SaschaSalamander
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DIE 100 LIEBLINGSBÜCHER DER DEUTSCHEN

Bevor >die neuen hundert Lieblingsbücher der Deutschen< ermittelt sind, möchte ich noch flink die alte Liste durchgehen. Ich kann es nicht lassen, überall meinen Senf abzugeben. Muss keiner lesen, ist mehr für mich ;-)

*********************+

1. Der Herr der Ringe (Tolkien)
Zweimal auf deutsch und einmal auf Englisch gelesen, den Film mehrfach gesehen, steht in meinem Regal.

2. Die Bibel
Das Buch der Bücher. Ich kenne es ziemlich gut, denke ich, habe da eine recht solide Grundlage mitbekommen in meiner Kindheit und Jugend. Kein "Buch" zum Lesen von vorne bis hinten, aber immer wieder lesenswert, ich habe verschiedene Varienten und Ergänzungen, Erklärungen etc dazu im Schrank stehen.

3. Die Säulen der Erde (Ken Follett)
Gelesen, damals sehr angetan. Platz drei wundert mich allerdings, denn es ist zwar sehr gut, aber es hat mich nicht verändert oder nachhaltig etwas bewirkt, und dies ist für mich ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung von Büchern.

4. Das Parfum (Patrick Süskind)
Steht in meinem Regal, habe es mehrfach gelesen. Den Film habe ich natürlich auch gesehen. Dieses Buch hat mich sehr fasziniert, und es ist tatsächlich eines, das ich noch heute in mir trage. Es hat nicht mein Leben verändert, mich jedoch viele Dinge neu betrachten lassen.

5. Der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupery)
Mehrfach gelesen. Immer wieder schön. Sehr bewegend, es hat viel bewirkt. Aber irgendwann wird es lästig. Wenn ich höre "man sieht nur mit dem Herzen gut", dann kommt mir die Galle hoch. Schluss mit Phrasendreschen! Dieses Buchist nett, aber bitte, liebe Leser, entwickelt Euren eigenen Kopf, plappert nicht immer nur nach!

6. Budenbrooks (Thomas Mann)
Ich mag Thomas Mann. Familiensagas allerdings reizen mich gar nicht, hab es also nie gelesen.

7. Der Medicus (Noah Gordon)
Sehr schön, hat mir damals sehr gefallen, auch die Nachfolger waren sehr gut.

8. Der Alchimist (Paulo Coelho)Wwie mit dem kleinen Prinzen: wunderbar, ein kleines Meisterwerk. Und leider totgephrast und übermäßig zitiert. Aber abgesehen davon wirklich sehr schön. Es war meine erste Literaturlesung. Und ich las das Buch, als ich Werke wie dieses damals brauchte. Mein erster Coelho, dem viele weitere folgen sollten ...

9. Harry Potter und der Stein der Weisen (J K Rowling)
Alle gelesen, stehen im Regal. Tolles Werk, wenn auch überbewertet.

>10. Die Päpstin (Donna W Kross)<
Ganz nett. Film, Buch und Hörbuch sind mir bekannt.

>11. Tintenherz (Cornelia Funke)<
Teil eins war klasse, habe ihn gelesen und finde es eines DER Bücher schlechthin, die Idee ist neuartig und besonders. Teil zwei war ziemlich nett. Den dritten habe ich noch vor mir. Film ist mir auch bekannt.

12. Feuer und Stein (Diana Gabaldon)
Ich habe es vor zig Jahren mal angefangen. Eines der Bücher, die mich absolut nicht reizen, die ich aber unbedingt lesen will, um wenigstens mitreden zu können. Aber es ist so typische Frauenliteratur, dass sich alles in mir sträubt ...

13. Das Geisterhaus (Isabel Allende)
Habe es mal gelesen. Ich weiß aber nicht mehr, ob ich es nur angefangen, oder ob ich es auch beendet habe. Könnte auch nicht mehr sagen, worum es ging. Aber ich weiß, dass es ein Buch ist, das man kennen sollte. Erwähnte ich schon "typische Frauenliteratur"? ;-)

14. Der Vorleser (Bernhard Schlink)
Das Thema reizt mich überhaupt nicht. Ich sollte es wohl irgendwann einmal lesen, es steht auf meiner Liste.

15. Faust, erster Teil (Johann Wolfgang von Goethe)
Gelesen, im Theater gesehen, und so weiter. Ja, das hat was, das ist wirklich ein grandioses Werk, ...

16. Der Schatten des Windes (Carlos Ruiz Zafon)
Liegt auf meinem SuB, sollte es endlich mal lesen.

17. Stolz und Vorurteil (Jane Austen)
Typische Frauenliteratur. Nicht mein Ding. Will es endlich lesen und mitreden, aber irgendwie reizt es mich gar nicht.

18. Der Name der Rose (Umberto Eco)
Hervorragend, mehrfach den Film gesehen, steht als DVD im Regal, und das Buch habe ich einmal oder zweimal schon vor zig Jahren gelesen. Ein sehr, sehr gutes Buch, und ich bin froh, es zu kennen. Hat mich sehr bereichert.

19. Illuminati (Dan Brown)
Gelesen und für nett befunden. Zu den beliebtesten, das erstaunt mich jetzt, obwohl ... naja, es hat im Grunde einen Hype ausgelöst, dem viele gleichartige Bücher folgten, bis das Thema (für mich zumindest) irgendwann ausgelutscht war. Die Verfilmung hat mich nicht sonderlich gefesselt.

20. Effi Briest (Theodor Fontane)
Sollte man kennen. Kenne ich nicht. Steht auf der To-Do-Liste

21. Harry Potter und der Orden des Phönix (J K Rowling)
Och joh, nicht schlecht. Steht wie alle anderen natürlich in meinem Regal. Erwähnte ich schon "überbewertet"?

