SaschaSalamander
Raunächte 2023. Ich möchte meinen Text wieder updaten. Errstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht! Spannend, wieviel in dieser Zeit passiert ist ...

"Ich habe keine Zeit" ist ein relativer Satz. Er bedeutet im Grunde nichts anderes, als dass andere Dinge wichtiger sind. Ich habe soviel Zeit, wie ich sie mir für etwas nehme. Und für Bloggen nehme ich mir keine Zeit mehr, weil ich mich anderen Dingen zugewendet habe. Trotzdem möchte ich die alten Beiträge erhalten. Dieser Blog ist war Herzensprojekt, es floss viele Jahre lang Zeit und Energie in die Beiträge. Vielleicht kann sich gelegentlich noch einer an alten Beiträgen erfreuen. Ich selbst nutze ihn inzwischen vor allem als Statistik und um gelegentlich darin zu blättern.

Vor einigen Jahren stand hier "ich bin kein Autor, sondern ein Leser. Doch wenn eine Geschichte in mir ist, werde ich sie erzählen". Ja, diese Geschichte ist inzwischen in mir, aber sie zu teilen ist sehr privat. Ich habe lange überlegt, ob ich schreibe und wenn ja in welcher Form. Und während ich noch überlegte, kamen plötzlich viele andere, die nun ihre Geschichte erzählten. An dieser Stelle herzlichen Dank an Niko, Linus, Sebastian, Balian, Benjamin, Elliot und all die anderen.

Aber jetzt genug der Vorrede. Weiter im Text:



WER IST SASCHA SALAMANDER

Seit 2005 führe ich diesen Blog. Es hat sich unglaublich viel verändert. Hier ein grober Überblick:

Sascha Salamander ist ein fiktiver Name, entstanden in tiefer inniger Verneigung vor Michael Endes schrulligem Bibliothekar Karl Konrad Koreander (und Tillman Taddäus Trutz aus Ralf Isaus Spin-Off). DIE UNENDLICHE GESCHICHTE hat mich Zeit meines Lebens begleitet, bewegt und beeinflusst. Ich wurde zu Sascha, der Salamander / Drache wurde mein Begleiter.

Wer hinter Sascha Salamander steckt? In diesem Blog soll es nicht um mich gehen, sondern um Bücher, Filme, Games ... nagut, und es kamen im Laufe der Zeit Bento, vegane Ernährung und eine VR-Brille dazu. Die Seite wurde inhaltlich auch regenbogenbunt. Mein Privatleben allerdings möchte ich weitgehend getrennt halten. Wer aufmerksam liest, wird viel über mich, meine Neigungen, Vorlieben, Interessen und Hobbies erfahren. Sag mir, was Du liest, und ich sag Dir, wer Du bist ;-)

Ich war früher süchtig nach Büchern, nach fremden Welten. Bücher waren meine Flucht vor dem Alltag, dem Leben, vor mir selbst. Inzwischen gibt es keinen Grund mehr zu fliehen. Ich lege Bücher auch schneller beiseite, wenn sie mir nicht gefallen, meine Zeit ist kostbar.

Früher habe ich fast ausnahmslos Fiktion gelesen. Heute lese ich auch gerne reale Biografien, Erfahrungen und Sachbücher. Egal ob als greifbares Buch, als Ebook am Handy oder als Hörbuch auf die Ohren beim Spazieren und während des Haushalts. Und allen voran liebe ich  Science-Fiction, vor allem Social Fiction und soziale Utopien. Vielleicht doch eine kleine Flucht? ;-) Und Hörspiele, die liebe ich seeehr, allen voran natürlich die drei ??? und Gruselkabinett, aber auch sonstige Krimis, Thriller und Mysterie-Titel, in denen ich für knapp eine Stunde mit Zombies, spannenden Mordfällen oder gruseligen Geistern verbringe.

