SaschaSalamander
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3




Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Romantik

Forgotten

Widmung:
Für meine Töchter. Später einmal, wenn Bücher zum Lesen da sind und nicht mehr zum Essen, werdet ihr hoffentlich stolz auf mich sein. ...weiterlesen

SaschaSalamander 13.05.2016, 08.44 | (0/0) Kommentare | PL

Das Rosie-Projekt

Neugierig war ich auf DAS ROSIE-PROJEKT schon, es lief mir immer wieder über den Weg, und der Inhalt klang recht nett. Ein Asperger-Autist, der eine Liste mit Fragen für potentielle Heirats-Kandidatinnen entwirft und dann über eine Frau stolpert, die so ziemlich entgegen aller seiner Vorstellungen ist. Klingt nach einer netten romantischen Komödie. Als es das Buch dann bei einer Sonderaktion bei Audible gab, habe ich zugegriffen.
...weiterlesen

SaschaSalamander 18.11.2015, 08.46 | (0/0) Kommentare | PL

Stubentiger wider Willen

Jim kann sich in einen Kater verwandeln. Und als ihm der Frust auf Arbeit zuviel wird, verwandelt er sich wieder und jagt durch die Nacht. Er landet nass vom Regen auf der Terasse von Andrew. Ausgerechnet Andrew, der an seiner statt die neue Stelle erhielt und Grund für den Frust ist! Doch rasch schließt der Kater Andrew und seinen Sohn Tony ins Herz. Er kehrt immer häufiger wieder, und bald wird es schwierig, denn je besser er Andrew kennenlernt, desto mehr fühlt er sich zu ihm hingezogen.
...weiterlesen

SaschaSalamander 07.08.2015, 08.42 | (0/0) Kommentare | PL

Nick aus der Flasche

Julie bekommt während der Wohnungsräumung eines verstorbenen Nachbarn eine Flasche geschenkt. Und diese Flasche ist nicht nur hübsch, sondern sie enthält überraschenderweise sogar einen waschechten Dschinn, Nick. Dieser ist erst irritiert, nicht mehr bei seinem alten, grausamen Meister zu leben, doch er gewöhnt sich schnell an seine neue Herrin. Julie wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich mit Josh, dem Schwarm der Schule, zusammenzukommen, doch Liebeswünsche kann ein Dschinn nicht erfüllen. Aber dafür beginnt Josh sich in Julie zu verlieben, und diese weiß langsam nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Und dann wäre da noch Nicks Vergangenheit, die einige Überraschungen birgt ...


Und wieder ein Buch von Monica Davis, die meist unter dem Pseudonym Inka Loreen Minden schreibt. Diesmal jedoch ein Jugendbuch, und sie beweist ganz klar, auch dieses Genre liegt ihr. Hier verbindet sie viele Elemente auf eine Weise, die dem Genre angemessen ist: es gibt einen schwulen Charakter, und auch zwischen Julie und Nick funkt es natürlich gewaltig. Trotzdem dürfen Mütter, die sonst die historischen Gay-Romane oder die saftigen Erwachsenenstories lesen, dieses Buch unbesorgt an die junge Tochter weitergeben, denn hier bleibt es angemessen brav ;-)


Trotzdem hatte ich an keinem Punkt das Gefühl, irgend etwas zu vermissen. Im Gegenteil, NICK AUS DER FLASCHE hat mich hervorragend unterhalten. Trotz der an sich einfach gestrickten Handlung und dem locker-leichten Sommerfeeling ist das Buch spannend, sodass man es am liebsten in einem Rutsch lesen möchte. Ich habe das Buch während des Urlaubs gelesen, wo ich keine atemlosen Szenenwechsel wollte sondern entspannt abschalten, und dafür ist es perfekt. Die Handlung schreitet voran, lässt sich jedoch Zeit und kümmert sich um ihre Charaktere, man spürt, wie sehr sie ihr am Herzen liegen. Viele kleine Details tragen dazu bei, dass man sich wunderbar in der Welt bei Nick und Julie fallenlassen kann, etwa die genaue Beschreibung der Puppenstube, Nicks Blick auf die Veränderungen seit den 60ern bis heute, das Leben in der Patchworkfamilie, Schulalltag, Nicks Entwicklung seiner magischen Fähigkeiten, Andeutungen auf später kommende Ereignisse und viele Feinheiten mehr. Auch kann man sich durch diese Kleinigkeiten wunderbar in alle hineinversetzen und mitfiebern.


