SaschaSalamander
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Ausgewählter Beitrag

Mord in Serie 29 - Brennender Hass

Klappentext: Ein neuer Fall für Brandermittlerin Livia Krämer und Christian Marx, Zugführer der Dresdner Feuerwehr. In den Trümmern eines abgebrannten Flüchtlingsheims wird die verkohlte Leiche eines Mannes entdeckt. Alles deutet auf Brandstiftung hin, weshalb Livia und Christian in der rechten Szene Dresdens auf Spurensuche gehen. Doch was weiß die junge Syrerin Reyhan über den Anschlag und den Toten im Keller? Ist sie vielleicht der Schlüssel zur Lösung des Falles?


Die aktuelle Folge BRENNENDER HASS der Reihe MORD IN SERIE ist ausnahmsweise eine Fortsetzung (kann jedoch auch unabhängig gehört werden). In Folge 4 der Reihe, FEUERENGEL, ermittelt das Duo Livia Krämer und Christian Marx das erste Mal, nun sind sie wieder am Zug.

Das Tempo wird bereits zu Beginn stark angezogen, ohne Atempause wird der Hörer durch die Handlung getrieben. Spannung nonstop, wie man sie aus dieser Reihe kennt und zu schätzen weiß.

Und wieder nimmt man sich einer aktuellen Thematik an: Flüchtlinge, brennende Wohnheime, besorgte Bürger, eine Partei namens "die Alternativen", Stammtischparolen und Politphrasen, wie man sie aus unzähligen Boulevardblättern, Nachrichtensendungen und Politiker-Talkrunden kennt. Gewürzt mit Missbrauch, Mord und weiteren Gräueltaten, zu welchen der Mensch fähig ist. Während man in der Reihe MORGAN UND BAILEY die Themen eher anreißt ohne zu polarisieren, wird hier jedoch ziemlich klar gesprochen, die Szenen sind teilweise sehr explizit, die Sprache direkt und unverblümt. Dadurch wird es stellenweise sehr emotional, der Hörer soll direkt mit den Betroffenen fühlen, mitfiebern. Das mag manchen Hörern möglicherweise aufstoßen, da hier wortwörtlich Partei ergriffen wird und durch die Erzählweise die persönliche Meinung mit der des Hörspieles konkurrieren könnte. Ich finde es dennoch sehr gut, das Label bezieht Stellung und scheut sich nicht, auch unbequeme Themen auf den Tisch zu bringen.

Die Sprecher agieren wie gewohnt professionell. Zu hören sind dieses Mal unter anderem Nana Spierl, Hanno Friedrich, Robert Levin. Michael-Che Koch, Kai Henrik Möller, Dagmar Dreke, Douglas Welbat, Mele Erenay, Swen Mai, Ulrike Johannson und Holger Löwenberg. Was mir in letzter Zeit häufiger auffällt: ich mag Nana Spier schon seit Jahren, verbinde mit ihr vor allem eine sanfte, weiche Stimme. In letzter Zeit zeigt sie jedoch immer öfter, dass sie auch die härtere Gangart beherrscht. Ihre weiche Stimme, gepaart mit Entschlossenheit und klaren Ansagen - das verleiht ihren Charakteren (generell, aber natürlich aktuell bezogen auf dieses Hörspiel) eine ganz eigene weibliche Note, die sich auf positive Weise von gängigen Klischees "schüchternes Mädel" und "toughe Powerfrau" abhebt und die durch diesen Kontrast sehr viel differenzierter und tiefer greift.

Eine Folge, die wieder einmal durch individuelle Story zu überzeugen weiß und deren rasantes Tempo für kurzweilige Unterhaltung sorgt.

SaschaSalamander 01.11.2017, 08.46

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