22. Der Zauberberg (Thomas Mann)
Gefiel mir sehr. Keine Schullektüre, sondern las es freiwillig.

23. Vom Winde verweht (Margaret Mitchell)
Ich wünschte, ich könnte mitreden. Aber es reizt mich sowas von überhaupt nicht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich es jemals lesen werde, verschwindend gering ist ...

24. Siddharta (Hermann Hesse)
Hesse mag ich sehr, und Siddharta ist das nächste, was ich von ihm lesen möchte.

25. Die Entdeckung des Himmels (Harry Mulisch)
Noch nie davon gehört *staun*.

26. Die unendliche Geschichte (Michael Ende)
Ohne ihn sähe mein Blog anders aus. Kann ihn nicht oft genug loben. Michael Ende ganz, ganz oben auf der Liste der großen Literaten dieser Welt!

27. Das verborgene Wort (Ulla Hahn)
Wollte ich schon immer mal lesen.

28. Die Asche meiner Mutter (Frank McCourt)
Nicht mein Genre, egal wie gut es auch sein mag. Ich denke nicht, dass ich es jemals lesen werde.

29. Narziss und Goldmund (Hermann Hesse)
Wie oben bei Siddharta: werde es noch lesen irgendwann.

30. Die Nebel von Avalon (Marion Zimmer Bradley)
Bah, hier waren die Frauen aber überproportional vertreten, als diese Liste erstellt wurde, oder? Ich enthalte mich meiner Meinung.

31. Deutschstunde (Siegfried Lenz)
Nachkriegsliteratur. Ich kann mich damit wenig anfreunden. Es wäre mir wichtig, dieses Buch zu lesen, aber ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen ...

32. Die Glut (Sandor Marai)
Sagt mir nichts, reizt mich nicht.

33. Homo Faber (Max Frisch)
Dürrenmatt und Frisch finde ich klasse. Damals Schullektüre, aber auch gerne privat gelesen.

34. Die Entdeckung der Langsamkeit (Sten Nadolny)
Irgendwann will ich es mal lesen.

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (Milan Kundera)
Auch hier: irgendwann, wenn ich mal Zeit und Lust habe, werde ich es lesen, um mitreden zu können. Dies und die Nr 34 sind Titel, auf die man ständig und immer wieder stößt, egal wo. Es ärgert mich, wenn ich dann nur auf Hörensagen zurückgreifen kann statt auf eigene Erfahrung *grml*

36. Hundert Jahre Einsamkeit (Gabriel Garcia Marquez)
Nicht mein Ding

37. Owen Meany (John Irving)
Irving ist mir ein Begriff, dieses Werk jedoch nicht. Aber Irving steht auf der To-Do-Liste.

38. Sofies Welt (Jostein Gaarder)
Ich habe es gelesen und fand es ganz nett. Den Hype konnte ich offen gesagt nicht nachvollziehen.

39. Per Anhalter durch die Galaxis (Douglas Adams)
Wird auf meiner neuen Liste stehen, ein einzigartiges Werk von einem viel zu früh verstorbenen Menschen.

>40. Die Wand (Marlen Haushofer)<
Es war mehr ein Zufall, dass ich darüberstolperte. Eigentlich ein Buch, welches ich niemals gelesen hätte. Wie gesagt Zufall. Ein sehr glücklicher. Dieses Buch hat mich enorm bewegt!

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag (John Irving)
Eines der Bücher von Irving, die ich vorhabe zu lesen.

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera (Gabriel Garcia Marquez)
Nicht meine Welt.

43. Der Stechlin (Theodor Fontane)
Upps, ein Fontane, von dem ich noch nicht gehört habe? Sollte ich bald ändern

44. Der Steppenwolf (Hermann Hesse)
Ein ganz besonderes Werk, das wohl viele Menschen berührt, bewegt und verändert hat. Und so auch mich ...

45. Wer die Nachtigall stört (Harper Lee)
Je weiter es nach hinten geht, desto mehr Titel, die ich nicht kenne *staun*. Gefällt mir gar nicht, sollte ich dran arbeiten!

46. Joseph und seine Brüder (Thomas Mann)
30 CDs, vorgetragen von Gerd Westphal. Hatte ich aus der Bib schon mehrfach in der Hand, fand aber nie die Zeit dafür. Hören geht schneller als Lesen, aber bis ich 30 CDs gehört habe, vergehen mehrere Wochen. Puh, ich wünschte, ich hätte die Zeit!

47. Der Laden (Erwin Strittmatter)
Nope, sagt mir was, reizt mich aber so gar nicht.

48. Die Blechtrommel (Günter Grass)
Uah, nein, ich habe es unzählige Male versucht, sowohl mit dem Buch wie auch mit dem Film. Ich finde einfach keinen Zugang zu diesem Autor, egal in welches Werk. Ich werde nicht aufgeben und es alle paar Jahre wieder einmal versuchen, aber ich rechne ihm wenig Chancen aus.

49. Im Westen nichts Neues (Erich Maria Remarque)
In der Schule bis zum Erbrechen. Nicht gerade das, was mir gefällt.

50. Der Schwarm (Frank Schätzing)
Sehr gute Unterhaltung. Eher ein Entertainer denn ein Autor. Aber ein verdammt guter Entertainer.

51. Wie ein einziger Tag (Nicholas Sparks)
Ich mag Sparks. Aber mein Favorit ist "weit wie das Meer".

52. Harry Potter und der Gefangene von Azkaban (J K Rowling)
Mein persönliches Lieblingsbuch aus dieser Reihe

53. Momo (Michael Ende)
Michael Ende, ich verneige mich vor seinem Werk!

54. Jahrestage (Uwe Johnson)
Häh? Nein, sagt mir nichts.

55. Traumfänger (Marlo Morgan)
Sagt mir was, wollte es immer lesen, kam nie dazu.

56. Der Fänger im Roggen (Jerome David Salinger)
habe ich hier, sollte ich endlich mal lesen und mitreden.

57. Sakrileg (Dan Brown)
Gefiel mir etwas besser als Illuminati. Mich stört der Hype. Würde für mich nie zu irgendeiner Form von Favorit gehören. Aber war immerhin nett.

