SaschaSalamander

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Lady Bedfort 95 - das perfekte Verbrechen

Klappentext: Spencer Clarke ist am Ende. Als ihn sein langjähriger Freund und Geschäftspartner Jimmy Arrell einfach abserviert, steht der Texter vor den Trümmern seiner Existenz. Mittels eines raffinierten Planes bringt er Arrell um und begeht dabei scheinbar den perfekten Mord. Selbst Lady Bedfort kann ihm nichts nachweisen, obwohl sie ihn in Verdacht hat. Doch dann stellt sich Clarke ein gänzlich unerwartetes Problem, und die Ereignisse nehmen eine dramatische Wendung...


Ich weiß nicht, ob es das schon einmal gab bei Lady Bedfort. Wenn, dann jedenfalls nur sehr selten: der Täter steht von Beginn an fest, und die Frage "wie wird er entlarvt" steht im Mittelpunkt. Normalerweise gibt es in der Reihe erst das Verbrechen, und dann beginnt die Lady zu ermitteln. Daher finde ich diese Variante sehr schön zur Abwechslung. Marc Freund ist dieses Mal für die Folge verantwortlich, und wie von ihm gewohnt zieht er seine Geschichte spannend und stilsicher von Anfang bis Ende durch. 

Es gibt einen gewissen Spannungsbogen, als das Alibi von Clarke erste Risse bekommt und sich die Frage stellt, wie er nun dagegen angehen will. Allerdings war dies dann recht vorhersehbar, sodass es wenig Überraschungen gab. Natürlich hat die Lady am Ende eine Möglichkeit, wie er sich selbst verrät, und dann ist es auch schon vorbei. Mit anderen Worten, es gibt einen Spannungsbogen, aber wirklich mitfiebern konnte ich nicht, dazu war es dann doch zu geradlinig und innerhalb der gewohnten Bahnen. 

Die Charaktere waren nachvollziehbar und solide, konnten mich aber nicht so ganz fesseln. Ich kann es nicht wirklich an etwas festmachen, empfand aber die Figuren als etwas konstruiert, vor allem Odette in ihrer naiven Art war für mich sehr befremdlich, und obwohl Clarke gut dargestellt wurde, blieb er mir irgendwie fremd, nicht greifbar. 

Allerdings muss man zugeben, dass der Kriminalfall dieses Mal dennoch recht gut behandelt wird dafür, dass eigentlich noch immer die Rahmenhandlung extrem im Vordergrund steht. Ich finde es schön, dass die Serie momentan extrem viel an Haupthandlung vorantreibt rund um Max, Jill und Kali (da sehe ich noch einige Probleme auf ihn zukommen), Gomery und Miller (ohweh, wie mag das nur enden) und die Lady (die wieder einmal die Konsequenzen tragen muss aber vermutlich wie üblich nicht daraus lernt). 

Neben den inzwischen sehr vielen Hauptcharakteren (Lady, Max, Jill, Kali, Miller, Gomery) gibt es dieses Mal nur Thomas Petruo in einer kurzen Nebenrolle am Anfang. Der Rest wird bestritten von Michael Baral als der Täter, Julia Kaufmann und Markus Pfeiffer sowie Karen Schulz-Vobach. Alle treten sicher auf, fügen sich zu einem guten Team und sorgen dafür, dass die Folge stimmig und professionell beim Hörer ankommt. Der Funke springt bezüglich des Krimifalles dieses Mal nicht so ganz über, aber das liegt meines Erachtens weniger am Fall als vielmehr an den anderen, wichtigeren Themen der Folge. 

Insgesamt also eine Folge, die die Haupthandlung ordentlich vorantreibt und gerade hier einiges zu bieten hat. Der Krimi ist dieses Mal etwas einfacher gestrickt, aber die Umsetzung mit ihren Dialogen, Soundeffekten und Sprechern weiß trotzdem zu unterhalten. 

SaschaSalamander 31.10.2016, 09.14

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