Ansicht nach denkbar ungeeignet. 

Aber das soweit zu meinem persönlichen Geschmack. Was die anderen Punkte betrifft, überzeugt AudioNarchie wie gewohnt mit herausragender Qualität. Die Sprecherliste ist dieses Mal enorm lang, 19 Namen werden genannt, unter anderem Patrick Bach, Helmut Krauss, Fabian Harloff, Oliver Böttcher. Es fiel niemand negativ heraus, aber es hat sich auch keiner besonders hervorgetan, es war ein sehr gutes Miteinander. Wenig Biss, aber das lag nicht an den Sprechern sondern an der Story, die Cast selbst hat gute Arbeit geleistet und herausgeholt, was möglich war. Trotzdem - 40 Minuten und 19 Sprecher, das ist eigentlich schon Verschwendung :(

Soundtechnisch die erste Minute im Club sei verziehen, dort ist die Musik ja tatsächlich stets lauter als der Text (auch, wenn das für ein Hörspiel ungünstig ist). Ansonsten empfand ich die Musik als sehr stimmig, sie unterstrich die Atmosphäre und fügte sich gut zum Rest des Hörspiels. Aber wie bei allen anderen Dingen: handwerklich absolut top, aber nicht herausragend erwähnenswert. Auch die Effekte waren gut eingespielt und zeigen, dass AudioNarchie ein Label ist, das sich vor den großen schon lange nicht mehr verstecken muss.

Naja. Jetzt fällt es mir schwer, eine Gesamtmeinung zu bilden. Für ein Hörspiel zwischendurch schon ganz nett mit der Musik, den Sprechern, der Unterhaltung. Für Mindnapping allerdings war ich dann doch etwas enttäuscht, weil ich - nicht handwerklich, aber inhaltlich - Besseres gewohnt bin. BLUTSTERN ist nicht schlecht, aber es passt nicht zu MindNapping und hat mich zwar nicht generell enttäuscht aber doch sehr unterfordert. Darf bei dieser Reihe eigentlich nicht passieren ... 

Wertung: 6 von 10 Pentagramme


SaschaSalamander 06.09.2013, 08.45 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Porterville 11 - Der Hudson-Code

Nur kurz, nachdem der zehnte Band erschien, wurde nun auch Teil 11 veröffentlicht, DER HUDSON CODE. Protagonist ist diesmal Howard K Brenner, und man erfährt hier, dass er nicht nur doppeltes sondern mehrfaches Spiel spielt. Es wird diesmal ziemlich verwirrend, die Intrigen und Lügen PORTERVILLEs werden wunderbar aufgedeckt. 

Autor ist Raimon "Gabriel Burns" Weber, über den ich nach mehreren Beschreibungen hier im Blog nichts mehr weiter ausführen möchte. Ich mag seine Romane, seine Hörspiele und auch seine Anteile bei der Psychothriller GmbH. Man kann sie allen ans Herz legen, die gerne Thriller lesen, die nicht auf Gewalt und Action fußen sondern geschickt inszenierte Settings und jede Menge Mindfuck bevorzugen.

Die Geschichte ist im Vergleich zum Rest der Serie dieses Mal ziemlich "abgefuckt", heruntergekommen, stellenweise sehr eklig. Aber auf eine Weise, die richtig Spaß macht zu lesen, da all die entsprechenden Momente voller Blut, Drogen und Sex gekonnt in Szene gesetzt werden. Man verzieht angewidert das Gesicht, möchte gar nicht weiterlesen und rast dann doch ungebremst über die Seiten, weil man mehr davon will. Sehr gelungen, denn normalerweise verleiten entsprechende Beschreibungen mich eher, ein Buch beiseite zu legen, weil ich auf derartige Effekthascherei gut verzichten kann. Hier jedoch dient es nicht dem Effekt, sondern der Darstellung der aktuellen Situation in der inzwischen von Korruption und Verrat regierten Stadt. 

Alles wirkt dieses Mal sehr unwirklich, sehr surreal, der Drogenrausch ist greifbar beschrieben, und die gesamt Folge wirkt wie durch einen Schleier, nach dessen Lüften all die hinterhältigen Machenschaften und Brutalitäten umso massiver auf den Leser einschlagen. 

Es gibt zwar eine Handlung, doch diese ist in Folge 11 recht knapp bemessen. Ein Großteil des Textes besteht in den Ansichten und Gedanken Brenners, seiner zum Teil verzerrten, zum Teil auch sehr klaren Wahrnehmung. Durch ihn erfährt man aus der Sicht eines Mitwissers mehr über die Führungsriege der Stadt und ihre Pläne. Wenn es nach mir ginge, hätte er ruhig noch 50 bis 100 Seiten weiter philosophieren können über die Herstellung von Milch, die Bekämpfung von Greybugs, die Pläne Eleanores, die Vorzüge der Insider gegenüber den normalen Bürgern, die Geheimnisse um Hudson und die frühere Verschwörung.

Einziger Wermutstropfen, den ich aber nicht Autor oder Verlag anlaste: langsam wird es mir mit all den Namen etwas zuviel. Der DARKSIDE PARK, PORTERVILLE - alte und neue Charaktere, manche tauchen in beiden auf, einige haben die Seiten gewechselt, andere spielen doppeltes und dreifaches Spiel. Langsam ist es kaum noch möglich, durchzublicken. Ich wünschte, ich hätte mir von der ersten Folge an ein Personenverzeichnis angelegt, aber damit konnte man als Einsteiger in die Serie natürlich nicht rechnen. Ich denke, dass es durch das fehlende Wissen, wer nun eigentlich wer ist, inzwischen recht schwer fällt, Zusammenhänge zu erkennen, die AHA-Effekte werden weniger, obwohl sie vermutlich noch immer vorhanden sind. 

Nach der letzten, eher etwas enttäuschenden Folge hat die Reihe mit dem HUDSON CODE wieder ordentlich angezogen, sodass das Warten auf Teil 12 umso schwerer fällt ;-)

SaschaSalamander 29.08.2013, 08.36 | (0/0) Kommentare | PL

Porterville 10 - Zero-Zero

Die aktuelle Folge 10 ZERO-ZERO von PORTERVILLE handelt von Higgins und seinen Versuchen. John Beckmann knüpft darin direkt an >4 - TRÄUME DER TERMITEN< an, und auch zu >09 - 14 Sekunden< entstehen sehr viele Querverbindungen. 

Der Schreibstil ist wie üblich wunderbar, ich mag Beckmanns ruhige Art, bei der die Aussage hinter den Worten zu finden ist. Diesmal wird er (für seine Verhältnisse) relativ deutlich, hält sich jedoch im Vergleich zu anderen Autoren selbst bei der Beschreibung einer ziemlich heftigen Szene sehr stark zurück, ist eher nüchterner Beobachter als mittendrin, was sehr gut zu dem sachlichen Stil des Wissenschaftlers passt und die Absurdität und Grausamkeit der Aktion umso dramatischer verdeutlicht, Dadurch wirkt es grausamer, als manch explizite Darstellung es hätte beschreiben können.