58. Krabat (Otfried Preußler)
Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich dieses Buch gelesen habe. Bin ganz, ganz großer Krabat-Fan! Kenne mehr Verfilmungen als nur die aktuelle, auch den Liederzyklus mag ich.

59. Pipi Langstrumpf (Astrid Lindgren)
ich habe die Bücher als Kind gelesen, teils mehrfach.

60. Wüstenblume (Waris Dirie)
Wundervolles Buch, sehr wichtig!

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt (Susanna Tamaro)
Sagt mir nichts.

62. Hannas Töchter (Marianne Fredriksson)
Reizt mich nicht.

63. Mittsommermord (Henning Mankell)
Mankell spricht mich so gar nicht an.

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers (Henning Mankell)
sie 63 ;)

65. Das Hotel New Hampshire (John Irving)
Eines derer von Irving, die ich vorhabe zu lesen

66. Krieg und Frieden (Leo N Tolstoi)
Habe vor es zu lesen. Irgendwann.

67. Das Glasperlenspiel (Hermann Hesse)
Werde ich lesen. Ich wünschte, ich hätte mal ein paar Jahre Urlaub, um alles zu lesen, was ich gerne lesen würde! Und zwar nicht die billigen Romane, sondern die wirklich guten Sachen.

68. Die Muschelsucher (Rosamunde Pilcher)
Gibt es hier eigentlich auch klassische Männerbücher zwischen all den Gabaldons, Allendes, Zimmer-Bradleys und Pilchers? *haarerauf* nein, ich werde das Buch nicht lesen.

69. Harry Potter und der Feuerkelch (J K Rowling)
hat mich von allen sieben am wenigsten gereizt.

70. Tagebuch der Anne Frank
ich weiß, ich müsste es eigentlich kennen. Aber ich habe Probleme mit dieser Art Literatur.

71. Salz auf unserer Haut (Benoite Groult)
Liegt auf meinem To-Do-Stapel.

72. Jauche und Levkojen (Christian Brückner)
Nicht wirklich mein Ding.

73. Die Korrekturen (Jonathan Franzen)
Nicht unbedingt mein Ding.

74. Die weiße Massai (Corinne Hofmann)
Steht auf meiner Liste, ich mag dieses Genre sehr.

75. Was ich liebte (Siri Hustvedt)
Kenne ich nicht.

76. Die dreizehn 1/2 Leben des Käptn Blaubär (Walter Moers)
Grandios. Moers ist toll!

77. Das Lächeln der Fortuna (Rebecca Gablé)
Ich kann es nicht oft genug sagen: durften hier nur die Frauen wählen? *nerv*

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (Eric-Emmanuel Schmitt)
Steht auf meiner "möglichst bald"

79. Winnetour (Karl May)
Gelesen, gesehen, gemocht. Wer nicht ;-)

80. Desiree (Annemarie Selinko)
Kenne ich nicht.

81. Nirgendwo in Afrika (Stefanie Zweig)
Steht auf meiner Liste, ich mag Stefanie Zweig.

82. Garp und wie er die Welt sah (John Irving)
Will ich unbedingt lesen

83. Die Sturmhöhe (Emily Bronte)
Bronte steht auf meiner Liste als eine Autorin, die ich unbedingt lesen will, weil man sie eben gelesen haben sollte. Sie wird häufig zitiert, und das Werk zu kennen halte ich für elementar. Ob es mich interessiert oder nicht ;-)

84. P.S. ich liebe Dich (Cecilia Ahern)
Habe die anderen Werke von ihr gelesen. Dieses hier macht mir vom Thema her Probleme.

85. 1984 (George Orwell)
Mehrfach gelesen, mehrfach gesehen. Und werde es auch wieder lesen. Standard. Ich liebe Dystopien, und 1984 ist für mich neben "Fahrenheit" DAS Werk ...

86. Mondscheintarif (Ildiko von Kürthy)
Wo sind die Männer, die hier ihre Lieblingsbücher wählen durften?!?!?

87. Paula (Isabel Allende)
Autorin bekannt, Titel sagt mir nichts. Frauenliteratur.

88. Solange du da bist (Marc Levy)
Nett, Film wie auch Buch.

89. Es muss nicht immer Kaviar sein (Johann Mario Simmel)
Simmel reizt mich nicht.

90. Veronika beschließt zu sterben (Paulo Coelho)
Gelesen, war okay.

91. Der Chronist der Winde (Henning Mankell)
Eines der Mankell-Werke, das ich einmal lesen möchte,
die Krimis mag ich nicht, aber die Afrika-Bücher gefallen mir.

92. Der Meister und Margarita (Maichail Bulgakow)
Sagt mir gar nichts.

93. Schachnovelle (Stefan Zweig)
Ein wunderbares Buch, sehr beeindruckend und bewegend.

94. Tadellöser und Wolff (Walter Kempowski)
Nicht wirklich ein Buch für meiner Mutter ihre Tochter, nope

95. Anna Karenina (Leo N Tolstoi)
Reizt mich sehr, will ich lesen.

96. Schuld und Sühne (Fjodor Dostojewski)
Sollte ich kennen, werde ich vielleicht einmal lesen.

97. Der Graf von Monte Christo (Alexandre Dumas)
Sehr beeindruckend, ich mag Dumas´Werke, dieses besonders.

98. Der Puppenspieler (Tanja Kinkel)
Ist schon eeeeewig her, dass ich es gelesen hätte. Ich glaube sogar, es war mein erstes Buch von Kinkel, dem noch viele weitere folgten.

