SaschaSalamander
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Ausgewählter Beitrag

Ich bastel mir einen WuH Hohlbein Roman II

Bitte zuerst den Beitrag Nr I lesen, blogtypischerweise unter diesem hier zu finden ... für einen einzelnen Beitrag wäre es zu lang gewesen

Hier das Grundgerüst meines neuen Romanes:
A3, B1, C6+9+14, D2, E2+5, F 2+9, G10+1, H7+11+5, siehe vorherigen Beitrag (Vorsicht, nicht gerade kurz)

Die Hauptperson ist ein 16jähriger Junge. Sein Vater starb bei der Geburt, seine Mutter bei einem Verkehrsunfall vor wenigen Jahren. Seitdem lebt er in einem Internat.
Er interessiert sich in keinster Weise für Fantasy, glaubt nicht an übersinnliche Kräfte. Er ist sehr realistisch und steht mit beiden Beinen fest auf der Erde. Ein sehr analytischer Charakter, der nur das glaubt, was er auch tatsächlich sieht. Er hat sehr gute Noten, ist ein Streber in der Schule. Aber nach dem Tod seiner Mutter ein verbitterter Einzelgänger ohne Freunde geworden. Seinen eigentlichen Schmerz äußert sich in einem Schutzschild aus verletzendem Zynismus. Er beißt sich oft auf die Zunge, aber aus der abweisenden Reaktion seiner Umwelt hat er bisher nichts gelernt.

Als es zu einer Auseinandersetzung mit einigen anderen Schülern kommt (der Schläger der Schule ist hinter ihm her, weil er es endlich einmal gewagt hat, gegen ihn das Wort zu erheben. Der Schläger und seine Gang - sie alle sehen so ähnlich aus wie Orks und Trolle und sind auch ähnlich intelligent und stark), flieht er vom Internatsgelände. Kurz, bevor ihn die Schüler eingeholt haben, taucht plötzlich ein Streifenwagen auf, ein Polizist öffnet die Tür, brüllt "spring rein", der Junge nimmt das Angebot an und ist vorerst in Sicherheit. Aber ihm wird unheimlich, der Polizist hat einige ziemlich seltsame Angewohnheiten, und er macht ein paar wundersame Andeutungen, die dem Jungen zwar ungewöhnlich erscheinen, die er jedoch mit zynischen Sprüchen kommentiert, ansonsten aber ignoriert.

Die fremde Welt, die ihm der Polizist vorstellt (man kann nur durch wenige bestimmte Kraftpunkte dorthin gelangen. Dort, wo der Junge lebte, gab es eine Ansammlung besonders vieler Kraftpunkte, er kann also jederzeit, wenn es mal wieder brenzlig wird, im allerletzten Moment erschöpft und entkräftet von der einen in die andere Welt purzeln), ist bevölkert von unzähligen Fantasywesen. Die Elfen fühlen sich als elitäre Herrscher dieser Welt. Trolle, Zwerge, Gnome und einige Menschen kämpfen seit Urzeiten gegen das von den Elfen auferlegte Joch. Doch auch, wenn sie in der Überzahl sind, besitzen sie nicht die Mittel, sich gegen ihre mächtigen Tyrannen zu wehren.
Der Junge kann nicht so recht glauben, was er sieht, und fragt sich immer wieder, ob das wirklich sein kann, wer ihm diesen bösen Streich spielt und was es damit wohl auf sich haben könnte.

Von dem Polizisten erfährt er einiges über die fremde Welt und wird auf wundersame Weise in den Kampf der mystischen Wesen verwickelt. Die den Elfen feindlichen Wesen halten ihn für den verheißenen Retter, der die Jahrtausende der Unterdrückung nun endlich beenden soll. Der Junge hält es (zu Recht, aber das ist diesem Baukasten egal) für unrealistisch, dass gerade er dazu auserkoren sein soll, das Schicksal einer fremden Welt zu verändern und versucht (wieder einmal) vor seiner Aufgabe zu fliehen. Mit seinem beißenden Spott verletzt er die wenigen Freunde, die er in dieser Welt gefunden hat. Das Mädchen, das ihn liebt, stößt er mit seinen sarkastischen Bemerkungen stets vor den Kopf, er kann ihr einfach nicht seine Liebe gestehen. Statt sich bei seinen Freunden für sein unreifes Verhalten zu entschuldigen, wird er noch verbitterter und macht alles noch schlimmer. Seine Freunde stehen ihm trotzdem noch immer zur Seite, manchmal seufzen sie kummervoll und wissend ob der Dummheit des Jungen.

