SaschaSalamander

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Lady Bedfort 88 - das Rätsel der Rennbahn

Klappentext: Horace Winslow, der Earl of Margrave, hat Lady Bedfort auf sein prachtvolles Gestüt eingeladen. Stolz präsentiert er sein bestes Pferd Cinnamon, das als Favorit bei den Champion Stakes gilt. Doch bei einem Probelauf wird es mit einem Betäubungsgewehr niedergestreckt. Das Tier kommt mit dem Schrecken davon, aber der Jockey ist schwer verletzt. Und so stellt sich Lady Bedfort die Frage: Hatte es der Täter auf das Pferd oder auf den Reiter abgesehen? Und was steckt hinter diesem feigen Anschlag?


Die Geschichte wurde dieses Mal wieder von Thorsten Beckmann geschrieben, und er bezieht sich auf seinen letzten Fall: der Earl of Margrave möchte sich bei der Lady bedanken für die kürzlich geleistete Hilfe. Man versteht den Inhalt auch ohne Kenntnis der Reihe, trotzdem ist es schön, wie die Handlung immer mehr ineinandergreift. 

Die bekannten Charaktere wurden wie üblich gekonnt in Szene gesetzt, aber auch die für den Fall relevanten Personen wurden griffig dargestellt. Besonders gefiel mir die Figur des Horace Winslow, snobistischer Adelsmann, mehr am Wohl seines Tieres (bzw dessen Wert auf der Rennbahn) interessiert als am Wohlergehen seines Jockeys. Kaspar Eichel stellt dieses Ekelpaket hervorragend dar: charmant in seinem Auftreten, dahinter jedoch ziemlich berechnend. Auch seine Tochter (Sonja Spuhl) spielt ihre Rolle sehr überzeugend. Außerdem sind dieses Mal Dirk Stollberg, Michael Pan, Annina Braunmiller, Konrad Bösherz, Thomast Petruo und Klaus-Peter Grap am Mikrofon, und sowohl das Drehbuch als auch das Können der Sprecher trägt dazu bei, dass die Wendungen immer wieder überraschend sind dieses Mal. 

Während des Anfangs rechnete ich noch mit einem ziemlich geradlinigen Fall: das Pferd wird verletzt, der Reiter geschädigt, man ermittelt den Täter. Zugegeben war ich ein wenig enttäuscht, das klang wenig vielversprechend. Gut, "Rennbahn" und "England" war schon lange überfällig, doch was sollte man da schon groß schreiben? Statt dessen aber steigerte sich der Plot, es gab mehrere Twists, und die Lady muss dieses Mal ganz schön um die Ecke denken, wenn sich der Betrug als Betrug entpuppt und am Ende doch alles ganz anders ist als man beim ersten, zweiten, dritten Mal gedacht. 

Inzwischen haben Dennis und sein Team zehn Jahre Hörspielerfahrung. Immer wieder gab es Änderungen, doch die Lady ist seit 2007 als stabile Größe im Programm. Wechselnde Sprecher, verbesserte Technik, neue Musik, Umgestaltung des Logos und dann der Cover, die Macher ruhen sich nicht aus und entwickeln die Serie ständig weiter. Schön ist, wie man diese Entwicklung auch regelmässig bei Youtube verfolgen kann, mir gefällt die Transparenz. >Hier< könnt Ihr mehr erfahren über die neue Titelmusik. 

Alles in allem wieder eine sehr schöne, in sich stimmige Folge, von vorne bis hinten durchdacht und gekonnt umgesetzt. Und ein Fall, der zwar nicht spektakulär ist, dafür aber umso verschachtelter. Wieder ein Genuss :-)

SaschaSalamander 21.03.2016, 08.37

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