99. Jane Eyre (Charlotte Bronte)
Ja, irgendwann werde ich Bronte lesen. Weil man sie gelesen haben sollte. Es wird so oft Bezug auf ihre Werke genommen, dass man wissen sollte, um was es geht. Ich schäme mich. Stelle mich in die Ecke und bleibe ein paar Minuten dort stehen ;-)

100. Rote Sonne, schwarzes Land (Barbara Wood)
Wood ist nicht so mein Stil.

********************************

mal ehrlich: Kinkel, Zweig, Wood, Allende, Mankell, Corinna Hoffmann, Dairie, Zimmer-Bradley, Allende, Pilcher, Haushofer, Levy, Mitchell, Kürthy, Sparks und so weiter. Hatten Männer überhaupt irgend etwas zu melden? Wurden hauptsächlich Frauen befragt? Schätze ich die Männer so falsch ein? Sind es hautpsächlich Frauen, die lesen, und wurden die anderen Bücher außerhalb dieser Genres nur von den Männern gewählt?

Ich habe ja nichts gegen dieses Genre. Ich kann nicht viel damit anfangen, aber ich habe auch nichts dagegen. Ich wundere mich nur, warum so viele Bücher dieser "Schnulz" - Genres es in die Topliste geschafft haben? Sind dies die Bücher, welche die Menschheit bewegen? Sind dies die Bücher, welche Menschen verändern?

Nun gut, ich flüchte mich in Fantasiewelten. Andere fliehen in romantische Träume. Im Grunde ist dies nichts anderes ;-)

Und wohin fliehen Männer sich? Und warum gab es so wenig Scifi und Fantasy, wenn man von den Kinderwerken wie Funke, Ende, Preußler oder Rowling mal absieht? Sind es wirklich Familiendramen, Nachkriegsliteratur und Liebesschwüre, die unser Herz bewegen? Oder wollten die befragten Personen einfach nur zeigen, was für tolle Werke sie gelesen haben und wie intelligent sie sich nun fühlen?

Egal, die Liste hat einen guten Zweck erfüllt: es war sehr spannend. Und ich freue mich schon riesig auf die neue Liste. Ich vermute, dort wird es aktuell sehr viel Jugendfantasy geben, eine Menge Vampire, Gestaltwandler, Halbwesen, Engel und Dämonen. Und einige der Titel hier werden sich natürlich wiederholen (Michael Ende, Michael Douglas, Exupery, etc). Ich bin riesig gespannt!

SaschaSalamander 11.06.2011, 12.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MachMit

Changeling

feasey_changeling_1_1.jpgUnd hier eine weitere Fantasyserie mit dem Thema Werwölfe und Vampire. Ich möchte keinem Autor unterstellen, dass er einfach nur auf der Erfolgswelle mitreiten will. Wer weiß, wie lange die Geschichte vielleicht schon vor dem Hype gärte, bis nun endlich die Zeit reif dafür war? Doch mit "Changeling" möchte ich eine Ausnahme machen, denn das Buch fiel bei mir ganz unten durch. Ich muss der Fairness halber sagen, dass ich nur die Audioversion hatte, aber falls das Buch nicht komplett verstümmelt wurde, ...

Der Teenager Trey erfährt nach einer ungewöhnlichen Nacht, dass er ein reinrassiger Werwolf ist, sogar der letzte seiner Art. Und er hat eine Aufgabe, nämlich die geplante Weltherrschaft der Vampire zu vereilten.

Soviel zum Inhalt. Es wird diesmal auch eine sehr, sehr kurze Rezension, da ich im Grunde nicht mehr viel dazu sagen kann. Zum einen, weil es meiner Ansicht nach nicht viel zu sagen gibt, zum anderen weil es schon ein wenig her ist, dass ich das Buch gelesen habe und ich es inzwischen fast komplett vergessen habe. Allein das ist schon eine Aussage, denn in der Regel kann ich mir den Inhalt von Büchern über Jahre hinweg sehr gut einprägen. Changeling dagegen war zu glatt, zu konstruiert, zu klischeebeladen, als dass es sich in irgendeiner Weise aus der Masse hervorgehoben hätte. Eben ganz klassisch: hässliches Entlein im Waisenhaus erfährt von einer besonderen Begabung, findet sich erst nicht zurecht und muss sich zusammenraufen, findet seine erste komplizierte Liebe und hat dann am Ende seinen großen Tag und findet doch noch seine Bestimmung. Zigmal gelesen, gehört, gesehen, da muss man schon mehr bieten um es noch zu etwas Besonderem zu machen.

Das Cover allerdings finde ich grandios, allein deswegen MUSSTE ich das Buch einfach lesen. Es passt auch sehr gut zum Inhalt. Trotzdem, allein das Cover macht eben kein Buch aus ;-)

Jugendliche zwischen 13 und 16 könnten vielleicht begeistert sein, sich hineinversetzen in die Probleme des Erwachsenwerdens und der Selbstfindung und auch ihren Spaß an den witzigen Szenen haben, aber als Erwachsener wird man mit diesem Titel kaum etwas anfangen können. Dazu fehlt es dann doch an Komplexität, Tiefe und Abwechslung.

SaschaSalamander 06.06.2011, 09.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Jugend, Fantasy, Reihe, Vampire,

Statistik KW 22

Gelesen / Gehört
Sonst noch Fragen? (R Yogeshwar)
Fausto (O Dierssen)
Tödliches Begehren (I L Minden)
Endzeit (L Jensen)
Das lesbische Auge 10 (Anthologie)
Das Leben und das Schreiben (S King)
Lessons in Lack (N Schwarz)


Gesehen
/


Geschenkt
/


Getauscht
Mädchenakademie (S Henke)
Holundermond (J Wilkes)
Weapons of Self Destruction (R Williams) (DVD)
Hello Kitty muss sterben (A S Choi)


 Gekauft
/

SaschaSalamander 05.06.2011, 20.18| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Ein vielübersetzter Text

Heute wieder ein kleines Bücherrätsel:

Ein berühmter Roman wird eingeleitet mit den Worten, es sei "die deutsche Übersetzung meiner italienischen Fassung einer obskuren neugotisch-französischen Version einer im 17. Jahrhundert gedruckten Ausgabe eines im 14. Jahrhundert von einem deutschen Mönch auf Lateinisch verfassten Textes".

Um welches Buch (und welchen Autor) handelt es sich?

