SaschaSalamander
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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Rezension Comic

Ach so ist das Band 2

Klappentext: Nach dem Erfolg von ACH SO IST DAS?! Band 1 dachte Martina Schradi, sie hätte alles Wichtige zm Thema LBGTI* gezeichnet. Aber BAT GRRL, ihre Muse, sieht das ganz anders: es muss noch einiges getan, aufgezeichnet und erklärt werden! Also hat Schradi weitere Interviews geführt und gezeichnet, die hier versammelt sind. [...] 


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SaschaSalamander 05.12.2018, 09.48 | (0/0) Kommentare | PL

Ein kleiner Metal-Guide

AUTOR

Zeichner dieses kleinen Metal-Comics ist Alexander P, der sich Alistration nennt (ein Kofferwort aus Ali und Illustration). Man findet ihn zum Beispiel auf >Facebook< oder Twitter. DER KLEINE METAL-GUIDE stellt seine Bachelorarbeit als Designer darf. Was der Dozent am Ende dazu sagte, weiß ich natürlich nicht, aber ich zumindest bin sehr angetan von diesem Werk ;-)


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SaschaSalamander 16.05.2018, 12.18 | (0/0) Kommentare | PL

Das falsche Geschlecht

Paul und Louise sind ein glückliches Paar. Zumindest solange, bis Paul an die Front gerufen wird. Eines Tages verletzt er sich, zögert die Krankheit hinaus, verweigert einen Befehl und flieht. Als Deserteur droht ihm die Todesstrafe, also hilft seine Frau ihm, ein neues Leben als Suzanne aufzubauen: Paul trägt Kleider, lässt sich epilieren, auch körperlich passt er sein Erscheinen nach und nach immer mehr dem einer Frau an. Auf diese Weise kann er endlich wieder auf die Straße, eine Arbeit annehmen, und er geht in dieser Rolle auf. Doch das Trauma des Krieges ist belastend für Paul und die Beziehung, das Drama spitzt sich immer mehr zu ... 


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SaschaSalamander 21.11.2016, 08.39 | (0/0) Kommentare | PL

Die Favoritin

DIE FAVORITIN von Matthias Lehmann ist eine Graphic Novel aus dem Hause Carlsen. Warum ich darauf aufmerksam wurde, was mich daran reizte und warum ich es las, darauf möchte ich nicht näher eingehen. Denn die Beschreibung bei Amazon verrät für meinen Geschmack eigentlich schon zu viel. Ich finde es schön, wenn meine Leser hier im Blog sich überraschen lassen. Wer möchte, darf aber am Ende gerne den Spoiler lesen, wo ich eines der Hauptthemen näher beleuchte ;-)


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SaschaSalamander 11.11.2016, 09.43 | (0/0) Kommentare | PL

Nenn mich Kai

Klappentext: Irgendwie fühlt sich Andrea in ihrer Haut nicht wohl. Sie steckt im Körper einer Frau, ist in Wahrheit aber ein Mann. Das war schon immer so. Wie werden ihre Freunde reagieren, wenn sie jetzt zu ihrer Transsexualität steht? Und ihre Eltern? Werden sie begreifen, was in ihr vorgeht? Sarah Barczyk lotet aus, wie es ist, als Mann in einem Frauenkörper zu stecken. Da wird ein weites Feld aufgespannt, wenn es nicht mehr heißt: Ich bin ein Mann. Oder: Ich bin eine Frau. Wenn die Dinge komplizierter werden.


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SaschaSalamander 15.07.2016, 09.04 | (0/0) Kommentare | PL

Erzähl mir nix

Die Rezension zu ERZÄHLMIR NIX von Nadja Hermann schiebe ich schon einige Zeit vor mir her. Weil es einerseits kaum etwas zu sagen gibt (Wer kennt EMN nicht?!?) und andererseits man stundenlang diskutieren, debattieren, lachen, kritisieren, reflektieren könnte über ihre Strichmännchen.
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SaschaSalamander 11.05.2016, 08.47 | (0/0) Kommentare | PL

Rocky 06 - Tim ist verliebt

Band 6 der Reihe ROCKY UND SEINE BANDE ist endlich erschienen. Ich bin immer wieder erstaunt über mich selbst, wiesehr ich einem rund 40seitigen Kindercomic entgegenfiebere, aber so ist es einfach. Die Herzlichkeit, mit der die Geschichten erzählt sind, rührt mich, und ich bin immer wieder gespannt auf die neuen Abenteuer.
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SaschaSalamander 30.03.2016, 08.44 | (0/0) Kommentare | PL

Ach so ist das?!