Mir hat die Folge gefallen. Allerdings gebe ich zu, dass ich sie diesmal nicht wirklich bewerten kann, weil sie mich zum ersten Mal ratlos und unzufrieden zurückließ. Ich habe das Gefühl, dass mir sehr viel entgangen ist, und ich weiß nicht, woran das liegt. Zwar ist das Gefühl "mir fehlt was" in allen Folgen normal, das macht ja gerade den Reiz der Serie aus, hier jedoch ist es eine andere Art von "fehlt was". Und was mich noch unzufriedener macht: ich weiß nicht einmal, warum das so ist oder woran das liegen könnte. Wenn ich sage "der Funke ist einfach nicht übergesprungen", dann ist das natürlich wenig aussagekräftig, aber anders könnte ich es nicht beschreiben. 

Trotzdem, ZERO-ZERO ist super geschrieben, liefert viele weiteren Puzzleteile und fügt sich nahtlos in die PORTERVILLE - Reihe. Insofern denke ich, dass andere Leser es genau anders sehen und gerade von dieser begeistert sind, wer weiß? Egal, macht nichts. Ich freue mich auf die nächste Folge PORTERVILLE, freue mich auf das nächste Hörspiel oder Buch von John Beckmann, und diese Folge hier werde ich mir wohl noch einmal zu Gemüte führen, wenn die Reihe zu Ende ist und ich dann manche Dinge besser verstehen kann. Und: dadurch, dass ich diesmal so absolut ratlos bin, bleibt sie mir umso besser im Gedächtnis und wird so richtig in mir arbeiten. Vielleicht war ja auch genau das beabsichtigt? ;-)

Außerdem: ich bin ab-so-lut dankbar für diese Folge. Ehrlich hatte ich schon seit einiger Zeit darauf gehofft, dass dazwischen einmal ein Abschnitt wäre, mit dem ich nicht ganz so viel anfangen könnte. Denn wenn ich immer nur Jubel schreie, frage ich mich selbst irgendwann, ob ich überhautp noch fähig bin, Kritik an etwas zu üben. Und diese Folge zeigt mir, dass PORTERVILLE tatsächlich grandios ist, und einzelne Folgen, die nicht die Bewertungsskala sprengen, sind immer noch okay ;-)

***********

Anmerkung, zwei Tage später: ich habe die Rezension bewusst geschrieben und zwei Tage gewartet, damit ich mir selbst etwas Zeit gebe. Im Nachhinein: wie erwartet habe ich viel nachgedacht, gingen mir einzelne Szenen und Momente nicht mehr aus dem Kopf. Die Begeisterung hat sich nicht eingestellt, aber das Verständnis wächst langsam, ich fühle mich etwas zufriedener, manches ist mir nun klarer. Ich denke, es ist eine Folge, die einfach Zeit braucht ...

SaschaSalamander 19.08.2013, 08.49 | (0/0) Kommentare | PL

Porterville 09 - 14 Sekunden

porterville09_1.jpgFolge 9 der Reihe Porterville lautet 14 SEKUNDEN und stammt wieder von >Simon X Rost<. Der Leser folgt diesmal Hank Parker, in der Reihe DARKSIDE PARK eigentlich noch ein Antagonist und Unsympath. Doch inzwischen geht Hank eigene Wege, und die sind abseits des IFIS und IFG zu finden. Er pflegt seine alten Kontakte und ermittelt unter der Oberfläche. Eines Tages wird eine seltsame Spukgeschichte an ihn herangetragen. Hirngespinste einer suizidgefährdeten Frau, oder steckt tatsächlich mehr dahinter?

Es beginnt sehr gemütlich, trotz der Kürze des Textes nimmt der Autor sich Zeit und lässt sich nicht hetzen. Das ist geschickt, baut er auf diese Weise doch eine angespannte Atmosphäre auf. Als die Handlung dann so richtig in Fahrt ist, präsentiert sich dem Leser Oldschool-Grusel vom Feinsten: Gänsehaut und wohliger Schauer.

Auf den ersten Blick bricht diese Folge ein wenig aus der Reihe aus, stilistisch wie auch inhaltlich, da das Gewicht mehr auf dem Grusel zu liegen scheint als auf den Verschwörungen rund um die Stadt. Das ist jedoch angenehm, da sich dadurch Abwechslung bietet. Außerdem, im Gesamtbild betrachtet, fügt sich 14 SEKUNDEN sehr gut zu den anderen Titeln, da Bezüge zu sehr vielen vorherigen Episoden gezogen werden. Was ich äußerst gelungen finde, ist der indirekte Bezug auf die Folge >TRÄUME DER TERMITEN<. Denn dort wird ein Phänomen angeschnitten, dem bisher noch keine weitere Erwähnung folgte und das hier endlich wieder aufgenommen wird. Doch dann, vergleichbar einem Krimi: "und der Mörder ist - zack, aus, Ende". Zum Haareraufen! Aber das wissen wir ja und nehmen es dennoch jede Folge erneut auf uns ...

Passend zur Serie wurde kein Noir-Stil eingebaut. Aber irgendwie hätte es hier diesmal sehr gut gepasst. Ein wenig erinnert mich 14 SEKUNDEN an mein Lieblingshörspiel JONAS DER LETZTE DETEKTIV. Der letzte seiner Art, unabhängig und fernab des Systems, ermittelt der letzte Detektiv im Untergrund. Ja, das Setting hat was. Diesmal wünschte ich mir sogar, es gäbe ein Spin-Off rund um Hank Parker, ich wäre begeistert! Somit - wieder einmal - die bisherige Lieblingsfolge rund um PORTERVILLE ;-)

SaschaSalamander 15.07.2013, 08.35 | (0/0) Kommentare | PL

Amadeus 06 - Teutobochus

amadeus06_teutobochus_1.jpgKlappentext:
Es war der April des Jahres 1782. Während der zurückliegenden Wochen war meine seelische Verfassung von der Tatenlosigkeit, zu der ich verdammt war, zermürbt worden. Ich befand mich in einem Zustand der Verwahrlosung, als sich endlich eine neue Spur auftat. Wir hatten die Bärbel Glatzeder, das ehemalige Hausmädchen der Marschalls, aufgespürt. Würde sie uns sagen können, wohin die verschwundene Franziska verschleppt worden war? Doch sie lag schwerkrank darnieder, und ich hatte schon alle Hoffnung fahren lassen, als mich eine seltsame Vision ereilte: Ich sah Franziskas Entführung vor meinen eigenen Augen - ganz so, als ob ich leibhaftig dabei gewesen wäre. Ich sah die finsteren Mönche mit ihren scharfen Sicheln, und ich sah ein merkwürdiges Symbol auf ihren Unterarmen... Was wollte es mir sagen? Ich kam nicht dahinter, bis mein Freund Amadeus eine entscheidende Entdeckung machte...