Sprachlich passt der Roman sehr gut: einfache, lockere Sprache, die gekonnt wechselt zwischen den Protagonisten. Nick, der in den 60ern lebte hat teilweise einen anderen Ausdruck als die moderne Julie, der schwule Freund ist in andere Worte gekleidet als der Schulmacho. Insgesamt passt alles wunderbar zusammen, lässt sich flüssig lesen ohne sich groß anzustrengen. Wobei ich betonen möchte "ohne sich anzustrengen" ist keinesfalls gleichzusetzen mit "ohne Anspruch", denn der bleibt gewahrt. Die Autorin legt großen Wert auf korrekte Perspektiven, Zeitformen, eine gewählte Sprache, man merkt auf jeder Seite, dass Schreiben etwas ist, das sie wirklich beherrscht - etwas, das bei vielen Büchern leichter Unterhaltung leider nicht mehr selbstverständlich ist.


Schön finde ich auch, dass das Buch in verschiedenen Zeiten spielt. Da ist die Gegenwart mit Nick und Julie, dazu kommt Nicks Vergangenheit als Flaschengeist bei Solomon sowie Nicks Vergangenheit als Mensch. Weiterhin gibt es Nicks Träume, die ebenfalls mehr über ihn und sein Vorleben offenbaren. Die Verbindung all dieser Ebenen führt nach und nach zur Komplettierung des Gesamtbildes. Ich mag es, wie die Handlung nicht geradlinig erzählt wird sondern auf diese Weise ein Spannungsbogen eingebaut wird, der sich durch das gesamte Buch zieht.


Wie immer bei Inka / Monica kommt der Humor nicht zu kurz, ich musste sehr oft schmunzeln und lachen. Nick ist ein Relikt aus einer anderen Zeit, und das bietet Anlass für sehr viel Situationskomik, die an genau den richtigen Momenten eingebaut wurde, um ein wenig Spannung zu lösen oder eine gemütliche Szene etwas aufzupeppen.


Das Ende lässt theoretisch Spielraum für einen zweiten Teil. Trotzdem finde ich die Geschichte in sich geschlossen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt mit Nick und Julie, aber finde, wenn es am schönsten ist, muss Schluss sein. Lieber lese ich neue Abenteuer von anderen Helden, freue mich über ein neues Setting in anderer Kulisse. Ich überlege noch, ob ich mich als nächstes in die fantastische Welt des Daniel Taylor begeben soll, oder ob ich lieber den wilden Krieger Jax lesen werde ...


Alles in Allem hat Nick mich ziemlich begeistert, und ich kann das Buch nur empfehlen. Im Sommer, um so richtig den Urlaub zu genießen. Oder an grauen Tagen, um sich ein wenig Sonne ins Herz zu zaubern. Hauptsache entspannt und gemütlich :-)

SaschaSalamander 12.08.2013, 09.15 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Love Flag Girls

Während der Manga-Markt mit Yaoi bzw Shonen Ai momentan geradezu überschwemmt wird, lässt die Liebe unter Frauen noch auf sich warten. Yuri bzw Shojo-Ai nennt man das Genre, und außer >BLUE FRIEND<, UTENA, HIGHSCHOOL-GIRLS oder den Klassikern von Satoshi Urushihara fällt mir kaum etwas ein. Schön, dass mit LOVE FLAG GIRLS von Itsumi Takahashi ein weiterer Titel erschienen ist. Und noch schöner, dass es ein One-Shot ist, keine Endlosreihe und auch keine zig Kurzgeschichten, sondern wirklich genau einen gesamten Band lang.

Klappentext: Die süße Prinzessin Lucia sucht das verschollene Kruzifix ihrer Mutter und heuert auf einem Piratenschiff an, da sie das Schuckstück dort vermutet. Die freche Piratin Eliana hat auf dem Schiff das Kommando und kümmert sich sofort besonders eifrig um den hübschen Neuzugang. Schon bald ist Lucia völlig hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen für Eliana, dem rauen Leben auf See und ihrer ursprünglichen Suche nach dem Kruzifix.

Die Beschreibung des Inhalts auf dem Klappentext ist weit mehr, als eigentlich dahinter steckt. Die Handlung ist im Grunde nur ein Alibi für tonnenweise Slapstick, niedliche Gesichtlein, Chibis und vor allem sexuelle Handlungen zwischen den beiden Mädels. Dennoch würde ich den Manga weniger als erotisch denn vielmehr als Love-Comedy bezeichnen, da selbst in den "zweisamen" Momenten der Humor trotz der geballten Ladung weiblicher Sexualität überwiegt.

