SaschaSalamander
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Freddy Fresh mit Wilmersburger

Meine Suche nach dem perfekten Pizza Lieferdienst ist ja seit der Umstellung auf pflanzliche Koste einen richtige Odyssee geworden. Problem: fast jeder gibt Ei oder Margarine oder gar beides in den Teig. Trotzdem, ein paar Möglichkeiten hatte ich gefunden: >New Yorkers< kann sich nicht entscheiden, ob er liefern will oder nicht. >Freddy< war bisher zwar vegan möglich aber zu teuer und zu trocken. >Jet Pizza< mein bisheriger Favorit, supersaftig und günstig, nur leider ohne Käse.

Freddy Fresh hat also jetzt die Zeichen der Zeit erkannt und fängt nun an, auch Pizza mit Wilmersburger anzubieten. Veganer Käseersatz. Ich war neugierig, aber auch skeptisch. Wilmersburger schmilzt nicht und schmeckt relativ neutral, außer man bearbeitet ihn ein wenig. Ob Freddy das schaffen würde?


Wir haben online bestellt. Ich habe erst einmal ewig gesucht, auf der Homepage an sich steht nichts zum Wilmersburger. Man muss also die Basispizza Tomate-Mozarella in den Warenkorb legen. Dann kann man die Pizza "bearbeiten", also den Käse wegmachen, bei Cheese Deluxe III angeben, dass man Wilmersburger statt Gouda möchte. Und weitere Zutaten und Optionen anwählen. 

Die Lieferung war zuverlässig, die Pizza warm, die Größe passte, und es schmeckte super. Ich finde es unterstützenswert, dass Freddy das jetzt anbietet. Gerade, wenn eine Gruppe von Freunden bestellt, muss man nicht außen vor sein. 

Trotzdem bin ich der Ansicht, dass Freddy noch einiges verbessern kann: der Preis für vegane Pizza ist heftig! Eine "normale" Pizza mit Spargel, Broccoli, Sauce Hollandaise, Hähnchenbrust und Gouda kostet lediglich 8,50. Oder eine Pizza mit Bacon-Onion-Relish, roten Zwiebeln, Hähnchenbruststreifen, Baconstreifen, Schnittlauch und Gouda kostet 8,90 Euro. 

Schatz zahlte für seine Pizza mit Champignon, Spinat und Wilmersburger 9,70 Euro. Meine Pizza mit Champignons, Jalapenos und Tomate kosotete dagegen 11,30 Euro! Zwei Zutaten für 10 Euro, drei Zutaten für über 11 Euro. Wilmersburger hin oder her, das möchte ich mir auf Dauer nicht leisten. Immerhin war sie etwas dichter belegt und wies nicht mehr so viele Leerstellen auf die beim letzten Mal, als wir selbst zusammengestellt hatten.



Der Wilmersburger wurde vermutlich einfach drübergestreut. Schmilzt natürlich nicht, ist zwar eine leckere Geschmacksergänzung aber noch nicht ganz das Wahre. Besser ihn mit etwas Sauce verrühren und gut würzen, damit er zerläuft und etwas "käsiger" schmeckt. 

Ich habe die Vermutung, dass selbst zusammengestellte Pizzen deswegen später geliefert werden (so meine bisherige Erfahrung auch schon vor meiner veganen Zeit) und auch mehr kosten, weil sie frisch belegt werden müssen, wohingegen die fertigen Angebote wohl schon parat liegen und nur noch gebacken werden müssen. Ist jedoch nur eine Vermutung (die jedoch naheliegt).



Insgesamt also: Freddy ist für das, was er Veganern bietet einfach noch zu teuer. Der Wilmersburger auf der Pizza ist lecker, aber an der Rezeptur und Umsetzung sollte man noch ein wenig arbeiten. Es ist aer auf jeden Fall ein riesiger Schritt in die perfekte Richtung. Ich hoffe, dass die Anfrage danach so groß ist, dass sie bald auch fertige vegane Pizza ins Sortiment aufnehmen, damit man nicht mehr selbst zusammenstellen und dabei dann draufzahlen muss. Denn bevor ich die Ernährung umstellte, war Freddy mit seinen ungewöhnlich leckeren Kreationen einer meiner liebsten Pizzalieferanten. Wäre schön, wenn sie das wieder hinkriegen ... 

SaschaSalamander 12.10.2014, 08.43

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