SaschaSalamander
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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Events

Traurige Signierstunde

Ich sah kürzlich eine recht traurige Signierstunde ... ...weiterlesen

SaschaSalamander 29.11.2016, 11.11 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Chris Farlowe in Nürnberg

Mitten in der Woche ein Konzert. Och nö, sowas finde ich immer anstrengend. Aber wenn es einen gibt, der mir das wert ist, dann Chris Farlowe! Inzwischen habe ich schon recht viele Konzerte von ihm besucht, mal mit der Hamburg Blues Band, mal mit Colosseum, mal mit Norman Beaker, mal im Doppelpack mit Arthur Brown, mal im Doppel mit Clem Clempson. Immer wieder ein Erlebnis, immer wieder unvergleichlich. Auch dieses Mal wieder ein grandioses Konzert, von dem ich keine Minute bereue!
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SaschaSalamander 06.10.2015, 08.42 | (0/0) Kommentare | PL

Die große Satanshamsterschau

Letzten Freitag, am 21. November, begab ich mich an einen ganz, ganz düsteren Ort. So unglaublich düster, dass er sogar mit einem Vorhängeschloss am Bauzaun gesichert werden muss, damit keine unschuldigen Passanten ihn betreten und ob der schaurigen Dinge dem Wahnsinn verfallen ... dort, im Kon71 in Nürnberg. 


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SaschaSalamander 25.11.2014, 08.50 | (0/0) Kommentare | PL

Vegan Bake Sale 2014

Adelaide, Canberra, Melbourne, Wien, Maringa (Brasilien), Alajuela (Costa Rica), Exeter, Gloucester, Hastings, London, Northampton, Nottingham, Lille, Paris, Toulouse, Captown, Dublin, Singapur, Calgary, Vancouver, Toronto, Los Angeles, San Francisco, Denver, Orlando, Chicago, Minneapolis, Las Vegas, New York, Cinncinati, Memphis, Seattle, Nürnberg ... 

Was haben diese Städte gemeinsam? Ganz einfach: sie nahmen am 26.04.14 alle am >Vegan Bake Sale< teil ;-)

Was ich toll finde: wenn man sich die >Teilnehmerliste< ansieht, fällt auf, dass kein Land so stark vertreten ist wie Deutschland, yeah! *Fähnchen schwenkt*. Ein Lob an den >VEBU< und seine >Regionalgruppen<, die diese >Aktionen< vor Ort so toll organisiert haben. 

Zum fünften Mal fand dieses weltweite Event statt. Ziel ist es zu zeigen, dass Backen ganz leicht auch ohne tierische Produkte möglich ist. Es schmeckt auch ohne Butter, Eier, Milch, Sahne, Honig, und die Ergebnisse sind verführerisch! Schon von weitem lockte der Stand mit einem großen Banner, von der anderen Seiten mit Plakaten.





In Nürnberg gab es Schoko-Kirsch-Cupcakes, Rhabarberkuchen, Süßkartoffelkuchen, Cashewbällchen, Nusstorte, Zitronenkuchen und viele andere Leckereien. Am liebsten hätte ich mich durchs ganze Sortiment gefuttert ;-) 

Die ehrenamtlichen Helfer hatten alles selbst zubereitet. Man sah, wieviel Mühe und Liebe in den Rezepten steckte, vor allem die Deko der CupCakes war ein richtiger Blickfang. 





Eine kleine Spende von einem Euro wurde erbeten, wirklich geschenkt für so ein saftiges Stück Torte! Ich finde es toll, wieviel Zeit und Mühe die Mitarbeiter da einbringen. Während ich mich dort umsah, war der Stand ziemlich gut besucht. Immer wieder kamen Neugierige. Manche gönnten sich einfach nur ein Stückchen Gebäck. Andere stöberten in den Rezepten, die auslagen. Wer daran interessiert war, durfte sich auch Broschüren zum Thema vegane Ernährung mitnehmen. 





Das Wetter spielte auch mit, bei strahlendem Sonnenschein zog es die Menschen in die Stadt. Und wer kann schon an so einem leckeren Angebot vorbeigehen? ;-)

Die Mitarbeiter beantworteten gerne Fragen und kamen mit den Leuten ins Gespräch, man spürte, dass sie mit Spaß und Leidenschaft sie bei der Sache waren. Danke an die Jungs und Mädels, die das heute so toll durchgezogen haben :-)


SaschaSalamander 02.05.2014, 13.30 | (0/0) Kommentare | PL

Days off

Die letzten Tage war ich also wieder einmal unterwegs. Da man zu Hause nicht so wirklich abschalten kann, waren wir unterwegs. Nach Berlin hat es uns wieder einmal gezogen. Abgesehen von Familienangelegenheiten und einem Treffen mit einer lieben Freundin wollten wir vor allem ein paar Dinge erleben. So lange waren wir nicht, also haben wir schonmal geplant, was wir alles erleben möchten. Und das hat dann auch alles gut geklappt:

Als erstes besuchten wir die >Zitadelle Spandau<. Burgen und ähnliche Bauten sind immer spannend, und mein Berliner hatte mir schon so viel davon vorgeschwärmt, dass wir uns das also einmal ansehen mussten. Es war schön über das Gelände zu bummeln, wir sind auch auf den Turm geklettert und haben den militärischen Teil der Ausstellung angesehen. Einige Areale waren leider nicht zugänglich (worauf man aber nirgends hingewiesen wurde und dann wie ein begossener Pudel vor verschlossener Tür stand. Beim Zahlen des Eintritts erhielt man einen Flyer und bekam darin den Mund mit all diesen gesperrten Bereichen wässrig gemacht ohne Vermerk auf die Sperre). Und das Museum, auf das wir uns am meisten gefreut hatten, war ebenfalls gesperrt. Dass man uns dies am Eingang nicht gesagt hatte und dass wir dennoch den vollen Preis zahlen mussten, hat uns ziemlich verärgert. Bin ja kein Nörgler und Beschwerdeführer, im Gegenteil, aber das hat mich schon recht geärgert. Das, weswegen wir also eigentlich gekommen waren und worauf ich mich am meisten gefreut hatte, wurde uns kommentarlos vorenthalten. Ist irgendwie nicht fair, nope. Aber ansonsten war es nett, ich habe die Zitadelle jetzt zumindest einmal gesehen und kann mir etwas darunter vorstellen, wenn er davon erzählt.

Danach waren wir in den >Babelsberger Filmstudios<. Es war nett. Ich wünschte, ich könnte sagen "es war toll", aber es war eben einfach nett. Ein schöner, unterhaltsamer Tag, ich habe viel gesehen und erlebt. Aber ich gebe zu, dass ich mir etwas mehr davon versprochen habe. Vielleicht lag das an der hohen Erwartung, die von außen vorab in mir geschürt wurde. An vielen Figuren hatte der Zahn der Zeit genagt, sie sahen recht oll aus, von der Kulisse des kleinen Muck blätterte die Farbe ab, Fuchur ist inzwischen gelb (und leider nur noch als Kopf zu sehen, den Rest hat man ihm genommen, gerade auf ihn hatte ich mich am meisten gefreut).