Die Charaktere sind zu vernachlässigen. Sie haben zwar jeweils eine oder zwei besondere Merkmale, sind insgesamt aber sehr oberflächlich gehalten. Zur Identifikation taugen sie sogut wie gar nicht, die Entwicklung wird zwar angedeutet aber nicht nachvollziehbar dargestellt. Die Charas dienen im Grunde nur dazu, niedlich auszusehen und der Story ein wenig Fleisch (in genau diesem Sinne) zu verleihen.

Und holla, so direkt zur Sache wie in diesem Manga habe ich ja selten gelesen. Eigentlich ist das ja schon zuviel, wie sie ständig übereinander herfallen. Spätestens wenn die Piratenlady mit der Prinzessin auf dem Deck liegt und alle anwesenden Piratenbräute rufen "oh toll, kommt, lasst uns alle miteinander rummachen" fragt man sich, wo man hier eigentlich gelandet ist. 

So seltsam das klingt, aber trotz der arg dünnen Handlung und trotz des überextrem betonten Sexkontext hat der Manga jede Menge Charme. Ich musste sehr oft lachen, es war stellenweise einfach zu überzogen, als dass man es wirklich hätte ernst nehmen können. Es ist so überdreht und karikiert, dass es schon wieder lustig ist. Und obwohl die Charaktere wenig zu bieten haben, hatte ich sie ziemlich schnell ins Herz geschlossen und flog mit ihnen nur so über die Seiten. Vielleicht, weil es so völlig unrealistisch ist, vielleicht weil sich der Manga selbst nicht so ganz ernst nimmt, aber auf jeden Fall wegen der aberwitzigen Momente. 

LOVE FLAG GIRLS ist ein Yuri, der nicht nur in seinem Genre außergewöhnlich ist. Man merkt, Takahashi hatte jede Menge Spaß beim Zeichnen, und das überträgt sich einfach auf den Leser. 

SaschaSalamander 07.08.2013, 08.54 | (0/0) Kommentare | PL

Alisik

Alisik liegt im Grab und wird ausgebuddelt, während die Umstehenden scherzen. Und dann erzählen sie ihr - sie sei tot! Das Mädchen will ihnen nicht glauben, hält alles für einen verrückten Traum und rennt zurück in die Stadt. Doch dort muss sie erkennen, dass niemand sie sieht, dass man durch sie hindurchgreift, und dass die seltsamen Wesen auf dem Friedhof wohl Recht hatten. Sie ist verzweifelt und kann sich nur langsam an ihren Zustand gewöhnen. Bis sie Ruben trifft, denn Ruben ist ein lebendiger Mensch, er nimmt sie wahr. Und er ist blind. Doch ist eine solche Liebe zwischen ihnen überhaupt möglich?

Dieser Comic sprang mir mit seinem düsterromantischen Cover sofort ins Auge, und ich begann im Laden kurz zu blättern. Schon nach wenigen Sekunden war mir klar "muss ich unbedingt lesen". Und die Zeichnungen hielten, was sie auf den ersten Blick versprachen. Das Gesamtwerk allerdings hat einige Schwächen, über die ich gerne hinwegsehen und mir alle vier Bände kaufen werde. Aber jetzt erst einmal der Reihe nach: 

Die Geschichte selbst ist nicht gerade neu, und sie wirkt wie ein Zusammenschnitt aus mehreren bekannten Werken im Stil von Tim Burton, Neil Gaiman und Terry Pratchett. Show- und Tanzeinlagen der Charaktere erinnern stark an einen Moment aus Corpse Bride, auch sonst finden sich viele Ähnlichkeiten zu vergleichbaren Werken. Trotzdem sehe ich das nicht als Manko, schließlich erwarte ich nicht bei jedem Buch die Neuerfindung des Rades. 