Der Polizist entpuppt sich als Angehöriger des Elfenvolkes, der sich jedoch gegen seine Rasse gewendet hat. Er wurde aus dem Volk verstoßen, weil er den Menschen und anderen Wesen freundlich gesonnen war und sich sogar in eine Menschenfrau verliebt hatte. Sie beide (Polizist/Elf/Verräter und Menschenfrau) hatten sogar einen Sohn. Doch als er aus der fremden Welt verbannt wurde, hat man ihn von Frau und Kind getrennt. Man wollte ihn töten, doch mit allerletzter Kraft konnte er in die Menschenwelt fliehen. Seitdem war er auf der Suche nach seiner Frau und seinem Sohn.

Es stellt sich überraschenderweise heraus (überraschend für den Jungen, der alle Anzeichen bisher blind und taub ignorierte. Weniger überraschend für den Leser, der es bereits kurz nach der Begegnung mit dem Polizisten ahnte), dass der Polizist sein Vater ist (und er somit ein Halbelf mit magischen Fähigkeiten, was auch einige seltsamen Vorfälle, die bisher passiert sind, erklärt). Natürlich konnte die Mutter ihrem Kind nicht die Wahrheit erzählen. Verbannte der Elfenwelt dürfen niemals zurückkehren in ihre Welt, sonst werden sie getötet. (Die Schüler, die ihn anfangs verfolgten, gehören übrigens zum Volk der tumben Höhlentrolle). Um ihn vor den Wächtern der anderen Welt zu bewahren, erzog sie ihn so, dass er nicht an Märchen glaubt und zu dem bodenständigen Realisten wurde, der er kurz zuvor noch war.

Gemeinsam mit den unterjochten Wesen kämpft er mit seinen Freunden gegen den Herrscher der Elfen, dabei erkennt er sich selbst und erfährt einiges über den Sinn des Lebens.
Er kann den beißenden Zynismus, den er die letzten Jahre so ausdauernd genährt hat, nicht von heute auf morgen abstellen. Deswegen verletzt er noch immer seine Freunde und Helfer. Die ihm natürlich noch immer trotz allem zur Seite stehen, weil sie ihn für den Auserwählten halten. Eine Menge seiner Freunde sterben im Kampf gegen den Elbenfürsten. Zwei seiner Freunde opferten ihr Leben für ihn, nachdem er sich törichterweise den Anweisungen seines Vaters und seiner Freunde widersetzt hatte, wie er sich im Kampf zu verhalten habe. Er bleibt am Leben, ist schwer verwundet aber gesundet bald. Das Mädchen, das er kennengelernt hat, überlebt auch. Ebenso sein Vater.

Der böse Elbenfürst ist besiegt. Eigentlich könnte der Junge jetzt gemeinsam mit seinen verbliebenen Freunden und seinem Vater in der fremden und inzwischen friedlichen Welt leben und diese aufbauen. Er erkennt jedoch, dass er noch nicht reif für diese Aufgabe ist und überträgt die Verantwortung einem seiner überlebenden Freunde, der nun als Herrscher der fremden Welt ein neues Imperium des Friedens, der Freude und des Eierkuchens errichten wird.
Gemeinsam mit seinem Vater und seiner Freundin lebt er nun als ganz normaler Junge in einem großen Haus. Er nimmt sich vor, seine Freunde in Zukunft besser zu behandeln.

Eine Fortsetzung ist möglich. Es könnte passieren, dass ihm ein Zwerg der anderen Welt eine Botschaft schickt. Der neue Herrscher ist in großer Gefahr und bittet um Hilfe ...

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Ich finde, es klingt für den ersten Moment gar nicht einmal so übel. Könnte direkt ein neuer, erfolgreicher Hohlbein-Roman sein, oder?

Würdest du ihn lesen?
Und was hältst du davon, selbst mal so einen Baukasten zu kreieren (oder kannst auch meinen nehmen) und einen Roman zu basteln. Ich würde zu gerne noch ein paar Grundgerüste lesten ;-)

Für dieses Gerüst habe ich gerade eine knappe 3/4 h gebraucht. Nicht schlecht für den Anfang. Wenn ich dann anstatt zu tippen meinen Text in ein Diktiergerät spreche und von einem Lektor überarbeiten lasse, könnte ich wohl in wenigen Wochen den passenden Roman dazu veröffentlichen, ...

Hm ... zugegeben, es klingt sehr ironisch, was ich hier schreibe. Ist auch so gedacht. Aber das heißt nicht, dass ich Hohlbein nicht gut fände. Ich lese ihn sehr gerne, immer und immer wieder. Es ist einfach unterhaltsam. Ich bewundere es, mit welcher Geschwindigkeit er seine Romane veröffentlicht und wie routiniert er inzwischen in Sprache und Storyaufbau ist!

SaschaSalamander 24.04.2005, 22.58

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