Die Attraktionen waren recht interessant, aber man hätte hier und da etwas mehr draus machen können. Wie ich gehört habe, wurde z.B. das U-Boot entschärft und war früher deutlich heftiger, eher eine spannende Show, während es inzwischen eine sachlich bezogene Führung mit kurzem Actionmoment ist. In der Schänke wurde einmal kurz das Licht gedimmt und ein paar Rülpser und Fürze  eingespielt als Soundkulisse, das war dann das mittelalterliche Ambiente (hier ist es vielleicht meine Heimat, die mich da zusehr verwöhnt mit originalem Mittelalter - Flair auch ohne Flatulenzen aber dafür mit originaler Kulisse).

Beim Sandmännchen hat man die Nostalgie fast komplett entfernt und nur noch das Neue gezeigt (toll für Kids, aber für Oldies wie mich wäre es nett gewesen, Schnatterinchen, Pitti und Co nicht nur bei den Souvenirs, sondern auch in der Ausstellung zu sehen).  Dafür war die Vulkanshow super, es wurden viele Actionstunts gezeigt, etwa mit dem Motorrad durch eine "Glastür" fahren, eine Tankstelle "in Brand setzen", Sprung kopfüber von 20 m Höhe, Prügeleien und Co, ziemlich beeindruckend. Wie gesagt, ich habe mich gut amüsiert und hatte einen schönen Tag, und für Kinder ist es bestimmt ein grandioses Erlebnis.

Das >Gruselkabinett< zum Abschluss war toll! Ein Berliner Luftschutzbunker in drei Stockwerken. Im obersten Geschoss gibt es eine Art Geisterbahn, durch die man läuft. Großes Areal, abgedunkelt, viele Räume. Dort stehen dann schaurige Puppen, sieht man schaurige Schatten, es werden künstliche Schreie eingebaut (was nicht nötig wäre, die Leute haben auch von sich aus geschrien). Man läuft also auf einem beliebigen Weg durch die Räume und sieht sich die Puppen an. Hier und da sind Effekte eingebaut, etwa geht beim Betreten eines Raumes das Licht aus und hört man plötzlich gruslige Geräusche, steht völlig hilflos im Dunkel. Oder Figuren, die einem plötzlich entgegenschnellen oder sich aufrichten. Das Übliche eben, aber sehr schön inszeniert. Dazu gibt es ein paar Mitarbeiter, die in schwarze Kutten gewandet sich in besonders dunklen Ecken oder hinter Mauervorsprüngen verstecken und einem entgegenspringen oder einen verfolgen. Wie gesagt, die Gäste haben viel geschrien, wurden oft erschreckt. Manchmal haben sich die Besucher versehentlich auch gegenseitig erschreckt, etwa wenn man sich im Dunkeln nicht sah und plötzlich fast zusammenprallte. Es waren recht einfache Mittel, mit denen gearbeitet wurde, aber es hat gewirkt und hat richtig Spaß gemacht.

Ein Stockwerk tiefer gab es eine Ausstellung von medizinischen Szenen unterschiedlicher Epochen und auch Darstellung verschiedener Kulte. So gibt es Räume mit Kannibalen, mittelalterliche Beinamputationen, asiatische lebend eingemauerte Mumien, Scheintote, ein Pestzimmer und derlei Dinge mehr. Ich fand das sehr spannend, denn auch wenn es natürlich um den Grusel ging, stand doch die Realität dahinter. Ohne den Besucher mit Input zu überfordern wurden auf kleinen Texttafeln weiterführende Informationen gegeben. Während man bei einem Museumsbesuch das meiste wieder vergisst ob der Fülle, war die Dosis hier klein, dafür aber umso einprägsamer. Und die Figuren wirklich schön. Man sieht, dass hier in den letzten Jahren auch gearbeitet, verändert und erweitert wurde, sodass sich ein Besuch lohnt, obwohl man früher schon einmal dort war.

Im Kellergeschoss dann gibt es historische Belege aus der Zeit, wo das Gebäude als Luftschutzbunker diente. Dokumente, Zeitungen, Gegenstände, Unterlagen, Fotos. Filme und Bücher zum Thema 2. WK interessieren mich nicht so, aber vor Ort sich Dinge ansehen, das finde ich sehr einprägsam. Es war ein beklemmendes Gefühl, man konnte es gut nachempfinden, und die Informationen waren wieder perfekt dosiert, die Ausstellungsstücke eindrucksvoll dargeboten. Man wurde an keinem Punkt von der Info erschlagen und hatte dadurch auch den Wunsch, alles zu lesen, alles genau anzusehen. In diesem Teil hielten wir uns am längsten auf, und ich werde diesen Besuch nicht vergessen.

Alles in alleim ein sehr schöner Besuch mit kleinen Ecken und Kanten, ansonsten aber erlebnisreich und eindrucksvoll. Ich habe in dieser Zeit wenig Gelegenheit gefunden, etwas zu lesen. Auch habe ich nicht am Blog gearbeitet und fast nicht gemailt. Einfach mal ein paar Tage Auszeit, das tat gut. Und genauso gut tut es nun, zu Hause wieder selbst das Zepter im Haushalt führen zu dürfen und mich direkt auf den Blog zu stürzen. Was die Bücher betrifft, die aktuell auf mich warten - auweia, da reicht der Urlaub nicht! Geplant sind für die nächsten Wochen zehn aktuelle Titel. Von den älteren habe ich derzeit rund 15 liegen, die ich am liebsten sofort lesen würde (klar, SuB hat man immer, aber einige liegen halt ganz oben, und Tauschticket war in der letzten Zeit für mich wie eine sprudelnde Ölquelle, soviele Suchaufträge am Stück habe ich schon lange nicht mehr ergattern dürfen).

Also, Schluss mit Tippen, ran ans Lesen! :-)

SaschaSalamander 05.10.2012, 14.26 | (0/0) Kommentare | PL

ComicSalon II - Signiertermine

Abgesehen vom Bummeln und Stöbern war es mir ein Anliegen, einige der Künstler aufzusuchen und mir Autogramme zu holen. Außerdem freute ich mich darauf, einigen bekannten Gesichtern zu begegnen. Natürlich gab es auch einige, die ich verpasst habe, aber für die Zeit, die ich dort war, habe ich eine Menge Zeichner getroffen. Verzichtet habe ich auf >Ralph Ruthe< und >Joscha Sauer<. Nummern ziehen für ein Autogramm ist nicht mein Ding, da geht mir das Gefühl "das hat der extra für mich signiert" irgendwie verloren, außerdem ist mir das zu voll, und ich habe ja damals (siehe jeweiliger Link) schon Autogramme bekommen, ebenso Christian Moser, dem zu begegnen ich bereits zweimal die Freude hatte, >hier< und >hier<. Daniela Winkler habe ich leider verpasst (und ich freue mich riesig über den >Max-und-Moritz-Publikukmspreis<, den sie gewonnen hat, meinen Glückwunsch). Es waren viele internationale Künstler anzutreffen, und mein Freund blieb einige Male begeistert stehen, als er all die berühmten Namen las, wer da gerade signiert. Ich muss gestehen, mir sagten diese Namen nichts, aber für ihn war es eine große Freude (auch, wenn natürlich gerade diese Stände leider viel zu überfüllt waren).