Schade ist allerdings, dass dieses an sich faszinierende Setting zwar grafisch ausgereizt wurde, im Storytelling allerdings einiges vernachlässigte. Es ist recht vorhersehbar und bleibt deutlich hinter seinen Möglichkeiten. Die Dialoge und Texte sind beinahe zu vernachlässigen, die Geschichte selbst ist zwar gut erdacht aber mit wenig Details versehen und wirkt eher wie Mittel zum Zweck zur Darstellung der Bilder. Zwar wird das Schicksal der einzelnen Figuren nach und nach enthüllt, und auch ist die Erzählweise mit Rückblenden und Zwischenpassagen gelungen, trotzdem fehlt das "gewisse Etwas", das aus hübschen Bildern auch eine lesenswerte Story zum Mitfiebern macht. Ich hoffe, dass die anderen drei Bände an diesem Punkt etwas anziehen und ihr Potential ausschöpfen. 

Dafür überzeugen die Zeichnungen umso mehr durch ihre Detailverliebtheit, ihre Tiefe, Atmosphäre und Aussagekraft. Ich bin regelrecht verliebt in die verspielten Formen und warmen Farben. 

Sehr schön finde ich auch, dass die Artworks der jeweiligen Situation angepasst wurde. Menschen tagsüber wurden in anderen Farben, anderem Strich zu Papier gebracht als die Geister des Nachts oder als Rückblenden in die Vergangenheit der Protagonisten. Zudem freut es mich, dass der Zeichner sich sehr abwechslungsreich präsentiert und verschiedene Ideen einbaut: nicht nur Coverbilder und Panels, sondern auch einmal Alisik als ganzseitige Anziehpuppe, dazu die Gestaltung der Innenseiten des Covers, poetische Texte auf altmodisch anmutendem Hintergrund, Passagen aus dem Buch der 3 mal 77 Totenregeln. 

Als Leser kann man sich in den wunderschönen Zeichnungen verlieren, ins Träumen geraten. Ich freue mich schon auf die Folgebände und bin gespannt, ob und wie sich die Story noch entwickeln wird.

Auf der liebevoll gestalteteten >Verlagsseite< zu Alisik findet man einen sehr schönen Trailer sowie Einblicke in das Heft und weitere Informationen über Autor und Zeichner. 

SaschaSalamander 02.08.2013, 08.52 | (0/0) Kommentare | PL

Wächterschwingen 02 - Dunkle Träume

KLAPPENTEXT

Eine Hexe auf der Suche nach ihrer Vergangenheit. Ihr Beschützer, ein begnadeter Kämpfer und zugleich ihr größter Feind.

Hexe Jenna macht sich mit dem undurchsichtigen Wächter Kyrian auf die Suche nach ihren Wurzeln. Verstörende Träume plagen sie, in denen sie nach und nach erfährt, wer Kyrian wirklich ist. Aber er rettet ihr das Leben, und sie spürt, dass trotz seiner schrecklichen Vergangenheit kein dunkles Herz in ihm schlägt.

Doch Krieger Kyrian muss Jenna seinem König ausliefern. Denn Jenna trägt nicht nur ein Geheimnis in sich, sie ist Kyrians Schlüssel zur Freiheit aus der Sklaverei. Er muss sich entscheiden: ein Leben in Gefangenschaft oder die Frau opfern, in die er unsterblich verliebt ist.


REIHE - WÄCHTERSCHWINGEN

Da ich mich regelmässig beschwere, wenn Verlage nicht kenntlich machen, dass es sich um eine Reihe handelt, möchte ich hier vorweg loben. Denn sowohl auf dem ersten als auch auf dem zweiten Band ist für den Leser klar ersichtlich, dass das vorliegende Buch Teil einer Reihe ist. Und das, obwohl man das zweite Buch auch ohne Kenntnis des ersten lesen und verstehen könnte. Danke, DAS ist leserfreundlich! :-)

Ansonsten: die Autorin führt ihre Leser sehr schön in die Geschichte ein. Selbst, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, wird man schnell begreifen, um was es geht und wie die Welt, in der die Gargoyles, Hexen, Dunkelelfen, Lichtelfen, Dämonen und anderen Wesen leben, aufgebaut ist, welche Regeln gelten. Auch werden die Charaktere sehr gut beschrieben, sodass ihre Vergangenheit für Erstleser an notwendigen Punkten erklärt wird, ohne dass alte Fans der Reihe sich langweilen würden. So wie man es sich von allen Reihen wünscht und nur wenige Autoren es in dieser Komplexität schaffen.