ACH SO IST DAS ist ein Comicprojekt der Künstlerin Martina Schradi. Ich finde es immer anstrengend, etwas Neues zu erzählen, wenn andere bereits ausführlich die Autorin und das Projekt vorgestellt haben. Da ich nicht einfach nur abschreiben möchte, verlinke ich einfach auf den >Tagesspiegel<, die Seite >Achsoistdas< und den Blog >Comic-von-Schradi<. Dort wird ausführlich erklärt, wie die Autorin auf diese Idee kam und welches Ziel sie damit verfolgt. Und indem ich ihr Buch vorstelle, möchte ich dazu beitragen, es bekannter zu machen. Falls Martina bei Euch in der Stadt ist, zum Beispiel mit einer Lesung oder einer Vernissage, dann lasst Euch das nicht entgehen! (Ich würde jetzt gerne sagen "ich habe die Lesung besucht, es war toll", aber leider habe ich sie zweimal bereits verpasst, weil die Termine für mich sehr ungünstig lagen. Aber ich hoffe, dass ich Euch bald mehr erzählen kann). 

Eine Inhaltsangabe ist nicht möglich, denn es gibt keine fortlaufende Handlung. Vielmehr sammelt Martina Lebensentwürfe und Alltagsgeschichten von LGBTI (Lesbisch, Gay, Bi, Transident, Intersexuell). Diese setzt sie in kleinen Comicstrips von einer bis drei Seiten um. Jeder Comic erzählt eine neue Geschichte, die mit keiner der anderen zu vergleichen ist. Dazu hat sie viele Menschen interviewt und einen Aspekt ihrer Geschichte herausgearbeitet. 

Sie zeigt, mit welchen Problemen Betroffene konfrontiert werden, schildert lustige Alltagssituationen, geht auf die Ängste von Betroffenen oder Angehörigen ein. Das Spannende ist, dass sie enorm viele Bereiche abdeckt und ihre Geschichten auf immer wieder unterschiedliche Weise erzählt. Es fällt mir schwer, das Konzept zu erklären, deswegen möchte ich einfach ein paar Beispiele nennen:

Ralph ist schwul, aber um sich in seinem bigotten Kaff nicht zu outen, muss er nachts viele Kilometer fahren, wenn er eine Party besuchen will. Robert und Jenny wollen ihren Sohn nicht in eine Geschlechterrolle drängen und kämpfen täglich damit, wenn andere ihm Autos und blaue Hemden geben, obwohl er doch lieber Puppen und rosa Pullover möchte. Petra lebt ein normales, heterosexuelles Leben, doch sie erinnert sich verträumt, wie sie früher unsterblich in ihre Arbeitskollegin verliebt war. Julian ist ein Mann, aber er entspricht absolut nicht dem Rollenbild und fühlt sich durch die Erwartungen manchmal ziemlich unter Druck gesetzt. Dieter und Britta würden sich gerne outen, aber ihr Arbeitgeber oder die Rolle in ihrem Beruf machen es für sie scheinbar unmöglich. Sefik erzählt eine Anekdote vom Flughafen, als unklar war, ob er / sie sich nun als Mann oder Frau dem Bodycheck unterziehen soll. Pascal schildert auf gerade einmal drei Seiten sein komplettes Leben von der Kindheit als Mädchen bis hin zum 41jährigen Mann (so wenige Seiten, so viel Inhalt, nach dieser Geschichte war ich absolut baff). Und Sasha möchte einfach nur als Mensch wahrgenommen werden, unabhängig vom Geschlecht. Dabei stößt Sasha jedoch an die Grenzen anderer Menschen, die gelernt haben in klaren Kategorien männlich/weiblich zu denken.