Etwas, das mir auffiel: man musste klar unterscheiden zwischen Künstlern, Händlern und einfach nur Leuten, die irgendeinen Verlag repräsentierten. Künstler waren natürlich voll bei der Sache, und die meisten Händler waren in ihrem Element. Was ich aber teilweise enttäuschend fand, waren die Leute, die hinter ihrem Tresen standen und die neuesten Werke ihres Verlages präsentieren sollten. Einigen von ihnen merkte man deutlich an, dass sie sich zu langweilen schienen. Auf konkrete Fragen hatten sie keine Antwort (und wieder frage ich mich: was hat jemand auf einer Fachmesse verloren, der keine Ahnung vom Fach hat? Ich verlange ja kein akribisches Detailwissen, aber Grundwissen zu den verkauften Sachen wäre wünschenswert. Ein Armutszeugnis für die entsprechenden Verlage, die keine kompetenten Leute rausgeschickt haben). Manch ein Verlag hat durch sein Verhalten, durch die "Präsentation" des Standes ein klares Eigentor geschossen. Bezeichnenderweise sogar eher die Großen, die sich keine Gedanken machen müssen um ihr Fortbestehen. Private Händler oder kleine Privatverlage dagegen glänzten wirklich durch ihre Präsentation und das Wissen um die angebotenen Titel, da war es wirklich eine Freude, ins Gespräch zu kommen und dadurch immer neugieriger auf die angebotene Ware zu werden. Ich weiß, dass ich als Kunde einer von vielen bin und dass es im Grunde nur mein Geld ist, was zählt. Trotzdem ist es schön, wenn man auch wahr- und ernst- und nicht nur ausgenommen wird ;-)

Mich fand man dann vor allem bei Delfinum Prints (bzw nebendran bei TP und kurz darauf bei Kwimbi). David Füleki signierte fleißig, und ich hatte davor fleißig eingekauft. Ich muss sagen, die ganze Bande ist mir unglaublich sympathisch, hab mich dort wohlgefühlt, das ist die Art von Kleinverlag, wie ich sie mag :-) (danke für Eure Geduld! Roy, Du hast Dir wirklich Mühe gegeben, wenn ich hier was extra wollte und da einen Sonderwunsch hatte, ich hab Dich echt in allen Kisten wühlen lassen, bis ich hatte, was ich wollte)

Und auf Arbeit kann ich jetzt ganz unverfänglich einen niedlichen "Entoman loves you" als Tasse auf den Schreibtisch stellen und mich im Stillen über seine Gewalttaten freuen. So wie man Entoman auf dieser Tasse nichts ansieht, wirke auch ich nach außen gaaanz harmlos :-)



Ich freute mich, dort auch Michael Wild zu treffen (hier in gelungener Denkerpose)



Es gibt so einige Namen, auf die man immer wieder stößt, wenn man bei David Füleki surft, Michael ist einer davon. Ich mag diese Crossover, die Vernetzungen, dadurch wird man als Fan neugierig auf andere Künstler, das ist eine geniale Werbung, und ich werde mir sicher in nächster Zeit genauer ansehen, was Michaels Apfel im Web so alles anstellt. Crossover sind etwas, das ich mir bei deutschen Autoren oder in der deutschen Mangaszene auch wünschen würde, aber da kocht meistens jeder sein eigenes Süppchen.

Aber zurück zu David Füleki, der mal bei Jazam, Kwimbi, Undergroundcomix zu finden war. Er hatte sogar einen eigenen kleinen Entoman-Aufsteller für seine Comics.

Ich freute mich riesig über die Signaturen in meine Mangas und Hefte. Er zeichnete mir auf meinen Wunsch hin einen Salamander, und weil der Platz nicht reichte, nahm er schwupps den zweiten Manga und führte das Bild dort weiter. Es war nicht gerade rappelvoll an den Ständen, aber es war trotzdem immer etwas los, kamen neugierige Kunden oder einzelne Fans. Und so kam es, dass er dann auch mehrere angefangenen Bilder vor sich liegen hatte, weil er flink mal eine Unterschrift oder eine kleine Zeichnung dazwischengeschoben hatte. Für einige nahm er sich dann doch mehr Zeit, colorierte sorgfältig, und da bat er dann auch schon mal darum, dass man später wiederkommen möge, wenn er am anderen Stand signiert. Ungewöhnlich. Aber warum nicht, ich fand es spannend :-)






Und auf Marcel Hugi Hugenschütt hatte ich mich auch sehr gefreut. Immer wieder stolperte ich über seine Videos, einzelne Bilder von ihm, umso mehr freute ich mich, dass ich auf dem ComicSalon dann ein paar von seinen Werken ergattern konnte und sogar signiert bekam.





Und dann hatte ich die Gelegenheit, mir zwei Comics von Ralf König signieren zu lassen. Über ihn muss ich nichts mehr weiter sagen, er hat Großes geleistet für die Comic- wie auch die Schwulenszene, seine Werke sind einfach Kult. Ein Foto von ihm gibt es hier nicht, dafür aber die zwei Signaturen, die ich von ihm bekam:



Und dann holten wir uns brandaktuell den zweiten Band von >STEAM NOIR - KUPFERHERZ<. Der zweite Band entstand diesmal nicht mit Benjamin Schreuder, sondern in Zusammenarbeit mit Verena Klinke, die ich zu dieser Veranstaltung kennenlernen durfte. >Felix Mertikat< konnten wir bereits letztes Jahr im Ultra Comix treffen, und direkt zur Veröffentlichung seines zweiten Bandes nun erneut, eine große Freude!




CrossCult stand direkt neben Panini, und so war es an diesem Stand leider arg eng und ungemütlich, zumal es an einem Durchgang zwischen zwei Hallen war, aber das Warten war es auf jeden Fall wert, und der Stand war liebevoll aufgebaut, man konnte während des Wartens gut stöbern. Verena schrieb einen netten Text ins Heft, und Felix fertigte eine Zeichnung an. Auf Wunsch ein Steampunk-Rabe, sehr hübsch geworden :-)



Ich bewundere all die Künstler, die in all diesem Trubel ruhig blieben, sich ihren Fans widmeten, persönliche Worte tauschten. Und ich danke den Verlagen, die solche Momente ermöglichten. Es ist immer ein ganz besonderes Erlebnis, wenn hinter dem Comic, dem Buch, dem Manga mehr ist als nur Bilder und Text. Wenn man dann auch noch den Künstler kennenlernen darf und ein paar Einblicke in das Werk bekommt, Hintergründe, Anekdoten. Ich mag die Publikumsnähe, die das Internet bietet und die sich auf solchen Veranstaltungen ergibt.

DANKE allen Künstlern (auch denen, die ich hier nicht genannt habe, das würde den Rahmen sprengen bei all den vielen Gesprächen und Kontakten, die man hier knüpfte), die sich für uns Zeit genommen haben und den ComicSalon dadurch zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben :-)

SaschaSalamander 13.06.2012, 15.29 | (0/0) Kommentare | PL

Comic Salon I - Allgemeine Eindrücke

Der Erlangener >ComicSalon< dauerte vom 07.06. bis zum 10.06.2012. Zur Eröffnung wollte ich nicht hin, auch für das Wochenende erwartete ich Full House. Also gingen wir am Freitag, wo es dann doch etwas angenehmer war. Der ComicSalon findet alle zwei Jahre statt, dieses Jahr durfte die Stadt zum fünfzehnten Mal dieses Event erleben. Ich habe ihn das erste Mal besucht, habe also keine Vergleiche zu den Vorjahren. Dieses Jahr jedenfalls war die komplette Stadt im Zeichen des Comics. An vielen Austragungsorten fanden Seminare statt, Workshops, Ausstellungen, Wettbewerbe, Battles, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Lesungen, Performances, Preisverleihungen, Comic-Clash, eine Comicbörse, Signierstunden, und und und.