Auf jeden Fall liebe ich die Vielfalt auch bei der Auswahl meiner Literatur und Hörtitel. "Bunt ist das Leben und granatenstark, Hoshi" ;-)

Doch auch, wenn ich weniger lese und mehr Zeit mit anderen Dingen verbringe, ist mein Bücherkonsum noch immer sehr hoch. Und diese Eindrücke wollen natürlich auch verarbeitet werden. Ich liebe diesen Blog und werde ihn weiterführen. Auf meine Weise. Ohne Vernetzung, ohne Bloggerstöckchen und Spiele, ohne Werbung, fernab irgendeiner Community. Vorerst nur als Liste, eines Tages vielleicht einmal wieder mehr, wer weiß?



HOBBIES, INTERESSEN

Bücher, Filme und Games nehmen einen großen Teil meines Lebens ein. Doch inzwischen gibt es sehr viel mehr! 

Ich weiß einen guten Tropfen und eine liebevoll bereitete Speise zu schätzen, probiere sehr gerne neue Lebensmittel aus (und ja, da bin ich sehr aufgeschlossen und experimentierfreudig. "Kennichnich" ist für mich meist gleichbedeutend mit "kostenmuss"). Außerdem bewirte ich sehr gerne Gäste und stehe stundenlang in der Küche, um neue Kreationen auszutesten. 

Ebenso liebe ich es, die Natur zu Fuß zu erkunden. Von langen Spaziergänge und Wanderungen kann ich nicht genug kriegen. 

Sport ist ebenfalls ein sehr wichtiger Teil meines Alltags geworden. Mein Körper ist ein Geschenk, für das ich sehr dankbar bin. Ich binde den Sport regelmäßig in meinen Alltag ein, teils mehrere Stunden täglich. Irish Dance, American Tap, Trampolin, Tretroller, Fahrrad, Indoor-Rad, Stepper, Seilspringen, Dehnübungen, Yoga, VR-Fitness (Tanzen, Schattenboxen, Rhythm-Games), eigentlich bin ich immer in Bewegung. Auch deswegen nutze ich inzwischen häufiger das Medium für die Ohren statt selbst zu lesen.

Vieles ist mir zu laut, zu hektisch, zu schnell. Den Fernseher haben wir schon vor einigen Jahren aus dem Wohnzimmer verbannt, und Radio höre ich auch nur selten. Wenn ich etwas konsumiere, dann bewusst und gezielt. Ich liebe die Stille, und dichtgedrängte Menschenmassen sind mir ebenso unangenehm wie laute Veranstaltungen oder sinnlose Berieselung. Ein gemütlicher Nachmittag, den Blick in die Wolken - das ist für mich erholsamer als eine wilde Party. Wenn Monitor, dann ein Film nebenher zu einem entspannten Puzzle, oder abends ein Blockbuster ganz bewusst.

Und damit das nicht zu altbacken klingt: ich bin auch ein Tech-Fan, interessiere mich für KI und die Möglichkeiten der modernen Technik. Als Kind schwärmte ich für Science Fiction. Das tue ich heute noch. Aber heute ist vieles inzwischen wahr geworden, wir haben die Zukunft meiner Vergangenheit in vielen Punkten schon lange überholt. Ich liebe die Gedankenspiele, was technisch und gesellschaftlich möglich ist, welche Veränderungen uns bevorstehen und auf welche Weise wir dies erreichen können. Und auch, wenn ich keine Schubladen mag, würde man mich wohl als Trekkie bezeichnen. Ich bin immer offen (was eine gesunde Kritik nicht ausschließt) bezüglich KI und vielen modernen technischen Errungenschaften ;-)