Was ebenfalls erwähnenswert ist die Qualität, mit der sich die Reihe hält. Oft ist der zweite Teil nur Lückenfüller oder flacht nach dem ersten Band ab, was hier nicht der Fall ist. Die Qualität wird absolut gehalten, ja sogar etwas gesteigert, da zu dem ersten Paar (das inzwischen ans Herz gewachsen ist) nun weitere Charaktere dazukommen, mit denen man mitfühlt. Auch die bisherige Handlung wird erweitert und um neue Aspekte ergänzt, sodass es mehr von allem gibt, was im ersten Band bereits gefiel.


CHARAKTERE

Wie bereits gesagt: die Charaktere, die man bereits im ersten Band >HERZEN AUS STEIN< liebgewonnen hat, tauchen größtenteils auch hier wieder auf. Dazu kommen weitere, denn Noir und Vince haben ihre übersinnliche Crew erweitert um zusätzliche Mitglieder.

Die Emotionen der Protagonisten sind jederzeit nachvollziehbar, regelrecht greifbar, als würde man es selbst erleben. Die Achterbahn aus Wut, Verzweiflung, Zorn, Angst, Leidenschaft, Liebe, Lust, Rachedurst und vielen anderen Eindrücken geht auf und ab, wirbelt den Leser durcheinander. Und um beim Vergleich der Achterbahn zu bleiben: natürlich weiß man, dass alles gut geht, dass kein Unheil droht und man am Ende zufrieden aussteigen wird, trotzdem kribbelt es überall, trotzdem ist man aufgeregt und hat auch ein wenig Angst. So auch hier, wo man um seine Lieblinge bangt, obwohl Happy End garantiert ist ;-)

Kyran, Jenna, Nicholas, Jamie, Noir, Vincent und all die anderen sind wie gute Freunde. Eine Clique, der man gerne angehören möchte, um ihnen beizustehen, um von ihnen Trost zu erhalten. Freunde wie dieses Team wünscht man sich als Leser, und je näher das Ende des Buches kommt, desto mehr wünscht man sich, länger mit ihnen verweilen zu dürfen.


EROTIK

Und bei all der Romantik und Urban Fantasy bietet das Buch natürlich immer noch Erotik. Sinnliche, gefühlvolle und äußerst ansprechende Erotik. Nein, prüde ist Inka niemals, dafür genießt sie es vielzusehr, mit ihren Charakteren zu spielen und ihre überbordende Fantasie mit den Lesern zu teilen. Was mir sehr gefällt ist, dass sie nicht in Superlative und Extreme verfällt, sondern immer ein gesundes Maß an Realismus wahrt und auch den Humor nicht zu kurz kommen lässt. Erotik wäre langweilig, wenn man nicht manchmal auch ein wenig schmunzeln könnte. Nichts ist schlimmer als Erotikautoren, die sich selbst viel zu ernst nehmen, Inka gehört zum Glück nicht dazu ;-)


AUFBAU

Das Buch ist in unterschiedlich lange Kapitel gegliedert, die die Handlung aus mehreren Perspektiven vorantreiben. Mal schlüpft der Leser in den Kopf von Jenna oder Kyrian, ein andermal in Nicholas und Jamie oder andere beteiligte Charaktere. Was ich gelungen finde: trotz der Vielzahl an Charakteren und Perspektiven ist das Buch an keiner Stelle überladen, sondern stets übersichtlich. Man hat als Leser den Überblick und kann der Handlung trotz der vielen Fäden gut folgen.

Neben dem Hauptplot um Jenna und Kyrian wird auch die Geschichte um Jamie und Nicholas vorangetrieben. Jamie ist bereits aus dem ersten Buch bekannt, er ist innerhalb der Reihe mein liebster Charakter, bringt eine nette Portion Gay-Anteil in das Buch. Die Bindung zwischen Noir und Vince aus dem ersten Band trägt Früchte, und auch Noirs Baby ist von großer Bedeutung. Dazu kommt die Geschichte um Kyrians Schwester Myra - hierzu möchte ich jedoch nichts verraten, denn die Art und Weise, wie dieser Handlungsfaden erzählt wird, ist ungewöhnlich und macht einen großen Reiz der Geschichte aus.