Ein wenig reut es mich schon, dass ich nicht mehr von diesem Event mitgenommen habe. Ich hätte gerne einige Vorträge besucht oder Ausstellungen besucht, an Veranstaltungen teilgenommen. Aber schon die über sechs Stunden am Donnerstag waren sehr anstrengend. Ich habe viel gesehen, viel erlebt, Neues kennengelernt und bin randvoll mit Eindrdücken. Auch denke ich, dass man ein wenig tiefer in der Szene verwurzelt sein und sich besser auskennen muss, um wirklich alles zu erfassen. Es ist eine ganz eigene Welt, die dem Besucher an diesen vier Tagen präsentiert wird, und die Organisation hat viel Mühe aufgebracht, um all das möglich zu machen, ich war nach meinem Besuch sehr beeindruckt. Wer jedoch alle vier Tage besucht und so viele Veranstaltungen und Ausstellungen als möglich mitnimmt, der ist vermutlich selbst beruflich in der Szene tätig oder aber einer der GANZ großen Fans.

Ich habe lediglich die Kongresshalle besucht, in der die Verlage ihre Werke und Künstler präsentieren. Zuerst haben wir uns umgesehen, einen Überblick verschafft, uns die Stände gemerkt, denen wir später noch genauere Aufmerksamkeit widmen wollten. Danach eine kleine Stärkung, und dann gezielt einzelne Verlage und Händler aufsuchen. Zum Abschluss holten wir uns Autogramme.

Und wieder das Gefühl "ich hätte so gerne auch von dem und dem ein Autogramm gehabt" und "schade, dass ich diesen Künstler verpasst habe" und "mensch, an diesem Stand war viel zu viel los, da kam ich überhaupt nicht ran", "was für ein spannendes Thema, die Diskussion hätte ich gerne gehört". Aber das dürfte wohl überall so sein, ob das auf der Animagic ist, auf der Leipziger Buchmesse, egal ob Convention, Messe oder anderes, wo eine Menge Fans an vielen Tagen aufeinandertreffen, da darf man nicht dem Verpassten hinterhertrauern, sondern man muss sich über das Erlebte freuen. An jeder Ecke ist etwas los, es ist unmöglich sich zu langweilen, und egal wo man ist - andernorts verpasst man etwas, das gerade mindestens genauso spannend gewesen wäre.

DSCF5181_200.JPGIch denke, es macht auch einen Unterschied, ob man "um die Ecke" wohnt, flink mal mit dem Bus hinfährt und weiß, dass man in zwei Jahren wiederkommt. Oder ob man von weit her angereist kommt, vielleicht sogar übernachtet. Das sind zwei doch grundsätzlich verschiedene Erwartungshaltungen. Und meine Erwartung war einfach: hingehen, einen Tag lang Eindrücke sammeln und in zwei Jahren wiederkommen. Von daher kann ich weder Unmassen an Fotos bieten noch könnte ich einen kilometerlangen Bericht über die verschiedensten Veranstaltungen bieten. Kein Bericht, lediglich Impressionen ;-)

Schon bevor wir die Halle betraten, wurde uns ganz deutlich gezeigt, was uns erwartet: Werbung für das das neue DC Universum. Und Nichtlustig Merchandise überall, sei es der wandelnde Tod oder ein Fotoaufsteller von den Lemmingen. Und noch mehr DC Pappaufsteller, Wandposter u.a. Auch in der Halle stieß man immer wieder auf diese Werbung, was mir auf Dauer etwas zuviel war.

In der Menge traf man einige verkleidete Fans, Anime ebenso wie Marvel, DC und andere. Leider kann ich nicht alle Fotos hochladen. Zum einen war das Fotografieren verdammt schwer, weil ständig jemand vor das Motiv rannte und ich wesentlich mehr Arme, Hinterköpfe und Rucksäcke fotografierte als tatsächliche Motive. Zum anderen, weil ich nicht ungefragt Gesichter von Fans hochladen möchte, so nett die Cosplays und so spannend die vielen Händlerstände waren. Trotzdem hier ein paar Eindrdücke aus der Masse.

(die Fotos entstanden teilweise sehr früh kurz nach der Öffnung, als es noch nicht so voll war wie nachmittags, der Schein auf den Fotos trügt also. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie heftig es zur Eröffnung oder gar am Wochenende war, als sich die Menschenmassen stapelten)










SaschaSalamander 11.06.2012, 09.07 | (0/0) Kommentare | PL

Marco Kirchner - Geisterwege

Wie ich >hier< in einem früheren Beitrag angekündigt habe, möchte ich Euch gerne >Marco Kirchner< und seine Führungen >Geisterwege< vorstellen. Inzwischen habe ich nahezu alle seiner Führungen miterlebt, doch hin und wieder kommt etwas Neues, und ich freue mich immer wieder, wenn er ein Special Event einlegt oder eine neue Tour in sein Programm aufnimmt. Seine Führungen machen regelrecht süchtig nach mehr ...


DAS BESONDERE

Wenn ich erklären müsste, was mich so fasziniert an seinen Führungen, wenn man mich fragt, warum gerade seine Geschichten etwas Besonderes sind - ich wüsste nicht, wo ich anfangen soll! Die Atmosphäre, die er während der Führung verbreitet. Sein Auftreten, sein Charisma. Die Zusammenstellung der jeweiligen Geschichten, vorgetragen an den jeweils passenden Orten. Seine profunde Kenntnis nicht nur über die Geschichten sondern auch entsprechende Zusammenhänge und Hintergründe. Er ist keiner, der einfach nur einen Vortrag auswendig lernt, sondern er präsentiert, was er sich erarbeitet hat, was er recherchiert hat. Von ihm hört man Geschichten, die man nicht an jeder Straßenecke bekommt. Sondern von ihm bekommt man Inhalte geboten, die wirklich unglaublich klingen und ein völlig neues Licht auf meine geliebte Stadt werfen. Aber ich bin schon mittendrin, werde mich nun bemühen, meinen Beitrag ein wenig zu sortieren ;-)


SEIN AUFTRETEN

Marco Kirchner präsentiert seine Führungen als >Wandererzähler<. Lange Haare, ein spitzer Bart, dazu die passende mittelalterliche Gewandung: ein Schlapphut mit langer Feder, die restliche Tracht passend dem Thema der Führung und dem Wetter entsprechend. Zum Beispiel Lederhose, Leggins wie ein Gaukler, ein Kapuzenumhang gehalten von einer markanten Schnalle, ein breiter Gürtel mit Trinkhorn, Geldbörse, Hasenpfote, Lederschuhe, Leinenhemden, Accessoires aus Leder, Metall und gewebten Stoffen. Gut, die Brille gehört nicht dazu, aber auf die kann man nicht verzichten. Nur selten entdeckt man ansonsten etwas Anachronistisches an ihm, dafür muss man schon sehr genau hinsehen ;-)