Sehr schön finde ich, dass die Autorin absolut aufgeschlossen an die Themen herangeht und auch die Außenstehenden nicht kritisiert. So gibt es viele Momente, in denen Ralph, Sasha, Sefik, Petra und Co von ihrer Umwelt mit Unverständnis betrachtet oder gar gemobbt werden. Dies geschieht jedoch nicht, um mit dem Finger auf die zu zeigen, die den Protagonisten verletzen. Sondern es geschieht, um das Gefühlsleben des Betroffenen aufzuzeigen. Warum er sich dadurch verletzt fühlt und wie es ihm damit geht, nicht der Norm zu entsprechen. Es gibt einige wenigen wehmütigen Momente im Buch, doch der Tenor ist lebensfroh, bunt, fröhlich und humorvoll. 

Viele Bücher und Filme spielen mit den Klischees, doch davon ist die Autorin meilenweit entfernt. Ihr Anliegen ist es, die Klischees aufzubrechen und zu zeigen, dass jeder Mensch individuell ist. Mit ihrem Aufruf "Seid mutig! Nehmt die Zügel Eures Lebens selbst in die Hand" möchte sie die Leser animieren, sich über Schubladen hinwegzusetzen und endlich zu sich selbst zu stehen. 

Die Zeichnungen sind sehr schlicht, nicht zu vergleichen mit "normalen" Comics, eher mit Zeitungscartoons. Im Vordergrund steht die Geschichte, die der Interviewte zu erzählen hat. Daher liegt das Augenmerk der Autorin nicht auf detaillierten Hintergründen oder besonders realistischer Darstellung der Bilder, sondern vielmehr auf der individuellen Gestaltung der Hauptfiguren. Gesichtsformen, Frisuren, Kleidungsstil, Mimik, Körperbau, all das unterscheidet sich sehr drastisch voneinander. Und obwohl - oder gerade weil - sie so minimalistisch arbeitet stechen die individuellen Merkmale besonders hervor. Manchmal auf nur einer einzigen Seite erschafft Martina eine eigene Persönlichkeit, die man sofort ins Herz schließt. Nach jeder Geschichte hatte ich das Bedürfnis, diesen Menschen kennenzulernen, mehr von ihm oder ihr zu erfahren. 

Zu gerne hätte ich Mäuschen gespielt bei den Interviews, und ich hoffe sehr, dass weitere Comics folgen werden. Mit ihrem Projekt leistet die Autorin einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der LGBTI. Offen aufeinander zugehen, das ist das Ziel. Denn ob lesbisch, schwul, transident, heterosexuell, cis, intersexuell, oder oder oder - wir sind alle Menschen. Wunderschön, wie witzig und doch tiefgründig dies hier gezeigt wird. Danke, Martina! :-)


SaschaSalamander 08.09.2014, 09.12 | (0/0) Kommentare | PL

Rückkehr ins Wunderland

RÜCKKEHR INS WUNDERLAND. Auf den ersten Blick dachte ich glatt, es sei ein Comic aus Amerika, typisch im Zeichenstil und in der Story. Doch nein, der Zeichner Daniel Leister kommt aus Deutschland, und umso neugieriger war ich auf dieses ungewöhnliche Werk.

Alice wurde in die Gegenwart verlegt. Sie ist inzwischen erwachsen, verheiratet und hat zwei Kinder. Doch sie hat niemals wirklich die Erlebnisse im Wunderland verarbeitet, ist noch immer traumatisiert. Nach einem weiteren Selbstmordversuch wurde Tochter Calie angehalten, sich um ihre Mutter zu kümmern. Sie ist widerwillig, doch sie tut es, und eines Nachts wird auch sie in das Wunderland hineingezogen. Düster, brutal und sehr blutig geht es dort inzwischen zu, sie watet regelrecht durch das Blut der Leichen, und auch ihr Leben ist nun in Gefahr. Die Grenzen zwischen Realität und Traum, zwischen Gesundheit und Wahnsinn beginnen zu verwischen. Und während Calie im Wunderland ihre grausamen Abenteuer erlebt, kämpft ihr Bruder erfolglos gegen die Dämonen in seinem Inneren ...