FAZIT

Wie erwartet hat Inka Loreen Minden sich wieder einmal selbst übertroffen. Ich kann es nicht anders beschreiben als: es ist ein Buch, in dessen Welt man am liebsten hineinschlüpfen würde. Alltag vergessen, raus aus der eigenen Welt - und ab zu den Gargoyles. Mit Jenna und Noir lachen, einen der süßen Jungs anflirten und sich verlieben, gegen das Böse kämpfen. Und immer mit dem Wissen "es wird alles gut" :-)


SaschaSalamander 26.06.2013, 08.49 | (0/0) Kommentare | PL

Von fünf bis neun

aihara_5bis9_1.jpgJunko ist Lehrerin für englische Konversation, sie ist bereits 27 und soll endlich verheiratet werden. Der Kandidat bei ihrem Omiai ist ein Mönch, und er scheint von der Wahl sehr angetan. Sie dagegen hat andere Pläne, möchte eines Tages ins Ausland, möchte eine internationale Hochzeit, träumt von Karriere und Shopping. Der Mönch kommt nun zu ihr an die Schule und wünscht Privatstunden, um sein Englisch aufzubessern. Junko muss feststellen, dass er so unattraktiv gar nicht ist. Aber dann ist da noch ihr alter Freund aus Kindertagen, der sein Interesse an ihr nun plötzlich auch verstärkt. Und einer der Schüler macht ihr ebenfalls Avancen. Junko muss nun gut aufpassen, wer etwas von ihr möchte. Und vor allem: wen sie denn nun eigentlich will ...

Junge Frauen kurz vor dreißig, das ist ein typischer Josei-Manga, also ein Manga für junge Frauen. Dreht sich um Liebe, Karriere und die verschiedenen Rollenkonflikte, die sich aus Privatleben, Arbeit, Familie, aus eigenen Wünschen und gesellschaftlichen Anforderungen ergeben. Im Grunde ein Pendant zur europäischen ChickLit. Sehr schöne Vertreter finde ich vor allem >TRAMPS LIKE US<, MARS oder allgemein die Titel von >Erika Sakurazawa< und Fuyumi Soryo.

Die Zeichnungen sind wie für das Genre üblich mit sehr feinem, zarten Strich gehalten. Viel ungemusterte Rasterfolie für Hintergrund, Schattierung und Kleidung. Wenig Details, das Hauptaugenmerk auf Emotionen und die Darstellung der Charaktere zueinander, die Bilder insgesamt sehr realistisch gehalten. Die Perspektiven der Gesichter wirken stellenweise etwas verschoben, hier und da auch sehr vereinfacht skizziert. Dies kann entweder Ausdruck der Künstlerin sein oder einfach Zeichen dafür, dass sie noch ein wenig üben muss - das kann ich schwer beurteilen, da ich keine anderen Titel zum Vergleich von ihr kenne, ich empfinde es jedenfalls nicht als störend, da es gut zum Rest der Zeichnungen passt. Sie zeichnet sehr emotional, das gefällt mir und passt schön zur Handlung

Die Handlung selbst ist unterhaltsam, mir fehlt aber das "gewisse Etwas", das mich laut lachen, zärtlich mitfühlen oder gespannt die Luft anhalten lässt. Es ist halt nett, aber es gibt nichts, das aus der Masse hervorsticht. Ich hatte mir den Manga gekauft, weil ich das Thema "Mönch" für einen interessanten Kontrast hielt. Davon allerdings kommt wenig beim Leser an, es könnte im Grunde ein beliebiger Mann sein, da von seinem Klosterleben oder seiner Religion nichts in Szene gesetzt wird. Junko soll für ihn putzen und den Haushalt führen, aber diese Thematik ließe sich bei jedem anderen Mann auch inszenieren.

Mir fehlt auch ein wenig der Hintergrund zu der Geschichte. So wird etwa die Familie genannt, die sie verheiraten möchte, doch man bekommt sie nie zu Gesicht, sie hätte zumindest einen kleinen Gastauftritt verdient, um das Privatleben Junkos besser zu verstehen und sich besser in sie hineinversetzen zu können. Auch der Umstand, weshalb sie plötzlich von ihrer Wohnung zu ihm umziehen muss, wird dem Leser einfach vorgesetzt ohne näher darauf einzugehen. Es fehlt der Ausbau der Geschichte, das Fleisch um das Gerüst herum, die Autorin konzentriert sich einzig und allein auf das Hin und Her zwischen Junko und den Männern.

Insgesamt hat der Manga sehr viel Potential zu einer witzigen und romantischen Geschichte, das aber leider verschenkt wird. Übrig bleibt ein Manga, der nett zu lesen ist und ganz sicher seine Fans finden wird, der aber nicht unbedingt eine Top Empfehlung des Genres ist.