Ich habe schon andere verkleidete Künstler gesehen. Klar, in Nürnberg ist das Mittelalter präsent, und oft versuchen die Führungen dies optisch darzustellen. Aber man erkennt, dass es Verkleidung ist. Die Führer beherrschen nicht die alte Sprache, rutschen immer wieder in moderne Worte. Die Kleidung ist zu sauber und perfekt, als dass sie echt wirken könnte. Es ist ein Schauspiel. Aber Kirchner scheint seine Führungen zu leben. Wenn man mit ihm durch die Stadt wandert, dann fühlt man sich zurückversetzt in das alte Nürnberg, sei es in das Jahr 1050, in welchem Nürnberg erstmalig erwähnt wurde oder die späteren Jahre des Mittelalters. Der Allgemeinheit bekannte und auch weniger bekannte Figuren: der Henker >Meister Franz<, der Bader >Hans Folz<, die >Patrizierfamilie Tucher<, >Albrecht Dürer< und unzählige andere Familien, Maler, Erfinder, Dichter, Kirchenmänner, Ritter, Raubritter, Könige, Kriegsherren, sie werden durch ihn lebendig, so als hätte er sie persönlich gekannt und schlüpfe nun in deren Rollen.

Mit Wortwitz und angenehmer Stimme trägt er seine Erzählungen vor, die Sprache angemessen den Geschichten, das Vokabular ist ihm in Fleisch und Blut übergegangen, er spricht frei und ist flexibel, reagiert spontan auf Fragen, bezieht das Publikum in seine Geschichten ein, geht auf die Leute zu. Stört ein Auto (was in der Altstadt selten vorkommt und daher erwähnenswert ist) die Führung, so tritt er beiseite, "lässt die Kutsche passieren", dies wirkt so natürlich und in keinster Weise gestellt, nichts vermag die Atmosphäre zu stören, die er kunstvoll erschafft.


DIE ATMOSPHÄRE

Meisterlich beherrscht er die Kunst des Fabulierens. "Show don´t tell": natürlich muss er Jahreszahlen einbringen, und natürlich nennt er auch Namen, die man danach eventuell wieder vergessen hat. Aber was im Gedächtnis bleibt, das sind die Bilder, die während seiner Vorträge im Kopf entstehen. Er sagt nicht "das Kind wollte in den Wald und Honig kaufen". Sondern er holt aus: Beschreibt, wie das Kind sich etwas in den Kopf gesetzt hat, fragt den Zuschauer, was er sich als Kind in den Kopf gesetzt hatte und ob er dann auch eine Dummheit dafür beging. Und er beschreibt, was für eine besondere Leckerei Honig war und wie traurig das Kind war, als nichts mehr davon im Haus war, und wie es sich auf den Weg in den dunklen Wald machte, um dort den >Zeidler< aufzusuchen. Die Menschen um uns herum verschwinden, die moderne Stadtkulisse verblasst, es entstehen Bilder der alten Stadt, des dunklen Waldes, man schmeckt den Honig auf der Zunge und folgt dem Kind in die Stadt, verläuft sich im Dunkel und findet den Weg nicht mehr zurück. Doch zum Glück steht er da mit seiner Fackel, geleitet uns zurück in die Stadt und führt uns weiter über das holprige Pflaster hin zum nächsten Abenteuer ...

Die Fackel ist im Dunkel sein Begleiter, ich besuche bevorzugt die Führungen in der Jahreszeit, wenn es bereits dunkel ist, wenn man alles um sich herum vergessen kann und sich ganz auf ihn einlässt. Dazu führt er seine Hörer an die entsprechenden Kulissen. Eineinhalb Stunden läuft man mit ihm durch die Gassen, sieht verwinkelte Eckchen, große Plätze, steht vor Kirchenportalen und steigt hinauf auf die Burg. Manchmal baut er kleine "Effekte" ein, trägt kleine Gegenstände zur Untermalung bei sich: am Henkersteg zieht er etwas aus der Tasche, und ich schmunzle stets über die erschrockenen Gesten der Anwesenden. Bei einer der Führungen gibt es zusätzlich sogar Schauspieler, welche als schaurige Gestalten ein bisschen Grusel verbreiten und die Gruppen begleiten.

Nein, "Stadtführung" wäre untertrieben. Seine Führungen sind Events, und sie sind mindestens so unterhaltsam wie ein Besuch im Theater oder Kino. Man muss ihn selbst erlebt haben :-)


DIE ZUSAMMENSTELLUNG DER FÜHRUNGEN

Inspiriert von britischen Ghost- und Storywalks rief er 2002 die Nürnberger Ghostwalks ins Leben. Doch die Nachfrage stieg, die Stadt bietet ein Füllhorn bisher unerzählter Geschichten, und so schuf er weitere Themenführungen. Es wäre zuviel, würde ich hier alle einzeln auflisten, deswegen hier der Link zur Übersicht seiner >Geisterwege< sowie ein allgemeiner kurzer Überblick.

Er widmet eine Führung beispielsweise dem berühmten Raubritter >Eppelein von Gailingen< ("sie haben ihn gefangen mit Spießen und mit Stangen" - wer kennt dieses alte Gedicht nicht?). Man erfährt von seinen Schandtaten, seinen Schelmenstreichen, von seiner Ergreifung ("die Nürnberger hängen keinen sie hätten ihn denn") und dem berühmten Sprung über die Stadtmauer, auch von seinem tragischen Tod. Man erfährt von Schelmen, Gauklern und Narretei. So trieb zum Beispiel sogar >Till Eulenspiegel< sein Unwesen im Heilig Geist Spital und stellte sich dar als Wunderheiler mit kurzfristig sogar überragendem Erfolg.

Auch wird es erotisch, denn so kühl der Franke sich gibt, so heiß lodert es unter seiner Oberfläche. Es reiste Raimund von Capua extra aus Venedig heran, um dem Teufelstreiben im Katharinenkloster Einhalt zu gebieten, denn Teufelswerk und Unzucht waren der Heiligen Römischen Kirche ein Dorn im Auge. Eine >romantische Liebesgeschichte< war Anlass zur ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt Nuorenberc. Und auch sonst waren die Nürnberger nicht untätig, es war ein reges Treiben in der Stadt. Diese Führung hebt sich von den sonst eher düsteren Touren ein wenig ab, doch auch hier gelingt es ihm meisterlich, das Liebesleben der alten Nürnberger darzustellen. Mit einem frechen Zwinkern im Augenwinkel erzählt er von Nonnen, Priestern, Adligen und gehörnten Ehemännern, stets frivol aber niemals unter der Gürtellinie.

Henker, schaurige Morde, berühmte Richtsprüche, eingekerkerte Persönlichkeiten, grausame Schicksale, Poltergeister und das Wüten der Pest - all das ist seine Spezialität, es scheint die dunklen Gestalten liegen ihm besonders am Herzen. So erfährt man von Kirchner genau, woher der berühmte Dracula seinen Namen hat: Graf >Vlad III Draculea<, Sohn des Drachen, in Nürnberg aufgenommen in den Drachenorden.