SaschaSalamander 05.06.2011, 09.23| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Fausto

dierssen_fausto_1.JPGEine Stelle aus Fausto, die inhaltlich nicht zu lang ist und veranschaulicht, wie der Humor des Buches gestrickt ist, möchte ich jedoch gerne kurz zitieren. Ich fand es so bildlich und konnte mich so gut in Joschel hineinversetzen, dass ich richtig mit ihm litt. Es ist schon tragisch, wenn die Mutter ihn plötzlich für hochbegabt hält! Bisher hatte sie sich ja wenig um ihn gekümmert, sie erzieht ihn eher antiautoritäter und ist der Ansicht, er solle sich um sich selbst kümmern. Als sie jedoch von seiner vermeintlichen Begabung erfährt, wird sie richtig fürsorglich und beginnt sogar für ihn zu kochen! Was dabei herauskommt, wenn eine Frau wie Hanne kocht? Voilá:

**************************************

In den nächsten zwei Wochen folgten:
Curryhirse mit angebranntem Wirsin, fleisch- und gewürzlose Linsenbolognese, ein bröseliger veganer Hirsepuffer, Fingerhirse, Kolbenhirse, Perlhirse und normale Hirse in den Farbvarianten rot und gelb, schwarz, weiß und bräunlich-unappetitlich, Kutki- nd Foniohirise gekocht, gedämpft, gesotten, als Ragout, als heißer Salat, mit lauwarmem Büffelkäse, mit kaltem Kichererbsenpüesto oder mit Couscouspürree verrührt und vermatscht. [...]

Im Internet stieß ich nach eingehender Recherche auf einer Vogelzüchterseite auf den Artikel "Tod durch Hirsekolben". [...]

Es hatte nichts geholfen, dass ich Hanne eine gebrauchte Ausgabe von Schmeckt nicht - gibt´s nicht von Tim Mälzer geschenkt hatte. Jemand musste es durch Schmeckt nicht - täglich ersetzt haben. [...]

"Aber Hülsenfrüchte sind gut für die Synpasen, weißt Du?"
Synpasen? Waren das nicht die Häuser, wo die Juden zum Beten hingingen? Echt unlogisch. Typisch Hanne.
"Für Dein Gehirn", erklärte Hanne. "Hülsenfrüchte sind gut für das Gehirn".
Das war es also!
Die bittere, eiweißreiche Wahrheit. [...]
Jetzt reichte es. Das Essen war keine Gabe der Liebe, sondern Treibstoff für einen Hochbegabten. "Das Essen ist nicht für mich, sondern für mein Gehirn?"
"Für die Synpasen." [...]
Ich schob den Teller weg und stand auf.
"Habe ich was Falsches gesagt? Wo gehst Du hin, Joschel?"
"Zu McDonald´s", sagte ich. "Synpapsen töten".
Unten im Hausflur schlug ich meine Stirn langsam gegen die verbeulten Briefkästen, wartete auf den Schmerz und stellte mir vor, wie eine Handvoll zitternde Synpasen den Geist aufgaben.

(aus: Oliver Dierssen: Fausto; Heyne 2011; S. 61 - 63)

SaschaSalamander 03.06.2011, 16.21| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zitate

Fausto

dierssen_fausto_1.JPGIch würde jetzt gerne sagen, in welchen Blogs ich von FAUSTO erfahren hatte, aber leider weiß ich das nicht mehr, es ist schon ein wenig her. Jedenfalls kam das Buch danach direkt auf meine Wunschliste, und kurz darauf hielt der pelzige Bücherdämon bei mir Einzug.

Joseph "Joschel" Fittich ist ein normaler Teenager. Er hat fiese Pickel in den unpassendsten Momenten, seine Mutter hat Hobbies wie Lachyoga und kocht bevorzugt Getreidekost, ihre Lebensgefährten geben sich die Klinke in die Hand, sein Vater lässt sich sowieso nie blicken, und der aktuelle Typ von Joschels Mutter spielt sich als neuer Vater auf. In der Schule läuft es auch nicht besser, denn sein Lehrer hat ihn auf dem Kieker, und außerdem ist da noch die süße Canan.

Doch dann findet Joschel zufällig den kleinen Bücherdämon Fausto unter seinem Bett, und Bücherdämonen ernähren sich bevorzugt von fehlerhaften Texten. Da ist er bei unserem jungen Freund gerade richtig! Aber wie der Leser ahnt, hat alles zwei Seiten, und der anfängliche Erfolg in der Schule sowie bei Canan bringt so einige Probleme mit sich. Es ist nicht leicht, als hochbegabt zu gelten!

FAUSTO hat mich ziemlich begeistert. Ich mag den rotzig-frechen Schreibstil. Vor allem sind es keine plumpen Witze, über die man dröge grinsen muss, sondern es ist vielmehr ein cleverer Humor, der sich teilweise auch über mehrere Seiten erstreckt. So wird etwa eine Handlung, ein Geruch, ein Gedanke erwähnt und eine Seite später oder weiter hinten wieder aufgegriffen. Leider ist es nicht möglich, ein Beispiel zu nennen (es würde lange Erklärungen aus dem Zusammenhang erfordern) oder ein Zitat zu bringen (da sich das Verständnis aus dem Kontext von einer oder mehr Seiten ergibt), zu gerne hätte ich Euch an ein paar besonders witzigen Momenten teilhaben lassen. Auch der Running Gag mit Charly, Joschels altem Hamster, gefällt bis zum Schluss.

