SaschaSalamander

Ausgewählter Beitrag

Elbenthal-Saga

Die Elbenthalsaga hat mich sehr bewegt, auch aus persönlichen Gründen. Ich habe Bücher dieser Art als Jugendliche geliebt, oft nichts anderes mehr gelesen. Aber was irgendwann nachkam, das war nicht mehr das gleiche. All-Age-Fantasy ist zur Massenware geworden. Die Sprache ist schnell mal hingerotzt, die Handlung ist wenig originell, die Charaktere sind alle gleich, und die Fantasywesen sind inzwischen sehr verwaschen. Seit einigen Jahren lese ich kein Fantasy dieser Art mehr, weil ich es traurig finde, was daraus geworden ist. Damit möchte ich nicht alle Autoren und Bücher schlecht machen, dazwischen gibt es wohl immer mal wieder gute Titel, die ich einfach nicht entdeckt habe. Aber ich wurde einfach zu oft enttäuscht.

Als ich von dem Buch hörte, war ich offen gesagt eher skeptisch. Gut, ich mag das Genre an sich schon, und den Schreibstil des Autors auch. Neugierig bin ich, allerdings rechnete ich damit, dass es halt "nett" wäre, mehr nicht. Und dann war ich wirklich überrascht und bewegt, denn es war genau das, was ich seit vielen Jahren aufgegeben hatte zu suchen. Es tat einfach gut, und es kamen sehr viele Erinnerungen in mir hoch. Nicht an Bücher oder das Genre, sondern an die Zeiten, in denen ich diese Bücher las, und es war für mich eine kleine Zeitreise. Es ist selten, dass ein einfacher Roman so viel in mir auslöst. Und auch die Charaktere haben mich in Gedanken begleitet, auch jetzt noch, besonders die stolze Yrr ist mir sehr ans Herz gewachsen, das unterste Bild hier stellt sie dar.

Ich denke, jeder liest ein Buch auf seine Weise. Und es ist natürlich auch möglich, dass Leute das Buch weglegen und sagen "was fand die nur daran" (wobei ich mir das hier schwer vorstellen kann, denn die Elbenthal-Saga hat das Zeug zum Bestseller, so wie es aufgemacht ist). Egal, für mich war es einfach toll, und ich möchte diese Begeisterung gerne mit Euch teilen.

Zusätzlich zum Buch gibt es auch sehr schöne Bilder, die den Charakteren sehr gut entsprechen und die die Stimmung des Buches detailgenau einzufangen vermögen. Hier zwei Wallpaper, die man sich auf der Hauptseite herunterladen kann. Und die passenden Links:







SaschaSalamander 13.02.2012, 14.18

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von Nancy Schmidt

Die elbentahl saga ist sehr empfehlenswert. Mich hat sie so sehr fazieniert weil es in unserer modernen Welt Spiel, und auch die elben in dieser Geschichte. Sowohl die bösen als auch die guten zeigen Einblicke in ihre Ansichten und Ziele. Die Nordische Mytologie wird nicht übertrieben dargestellt. Es wird sehr gut beschrieben wie sich die magischen elben unserer Welt angepasst haben, sich aber dennoch ihre eigene Kultur bewart haben. Nicht alle Charakter der gutem Seite beginnt mam sofort zu mögen und nicht alle Charakter der bösenseite müssen gleich böse sein. Das hat der Autor mehr als gut beschrieben und zum Ausdruck gebracht. Der freche hauptcharakter hatte es mir gleich von Anfang am angetan und ich konnte mich gut in sie hinein versetzten. Doch auch Personen die voller Geheimnisse steckten wie z.b der "Bösewicht" der Geschichte. Regen das Interesse und die neugierde an.

vom 23.01.2018, 17.46
1. von Susi

Na jetzt machst Du mich aber neugierig. Genau aus den von Dir beschriebenen Gründen habe ich vor langer Zeit aufgehört, Bücher in dieser Richtung zu lesen.
Genau so geht es mir mit SciFi - als Jugendlicher geliebt und verschlungen. Heute von den Kommerzdingern enttäuscht.

Ich denke, ich werde diese Bücher mal auf meine Liste setzen.

LG Susi

vom 14.02.2012, 10.27
Antwort von SaschaSalamander:

Vielleicht liegt es daran, dass wir einfach älter geworden sind. Was damals für uns neu und besonders war, haben wir heute schon zigmal durchgekaut. Oder vielleicht wurde es wirklich totgetrampelt (man denke an Harry Potter, der Internat und Magie so richtig zum Rollen brachte, oder Twilight mit den weichgespülten Soft-Vampiren). Oder eine Mischung aus allem.

Was mir an Elbenthal halt im Gegenzug zu den anderen Büchern dieser Art gefällt ist, dass ich eine gewisse Recherche und Arbeit hinter dem Werk erkenne. Es wurde nicht einfach hingerotzt, um Kommerz zu machen, man liest zwischen den Zeilen, dass dem Autor etwas daran lag. Bei einigen anderen Büchern (ich nenne jetzt mal keine Namen, aber Du ahnst vermutlich, wen ich meine) habe ich das Gefühl, dass er einfach nur noch einen Plot zusammenwürfelt aus den klassischen Zutaten, und dann diktiert er nebenbei mal was in einen Rekorder, das irgendein Praktikant für ihn tippt und an den Verlag schickt. Der veröffentlicht es unlektoriert mitsamt allen Logikfehlern, da der Name des Autors sowieso ein Erfolg sein wird. Da fehlt mir die Liebe, das Herzblut. Die Bücher lesen sich so emotionslos, obwohl man so viel mehr draus machen könnte ...

und das hier empfand ich eben anders ... herzlicher ... bewusster ...

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