Eine eigene Führung widmet er - jedoch in Fürth, nicht in Nürnberg - dem berühmten Erzzauberer und Schwarzkünstler, Wunderheiler, Alchemisten, Magier, Astrologen, Wahrsager >Dr. Faustus<, Vorlage zu Goethes Dr. Faust. Denn dieser wurde der Stadt Nürnberg verwiesen, wie man in einer alten Urkunde des Stadtarchives erfahren kann.


SEIN FACHWISSEN

Normalerweise besuche ich eine Führung, und wenn sie aus ist, dann ist sie eben aus. Bei Kirchner ist das anders: sobald ich zu Hause bin, beginne ich mit der Recherche, suche mir entsprechende Links oder Fachbücher, schlage in meinen alten Sagenbüchern nach, mache mir Notizen und gehe diesen in den folgenden Tagen nach, sei es im Antiquariat oder der Bibliothek. Er erzählt von Ereignissen, die so spannend sind und doch so selten erwähnt werden in anderen Büchern und Stadtführungen, dass ich mich nur wundern kann, wie solch faszinierenden Themen nicht schon längst ausgeschlachtet und vermarktet wurden. Er gräbt tief in den Büchern und holt aus den verstecktesten Winkeln neue Inhalte für seine Touren.

Wie schon erwähnt: er hält keine auswendig gelernten Vorträge, sondern er ist ein Geschichtenerzähler. Er trägt das Wissen in sich, und er kann spontan auf Fragen oder Einwürfe der Gäste reagieren. Einige Geschichten hörte ich mehrfach: bei meinen abendlichen Spaziergängen bin ich ihm schon häufig begegnet, eine Gruppe um sich geschart, und ich lauschte einige Minuten. Und einige wenige Geschichten werden auch in verschiedenen Führungen erwähnt, da sie von solcher Bedeutung für die Stadt sind, und immer erzählt er sie zwar in ähnlichem Stil aber doch andersartigem Wortlaut.

Auf dem Fußweg von einer Station zur nächsten oder nach der Führung steht er auch gerne bereit für Fragen. Und ich gebe zu, ich kann es nicht lassen, die Geschichten sind so spannend, mir schwirren tausende Fragen im Kopf, und um zu Hause besser recherchieren zu können, muss ich ihm einige davon immer sofort stellen. Geduldig und ausführlich beantwortete er sie alle. Und zeigt dabei, wie tief verwurzelt seine Faszination für die alten Geschichten ist. Er kennt nicht nur die alten Legenden, und dies nicht nur aus Nürnberg, sondern er zieht Verknüpfungen zu anderen Städten, geht auch auf Spezialthemen ein, ob nun Mystik, Geschichte, spezielle Orte, Literatur, Persönlichkeiten und Jahreszahlen. Kennt die Hintergründe zu den Anekdoten und Legenden, kann entsprechende Quellen benennen. Sogar bei seiner Kleidung legt er großen Wert auf Authenzität, kann etwa die Bedeutung eines Schmuckstückes erklären oder legt sich spezielles Schuhwerk für bestimmte Führungen zu.

Über seine Leidenschaft, seine Ausbildung und wie er zu dieser ungewöhnlichen Umsetzung der Geisterwege kam, kann man >hier< genauer nachlesen.


ZUM ABSCHLUSS

Zum Abschluss für alle Touristen kann ich nur sagen: es gibt viele Stadtführungen. Aber, seid ehrlich - interessieren Euch Jahreszahlen und langweilige Gebäude, die man sowieso wieder vergisst? Oder wollt Ihr, dass die Geschichte vor Euren Augen lebendig wird? Werft einen Blick in sein Programm und sucht Euch die beste Führung für Euren Besuch aus, es ist ein Erlebnis!

Und für alle "Nermbercher": Du kennst die Führungen noch nicht? Na, dann wird es Zeit, Du wirst Deine Stadt erleben, wie Du sie noch nie gesehen hast! Und falls Du schon glaubst, alle Führungen zu kennen: bist Du Dir da wirklich sicher? So hat er zum Beispiel dieses Jahr die >Hexenjäger und Pöppelträger< neu in sein Programm genommen. Ebenfalls neu und in Nürnberg einzigartig ist die Reihe >"Wem die Stunde schlägt"<, wo er anlässlich der Todestage historischer Persönlichkeiten im Rahmen seiner Führungen dieser Personen gedenkt und zusätzlich zum regulären Programm Spannendes aus deren Leben und über deren Tod erzählt. Und so wissensdurstig und begeistert er ist, bin ich sicher, dass es im Laufe der kommenden Jahre noch viele weitere Programme geben wird ;-)


TIPP

Und ein kleiner Tipp: es sind enorm viele Links diesmal in meinem Beitrag. Bitte nicht ignorieren, zumindest mal drüberfahren. Denn einige davon führen zu Youtube, wo man ihn live erleben kann, sodass Ihr einen Eindruck bekommt, was Euch bei der Führung erwartet ...

SaschaSalamander 11.04.2012, 08.15 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Nürnberger Stadtführungen

STADTFÜHRUNGEN

Ich liebe diese Stadt, und ich liebe vor allem auch den mittelalterlichen Flair. Es ist herrlich, hier immer wieder neue Fleckchen zu entdecken und mehr über das bunte Treiben der damaligen Zeit, aber auch über die Gegenwart zu erfahren. Dazu lese ich gerne Reiseführer, besuche Museen und Veranstaltungen, mache die Gegend mit dem Fahrrad unsicher. Habe schon einige Antiquariate nach bestimmten Buchtiteln durchstöbert. Und ich habe noch viel vor.

Was ich toll finde: bei "Stadtführung" denkt man an einen Führer, der die Touristen mit trockenen Jahreszahlen totprügelt und sie so lange von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten treibt, sie ihnen die Fakten aus den Ohren bluten und niemand mehr weiß, was eigentlich erzählt wurde. Eben das, was man als Tourist erlebt haben muss: "ich war da, ich habe es gesehen, woah, war das toll, aber ich habe keine Ahnung, was ich mir eigentlich angeguckt habe". So ist es in Nürnberg nicht. Im Gegenteil: die Kulturliebhaber, Vereine und Privatpersonen überschlagen sich regelrecht darin, die Stadt nicht nur für Touristen, sondern auch für Einheimische immer wieder zu einem spannenden Erlebnis zu machen. Nürnberg ist Geschichte. Nürnberg ist Politik. Nürnberg ist Mittelalter. Und Nürnberg ist lebendige Gegenwart. Klar gibt es ein kleines Touristenwägelchen, das am Hauptmarkt startet und dann ein paar nette Sehenswürdigkeiten abklappert, eine Stimme vom Tonband spult ein paar langweilige Fakten ab. Das zeige ich den Touristen, wenn sie Nürnberg an einem Tag mal kurz erleben wollen. Aber wer länger hier ist, für den bietet die Stadt weitaus mehr!