Die aktuelle Folge ist dieses Mal insofern anders, als alle bisherigen Teile in sich geschlossen waren. Zwar gab es vereinzelt Bezüge zu vorherigen CDs, etwa wenn Figuren aus alten Geschichten auftauchten, doch man hätte jede für sich einzeln hören können. Dieses Mal ist es nicht mehr möglich, ohne Vorkenntnis der Folgen 1-5 die Handlung zu erfassen und mitten in der Serie einzusteigen. Das ist etwas, das mir sehr gefällt und bisher als einziges etwas fehlte, nämlich ein roter Faden, der sich durch die Serie zieht. Das ist nun in der Serie inzwischen eindeutig gegeben:

Der Hörer erfährt mehr über Mozarts Gabe, die Melodien und Instrumente der Menschen zu hören, alte Charaktere tauchen wieder auf, die Handlung um die verschwundene Franziska wird fortgeführt, die Ereignisse rund um SCHOFAR werden angeschnitten, die Mönche treten wieder aufs Spielfeld. Es ist spannend zu verfolgen, wie die Fäden hier nun zusammenlaufen, und TEUTOBOCHUS zeigt sich sehr vielversprechend im Hinblick auf kommende Folgen. Besonders das Thema Wissenschaft vs Religion, Welt vs Kirche wird immer drängender, falls es nicht sogar letzendlich das Zentrale Thema werden könnte.

Die Zeit während des Hörens raste nur so dahin. Die Mischung aus Humor, Spannung, Mystery, Verbrechen und Dramatik ist perfekt ausgewogen, es gibt keine Längen, und ich konnte es gar nicht fassen, dass die CD nun schon beendet war. Mein Lieblingssatz dieser Folge: "Galanterie, das klingt wie ein Siechtum in den Eingeweiden" ;-)

Ein wenig enttäuscht, da ich gerne mehr gehört hätte, schließlich wurde der titelgebende Teutobochus ja nicht abgeschlossen, doch umso mehr Vorfreude auf die nächste Folge. Ich kann mir vorstellen, dass je weiter AMADEUS sich entwickelt, desto mehr es zu einer Serie werden könnte, bei der man am besten noch einmal kurz einen Blick auf die vorherigen Episoden werfen sollte, falls man nicht irgendwann den Überblick verlieren möchte. Aber das bleibt abzuwarten, ich lasse mich überraschen.

Die Musik passt wieder wunderbar, AMADEUS ist von allen Hörplanet-Reihen diejenige, deren Musik mir am besten gefällt. Inzwischen ist auch eingetreten, was ich schon in der ersten Folge vermutet habe: kannte man als Laie in der ersten Folge noch die meisten Stücke, wurde es immer schwieriger. Inzwischen muss ich zugeben, dass die Werke ab dieser Folge mir nun nicht mehr vertraut sind (sofern welche davon genutzt wurden, was ich mangels Erkennen ja nicht klar sagen kann). Sie gefallen jedoch sehr gut, und die Umsetzung ist stimmig, je nach Situation von fröhlich hin zu dramatisch und gar düster. Schön fände ich, wenn im Booklet ein Verzeichnis der verwendeten Stücke aufgelistet wäre, sodass man sich selbst noch ein wenig schlau machen, die Stücke im Original hören und vergleichen kann.

Auch in Sachen Sprecher kann ich eigentlich nur wiederholen, was ich bisher schon sagte: sie passen sehr gut zusammen und tragen dazu bei, der Folge wieder die Art von Professionalität zu verleihen, die man bei heutigen Hörspielen erwartet und die beim Hörplanet inzwischen die Regel ist.

Insgesamt muss ich sagen, dass es diesmal schwer ist, auf Handlung, Inhalt oder Besonderheiten einzugehen, da TEUTOBOCHUS weniger eine eigenständige Folge ist und nicht für sich gesondert beurteilt werden kann. Die Bedeutung dieser Folge wird sich wohl erst im Laufe der fortschreitenden Handlung zeigen. Qualität ist mir wichtiger als Quantität, trotzdem würde ich am liebsten rufen "macht schneller, ich will sofort mehr!" ... aber vernünftigerweise übe ich mich in Geduld und überbrücke die Zeit zur nächsten Folge mit ein paar Folgen meiner anderen Lieblingshörspiele ;-)

SaschaSalamander 08.07.2013, 08.24 | (0/0) Kommentare | PL

Porterville 08 - Die Chronistin des Bösen

porterville08_1.jpgDIE CHRONISTIN DES BÖSEN befasst sich nun endlich mit der Person, auf die ich mit am meisten gespannt war: Eleanor Dare-Sato. Von Beginn an schon wirkte sie auf mich sehr ungewöhnlich, und es war klar, dass sie ein großes Geheimnis birgt. Hier erfährt der Leser nun, wer Eleanor ist, woher sie kommt, was sie antreibt.

Anette Strohmeyer, die bereits >PORTERVILLE 02 - DIE VERLORENE KOLONIE< verfasste, zeichnet sich auch für die aktuelle Folge verantwortlich. Mir gefällt, wie die Autoren Geschichten aussuchen / zugeteilt bekommen (?), die inhaltlich auch direkt zusammenhängen, sodass sie sich voll und ganz einem bestimmten Thema widmen können.

Damals führte uns Anette nach draußen, hier nun verbindet sie das Draußen und Drinnen mit dem Damals und Heute. Und auch hier: es geht weniger um Spannung als vielmehr um Zusammenhänge und neue Puzzleteile. Gemütlicher Erzählstil, Erinnerungen. Geschickt streut die Autorin diese ein, und langsam wird die Serie (im positiven Sinne) wirklich unübersichtlich. Man meint, endlich das Bild erfasst zu haben, plötzlich wird ein altes Puzzleteil entfernt, an eine neue Stelle gesetzt, das Motiv verändert sich, und man muss nun von neuem versuchen alles zusammenzusetzen. Was man zu wissen glaubte, wird durcheinandergewirbelt und neu sortiert. Ich wage zu behaupten, dass ich das meiste nun verstanden habe und die Serie endlich durchschaubar wurde. Aber ich vermute, im nächsten Band wird alles wieder über Bord geworfen. Und noch immer sind zu viele Fragen offen, als dass diese in wenigen Episoden geklärt werden könnten.