Der gesamte Stil ist klasse, auch die Beschreibungen und Metaphern sind originell und lustig, ebenso die pointierten Beobachtungen. Menschen werden überspitzt charakerisiert, und man meint sie regelrecht vor sich zu sehen. Hier kann ich dann Beispiele nennen:

"Frau Doktor Rohrbach antwortete nicht, sondern schob sich mit der Zungenspitze das Gebiss zurecht. Als es wieder saß, schenkte sie uns ein Lächeln aus trüber Keramik". (S. 48)

"Hannes Antwort bestand aus einem gezielten yogischen Luftstrahl. Wenn Atemübungen töten könnten, säße meine Mutter längst im Knast". (S. 50)

Die Ideen des Autors finde ich originell und unterhaltsam. Ich meine, wer kommt schon auf die Idee, einen glückskeksabhängigen Bücherdämon zu erschaffen, der vier Augen hat, in einer alten Blumenvase lebt und ins deutsche übersetzte Gebrauchsanweisungen liebt? Auch wie sich die Geschichte entwickelt, gefällt mir sehr. Man freut sich bereits auf die nächste Seite, weil man ahnt, was als nächstes Peinliches passieren wird. Es ist eines der Bücher, bei denen man die Hand vor den Mund hält und hofft, es möge anders kommen als geplant. Aber Dierssen ist unerbittlich, er lässt Joschel an keinem Fettnäpfchen vorübergehen, und wo immer Unordnung und Chaos winken, ist er mittendrin. Er würde ja gerne ein normales Leben führen. Aber mit Hanne als Mutter, JE als Pseudo-Vater, Kattmann als Deutschlehrer, Dörting als Erzgegner und Fausto als höchsteigenem Dämon kann ja nichts klappen! Politisch korrekt ist das Buch ganz sicher nicht in seinem jugendlichen Slang, aber das wäre ja auch langweilig ;-)

Ich denke, ein kleiner Überblick über einzelne Kapitel beschreibt das Buch recht gut:
- Tod durch Hirsekolben
- Die Macht ist schwach in mir
- Schimmel ist schweigsam
- Die Wahrheit ist ein Arschloch

Und auch der Dämonenkodex spricht für sich (und das Buch). Hier ein Auszug:
- Ein Dämon, der ein Lied gesungen,
  wird über dem Abort ausgewrungen.
- Hat der Bücherdämon einen Rechtschreibfehler übersehen,
  entfernt er sich selbstständig ein oder mehrere Zehen.
- Wenn der Dämon sich verplappert,
  wird ihm der Kodex an die Knie getackert.

Ein einziges Manko hatte das Buch für mich: die Handlung ist flüssig erzählt, trotzdem hätte ich es gut gefunden, wenn Dierssen sie etwas gerafft hätte. Denn die Idee ist großartig, erschöpft sich jedoch nach einiger Zeit. Sollte es eine Fortsetzung geben, weiß ich nicht, ob ich sie lesen werde. Es wäre schade, mich wie Fausto an den Glückskeksen daran zu "überfressen". Allerdings ist das meine persönliche Meinung, und ich bin sicher, Jugendliche werden (zu Recht) nicht genug von Joschel und Fausto kriegen.

FAUSTO ist eines der wenigen Bücher, die ich sogar Lesemuffeln empfehle. Man leidet, lacht, fiebert und bangt mit dem Helden und seinem pelzigen Freund und kann es nicht erwarten endlich umzublättern. Joschel und seinen Dämon darf man nicht verpassen!

SaschaSalamander 03.06.2011, 10.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch

Suchanfragen

Es ist mir nicht so wichtig, woher die Leute kommen, ich gucke auch nicht regelmässig nach den Zahlen. Aber alle paar Wochen werfe ich mal einen Blick in meine Statistik und freue mich über Verlinkungen oder bin amüsiert über einige kuriosen Suchanfragen. Es ist immer spannend, wie ein Blog gefunden wird.

Juli 2005 habe ich >hier< einmal ein wenig gesucht, wie die Leute zu mir auf den Blog kamen. Im Juli Januar 2006 habe ich auch >hier< etwas darüber geschrieben. Juni 2006 habe ich >hier< ebenfalls ein wenig ind er Statistik gewühlt.

Und nun also zu den aktuellen Eindrücken :-)


TITEL

Das absolut am häufigsten gesuchte Buch sind die CAIUS-Titel von Winterfeld. Ob Charakterbeschreibungen, Inhaltsangaben, Referatanfragen, Schularbeiten, Interpretationen, Autoreninfo oder oder oder. Caius hängt alle anderen Bücher weit, weit ab. Dabei habe ich nur ein einziges Mal eine kurze Rezension über das erste Buch geschrieben, mehr nicht.

Einiges dahinter kommt Glattauers GUT GEGEN NORDWIND, ebenfalls mit Interpretationen, Charakteren, auch dem Vergleich mit Goethes Briefroman.

Nicht ganz so oft aber an dritter Stelle die Bücher von Dan Braun. Symbolologie, Anagramme, Illuminaten, Langdon, Opus Dei und allerlei anderen artverwandten Suchbegriffe, die eindeutig auf diese Titel hinweisen.

Sehr schön finde ich, dass >DIE ABENTEUER DES RABEN RINGELSOCK< schon verhältnismäßig oft gesucht wurde dafür, dass es erst ein paar Tage online ist. Es ist einfach ein sehr wichtiges Thema, das mir am Herzen liegt. Die vielen Suchanfragen zeigen mir, dass da wohl ein großer Handlungsbedarf besteht.

Auch CHARLIE BONE und das HAMSTER - MASSAKER und BIBBI BOKKEN tauchen hier und da in verschiedenen Varianten auf.

DIE VERGELTUNG von Droste-Hülshoff und die Aufgaben des HERKULES sind Dauerbrenner.


THEMEN

Sehr oft werden Suchanfragen gestellt Vorlesen und dem Schreiben von Rezensionen. Anleitung, Übung, Technik.

>Hier< findet sich meine persönliche Meinung über Rezensionen. Diesen kleinen Leitfaden hatte ich damals geschrieben, als ich noch in der >Mangatainment< aktiv war, das waren die ungefähren Vorgaben meines Redakteures in meinen eigenen Worten wiedergegeben.

Zum Vorlesen habe ich ein Seminar besucht und davon berichtet.
>Hier< die Eindrücke vom ersten Tag,
>hier< der zweite Tag und >hier< die Fortsetzung.
>Hier< habe ich ein paar Tipps zusammengefasst.