ALTSTADTFREUNDE

Ich liebe die Architektur der Stadt und ihr traumhaftes Stadtbild. Werde es niemals müde, durch die Altstadt zu spazieren. St. Sebald, St. Lorenz, ich wandere über die Kopfsteinpflaster, blicke hinauf in das Fachwerk, ich liebe die uralten Gebäude, wohnte sogar selbst in einem denkmalgeschützten Haus des 16ten Jahrhunderts direkt an der Stadtmauer. Die alte Architektur liegt mir sehr am Herzen, und ich könnte Stunde um Stunde meine Gäste von außerhalb durch die Innenstadt führen und ihnen erzählen von den alten Häusern, von den Bauwerken und Denkmälern, von besonderen Geschehen, die sich hier und dort ereigneten. Besonders aktiv sind auf diesem Gebiet die >Altstadtfreunde Nürnberg<.

Sie veranstalten nicht nur spannende Streifzüge und lehrreiche Stadtspaziergänge, halten Vorträge und leisten Informationsarbeit für Touristen und Einheimische, sondern sie setzen sich auch ein für die Instandhaltung historisch bedeutsamer Gebäude. Diese Veranstaltungen sind besonders geeignet für Menschen, denen die Geschichte der Stadt sowie der Erhalt der Tradition und der alten Bauwerke am Herzen liegt.


HISTORISCHE FELSENGÄNGE

Man ahnt es nicht, aber Nürnberg ist nicht nur oberirdisch hübsch anzusehen, sondern auch unter der Stadt gibt es viel zu entdecken. Das war meine erste Begegnung mit der Stadt, als wir in der Schule die Felsengänge besuchten. Ich lernte die Stadt kennen bei einem Schulausflug, von oben und unten, und ich wusste, eines Tages würde ich in dieser Stadt leben. Inzwischen gibt es unzählige Führungen in den >historischen Felsengängen<. Wer diese das erste Mal besichtigt, der scheut sich, oberirdisch auch nur noch einen Fuß auf den Boden zu setzen, aus Angst die Stadt könnte zusammenbrechen. Durchzogen wie ein Schweizer Käse ist Nürnberg, ein Wunder, wie all dies möglich war damals!

In den Felsengängen gibt es Themenführungen zu verschiedenen Epochen und Bedeutungen. Man erfährt über die Kassematten der Burg und ihre Nutzung im Mittelalter. Man besichtigt die Räume, die als Luftschutzräume im zweiten Weltkrieg benutzt wurden. Man erfährt über die Bierbrauerei und die Lagerung in den alten Kellern, zum Abschluss gibt es Rotbier in der Schänke. Es gibt Kinderführungen. Und sogar eine Dunkelführung, in der die Besucher nur mit Taschenlampen bewaffnet in die Gewölbe gehen dürfen, die Lampen sind ausgeschaltet, man kann die freigegebenen Gänge für sich selbst erkunden. Es gibt auch Sonderführungen in geschützten Räumen, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zur Verfügung stehen. So habe ich zum Beispiel bereits einen der Atombunker besichtigt, es war ein sehr beklemmendes Erlebnis.


OSKAR

Die Autorin >Claudia Frieser< hat eine wundervolle Kinderbuchreihe geschrieben: Oskar. Ein Junge aus unserer Zeit entdeckt die Möglichkeit, in das mittelalterliche Nürnberg zur Zeit des jugendlichen Albrecht Dürer zu reisen. Dort ermittelt er mit seinen Freunden in spannenden Kriminalfällen. Ich liebe diese Bücher, sie sind ein wunderbarer Mix aus historischen Beschreibungen und einem clever gestrickten Kinderkrimi. Eine absolute Leseempfehlung nicht nur für Nürnberg-Freunde.

Diese Bücher sind so erfolgreich, und die Beschreibungen so realistisch, dass es inzwischen auch >Oskar-Führungen<  gibt. Die Führung leitet die Besucher über die originalen Schauplätze auf den Spuren Oskars durch die Stadt und lässt auch für Kinder die alte Zeit wieder lebendig werden.


GESCHICHTE FÜR ALLE

Der Verein >Geschichte für Alle< ist nicht nur in Nürnberg aktiv, auch andere Städte in der Region werden mit Führungen versorgt. Aber da es hier nur um Nürnberg geht, will ich natürlich nur darauf eingehen. Hervorragend finde ich das breite Spektrum an verschiedenen Themen. Ein kulinarischer Spaziergang, das Leben im Mittelalter, alte Kriminalgeschichte, Friedhofsbesuche, Informationen über Nürnberg in Zeiten des Nationalsozialismus, Kirchenführungen, Rundgänge um Architektur, Bildhauerei, Wasserwirtschaft. Führungen zu bestimmten Anlässen wie dem Christkindlesmarkt oder zu berühmten Persönlichkeiten wie Dürer, Veit-Stoß, Hans-Sach, Peter Henlein, Kaspar Hauser, den Nürnberger Henkern. Touren zum Nachdenken und Grübeln, aber auch zum Lachen und Schmunzeln, zum Gruseln, zum Ausprobieren, zum Philosophieren. 

Auch gibt es Führungen in einzelne Stadtteile, es werden sogar Radtouren angeboten. Dieser Verein bietet die meisten Führungen und dies auf den unterschiedlichsten Gebieten für alle Zielgruppen. Wie der Name sagt: "Geschichte für ALLE", Jung und Alt, Mittelalterfreunde und Interessenten des Dritten Reiches ebenso wie diejenigen, die sich über die Gegenwart informieren wollen. Touristen und Einheimische. Es gibt so viele unzählige Führungen, dass es gar nicht möglich ist, sie alle zu besuchen, und immer wieder kommen neue Themen dazu. Ich versuche mich regelmässig zu informieren, und gerne würde ich alle Führungen besuchen, aber ich muss wirklich sehr selektiv vorgehen und mir genau herauspicken, wo ich hingehe.


NACHTWÄCHTERIN

Dann ist da noch die >Nachtwächterin<. Über sie kann ich leider nicht mehr erzählen als das, was ihr selbst bei Interesse auf der Homepage lesen könnt. Denn ihre Führungen habe ich noch nicht besucht. Wie Ihr oben sehen könnt - Nürnberg ist prallvoll mit Touren. Ich könnte über Jahre jedes Wochenende eine Führung besuchen und hätte noch immer nicht alles erlebt, was es zu sehen gibt. Deswegen führte mich mein Weg bisher noch nicht zur Nachtwächterin. Sie klingt jedoch sehr interessant. Ihre Führungen sind stets gut besucht, und ich habe schon viel Gutes von ihr gehört.

