SaschaSalamander

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Klingt herrlich schräg und verrückt

Da fiel mir gestern in der Bibliothek ein Hörbuch aus der Kinderabteilung in die Hände: "Furcht erregende Darbietungen", gelesen von Harry Rowohlt. Das Cover sah witzig gezeichnet aus, und der Klappentext klingt wirklich witzig. Dass hintendrauf eine herrlich schräge Zeichnung von einem Frettchen / Wiesel / ? ist, sah ich gerade eben erst beim Abtippen des Klappentextes:

Kaum hat Eddie die turbulente Reise nach "Schlimmes Ende" überstanden, geht der Wahnsinn auch schon wieder los. Ein herrenloser Leichenwagen parkt eines schönen Morgens im Hof von Schlimmes Ende, und aus seiner ladefläche ragt ein Sarg. "Merkwürdig!", finden Eddie udn sein Wahnsinniger Onkel Jack und wollen den Sarg zurück in den Wagen befördern. Doch eine Explosion vereitelt alle Versuche. Unter enormem Getöse schießt das hölzerne Ungetüm durch die Luft auf den Boden und öffnet sich. Heraus steigt der Große Zucchini, seines Zeichens Eskamoteur und Eskapologe, kurz Entfesselungskünstler. Und damit beginnt Eddies nächstes haarsträubendes Abenteuer.

Klingt etwas durchgeknallt, könnte mir gefallen. Aber "kaum hat er [...] überstanden" klingt nach "da gab es noch einen Teil davor. Eine Suche im Internet ergab, dass es insgesamt vier Teile dieser Kinderserie von Philip Ardagh gibt. Nach allgemeinem Tenor kommt das Buch sehr gut an, es soll voller Wortwitz und verrückter Ideen sein und auch für Erwachsene interessant, von den witzigen Zeichnungen ganz zu schweigen. Spontan muss ich da an "die Klippenlandchroniken" (in diesem Blog sind die Rezis via Suchfunktion nach "Twig" zu finden) denken. Ich hoffe, meine Erwartungen an dieses Kinderbuch sind nicht zu hoch. Und ich rufe natürlich sofort in der Bücherei an, um mir die früheren und späteren Hörbücher zu reservieren! ;-)

SaschaSalamander 09.05.2006, 15.57

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von MicroAngelo

Wir haben alles von Ardagh gekauft, es hat sich gelohnt! Auch "schlimmes Ende" -irgendwie von Douglas Adams nicht völlig verschieden, wenn auch erzählerisch anders daherkommend. Adams hat diesem hier den Weg geebnet, scheint mir. Und anzumerken ist noch, dass der Übersetzer selbst die Hörbücher vorliest, was nochmals ein Gewinn ist. Sonst würde manch eine Nuance, die beim blossen Vorlesen dem Bloss-Vorleser zu blass wirken, hier aber kommt alles grossartig raus. Der Herr Rowohlt liest "sein" Werk stets mit der richtigen Betonung und man hört sein schelmisches Grinsen manchmal förmlich heraus.
Das Wiesel heisst je nach Partner verschieden, der "wahnsinnige Onkel Jack" nennt es anders als seine völlig durchgeknallte Frau, hach ist das verrückt-spleenig. Irgendwie very British. Hehehe
:wink:

vom 09.05.2006, 22.49
Antwort von SaschaSalamander:

Wow, in Richtung Douglas Adams? Klar, dass es völlig verschieden ist, der hat ja auch Scifi gemacht ... aber ich kann mir denken, was Du meinst. So die schrägen Gedanken, skurillen Ideen und verrückten Figuren ... (ausgestopfte Wiesel scheinen mir nicht minder witzig als ein depressiver Roboter, der tausende von Jahren am selben Ort stand und wartete) ...

Auf Rowohlt bin ich mal gespannt. Habe bisher nur ein einziges Mal ein Hörbuch von ihm gehört, da hat er mir ü-ber-haupt nicht zugesagt mit seiner Stimme und seiner Art. Vielleicht ist es hier anders *hoff* ... denn eigenetlich soll er ja top sein, alle sind voll des Lobes!

Und der britische Humor ist ja sowieso genau mein Ding! Bin GB-Fan durch und durch, was Literatur und Musik betrifft ... und die Engländer, die ich bisher alle kennenlernte (waren schon ein paar) waren auch alle supernett *smile*

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