Wertung: 3,3 von 5 Love-Hotels

SaschaSalamander 04.04.2013, 08.37 | (0/0) Kommentare | PL

Der Weg der Träume

CoverIch finde es spannend, gelegentlich ältere bisher unveröffentlichte Rezensionen von mir zu veröffentlichen. In diesen Fall WEG DER TRÄUME von Nicholas Sparks. Liebesromane habe ich sehr, sehr lange nicht angefasst. Über ein paar wenige LiRos bin ich dann an Erotik gekommen, das sagte mir mehr zu, sodass ich mich nicht allzu lange mit den rein romantischen Sachen aufgehalten habe. Sparks war eine kurze, nette Begegnung, aber alle Titel von ihm werde ich wohl nicht lesen. Er schreibt toll, und in seinem Genre ist er einer der Großen. Aber was mir fehlt ist das, was die Bücher voneinander unterscheidet. Ich weiß jetzt, einige Jahre später, gar nicht mehr, welche Titel ich gelesen habe und welche nicht. Das ist ein klares Zeichen für mich, dass es für den Moment zwar schööööön war aber nichts von Dauer ...

Was also immer ich hier geschrieben habe - es war März 2006 :-)

************************************

Wie schon oft gesagt, was Liebesromane anbelangt, bin ich ein sturer Klotz. Ich weiß nicht, wie lange ich mich um seine Bücher gedrückt habe, wie lange ich sie vor mir hergeschoben und gesagt habe, ich lese "sowas" gar nicht erst. Und ich kann nicht sagen, wie froh ich bin, dass ich mich vor einiger Zeit nun DOCH aufgerafft habe. ">Weg der Träume<" ist nun mein zweiter Roman des Autors, und er gefiel mir sehr.

Miles Ryan ist Sheriff in einem kleinen verschlafenen Ort. Ein schwerer Schlag für ihn, als seine Frau Missie von einem unfallflüchtigen Autofahrer getötet wird. Zwei Jahre lang verfolgt er die Ermittlungen, versucht er den Täter auf eigene Faust zu finden, zwei lange Jahre lässt ihn der Tod seiner Frau nicht los. Auch sein Sohn Jonah kapselt sich in der Schule ab, wodurch sich seine Leistungen drastisch verschlechtern. Als die neue Lehrerin Sarah auftaucht und Ryan Hilfe bei der Nachhilfe seines Sohnes anbietet, ändert sich alles. Die beiden verlieben sich, und Miles beginnt sich vom Tod seiner Frau zu lösen. Doch bald soll etwas geschehen, dass die alten Wunden erneut aufreißt und die Beziehung zwischen den beiden auf eine harte Probe stellen wird.

Ein Liebesroman. Das Muster ist eigentlich ein klassisches: Boy meets Girl, beide bereits enttäuscht vom Leben, sie verlieben sich und erleben ihre zweite Liebe miteinander, dann passiert etwas Unerwartetes, die Beziehung gerät ins Wanken. Ob sie sich dann am Ende kriegen oder nicht, das liegt dann in der Macht des Autors. Ich kenne nicht allzu viele Romane von Sparks, aber eine Erfahrung habe ich bereits gemacht: er zögert nicht, einen der Protagonisten in den Tod zu schicken oder das Ende offen zu lassen. Von daher war ich gespannt, was mich erwarten würde.

In "kriminalistischer" Hinsicht allerdings war der Roman ziemlich vorhersehbar. Dem Leser ist bereits beim Auftreten dieser Person klar, dass es sich um den Fahrer des Unfallwagens handeln muss. Umso verwirrender dann der Wechsel aus Ich-Erzählung des Fahrers (welcher die Geschehnisse zwischen Miles und Sarah schildert) und seiner Beschreibung von sich selbst als Fahrer. Dies fand ich etwas ungeschickt, und es reiben sich vermutlich auch andere Leser an dieser Unebenheit des Erzählflusses. Man muss kein Neuling in diesem Genre sein, um dann zu erahnen, was dies für die Beziehung bedeutet und welche Konflikte aufkommen werden.