SPOILER
Interessant wäre, falls es am Ende sowas wie eine MindMap oder eine Zeitlinie gibt, in der die Zusammenhänge erläutert werden. Denn mal ehrlich: wenn die Gegenwart in die Vergangenheit gebracht wird und eine Person der Vergangenheit von draußen auf die Gegenwart von drinnen trifft und sich später in der Zukunft innen an die Vergangenheit draußen erinnert, wird es schon arg mindfucking. Erst recht, wenn in der heutigen Gegenwart draußen jemand anders Nachforschungen anstellte über die Vergangenheit damals, die ja eigentlich einmal Gegenwart war ... wessen Gehirn da keinen Knoten bekommt, den bewundere ich als Genie!
SPOILER ENDE

Und auch hier wieder das Phänomen, dass ich sagen möchte "war das Beste bisher". Aber das waren die vorherigen ja auch, und man kann es einfach nicht vergleichen, weil eben jeder Autor einen anderen Stil hat, weil jede Geschichte andere Aspekte Portervilles umreißt und andere Schwerpunkte im Storytelling beinhaltet. Das Besondere hier: von allen bisherigen Folgen empfinde ich die Charakterisierung des Protagonisten hier am intensivsten. Ihr Innenleben, ihre Fassade, ihr Alltag. Der Leser bekommt ungeschönten und wertneutralen Einblick in das, was Eleanor ausmacht.

Ist Eleanor zu verurteilen für ihr niederträchtiges Handeln? Hatte sie überhaupt die Chance, anders zu agieren? Was hätten wir an ihrer Stelle getan? Und wo wird sie enden?

Mögen andere sagen, dass es schneller vorangehen soll: ich finde das Tempo prima. Die Folgen wirken in mir nach, der Inhalt muss sich setzen, die Zusammenhänge erschließen sich erst während der Reflektion im Alltag. Und auch, wenn die einzelnen Bücher sehr kurz sind - Qualität schreibt sich nicht von selbst - es dauert, bis der Text erdacht, niedergeschrieben, lektoriert, gesetzt und veröffentlicht ist. Das ist es mir wert, darauf zu warten, so unglaublich schwer es auch sein mag :-)

SaschaSalamander 01.07.2013, 08.49 | (0/0) Kommentare | PL

Paranormal Activity 04

paranormal04_1.jpgVORAB

Als Fan der Paranormal Activity - Reihe mussten wir uns natürlich auch den vierten Teil ansehen. Meine Erwartungen waren der Reihe entsprechend: jede Menge guter Grusel mit viel Gänsehaut und Sich-aneinander-Festkrallen. Mal stärkere, mal schwächere Teile in der Reihe, aber insgesamt immer ein Garant für einen schaurigen Abend.


REIHE 1-3 UND TOKYO

Womit die Reihe punktet: es ist im Grunde immer die gleiche Handlung, ein Geist / Dämon ist im Haus, die Anzeichen häufen sich, jemand stellt eine Kamera auf, die Aktivitäten werden schlimmer, und am Ende wird es kurz aber heftig brutal. Der >erste Teil< spielte in einem verwinkelten Haus und hatte eine normale Stativkamera, gelegentlich Handkamera, Protagonisten ein Pärchen. Der zweite war insofern neu, als er die Vorgeschichte erzählte und mehrere Kameras im Haus aufgebaut wurden, es spielte in einer Familie mit Baby. Der >dritte Teil< - meiner Ansicht nach bisheriges Highlight der Serie - geht noch weiter in die Vergangenheit, eine Familie mit zwei Kindern, alles beobachtet durch Stativ- und Drehkameras. >TOKYO NIGHTS< spielt in Japan, ist eine Art Spin-Off und verbindet die amerikanische Story mit typischen japanischen Horrorelementen und präsentiert dem Zuschauer zwei gleichzeitige Kameras, sodass man zwei Handlungen parallel verfolgen kann.

Insgesamt ist es zwar ein billig produzierter Film mit ein wenig Geisterspuk, aber die Hintergründe sind dennoch gut umgesetzt, mit den Protagonisten kann man sehr gut mitfühlen, sie sind so normal wie der Zuschauer auch. Er besticht dadurch, dass er weniger billige Schockmomente präsentiert als vielmehr ein Gruseln erzeugt, das im Kopf des Zuschauers entsteht: man beobachtet minutenlang den Bildschirm, nichts passiert, jeden Moment rechnet man mit einer Bewegung, und so steigt der Adrenalinpegel ständig an. Eine kurze, kleine Erlösung (hier ein Schatten, dort wackelt eine Lampe, dort klappert etwas oder fällt herunter), aber so ganz wird das Adrenalin nie abgebaut, bis es den Zuschauer am Ende fast zerreißt. DAS ist Paranormal Activity.


TEIL 4 HANDLUNG

Alex kommuniziert mit ihrem Freund Ben viel über Videochat am Laptop. Bald zieht eine alleinerziehende Mutter (Katie) mit ihrem Sohn Robbie in die Nachbarschaft. Der Kleine verhält sich sonderbar. Und als die Mutter dann ins Krankenhaus muss, nehmen Alex´ Eltern das Kind für diese Zeit bei sich auf. Mit Robbie ziehen auch seltsame Ereignisse in dem Haus ein, Alex fürchtet sich. Ben installiert in der Wohnung mit Hilfe der Laptops heimlich Kameras, um alles zu beobachten. Der Spuk wird schlimmer, die Eltern nehmen es nicht ernst, und schlussendlich - wie wir es von allen Teilen kennen und ich ohne Spoiler verkünden kann - eskaliert es natürlich und endet in einem kurzen aber brutalen Gemetzel.


TEIL 4 BESONDERHEITEN

Der vierte Teil hat uns leider sehr, sehr enttäuscht. Aber erst zu dem, worin der vierte Teil sich in die Tradition einreiht und sich an Besonderheiten ausweist. Denn wie gesagt, jeder Teil hat etwas Neues, von Kameraführung über Setting, damit es nicht langweilig wird für den Zuschauer:

Waren bisher junge Erwachsene oder gar Familien mit Kindern die Protagonisten, sind es hier Jugendliche. Zwar wohnt Alex bei ihren Eltern und hat auch einen kleinen Bruder, aber sie entspricht doch sehr dem Teenie-Slasher-Vorbild anderer Filme. Blond, große Kulleräuglein, natürlich noch Jungfrau. Ein Freund, der gerne würde aber sich ihr zuliebe zurückhält und es immer wieder probiert. Die Eltern agieren nur am Rande, der kleine Bruder und Robbie sind schon wichtiger.