Aaaaaaber - sie startet ihre Führungen am Schönen Brunnen auf dem Hauptmarkt. Und nur wenige Meter daneben vor der Touristeninformation startet jemand anders seine Führungen. Jemand, der mich dazu animierte, diesen Beitrag über Stadtführungen überhaupt zu verfassen:


MARCO KIRCHNER

Er geleitet seine Gäste auf die >GEISTERWEGE<. Eigentlich wollte ich ja nur über ihn schreiben, doch ich kam wieder einmal ins Plaudern, verzeiht ;-) Zusehr liebe ich die Stadt und ihre Geschichte, als dass ich mich nur auf eine kurze Vorstellung beschränken könnte. Also habe ich hier einen kurzen Überblick über die bekanntesten Anbieter der Stadtführungen gegeben. Und Marco Kirchner verdient >einen eigenen Beitrag

SaschaSalamander 09.04.2012, 08.29 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Lesung Andreas Altmann, Nürnberg, Museum Deutsche Bahn

Am Donnerstag kam >Andreas Altmann< ins Museum der Deutschen Bahn in Nürnberg und las aus seinen Reisetagebüchern. Knapp zwei Wochen gab es bereits eine >Lesung in der Komödie in Fürth<. Ich entschied mich allerdings für die Reisetagebücher. Denn >DAS SCHEISSLEBEN MEINES VATERS usw< fand ich zwar ein sehr gutes Buch, aber als Lesung wollte ich es mir ungern antun. Schon als geschriebener Text ohne gesprochene Emotion war es ein sehr belastender Titel. Zudem kannte ich es schon, und da höre ich mir doch lieber etwas Neues an, das mich neugierig macht auf mehr ;-)

Der Saal war gut gefüllt. Pünktlich kam dann auch eine Mitarbeiterin des Museums, die Altmann ankündigte. Ich musste schmunzeln, dass sie sein aktuelles Buch nicht namentlich nannte, was wäre denn dabei? Aber dafür nannte Altmann es dann selbst, und er genoss es, jedes "Scheiß" richtig hervorzuwürgen und alle Verachtung hineinzulegen. Ich muss zugeben, dass ich ihn, hätte er im Publikum gesessen, erst einmal nicht erkannt hätte. Die Bilder fangen seinen umtriebigen Geist, sein schelmisches Grinsen und den klaren, durchdringenden Blick sehr gut ein, was ihn recht jugendlich wirken lässt, auch sein Schreibstil ist junggeblieben und erfrischend. Doch in natura sieht man ihm den Jahrgang 1949 dann doch schon an, sowohl körperlich wie auch die Lebenserfahrung in seinem Blick. Da stand er dann vor uns, hochgewachsen, schlaksig, die Haare unfrisiert ins Gesicht hängend, einen gestrickten Kapuzenpulli und seine Uhr über den Pullover gebunden. Zugegeben, im ersten Moment ungewöhnlich. Aber es passt. Er war sehr authentisch, sehr emotional, und wäre er im Anzug oder im schicken Outfit vor uns gestanden, hätte ich mich spätestens nach fünf Minuten gefragt, wem er denn etwas vorspielen will. So aber passte alles perfekt zueinander. Altmann ist ein Mensch, bei dem man weiß, woran man ist, und das gefällt mir an seinen Büchern.

Auch sonst war sein Auftreten eher ausgefallen. Man ist es gewöhnt, dass der Autor kommt, sich hinsetzt, still sitzenbleibt und dann liest. Altmann tat dies auch, aber er saß kaum eine Minute still. Spielte hier mit dem Mikrofon, knibbelte dort irgendwo mit den Fingern, stellte die Füße mal schräg und setzte sich dann wieder völlig schief an den Tisch. In Gedanken hatte ich immer wieder das Bild vor Augen, wie er beim Vipasanna in >TRIFFST DU BUDDHA, TÖTE IHN< tagelang nichts tat als nur stillzusitzen, und erst jetzt kann ich erahnen, was das für ihn bedeutet.

Aus fünf Büchern las er einzelne Episoden. Einige davon humorvoll, überraschend. Mit glasklarer Beobachtungsgabe fängt er die schönen Momente ein und verpackt sie in Worte. Wir haben viel gelacht bei dieser Lesung. Manche Beiträge waren dagegen gesellschaftskritisch und hintersinnig, da hat man dann geschmunzelt oder innerlich auch mal mitgewettert, zustimmend genickt. Und besonders genoss er es zu betonen, dass er jetzt wieder seine sadistische Seite im nächsten Text zeigt. Dann las er unverblümt seine Meinung zu einer Person oder einer Situation, beschimpfte und schmähte. Und dabei stellte ich fest: was im Buch auf mich stellenweise respektlos und arrogant wirkt (wenngleich ich ihm inhaltlich zustimmen mag, nur die Art der Darstellung nicht gutheiße), das ist im Vortrag von ihm selbst in Ordnung, wirkt nicht mehr herablassend sondern einfach nur geradlinig. Er hat feste Prinzipien, zu denen er steht, da macht er keine Kompromisse. Doch aus der empfundenen Arroganz wird dann die erlebte Konsequenz, nicht gedankenlos sondern wohldurchdacht und geradeheraus.

Die jeweiligen Szenen machten große Lust, die Bücher selbst zu lesen. Er ist ein hervorragender Vorleser. Jeder hat ja andere Vorstellungen davon, wie ein Satz zu betonen ist, wann man die Stimme hebt, ob man hier oder dort nun schneller sprechen soll oder die Lautstärke heben. Was Altmann betrifft - er liest genau so, wie es für mein Empfinden gehört. Er hat zwar nicht in Dialogen die Stimme variiert, dafür aber sehr viel Emotion in den Vortrag gelegt, man konnte sich nicht entziehen, hing gebannt an seinen Lippen. Eine sehr angenehme Sprachmelodie, dazu variierte er im Tempo, der Lautstärke, Intensität, er belegte jedes einzelne Wort mit Leben und Bedeutung. Ja, man spürt, dass Sprache für Altmann etwas Besonderes, etwas Wichtiges ist, das betont er in Interviews und seinen Büchern immer wieder, und das hat er auf der Lesung deutlich demonstriert. Er versteht es, Worte geschickt zu setzen, ihnen das richtige Gewicht zu verleihen und Bilder in die Köpfe seiner Hörer / Leser zu pflanzen.

Nach eineinhalb Stunden dann war er fertig mit seinem Vortrag. Danach nahm er sich die Zeit, Fragen aus dem Kreis der Gäste zu beantworten. Es waren sehr interessante Fragen dabei, die er offen beantwortete und die einen sehr schönen Einblick in sein Werk und seine Gedankenwelt gaben. Aber was mich enttäuschte: Trolle gibt es wohl nicht nur im Internet, sogar auf Vorträgen wie diesem sind sie anzutreffen. Es gab Fragen, bei denen ich am liebsten aufgestanden wäre und die Leute gepackt hätte. Zwei davon regelrecht übergriffig. Diese Beiträge kommentierte er, zwar mit zusammengebissenen Zähnen aber beherrscht und sehr souverän, ich fand seine Reaktion klasse. Und ein anderer Gast schien bei seiner Frage vergessen zu haben, welches Genre Altmann schreibt. Als hätte er einen Rockstar gefragt, warum es immer nur Gitarre sein muss und ob er nicht die sanften Klänge der klassischen Musik zu schätzen wisse. Diese Frage hat er clever beantwortet, die Gäste mit einem Scherz auf seine Seite gezogen, das gefiel mir. Nein, Altmann ist keiner, der sich die Butter vom Brot nehmen lässt, er weiß sich mit Wortwitz und klarer Argumentation gut zu wehren, das hat mich beeindruckt.

Für mich selbst muss ich sagen, dass es ein sehr gelungener Abend war. Ich weiß nun, wer hinter den spannenden Berichten steckt, kann einige seiner Aussagen besser nachvollziehen. Und durch die Vorstellung mehrerer Titel konnte ich für mich auch schon herauspicken, was ich als nächstes lesen werde ;-)

SaschaSalamander 19.03.2012, 09.24 | (0/0) Kommentare | PL



 






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