Die Anzahl der Alice-Adaptionen, sei es als Buch, Film, HÖrspiel, Comic, Manga, Computerspiel, Artbook etc lassen sich nicht mehr zählen. RÜCKKEHR INS WUNDERLAND reiht sich da in beste Gesellschaft. Ich möchte auch keine Variante mit der anderen vergleichen, zu verschiedenen sind sie in ihren Intentionen. Was ich aber ohne Vergleich sicher sagen kann: ich kenne einige Horror-Adaptionen (dafür bietet das Grundthema sich ja auch bestens an), doch diese hier übertrifft sie alle um Längen. 

Der Zeichenstil ist düster. "Hübsch" kann man die Zeichnungen nicht nennen, das war auch niemals das Ziel von Daniel Leister. Dafür sind sie einnehmend, intensiv, höchst emotional und eindringlich, sie wirken lebendig, realistisch und ziehen den Leser tief in die Handlung hinein. Das Leben wird in all seiner Hässlichkeit präsentiert: Männer, die ihre Ehefrau betrügen, psychische Krankheit, die dunkle Seite der Erotik, Suizid, Mord, Drogenkonsum, Inzest, Kindsmissbrauch und viele weitere Dinge, die hier gezeigt bzw thematisiert werden. Nein, ein solcher Comic darf nicht "hübsch" sein, das Grauen und die Boshaftigkeit steht den Figuren ins Gesicht geschrieben. Und auch Alice, die Protagonistin, ist kein unschuldiges Mädchen. Sie sagt klar: "Mein Papa hat mich immer mit ins Kino genommen. Oft in irgendwelche Horrorfilme in der Spätvorstellung. Und irgendwie hat da mal die dümmliche Tussi, die normal nur da war, damit riesige Titten und lange Beine gezeigt werden konnten, gegen den Splatterer die Oberhand behalten und ihn umgehauen. Aber dann ist sie, warum auch immer, weggerannt, anstatt etwas echt Schweres in die Hand zu nehmen und dem Scheisskerl den Rest zu geben." Alice hat gelernt. Sie rennt nicht davon, sie wehrt sich. Sehr zur Freude des Lesers ;-)

Was allerdings die "riesigen Titten" betrifft, über die Alice sich selbst mokiert - da hat der Zeichner sich leider sehr am Standard der üblichen Comics orientiert, vermutlich wollen einige Leser das sehen oder wollte er es selbst zeichnen. 

Zusätzlich zur Story gibt es zwischen den einzelnen Abschnitten Coverbilder, die teils im Stil alter PinUps gehalten sind, hübsch im Sepia-Ton gehalten. Diese gefallen mir zeichentechnisch sehr, sie sind äußerst kunstvoll und 
ansprechend. 

Zu Beginn wirkt es, als wäre es eine von vielen Adaptionen, die einfach nur Blut vergießen, des Blutes wegen ohne wirkliche Handlung. Bis kurz vor Ende habe ich all die Splatter-Szenen genossen, hätte dem Comic aber nicht allzu viele Punkte gegeben. Doch kurz vor Ende zieht die Handlung drastisch an: in dem Moment, als man denkt, es ist nun alles vorbei, geht es eigentlich erst richtig los. Es gibt eine Einführung in die Hintergründe des Wunderlandes, und diese reichen sehr weit. Ein Roadtrip im Kampf gegen die Finsternis beginnt, der Comic endet äußerst vielversprechend. 

Insgesamt kann ich nach dem ersten Band nicht sagen, wie tief die Story geht. Bisher kann ich nur sagen, dass durch ein paar Zitate aus Matrix und von Shakespeare eine vermeintliche Tiefe vorgegaukelt wird, die im Grunde aber nur Worthülsen sind. Was jedoch auf den letzten Seiten geschieht, könnte, falls es geschickt ausgebaut wird, sehr weitreichend sein und zu einer ziemlich komplexen, psychologisch und mythologisch faszinierenden Story werden, die deutlich über simplen Splatter hinausgeht und ein richtiger Leckerbissen für Freunde des gepflegten Edel-Horrors im Stil von Lovecraft, Poe und Co werden könnte. Sicher ist, dass es für mich nicht bei diesem einen Band bleiben wird, ich freue mich schon sehr darauf, die Fortsetzungen zu lesen ...