Was die Kamera betrifft, bin ich zwiegespalten: Videochat am Laptop aufgezeichnet. Und der Sensor einer Xbox, der mit seinen grünen Punkten wirklich tolle Effekte erzeugt und auch einigen Grusel erzeugt. Nette Idee, innovativ und ungewöhnlich. Tolle Bilder. Aber für meinen Geschmack schon etwas zuviel Product Placement von Apple über Xbox, Google und Co. Scheint, als hätte man das günstige Budget diesmal zusätzlich reduziert und jede Menge Sponsorengelder eingeheimst.

Bisher waren die Häuser recht verwinkelt und wurden gut in Szene gesetzt, sodass man sich oft fragte "was mag wohl hinter der nächsten Ecke lauern". Das wurde hier komplett versäumt. Das Haus hätte einige Winkel geboten, die aber nicht genutzt wurden. Es gab immer nur die gleichen Einstellungen, und diese haben alles komplett ins taghelle Licht gerückt. Dadurch gab es wenig Überraschungen, es war alles sehr plakativ.

Viele Einstellungen spielten am Tag. Kam bei den anderen Filmen auch vor, wurde aber genutzt, um die Filme der Nacht zuvor anzusehen. Was hier komplett fehlte: es wurde zwar sehr viel am Tage gedreht, aber Ben und Alex haben sich die Videos nie angesehen, nie ausgewertet oder den Eltern gezeigt. Wenn tagsüber mitten im Bild eine Lampe wackelt, entsteht wenig Grusel, baut sich kein Adrenalin auf.

Während die anderen Teile alle mit der Story zusammenhingen und von Mal zu Mal mehr offenbart haben (besonders der dritte Teil war sehr vielversprechend), wirkt die Story im vierten Teil wie ein Alibi billig zusammengeschustert. Anhand vieler Rezensionen im Netz erkenne ich, dass scheinbar auch sehr viele Fehlinterpretationen aufgrund der schlecht dargestellten Handlung geschehen sind. Das hat für mich nichts mit "mystisch, wird noch aufgeklärt werden" zu tun, sondern mit schlechtem Storytelling. Inhaltlich gesehen ist der vierte Teil ein klarer Rückschritt.


GRUSEL

Wie schon angeduetet, baut sich im vierten Teil kaum Grusel auf. Vielleicht für absolute Film-Neulinge. Aber für Horrorfans und Anhänger der Paranormal-Reihe eine herbe Enttäuschung. Durch die Tagszenen und da man das meiste schon vorausahnt, gibt es einfach keine Überraschungen. Zu platt, zu billig. Und wenn sich kurz ein wenig Adrenalin aufbaut, wird es durch einen simplen Schockmoment sofort wieder abgebaut.

Daran, dass man das Konzept der Filme kennt, liegt es nicht. Denn mit Freunden habe ich einige Teile der Reihe bereits ein zweites oder gar drittes Mal angesehen. Und noch immer sitze ich zitternd mit Gänsehaut auf dem Sofa, obwohl ich die Story schon kenne und weiß, wie der Horror funktioniert. Der vierte schafft es dagegen nicht einmal beim ersten Ansehen, Grusel zu erzeugen (nagut, ich bin fair: alleine um Mitternacht im dunklen Zimmer mit 5.1 Sound könnte er es unter Umständen schaffen. Aber ein guter Film schafft es auch bei einer Gruppe abends um 19 Uhr).


PLOTHOLES, LOGIKFEHLER

Zugegeben, Paranormal Activity ist jetzt nicht gerade eine Reihe, die durch Logik und ausgefeilte Story besticht. Trotzdem ist sie insgesamt nachvollziehbar. Und auch, wenn ich hier und da mal den Kopf schüttelte, konnte ich es doch akzeptieren und habe das Filmvergnügen vor die Storylöcher gesetzt. Aber der vierte Teil lässt mich schmerzvoll aufjaulen:

Dass die Kids anfangs filmen, ist für mich völlig an den Haaren herbeigezogen. Sie finden es spooky, dass ein Kind, welches plötzlich ohne Mutter in einem fremden Haus übernachtet, nachts in das Bett eines Erwachsenen steigt, um nicht alleine zu schlafen. Wie gruslig! (ich finde es eher gruslig, dass die Erwachsenen ihm das nicht von sich aus angeboten haben und sich besser um das eingeschüchterte Kind kümmern). Und klar, wer würde nicht mit einem Laptop nachts durch die Gegend wandern, um etwas zu filmen. Zumal die Kamera dann auch noch das Bild der festen Kamera zeigt statt des Videochats. Die Bilder, die hier gezeigt wurden, toppen die unlogischen Kameraperspektiven der bisherigen Filme um Längen. Dann nehmen die Kids jede Menge gutes Filmmaterial auf, aber nichts davon wird ausgewertet. Alex sagt den Eltern zwar "es geht etwas Schauriges vor sich", aber sie zeigt ihnen nicht die Videos. Das führt zu einigen lebensbedrohlichen Situationen, aber natürlich glaubt man ihr nicht. Auch die Eltern sind völlig irrational. Da verschwindet ein Messer, keiner macht sich Gedanken. Und als es dann plötzlich von oben herab herunterfällt und den Mann fast tötet, winkt die Frau einfach ab, ach, Messer fallen eben gelegentlich mal von der Decke, kommt in allen guten Haushalten mal vor.

Der Schluss - nun, da möchte ich nicht spoilern, aber er wirkt komplett aus dem Zusammenhang der Serie gerissen. Ich frage mich, wie sie DAS erklären wollen. Das wirkt völlig überzogen und billig, so als hätte man mit Gewalt versucht, da noch irgendetwas zu bringen, das die bisherigen Teile toppt. Leider misslungen.


WAS FÜR DEN TEIL SPRICHT

Immerhin, es ist Teil der PA-Reihe. Es gab schächere und stärkere Teile, dies hier war bisher eindeutig der schwächste. Aber sollte die Reihe im fünften Teil einen guten Abschluss finden, gehört es eben einfach dazu. Außerdem ist die Idee mit dem Sensor wirklich klasse, das gefällt. Sie haben versucht, wieder etwas anderes zu machen. Und einige der Spukerscheinungen, Symbole und Elemente (Wasser ua) zeigen, dass die Macher sich tatsächlich mit dem Thema Spuk, Dämonologie usw befasst haben und nicht einfach nur sinnlos etwas zeigen.


PERSÖNLICHE MEINUNG

Zu viele amerikanische billige Klischees, die Protagonisten dumm und naiv, die Potentiale des FIlmes nicht ausgeschöpft. Für den deutschen Zuschauer wenig Identifikationsmöglichkeiten. Erst recht nicht für die eigentliche Zielgruppe, die ja doch etwas älter ist (es sei denn, man will nun das jüngere Publikum auf die Reihe aufmerksam machen. So etwas kann nur in die Hose gehen, wenn man zwei Zielgruppen bedienen will).

