SaschaSalamander

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Erbarmen

adler_olsen_erbarmen_1.jpgUnd noch ein Titel, der mich frustrierte. Gut, dass ich es als Hörbuch hatte, denn die Sprecher machen ihre Sache prima, und ich lauschte gerne.

Aber auch hier keine Rezi, weil ich irgendwie nicht warm wurde mit dem Buch. Aus den gleichen Gründen wie bei KALTE STILLE zuvor. Ich kann mit den Charakteren nichts anfangen, sind einfach nicht mein Ding (was in diesem Fall nicht heißt, dass sie platt oder schlecht dargestellt wären. Im Gegenteil, die Charaktere machen einen sehr wichtigen Teil dieses Romanes aus, und Adler-Olsen ist wirklich gut darin. Außerdem, der Assistent ist auf seine Weise schon sehr genial, er könnte ein Grund sein, warum ich die Fortsetzung doch noch mal in Angriff nehme).

Entweder, ich sollte aufhören, Krimis zu lesen und dringend das Genre wechseln, weil ich schon zuviele kenne. Oder ich habe einfach ein paar lichte Momente (der Urlaub entstaubt mein Gehirn?). Von der ersten Erwähnung an (die zu Meretes Entführung führte) wusste ich, warum und von wem sie entführt werden würde. Umso mehr nervte es mich, wenn die Ermittler dann zwar einen Haufen Fragen stellten aber genau DIE Fragen, die wichtig waren, weg ließen, immer haarscharf dran vorbeigeschrammt. (Das Motiv erschien mir allerdings sowas von an den Haaren herbeigezogen, dass ich dachte, ich müsse mich täuschen, es könne nicht deswegen sein. Aber gut, ein Psychopath muss nicht immer nachvollziehbare Gründe haben, sonst wäre er ja kein Psycho)

Bei Adler-Olsen schiebe ich das "nicht mit dem Buch warm werden" mal auf die Gegend. Ich kann es mir nicht erklären. Aber ich kann mit den skandinavischen Sachen nicht wirklich etwas anfangen. Gut, Stieg Larsson war okay für mich (nicht so toll, wie er immer gelobt wird, aber ganz nett), und Leetholainen fand ich auch ansprechend. Aber ansonsten habe ich schon so viele Titel probiert, ich komme damit nicht klar. Vielleicht ist es der Schreibstil, vielleicht die Mentalität, ich habe keine Ahnung. Ist einfach nicht mein Ding.

Nun gut, immerhin. Ich habe ihn gelesen, ich verstehe, was andere Leser daran reizt. Und ich füge der Liste der Empfehlungen ein weiteres Buch an a la "wenn Dir XY gefiel, wirst Du bestimmt auch dieses hier mögen". Ist mir ja wichtig. Ich will nicht die Bücher vermitteln, die mir gefallen. Sondern ich will den Lesern DAS empfehlen, was genau für sie richtig ist, auch wenn es ein Titel ist, der mir selbst nicht zusagt. Und wenn mir jemand diese und jene Merkmale nennt und fragt, ob ich ein solches Buch kenne, werde ich auch von Herzen gerne Adler-Olsen empfehlen ;-)

SaschaSalamander 03.03.2011, 15.39

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von SusiKnitchicks

Es gibt Bücher die lese ich und andere höre ich. Vielleicht hättest Du es lesen sollen. Ich hab mir jetzt die HB Version bewusst nicht angehört. Irgendwie geht mir dann mein Kopfkinoflair verloren.

Ich hatte mal 2 Isländer hier liegen, mit denen hab ich mich so schwer getan... und ich liebe den Norden, die Kälte.

Jeder hat so seine Vorlieben. Ich komm mit Stieg Larsson nicht zurecht. Ich werde mir die Millenium Trilogie auf DVD ansehen, aber als Buch.... nääää.

LG Susi :wink:

vom 07.03.2011, 12.58
Antwort von SaschaSalamander:

Nein, es ging mir um den Inhalt, nicht um den Vortrag. Ich werde einfach mit den skandinavischen Sachen nicht warm, wahrscheinlich liegt es daran ... außerdem fand ich es schade, dass ich von Anfang an wusste, wer sie entführt hatte und warum, das hat viel von der Spannung genommen.

Die Filme von Stieg Larsson fand ich übrigens langweilig, die Bücher waren recht unterhaltsam, die gefielen mir soweit ganz gut (aber auch hier: Geschmackssache, andere waren begeistert von den DVDs)

2. von Silly

freut mich, dass wir unterschiedlicher Meinung sind :wink:

vom 04.03.2011, 09.51
Antwort von SaschaSalamander:

:-)
1. von Silly

ich habe Erbarmen gelesen und fand es ungemein gut :haeh:
Durchblick hatte ich sozusagen null. Carl war für mich der absolut geniale Ermittler - null Bock und der passenden Assistenten dazu macht das Paar richtig interessant. Klar stochert Carl nur im Dreck und ist zu blind rechts von links zu unterschieden - aber das macht die Story aus.
Gefallen hat mir auch das hin- und herspringen zwischen Opfer und Ermittler. Merete selber fand ich aber ein bisserl doof
Ich finde es macht auch wirklich viel aus, ob man ein Buch liest oder hört. Das sind Welten und Stimmen. :buch:
LG Silly

vom 03.03.2011, 16.07
Antwort von SaschaSalamander:

klar, Hören oder Lesen macht eine Menge aus, das merke ich selbst oft, wenn ich in manchen Fällen vergleiche.

In diesem Fall lag es bei mir allerdings am Inhalt, nicht am Vortrag, sodass das Buch selbst vermutlich nichts an meiner Meinung geändert hätte (vermute ich).

Ja, was Du beschreibst, kann ich nachvollziehen. Wie gesagt, ich verstehe, wo der Reiz ist und warum andere das mögen. Und die beiden Ermittler im Team an sich sind wirklich ein klasse Gespann.

Ich mag halt einfach diese Art Typ nicht, die Carl darstellt (Antihelden schon, aber nicht dieser Typus, kann es schwer in Worte fassen). Das ist wie *grübel* ...

naja, ich denke an Götz George oder Leonardo di Caprio oder Jack Nicholson. Die einen verehren sie als genial, die anderen mögen sie nicht. Weil es halt gewisse Charaktere von Menschen sind, und der eine mag das, fühlt sich davon angezogen, der andere kann damit überhaupt nix anfangen. Und ich finde es gut, dass es so unterschiedlich betrachtet wird, das macht es spannend :-)

(Dinge, die die Menschen nicht in verschiedene Meinungen spalten, sind mir suspekt *g*)

danke für Dein Kommentar, ich freu mich, grad wenn ich gegensätzliche Meinungen lese! :-)

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