Ebenfalls sehr oft gefragt wird "Wörter malen" oder "in Worten malen" oder "wie man mit Wörtern malt" und ähnliche Dinge. Diesen Begriff verwende ich recht gerne, denn Worte transportieren mehr als nur konkrete Inhalte. Einmal schrieb ich einen längeren Bericht über dieses Thema, den man >hier< finden kann.

Und da der Salamander ein spezieller Herd für die Gastronomie zu sein scheint, wird bei mir oft nach Bedienungsanleitungen, Erfahrungen und Fehlerbehebung zu diesem Gerät gesucht :-)

Wonach ebenfalls gerne gefragt wird: wo und wie von wem erhält man Rezensionsexemplare? Dazu habe ich zwei Beiträge verfasst. Einmal habe ich >hier< meine Leser zu diesem Thema befragt. Und zum anderen habe ich >hier< meine Sichtweise über dieses Thema geschildert, natürlich subjektiv.


EROTIK

The Internet is for porn. Schon damals, als ich noch brav war und keine erotischen Titel rezensiert habe, gab es recht schräge Anfragen. Die sind seitdem stark gestiegen.

Sehr häufig wird nach konkreten Autoren gesucht, vor allem aus dem Gay und BDSM - Bereich, auch bestimmte Titel werden namentlich gesucht. Obwohl ich auch hetero Softerotik und Romantik rezensiere, fragt nach diesen Autoren und Titeln erstaunlicherweise keiner.

Ziemlich konkret wird es bei Anfragen, die ich hier nicht wiedergeben möchte, weil sie wirklich pervers sind und vor allem auch den Bereich der Legalität überschreiten. Inhalte sind Begriffe wie "Foltermethode" oder die Nennung verschiedener Verwandschaftsverhältnisse in Verbindung mit recht grausigen Sachen, die ich als deutlich "noncon" beschreiben würde. Sorry, nicht meine Welt! Leider lassen sich solche Suchanfragen nicht verhindern, weil einzelne Wörter in Rezensionen natürlich auftauchen und für sich alleine harmlos sein mögen aber in Kombination natürlich einen ganz anderen Sinn ergeben. Aber von sowas möchte ich mich deutlich distanzieren!

Kurios finde ich dann Sachen wie etwa
- Hänsel Gretel Erotik
- Habe einen SM Film gesehen mit schwarzen Kontaktlinsen


SCHUMMELEI

Nein, ich habe keine kostenlosen Downloads von aktuellen Bestsellern und Kinofilmen anzubieten, wäre ja noch schöner. Ich bin jemand, der die städtische Bibliothek, den legalen Tauschhandel (Tauschticket etc), die Buchhandlung vor Ort unterstützt.

Und bei mir gibt es auch keine Hausaufgaben, kompletten Inhaltsangaben oder sonstigen Dinge, die unter meinem Namen bei einem Lehrer abgegeben werden könnten.

Was die Leute nicht daran hindert, ständig bei mir danach zu suchen ;-)


SEHR KURIOS

Wie kommen die Leute über die alleinige Anfrage TOY-BOY auf mich? Ich werde mir dieses Buch ertauschen oder ausleihen, sobald es mir in die Hände fällt. Aber hier erwähne ich es zum allerersten Mal. Faszinierend, wie Suchmaschinen arbeiten, denn diese Anfrage gab es öfter, aber ich über meine Suchanfrage im Blog keinen Bezug finden.

- Fix tiperotik (nach etwas Grübeln: hier scheint ein Leerzeichen zu fehlen, habe ein wenig überlegen müssen, wer oder was Tiperotik  sein könnte

- Und Othello war zufrieden (?!? Bei meiner Recherche stelle ich fest, dass es der letzte Satz von GLENNKILL ist. Ach soooo)

- variante nemo wert ein hau ab (WTF?!? Könnte das sich darauf beziehen, dass der Clownsfisch irgendwo in einer Szene möglicherweise einen Hai abwehrte? *grübel*)

- sind profigolferinnen meistens lesbisch (was ist denn DAS für ein Vorurteil?!?)

- roter Katzenkörper mit Menschenkopf (ah ja, okay, meinetwegen *shrug*)

SaschaSalamander 02.06.2011, 10.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Blog

Griff ins Bücherregal

Ich liebe es, einen Blick in fremde Bücherregale zu werfen! Und deswegen möchte ich etwas aufleben lassen, das ich damals ab und zu gemacht habe und das mir sehr gefiel: ich werde Euch gelegentlich bitten, ein Buch aus Eurem Regal zu greifen, das bestimmte Vorgaben erfüllt. Heute möchte ich also wieder anfangen:

Geht zu Eurem Bücherregal und greift bitte ein Buch mit auffällig grünem Cover!

Wer ist der Autor?
Wie lautet der Titel?
Habt Ihr das Buch schon gelesen?
Falls ja, wie gefiel es Euch?
Falls nein, seit wann und warum steht es in Eurem Regal?

SaschaSalamander 01.06.2011, 14.05| (8/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MachMit

Tödliches Begehren

Nicht nur draußen wird es langsam heiß, auch hier im Blog könnt Ihr in letzter Zeit immer mehr Rezensionen über Erotik, BDSM oder Gay lesen. Klar lese ich gerne Fantasy, Thriller, Jugendromane, aber mir ist einfach mal nach Abwechslung, und ich habe vor einiger Zeit eben diese für mich neue Sparte entdeckt und lese mich begeistert von Buch zu Buch, von Autor zu Autor.

Diesmal möchte ich TÖDLICHES BEGEHREN mit Euch teilen. Ein Buch, das meine Freundin mir schon mehrfach ans Herz gelegt hatte, ihr Lieblingsbuch sowohl im Genre wie auch von Inka Loreen Minden. Nun habe ich es also endlich gelesen und muss sagen, dass ich ihre Begeisterung verstehen kann und sogar teile. Wirklich ein Leckerbissen, der sich wie von selbst liest!