Die Macher haben nun zwei Möglichkeiten: entweder, sie schließen die Reihe gut ab und integrieren den eher schwachen Teil gut in die Handlung. Dann ist es eine gelungene Serie. Oder der nächste Teil wird noch unzusammenhängender und sorgt dafür, dass eine weitere an sich gute Reihe dem Kommerz zum Opfer fällt.


FAZIT

PARANORMAL ACTIVITY 4 ist eindeutig der bisher schwächste Teil der Reihe. Wenig Grusel, viele billige Schockmomente. Der Zuschauer wird als Melkkuh der Filmindustrie schamlos ausgenutzt. Es bleibt zu hoffen, dass man sich auf die eigentlichen Werte der Reihe besinnt und den Fans im Oktober 2013 einen guten Abschluss präsentiert.

SaschaSalamander 28.06.2013, 08.55 | (0/0) Kommentare | PL

Wächterschwingen 02 - Dunkle Träume

KLAPPENTEXT

Eine Hexe auf der Suche nach ihrer Vergangenheit. Ihr Beschützer, ein begnadeter Kämpfer und zugleich ihr größter Feind.

Hexe Jenna macht sich mit dem undurchsichtigen Wächter Kyrian auf die Suche nach ihren Wurzeln. Verstörende Träume plagen sie, in denen sie nach und nach erfährt, wer Kyrian wirklich ist. Aber er rettet ihr das Leben, und sie spürt, dass trotz seiner schrecklichen Vergangenheit kein dunkles Herz in ihm schlägt.

Doch Krieger Kyrian muss Jenna seinem König ausliefern. Denn Jenna trägt nicht nur ein Geheimnis in sich, sie ist Kyrians Schlüssel zur Freiheit aus der Sklaverei. Er muss sich entscheiden: ein Leben in Gefangenschaft oder die Frau opfern, in die er unsterblich verliebt ist.


REIHE - WÄCHTERSCHWINGEN

Da ich mich regelmässig beschwere, wenn Verlage nicht kenntlich machen, dass es sich um eine Reihe handelt, möchte ich hier vorweg loben. Denn sowohl auf dem ersten als auch auf dem zweiten Band ist für den Leser klar ersichtlich, dass das vorliegende Buch Teil einer Reihe ist. Und das, obwohl man das zweite Buch auch ohne Kenntnis des ersten lesen und verstehen könnte. Danke, DAS ist leserfreundlich! :-)

Ansonsten: die Autorin führt ihre Leser sehr schön in die Geschichte ein. Selbst, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, wird man schnell begreifen, um was es geht und wie die Welt, in der die Gargoyles, Hexen, Dunkelelfen, Lichtelfen, Dämonen und anderen Wesen leben, aufgebaut ist, welche Regeln gelten. Auch werden die Charaktere sehr gut beschrieben, sodass ihre Vergangenheit für Erstleser an notwendigen Punkten erklärt wird, ohne dass alte Fans der Reihe sich langweilen würden. So wie man es sich von allen Reihen wünscht und nur wenige Autoren es in dieser Komplexität schaffen.

Was ebenfalls erwähnenswert ist die Qualität, mit der sich die Reihe hält. Oft ist der zweite Teil nur Lückenfüller oder flacht nach dem ersten Band ab, was hier nicht der Fall ist. Die Qualität wird absolut gehalten, ja sogar etwas gesteigert, da zu dem ersten Paar (das inzwischen ans Herz gewachsen ist) nun weitere Charaktere dazukommen, mit denen man mitfühlt. Auch die bisherige Handlung wird erweitert und um neue Aspekte ergänzt, sodass es mehr von allem gibt, was im ersten Band bereits gefiel.


CHARAKTERE

Wie bereits gesagt: die Charaktere, die man bereits im ersten Band >HERZEN AUS STEIN< liebgewonnen hat, tauchen größtenteils auch hier wieder auf. Dazu kommen weitere, denn Noir und Vince haben ihre übersinnliche Crew erweitert um zusätzliche Mitglieder.

Die Emotionen der Protagonisten sind jederzeit nachvollziehbar, regelrecht greifbar, als würde man es selbst erleben. Die Achterbahn aus Wut, Verzweiflung, Zorn, Angst, Leidenschaft, Liebe, Lust, Rachedurst und vielen anderen Eindrücken geht auf und ab, wirbelt den Leser durcheinander. Und um beim Vergleich der Achterbahn zu bleiben: natürlich weiß man, dass alles gut geht, dass kein Unheil droht und man am Ende zufrieden aussteigen wird, trotzdem kribbelt es überall, trotzdem ist man aufgeregt und hat auch ein wenig Angst. So auch hier, wo man um seine Lieblinge bangt, obwohl Happy End garantiert ist ;-)

Kyran, Jenna, Nicholas, Jamie, Noir, Vincent und all die anderen sind wie gute Freunde. Eine Clique, der man gerne angehören möchte, um ihnen beizustehen, um von ihnen Trost zu erhalten. Freunde wie dieses Team wünscht man sich als Leser, und je näher das Ende des Buches kommt, desto mehr wünscht man sich, länger mit ihnen verweilen zu dürfen.


EROTIK

Und bei all der Romantik und Urban Fantasy bietet das Buch natürlich immer noch Erotik. Sinnliche, gefühlvolle und äußerst ansprechende Erotik. Nein, prüde ist Inka niemals, dafür genießt sie es vielzusehr, mit ihren Charakteren zu spielen und ihre überbordende Fantasie mit den Lesern zu teilen. Was mir sehr gefällt ist, dass sie nicht in Superlative und Extreme verfällt, sondern immer ein gesundes Maß an Realismus wahrt und auch den Humor nicht zu kurz kommen lässt. Erotik wäre langweilig, wenn man nicht manchmal auch ein wenig schmunzeln könnte. Nichts ist schlimmer als Erotikautoren, die sich selbst viel zu ernst nehmen, Inka gehört zum Glück nicht dazu ;-)


AUFBAU

Das Buch ist in unterschiedlich lange Kapitel gegliedert, die die Handlung aus mehreren Perspektiven vorantreiben. Mal schlüpft der Leser in den Kopf von Jenna oder Kyrian, ein andermal in Nicholas und Jamie oder andere beteiligte Charaktere. Was ich gelungen finde: trotz der Vielzahl an Charakteren und Perspektiven ist das Buch an keiner Stelle überladen, sondern stets übersichtlich. Man hat als Leser den Überblick und kann der Handlung trotz der vielen Fäden gut folgen.