SCHUBLADEN

Ich werde oft gefragt, ob ich dieser oder jener Szene / Richtung / Gemeinschaft angehöre. Und ich kann ganz beruhigt antworten: nicht, dass ich wüsste. Anhand von Kleidung, Meinung, Hobbies, bevorzugten Literaturgenres lasse ich mich ganz sicher nicht zuordnen. Ich bin weder Goth noch Christ, Buddhist, Philosoph, Otaku, Nerd, Larper, Bodybuilder, Biker. Ich trug viele Jahre fast nur schwarz und heute dagegen quietschbunt, aber manchmal laufe ich noch immer komplett schwarz durch die Gegend. Wurde christlich erzogen, trage diese Werte in mir, hänge aber keiner westlichen oder asiatischen Religion an, interessiere mich für verschiedene spirituelle Richtungen und philosophischen Schulen. Ich lese seit 20 Jahren Mangas und Nerdkram, finde Larp faszinierend, betreibe viel unterschiedlichen Sport. Versuche so vegan als möglich zu leben aber bin nicht perfekt und will auch keine Grundsatzdiskussionen darüber führen. Sobald Menschen glauben, sich von anderen durch irgend etwas abgrenzen zu müssen, klinke ich mich aus. Sobald Menschen glauben, besser als andere zu sein, wird es gefährlich. Und wer glaubt, alles zu wissen, da schrillen bei mir die Alarmglocken.


REGENBOGEN

Auch innerhalb der Regenbogenszene möchte ich mich nicht verorten. Ich fühle mich zugehörig, aber über Begriffe und Definitionen könnte man sich streiten. Auch hier will ich keine Grundsatzdiskussion führen. Es ist, wie es ist. Ich verstehe den Grund für all die vielen Labels, mit denen man sich zugehörig fühlt, sich selbst besser verorten und kennenlernen kann und mit anderen in Kontakt kommt. Aber für mich selbst nutze ich ungern Label, da ich mich dadurch eingeschränkt fühle. Ich verändere mich, und ich möchte mich nicht erneut in Schubladen zwängen, die anderen eine Vorstellung vermitteln, wer ich sein könnte oder mich womöglich von Veränderungen abhalten.

Die Leute in meiner Bubble um mich herum sind bunt, man findet mich auf vielen queeren Veranstaltungen. Ich mache Workshops, engagiere mich als Aktivist und verfolge das aktuelle Geschehen. Ich habe mein Leben zu meinem Beruf machen dürfen. Anhand der von mir rezensierten Titel erkennt man beim Lesen meinen Hintergrund. Doch ich möchte nicht darauf reduziert werden, weil das nur ein Bruchteil meines Selbst ist.

Wer Fragen an mich hat, darf sie gerne stellen, ich bin offen und direkt. 


BUNTE VIELFALT

Ich liebe Gegensätze. Warum sollte ich sagen "das ist unter meiner Würde", "das ist mir zu kindisch",  oder "das ist mir zu hoch"? Die Gesellschaft setzt uns genügend Regeln, da muss ich mich nicht auch noch selbst begrenzen. Mein Freundeskreis ist rabenschwarz, regenbogenbunt, omnivor, vegan, jung, alt aber junggeblieben, verbeamtet, lebenskünstelnd, nerdig, spießig, abgefahren und gerade deswegen einzigartig. "Normale" Menschen finde ich langweilig. Ich interessiere mich für Menschen, die aufgeschlossen sind und auch ein wenig anders. Und ich bin immer begeistert, in neue Realitäten abzutauchen und von den Erfahrungen und Lebenswelten anderer Menschen zu erfahren.


DER KRITIKER IN MIR

Ich hinterfrage, bohre nach, recherchiere, analysiere, möchte hinter die Dinge blicken. Deswegen ist es mir nahezu unmöglich, ein Buch einfach nur "zum Genuss" zu lesen. Einfach nur zu konsumieren gefällt mir nicht, deswegen reflektiere ich meine Gedanken und schrieb sie früher als Rezension oder Lesermeinung nieder. Heute notiere ich mir noch immer meine Gedanken zu einem gelesen Werk, um es für mich festzuhalten. Notizzettel (in digitaler Form, aber auch als fliegende Blätter. Ich liebe die Haptik von Papier und den Bewegungsablauf des Schreibens mit einem edlen Füller) begleiten mich im Alltag, sie gehören zu mir dazu wie für andere Handy oder Brille. Schon als Kind habe ich meine Familie und die Lehrer mit meinen ständigen Fragen und seltsamen Gedankengängen zur Verzweiflung getrieben. Damals nannte man mich altklug, heute nenne ich mich einfach Beobachter :-)

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