Ansonsten jedoch liebe ich seinen Stil. Die Hauptcharaktere mit ihren Schwächen und Stärken. Wie kleine Schulkinder, verlegen stotternd und errötend, nicht fähig ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Einfach sympathisch. Simpel gestrickt, nicht wirklich anspruchsvoll. Aber einfach nett :-)

Viele LeserInnen fragen sich, wie nur ein Mann solche Romane schreiben kann. Nun, ich halte es für durchaus denkbar und sogar sehr realistisch. Denn der Schreibstil ist ein typisch männlicher, sonst würde ich das Buch wohl nach wenigen Seiten wieder aufgeben. Er verliert nicht wenige Worte um Gefühle, die Protagonisten ergehen sich nicht in ellenlangen Gedankengängen und handeln recht praktisch. Er beschreibt weniger die Gefühle als vielmehr deren nach außen sichtbare Auswirkungen, eben relativ sachlich und nüchtern. Trotz allem jedoch sehr romantisch und gefühlvoll. Genau das, was ich mag: nicht von den Gefühlen lesen, sondern durch deren Beschreibung sie selbst beim Lesen nachempfinden.

Wer Liebesromane mag, wird an Sparks keinesfalls vorbeikommen, falls er ihm nicht längst verfallen ist. Wer Liebesromane definitiv nicht mag, sollte zumindest ein oder zwei seiner Werke antesten, bevor er sie ablehnt ;-)

SaschaSalamander 19.11.2012, 08.26 | (0/0) Kommentare | PL

Ins Herz gestohlen

minden_gestohlen_1.jpgINS HERZ GESTOHLEN ist eine neue Kurzgeschichte von Inka Loreen Minden. Weil sie so kurz ist, bekommt der Leser im Anschluss noch die Geschichte "Nymphenspiele" dazu. Auch, wenn es kein komplettes Buch ist (eigentlich müsste ich extra für Inka die Rubrik "Rezension Kurzgeschichten" einführen, weil ich ihre Titel einfach liebe und nicht anders kann als trotzdem immer wieder ein paar Zeilen dazu zu schreiben), möchte ich Euch die beiden Geschichten kurz vorstellen:

INS HERZ GESTOHLEN hat sich Tyler bei seiner Jugendliebe. Er ist Student und jobbt in dem Supermarkt, wo die sechs Jahre ältere Samantha als Security arbeitet. Als sie sieht, dass er etwas gestohlen hat, muss sie natürlich eingreifen.

NYMPHENSPIELE erzählt von dem Dämon Kosh, der die zierliche Nymphe Lynabella liebt. Sie soll in einer Zeremonie zur Hüterin der Quelle werden, doch dann wäre sie für ihn unerreichbar. Er muss sich etwas einfallen lassen ...

Die Geschichten sind wirklich sehr kurz, aber das stört nicht. Wer regelmässig bei mir liest, weiß ja, wiesehr ich Shortstories liebe :-)

Mmh, INS HERZ GESTOHLEN hat mir sehr gefallen. Schlicht, einfach, und von vorneherein durchschaubar. Ich musste einige Male schmunzeln, weil ich bereits ahnte / wusste, während Samantha sich dagegen ständig grundlos sorgte. Sehr erotisch, ein köstliches kleines Intermezzo. Ein junger, intelligenter Mann und eine etwas ältere, bodenständige Frau, dazu ein bisschen verspielte Bestrafung - tolle Mischung, die es in erotischen Werken viel zu selten gibt.

NYMPHENSPIELE fand ich sehr schön zu lesen, wurde wohl mit einem Augenzwinkern geschrieben. Ich habe einige Male gelacht, und ich liebe diese humorvollen Geschichten der Autorin ganz besonders. Sie beherrscht es vor allem in ihren Märchen und Fantasygeschichten meisterlich, mit den gängigen Klischees zu spielen, sie zu überspitzen, die Geschichten durch ihren Witz und Charme aufzulockern, die Erotik dennoch stilvoll zu präsentieren.

Beide Geschichten sind sprachlich recht soft in ihrer Wortwahl, passend zu den Inhalten. Der Aufbau ist knapp, zielstrebig und direkt, genau richtig für eine kurze Episode. Ich hatte meinen Spaß mit Tyler, Sam, Kosh und Lynabella. Und besonders Tyler würde ich nur zu gerne wiedersehen ...

Kurz gesagt: zwei Kurzgeschichten mit jeder Menge Erotik und einem verschmitzten Grinsen :-)

SaschaSalamander 01.11.2012, 09.26 | (0/0) Kommentare | PL



 






Einträge ges.: 3330
ø pro Tag: 0,7
Kommentare: 2744
ø pro Eintrag: 0,8
Online seit dem: 21.04.2005
in Tagen: 4568