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Mord in Serie 28 - Kaltblütig

Klappentext:  Kriminalpsychologin Paula Schellenberg bekommt es mit einem besonders verstörenden Fall zu tun. Auf einem Campingplatz an der polnischen Grenze wurde eine ganze Familie von einem brutalen Mörder ausgelöscht. Einzig die Tochter Luise hat das Massaker überlebt. Was ist in jener Nacht geschehen? Luises Erinnerungen sind nur bruchstückhaft und den Ermittlern keine große Hilfe. Paula Schellenberg begibt sich daher auf eigene Spurensuche und wird mit menschlichen Abgründen konfrontiert, die auch sie selbst bis ans Limit bringen...




Der Spannungsbogen dieses Mal ist hervorragend gelungen: Genialer Einstieg mit einer Ruhrpott-Szene mit ordentlich Dialekt, herrlich prollige Campingplatz-Atmosphäre mit schrulligem Ehepaar, die sofort mitten im Geschehen einsteigt und den Hörer mit Humor packt: Es wird wild diskutiert, da taucht plötzlich eine blutüberströmte junge Frau aus dem Wald auf, die einem schlimmen Massaker entkommen ist. Die Ermittlungen beginnen, man lernt die Charaktere kurz kennen (soweit im Rahmen eines knappen Hörspieles möglich), dann die Überraschung. Der Täter ist gefasst, aber es geht weiter, denn nun heißt es den Täter zu stellen, und es wird verdammt gefährlich. Der Hörer wird von Humor über Spannung und Überraschung mitten in die Action katapultiert. Das Ende dann recht rasch, und ich fragte mich, ob die Zeit wirklich schon vorüber, die Stunde so schnell vergangen war?

Soundtechnisch wieder vom Feinsten, alle Szenen gekonnt umgetzt und ideal im Verhältnis Effekte / Musik / Sprache abgemischt (eines der wenigen Label, wo ich wirklich nicht ständig die Lautstärke verändern muss, sondern durchgehend hören kann und alles perfekt verstehe). Auch die Sprecher wieder hervorragend. 

Ausnahmsweise möchte ich einmal jemanden hervorheben: Bodo Wolf spielt in so vielen Reihen und Einzelhörspielen immer wieder den Polizisten, das finde ich amüsant, und immer bekommt er die schrullige, eigenbrötlerische Variante. Inzwischen verbinde ich seine Stimme automatisch mit einem grummligen Beamten. Trotzdem schön, wenn er verschiedene Facetten seiner Persönlichkeit zeigt, indem er die Rolle jedes Mal neu und mit einigen Variation ausfüllt. Alexandra Langer, die ich direkt zuvor noch in >MORGAN UND BAILEY< als Polizistin gehört hatte, klingt hier mit ihrem Dialekt völlig anders, verkörpert eine völlig andere Person, toll wie gut sie da changieren kann! Auch Gabrielle Pietermann als Opfer der Bluttat beweist sehr viel Wandlungsfähigkeit in ihrer Rolle und hat durch ihre emotionale, realistische Darstellung sehr zum Genuss des Hörspiels beigetragen. 

Eine Folge, die mir wieder sehr gefallen hat. Wenig komplex, dafür aber eine interessante (wenn auch im Genre bekannte und schon mehrfach verwendete) Wendung und im Anschluss ein ordentlicher Showdown. Unterhaltsam zu hören, die Zeit verging wie immer wie im Flug ;-)

SaschaSalamander 07.07.2017, 09.03

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