Schlussmeinung: sehr gelungen, herrlich düster und überraschend, sehr schöne Idee, mal anders als der Rest. Aber schade, dass zu viel Fanservice eingebaut wurde (ist halt ein Männer-Comic, den mancher sich wohl auch ins Badezimmer legen würde) und der Aspekt Lovecraft weniger betont wird. Setzt stellenweise ein bisschen zuviel Wert auf Optik und Splatter statt auf Handlung, man hätte doch etwas mehr rausholen können ...


SaschaSalamander 15.05.2014, 08.35 | (0/0) Kommentare | PL

Rosalie will ein Haustier

Den ersten Band >WIR LIEBEN DIE FREIHEIT< der Reihe habe ich bereits vorgestellt und dabei etwas mehr über ROCKY UND SEINE FREUNDE sowie den Autor Stephen Valentin und den Illustrator Jean-Claude Gibert erzählt. 

Der zweite Band ROSALIE WILL EIN HAUSTIER erzählt nun von Tieren im Tierheim und den Überlegungen, die man sich vor der Anschaffung eines Haustieres machen sollte: Rosalie und ihre Freunde besuchen für ein Referat das örtliche Tierheim. Das Mädchen entdeckt den Hasen Fred, und für beide ist es Liebe auf den ersten Blick, Rosalie MUSS diesen niedlichen Fratz haben! Sie überredet ihre Eltern, und schon kommt Fred zu ihnen nach Hause. Doch dann fangen die Probleme an, und bald steht die Familie vor der Frage, ob man Fred behalten kann oder wieder wegeben muss. Rosalie ist verzweifelt, was soll sie nur tun?

Und ich kann wieder alles bestätigen, was ich bereits im ersten Band erzählt habe. Die Themen sind sehr liebevoll aufgearbeitet, die Zeichnungen sind mit ihrem einfachen Strich allerliebst, und die Charaktere werden auf den wenigen Seiten sehr schön dargestellt. 

Es ist wirklich erstaunlich, wie ein kleiner Hase auf so wenigen Seiten so viel Unsinn anstellen kann. Hier wird anschaulich herausgearbitet, dass ein Haustier nicht nur Freude bereitet sondern vor allem auch viel Verantwortung mit sich bringt und welche Fragen man sich vorab stellen muss. Natürlich geschieht dies kindgerecht, und Erwachsene sollten in manchen Punkten etwas weiter denken. Aber hier geht es vor allem darum, Kindern zu zeigen, warum die Eltern nicht sofort in das nächste Tierheim flitzen, um eine Katze oder einen Hund zu holen, sondern warum sie es sich sehr genau überlegen. Das Kind wird in die Verantwortung genommen, gemeinsam mit der Familie darüber nachzudenken: wie teuer sind Futter und Tierarzt? Gibt es jemanden, der vielleicht allergisch ist? Wieviel Zeit braucht man für die Pflege und Betreuung? Was benötigt das Tier alles? Hat man genügend Platz in der Wohnung? Wie alt wird so ein Tier? Wohin damit im Urlaub? 

Für Eltern, deren Kinder nach einem Tier fragen, ein wirklich hilfreiches Büchlein, um angeregt durch die Geschichte sinnvoll und zielführend eine Anschaffung zu planen. Aber auch auch, wenn ich keine Kinder habe, und auch, wenn ich mir der Probleme der Anschaffung eines Tieres bewusst bin - ich fand den kleinen Comic trotzdem klasse. Rocky und seine Freunde sind mir auf den wenigen Seiten, die ich in beiden Büchlein gelesen habe, sofort ans Herz gewachsen. Ich freue mich auf weitere Abenteuer :-)

SaschaSalamander 30.09.2013, 09.09 | (0/0) Kommentare | PL



 






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