Der Reporter Ethan Hunter ist auf der Jagd nach einer guten Story. Er beschattet schon seit einiger Zeit den Inhaber eines Casinos, Gabriel Norton. Wie es aussieht, scheint dieser zwar ständig ein Auge auf Männer zu werfen, umgibt sich jedoch mit Frauen und weiß entweder nicht um seine Neigung oder will sie nicht zugeben. Eines Tages kommt Gabriel auf Ethan zu und stellt ihn zur Rede, ihm ist klar, dass der junge Mann nicht zum Zocken ins Casino kommt. Gabriel erpresst ihn, demütigt ihn und verlangt, dass Ethan nun fortan sein Sklave sein müsse.

Ethan, bekennend schwul, fühlt sich zu dem starken Mann hingezogen, außerdem kann er nun näher an Gabriel heran, um seine Story zu schreiben. Also zieht er bei ihm ein, erledigt kleine Aufgaben für ihn, ist sein Angestellter und sein Lustsklave und spioniert ihn hinter seinem Rücken aus. Die beiden Männer kommen sich immer näher, doch die Situation ist gefährlich, Ethan vollführt einen Tanz auf dem Drahtseil und ahnt nicht, in welche Gefahr er sich begeben hat.

Ach, das war schön, tat das gut, war das spannend. Mit 160 Seiten perfekt, um nicht unnötig in die Länge zu ziehen, aber auch länger als die Kurzgeschichten, in denen es meistens dann aufhört, wenn es gerade so richtig heiß wird und man eigentlich noch mehr davon möchte. Auch das Cover gefällt. "Nackter Männertorso" scheint gerade in, und hier hat wirklich mal ein besonders ansehnliches Exemplar Modell gestanden. Deswegen das Cover heute auch etwas größer als sonst üblich ;-)

Die Charaktere sind so beschrieben, dass man sich gut hineinversetzen kann (Gabriel bleibt absichtlich sehr undurchsichtig, doch seine Gefühle werden sehr gut geschildert, auch wenn der Leser den Grund für seine Ambivalenz anfangs nicht nachvollziehen kann). Gabriel hat eine spannende Hintergrundgeschichte, Ethan bleibt etwas flacher in der Gestaltung. Den knappen 160 Seiten entsprechend ist die Entwicklung gerafft aber doch in sich stimmig.

Die Geschichte ist recht klassisch aufgebaut, dadurch liest sie sich sehr flüssig und ohne dass man sich groß konzentrieren muss, also ideal für die leichte Unterhaltung zwischendurch. Allerdings sollte man sich Zeit dafür nehmen, denn es ist schwer, das Buch wieder beiseite zu legen.

Was mir wieder gefiel, war der Schreibstil: nicht zu schnulzig, nicht zu vulgär, keine störenden Begriffe. Minden versteht es, die lustvollen Momente geschickt in Worte zu kleiden.

Ebenfalls sehr gelungen finde ich die Darstellung der beiden Charaktere. Ich bevorzuge gerne zwei gleich starke Männer, das typische "Seme und Uke" ist meist nicht so mein Ding. Aber hier wurde es sehr schön dargestellt, da es sich als eine Entwicklung aus der Situation heraus ergab. Es ist nun schwer, dies zu erklären ohne zuviel zu verraten. Jedenfalls sind die Dinge am Anfang nicht, wie sie scheinen, und der toughe Reporter zeigt bald seine weiche Seite, und der harte Geschäftsmann scheint nicht so abgebrüht, wie er vorgibt.

Anfangs fand ich es verwirrend und fast schon störend, dass Gabriel vermeintlich unklar beschrieben wurde, sein Verhalten wollte mir nicht wirklich einleuchten, normalerweise ist der starke Part klar definiert, und der ständige Wechsel aus Zärtlichkeit und verbitterter Härte erschien mir sehr seltsam. Was anfangs wie eine unsaubere Charakterisierung aussah, stellte sich jedoch bald als geschickter Schachzug heraus, der den Leser ebenso in die Irre führte wie auch Ethan.

Denn wie auch bereits in >TEMPTATIONS< hat Minden etwas geschafft, mit dem ich absolut nicht gerechnet hätte: ich zähle dieses Genre für mich persönlich unter "leicht verdauliche Kost, keine große Konzentration erforderlich, die Story recht geradlinig ohne Überraschungen". Und als die Handlung dann plötzlich drehte, war ich recht überrumpelt und ärgerte mich ein wenig, dass ich mich einfach so völlig naiv aufs Glatteis hatte führen lassen! Nette Idee von der Autorin, und ich fand es schön, wie sich am Ende dann alles entwirrt und geradebiegt.

Auch das Setting, in dem sich die beiden Protagonisten befinden, ist ein nettes Mindgame: Ethan ist einerseits Gabriels "Gefangener", andererseits hat er alle Freiheiten, er darf nach draußen und Botengänge erledigen, wird gut bezahlt, darf mit seiner Schwester telefonieren, er darf neben Gabriel im Bett liegen, sie verbringen eine wundervolle Zeit. Andererseits ist die ständige Bedrohung, dass Gabriel kriminell ist und zu sehr viel mehr in der Lage zu sein scheint, wenn man ihn reizt. Auch hat Gabriel gedroht, Ethans Schwester etwas anzutun, falls der Reporter falsches Spiel mit ihm spielen sollte. Wenn Gabriel gefährlich wäre, würde er Ethan niemals so viel Freiraum lassen! Aber warum bedroht er ihn, warum ist er manchmal so brutal zu ihm und im nächsten Moment wieder so sanft?

TÖDLICHES BEGEHREN ist ein Soft-SM-Thriller, den Freunde der homoerotischen Literatur sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Nicht nur prickelnde Erotik, sondern auch eine gut erzählte Story, die zu überzeugen weiß. So muss gute Unterhaltung sein!

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SaschaSalamander 01.06.2011, 09.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Queer, Erotik, BDSM, Tip,



 






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