Neben dem Hauptplot um Jenna und Kyrian wird auch die Geschichte um Jamie und Nicholas vorangetrieben. Jamie ist bereits aus dem ersten Buch bekannt, er ist innerhalb der Reihe mein liebster Charakter, bringt eine nette Portion Gay-Anteil in das Buch. Die Bindung zwischen Noir und Vince aus dem ersten Band trägt Früchte, und auch Noirs Baby ist von großer Bedeutung. Dazu kommt die Geschichte um Kyrians Schwester Myra - hierzu möchte ich jedoch nichts verraten, denn die Art und Weise, wie dieser Handlungsfaden erzählt wird, ist ungewöhnlich und macht einen großen Reiz der Geschichte aus.


FAZIT

Wie erwartet hat Inka Loreen Minden sich wieder einmal selbst übertroffen. Ich kann es nicht anders beschreiben als: es ist ein Buch, in dessen Welt man am liebsten hineinschlüpfen würde. Alltag vergessen, raus aus der eigenen Welt - und ab zu den Gargoyles. Mit Jenna und Noir lachen, einen der süßen Jungs anflirten und sich verlieben, gegen das Böse kämpfen. Und immer mit dem Wissen "es wird alles gut" :-)


SaschaSalamander 26.06.2013, 08.49 | (0/0) Kommentare | PL

Ein Wispern unter Baker Street

aaronovitch_grant03_1.jpgKLAPPENTEXT

Ein junger Mann wird im U-Bahn-Tunnel nahe der Station Baker Street erstochen aufgefunden. Peter Grant, Constable und Zauberer in Ausbildung, wird frühmorgens an den Tatort gerufen. Der unbekannte Tote stellt sich als Sohn eines US-Senators heraus und ehe man noch "internationale Verwicklungen" sagen kann, hat Peter bereits die FBI-Agentin Kimberley Reynolds am Hals. Als wäre das noch nicht problematisch genug, tappt Peter auch noch in seinen Ermittlungen im Dunkeln, denn alle Spuren führen in den Untergrund Londons, der nicht so einsam ist, wie er scheint.


REIHE

WISPERN UNTER BAKER STREET ist nach >FLÜSSE VON LONDON< und >SCHWARZER MOND ÜBER SOHO< der dritte Teil der Reihe um den Constable und Zauberlehrling Peter Grant. Ehrlich gesagt ging ich anfangs davon aus, dass die Reihe nur drei Teile haben würde, aber sie wird nun wohl doch fortgesetzt.

Um den aktuellen Titel zu verstehen, muss man auf jeden Fall die anderen beiden Bücher gelesen haben. Aaronovitch verlangt seinen Lesern viel ab, bezieht sich intensiv auf die ersten beiden Teile, ohne irgend etwas zu erklären. Selbst, wenn man die anderen Bände gelesen hat, fällt der Zusammenhang oft schwer, falls dies schon einige Monate her ist.

Der erste Band beschäftigte sich sehr stark mit den Hintergründen von Magie, es wurde viel über das Erlernen beschrieben. Im zweiten Teil war dies bereits weniger, kam jedoch gelegentlich noch vor. Im dritten Teil ist das - zumindest im Hörbuch - nahezu komplett weggefallen, das Gewicht lieht hier einzig auf der Ermittlung. Dies führt dazu, dass das erste Buch eine Besonderheit war und sich in Sachen Urban Fantasy deutlich von anderen Titeln abhob. Dieser Aspekt flaut jedoch immer mehr ab, sodass man nun einfach nur noch einen magischen Ermittler hat, aber das ist nicht ungewöhnlich, das Konzept gibt es häufiger.

Man trifft sehr viele Bekannte wieder, es werden jedoch auch viele weitere Charaktere eingeführt. Die Fragen, die sich in Band 1 und 2 ergaben, bleiben zum Teil weiterhin bestehen.


ERZÄHLWEISE

Aaronovitch erzählt seine Handlung sehr dicht, jeder Satz könnte später wichtig sein. Es erfordert sehr viel Konzentration, die CD zu hören, Abschweifen sollte man in keinem Fall, sonst ergibt der Rest keinen Sinn mehr.

Dies ist etwas erschwert, da der Autor neben der dichten Handlung auch in der Beschreibung des Geschehens sehr ins Detail geht. Liebevoll, mit viel Witz und niemals langweilig, aber auch dies eben sehr straff. Dadurch kommt es, dass einige Längen entstehen, nicht mangels Handlung sondern aufgrund zuviel davon, was gelegentlich ermüdet.

Was erhalten blieb, das ist der trockene britische Humor, stets hintergründig, manchmal bissig aber niemals böse.


SPRECHER

Dietmar Wunder sprach bereits auch die ersten beiden Teile und ist ein gelungener Interpret, der mit seiner ruhigen Art sehr gut den Inhalt des Textes vermittelt und auch den Protagonisten glaubwürdig verkörpert.


PERSÖNLICHE MEINUNG

Ich bin ein wenig enttäuscht. Eigentlich hatte ich gehofft, dass der dritte Band einiges offenlegt und der Autor wieder auf das Niveau des ersten Buches kommt. Statt dessen hat es im Gegenteil sogar zum zweiten etwas abgeflacht. Normale Krimis (auch mit etwas Fantasy) gibt es wie Sand am Meer. Das, was den ersten Band besonders machte, wurde im zweiten weniger und ist im dritten fast nicht mehr vorhanden: die Wissenschaftlichkeit der Magie, die Darstellung der fantastischen Charaktere. Das dritte Buch ist relativ "normal".

Zudem frage ich mich, wo die Serie hin will. Anfangs ging ich von drei Bänden aus, und das hätte sich auch sehr gut umsetzen lassen, wäre eine runde Sache gewesen. Momentan aber habe ich das Gefühl, dass Aaronovitch mit mit seiner aktuellen Erzählweise die Reihe auf beliebig viele Bände strecken kann. In jedem Band ein Kriminalfall, dazu ein paar neuartige fantastische Wesen, immer wieder ein paar weitere offene Fragen aber nie ein wirkliches Ende.


FAZIT

Es ist nicht schlecht. Es unterhält, ist originell und kurzweilig. Aber mit dem ersten Buch hat Aaronovitch einfach die Messlatte so hoch gelegt, dass er selbst momentan nicht herankommt. Sogesehen ist das Buch immer noch besser als manch anderes auf dem aktuellen Markt, bleibt jedoch deutlich unter seinen Möglichkeiten.

Dem Buch an sich, wäre es ein Einzelband, würde ich sofort volle Punktzahl geben. Im Rahmen der Reihe jedoch gibt es gewaltig Punktabzug. Es fällt mir sehr schwer, eine Gesamtwertung abzugeben ... daher: gerade noch 3,5 von 5 Tonscherben

SaschaSalamander 24.06.2013, 08.33 | (0/0) Kommentare | PL

Paranormal Activity - Tokyo Night

paranormaltokyo_1.jpgINHALT

Nach einem Unfall in den USA muss Haruka zurück nach Japan. Dort sitzt sie nun mit zwei gebrochenen Beinen, während ihr Bruder Koichi sich um sie und den Haushalt kümmert. Der Vater ist auf Geschäftsreise. Bald gehen merkwürdige Dinge vor, und Koichi beginnt in der Wohnung zu filmen, um den sonderbaren Vorkommnissen auf den Grund zu gehen. Sie rufen einen Priester, um gegen das Böse in der Wohnung vorzugehen, doch dies erzürnt den Geist noch mehr ...


EINORDNUNG IN DIE REIHE

Der Film ist kein offizieller Teil der PARANORMAL ACTIVITY - Reihe (>Teil 1< und >Teil 3< habe ich bereits rezensiert), sondern ein japanisches Spin-Off. Aber als Fan der Reihe sowie als Liebhaber des japanischen Horrors kam ich um diesen Teil natürlich nicht herum. Und ich muss sagen, dass er mir persönlich sogar enorm gut gefiel.


WAS GLEICH IST

Der Spuk beginnt langsam und wird dann immer gefährlicher von harmlosen bewegten Gegenständen hin zur Besessenheit eines Protagonisten. Und da die Geschichte quasi direkt an den ersten Teil anschließt, kann jeder Zuschauer sich natürlich denken, wie es enden wird. Die Handlung ist also weder eine Überraschung noch ein Twist. Und auch hier gibt es immer wieder einige Momente, in denen man sich fragt "ja, wer hält hier die Kamera, wo ist die befestigt?". Ich finde, man hätte die Idee des Found Footage wesentlich konsequenter umsetzen können statt Handkamera, fixe Überwachungskamera und Filmkamera zu vermischen (eine Schwäche, an der leider 95 Prozent aller Found Footage kranken. Aber ich sehe diese Film ja auch nicht wegen ihres Realismus *g*).


WAS ANDERS IST

Im ersten Teil war die Idee an sich, im zweiten Teil war es dann die Überwachungskamra in verschiedenen Räumen, im dritten Teil vor allem die auf dem Ventilator befestigte Rotation. Im Tokyo-Spin-Off ist das Besondere die Aufteilung in zwei Bilder. Gleichzeitig sieht der Zuschauer links die Schwester in ihrem Bett, rechts den Bruder. Stets ist die Frage, auf welchem der beiden Bilder etwas geschehen wird, das Auge springt von einem Bild zum anderen, stets die bange Frage, ob man gerade etwas verpasst. Zudem kann es geschehen, dass in beiden Bildern etwas geschieht, man die Handlung parallel verfolgt und doppelt gruselt.

Anders ist auch, dass es sich hier nicht um ein junges Paar handelt, sondern um Geschwister. Das gefällt mir, da einmal keine Beziehungskiste ausgepackt wird, sondern das typische Geplänkel zwischen Bruder und Schwester. Das ändert im Prinzip wenig an der Handlung, aber immerhin hat man sich bemüht, der an sich im Grunde gleichlaufenden Handlung ein wenig Variation zu verleihen.


JAPAN-VERSION DES HORRORS

Viele Gesten, die Einrichtung, das Essen, die Kleidung, Verhaltensweisen sind japanisch. Trotzdem sind sowohl die Wohnung als auch die Geschwister sehr westlich angehaucht. Gerade die Einrichtung der Wohnung, die Dekoration, die Kleidung zeigen, wie der Westen immer mehr Einfluss in Japan hält. Dadurch passt der Film sehr gut in die PARANORMAL-Reihe, da sich doch viele vertraute Elemente wiederfinden und der "Kulturschock" für den Zuschauer nicht allzu groß ist (nicht jeder mag bzw kennt Asia-Horror, was mich immer wieder erstaunt, da er für mich inzwischen eigentlich zum Alltag gehört).

Mir gefällt japanischer Horror sehr. Was ich mag ist, dass er nicht so plakativ präsentiert wird wie im Amerikanischen, sondern etwas subtiler. Für Fans des amerikanischen Horros mag dies bedeuten, dass TOKYO NIGHTS langweiliger ist, weil scheinbar weniger passiert. Ich dagegen mag es, weil die Asiaten sehr viel mit Symbolen spielen. Auch die Rituale des Priesters sind optisch ansprechender, weil einfach für uns Europäer ungewohnt und neu. Was ich immer wieder faszinierend finde ist, wie es den Japanern gelingt, die langen Haare der Frauen in den Horror einzubinden. Inzwischen dürfte das nach RING, DARK WATER, JU-ON langsam ausgelutscht sein, aber ich finde es immer noch gruslig, wenn die Haare wirr ins Gesicht hängen, wenn etwas Unsichtbares daran zieht und wenn ein solches Gesicht plötzlisch ins Bild springt *schauder*. Mit noch weniger Effekten als in den vorherigen Teilen wurde wesentlich mehr Spannung und Horror erzeugt als in den amerikanischen Originalen.

Ansonsten ist der Horror wie gesagt oft sehr subtil. Während in den anderen Teilen der Reihe wesentlich mehr geschieht, deutet sich hier einiges anfangs eher an, der Horror spielt sich vor allem im Verborgenen ab, in der Vorstellung des Zuschauers, mit dessen Ängsten hier gespielt wird. Das Ende dann allerdings ein richtiger Schocker, sehr schön umgesetzt und für mich ein absolutes Highlight der Reihe. Nein, überrascht mich diese "Wendung" nicht, es war mir in dem Moment klar, als ich sah, dass sie mit gebrochenen Beinen im Bett sitzt, aber es war einfach genial umgesetzt, ich konnte kaum hinsehen und war doch gebannt, sosehr hat es mich schockiert, geekelt und fasziniert zugleich.


SYNCHRONISATION

Die Synchro fand ich allerdings schrecklich! Die Sprecher hat man nicht allzu gut gewählt, ich bin durch viele Asiafilme und Animes verwöhnt. Hier passen die Stimmen absolut nicht zu den Sprechern, auch die Übersetzung wirkt sehr gekünstelt auf mich und hat mich einige Male schmerzhaft das Gesicht verziehen lassen. In diesem Punkt hätte man sich auf jeden Fall sehr viel mehr Mühe geben müssen!


FAZIT

Wer die PARANORMAL ACTIVITY - Reihe mag, darf sich diesen Teil natürlich nicht entgehen lassen. Wer Asia-Horror liebt, ebenfalls nicht. Ob der Film dann gefällt oder nicht, das ist allerdings Geschmackssache. "Zigster Aufguss, ausgelutscht, vorhersehbar, passiert zu wenig" werden wohl die einen sagen. Ich gehöre zu den anderen, die trotz einiger Mängel sagen: "subtil, erschreckend, viel besser".

Wertung: 9 von 10 einsame, traurige Zierfische

SaschaSalamander 14.06.2013, 08.33 | (0/0) Kommentare | PL

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