SaschaSalamander
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Statistik KW 46

Gelesen / Gehört
1 - Die Insel der besonderen Kinder (R Riggs)
1 - Bellford House
1 - Simons Cat III - Kätzchenchaos (S Tofield)
1 - Unterwegs in der Weltgeschichte (G v Böhm, H Kerkeling)
2 - Die die Fragezeichen 150 - die Geisterbucht
2 - Das Scheißleben meines Vaters [...] (A Altmann)
3 - Detektiv Conan 69 (G Aoyama)
5 - So gehts (J v d Lippe)


Gesehen
/


Geschenkt
/


Gekauft
Finder 06 (A Yamane)
Die Wahrheit über Sherlock Holmes (J Moriarty)
Detektiv Conan 71 (G Aoyama)
Simons Cat III - Kätzchenchaos (S Tofield)
Rumo und die Wunder im Dunkeln (W Moers)


Getauscht
Volltreffer (C Arnold)
One Hour Photo (R Williams)
The Final Cut (R Williams)
Joe Cool´s Blues (W Marsalis)
S&M Dreams Inc. (T de Torres)
Anastasia / Bartok der Großartige (Don Bluth)



ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - beendet
3 - weitergeführt
4 - abgebrochen
5 - begonnen

SaschaSalamander 20.11.2011, 20.21| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Blue Friend

eban_bluefriend_1.jpgBLUE FRIEND ist ein Manga, den ich Euch auf jeden Fall vorstellen möchte, da er aus der Masse der aktuellen Romance herausragt. Es gibt sehr viele Shonen Ai und Yaoi, in denen Männer sich verlieben, Sex haben und Frauenherzen höher schlagen lassen. Was es dagegen selten gibt, sind gute Titel, in denen Frauen ihre Gefühle füreinander entdecken, und dies ist hier der Fall.

Ayumu ist sportlich, maskulin und eine Frohnatur. Misuzu ist wunderhübsch, der Traum aller Jungs, aber sie ist unnahbar und hat kein Interesse an einem Freund, weist alle Bewerber eiskalt ab. Die beiden Mädchen freunden sich nach und nach an, Misuzu verliebt sich, und Ayumu weiß einfach nicht, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen soll. Und natürlich gibt es einige Mitschüler, denen die tiefe Freundschaft zwischen den beiden Mädchen ein Dorn im Auge ist.

Zeichnungen, Erzählstil, Charakterentwicklung, Story, einfach alles ist hier gelungen. Während ich andere Mangas ziemlich schnell verschlinge, musste ich mir für BLUE FRIEND wirklich Zeit nehmen. Die Zeichnungen sind filigran und drücken die aufkeimenden Gefühle sehr gut aus. Die Charaktere sind liebevoll beschrieben, und gerade Ayumu wächst dem Leser nach wenigen Seiten ans Herz. Man fiebert mit ihr mit, diese Spannung erstreckt sich über den kompletten Manga und macht einen Großteil des Charmes dieser Geschichte aus.

Kein romantisches Rosa, sondern eher ein melancholisches Blaugrau gibt die Atmosphäre des Mangas wider, die Zeichnungen sind schlicht gehalten und lassen alles weg, was unnötig den Blick vom Wesentlichen ablenken würde.

Erotik oder Sex gibt es hier nicht, auch wenn der Manga als Yuri angepriesen wird. Dafür wird sehr viel Gefühl vermittelt, das sehr schnell das Herz des Lesers ergreift und bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt. Eine absolute Empfehlung für alle, die einen ruhigen Erzählstil und sutbile Zwischentöne mögen.

Meine ausführliche Rezension hierzu findet sich bei >AnimeY<

SaschaSalamander 19.11.2011, 17.02| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Manga | Tags: Queer, Romantik,

Welches Buch verbirgt sich hinter diesen Protagonisten?

Heute möchte ich eine große Rätselrunde veranlassen:

Sucht Euch ein bekanntes Buch aus Eurem Regal (bevorzugt das aktuell gelesene, falls Ihr denkt, dass man es erraten kann). Wie heißen die Protagonisten?

Die Antwort bitte nicht verraten (vielleicht ein kleiner Tip, in welchem Genre das Buch zu finden ist, oder ob älter oder aktuell), sondern ein paar Kommentare abwarten und erst verraten, wenn niemand auf die Lösung kommt. Ich bin gespannt auf Eure Rätsel! :-)


SaschaSalamander 15.11.2011, 16.37| (12/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Der Hundertjährige

Leider fällt es mir schwer, eine Rezension zu DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND zu schreiben. Denn es Buch ist enorm komplex, und außerdem finde ich nicht so wirklich die richtigen Worte, meine Begeisterung zu formulieren. Deswegen einfach ein paar Gedanken :-)

Allan wird hundert, unzählige wichtige Menschen rücken an zum Feiern. Das ist Allan zuviel, und er steigt aus dem Fenster. Am Bahnhof klaut er einen Koffer (der statt der erwarteten Schuhe leider 50 Mio Drogengeld enthält) und macht sich auf in den nächsten Ort, wo er Julius kennenlernt. Gemeinsam machen sich die Männer auf den Weg und treffen später auch noch auf Benny, Gunilla samt Buster und Sonja sowie einige andere, die sich ihnen anschließen.

Das Buch hat mehrere Handlungsstränge: Allans Roadtrip. Die Suche der Polizei und Presse nach Allan, der sich inzwischen sogar des Mordes verdächtig macht. Die Suche des Gangsterbosses nach dem Koffer und seinem Dieb. Und Allans bewegte Vergangenheit von 1905 bis 2005.

Obwohl er polistisch nicht interessiert ist, mischt Allan ungewollt ziemlich bei einer Menge wichtiger Momente der Weltgeschichte mit. Ähnlich wie Forrest Gump ist er ein naiver, liebenswürdiger Kerl, der immer wieder von einem Moment in den nächsten tapst und darauf wartet, was das Leben ihm diesmal schenkt. So begegnet er bzw beeinflusst er Kim-Il Jong, Truman, Roosevelt, Stalin, Einsteins Bruder, Churchill, Mao und einige andere. Er überquerte den Himalaya, war in einem U-Boot, verbrachte viel Zeit in einem Gulag und hatte einen nicht unbedeutenden Anteil an der Atombombe.

Das Ganze ist durchwandert von rabenschwarzem Humor. Ein paar skurille Todesfälle gibt es, jede Menge Verwirrungen und mittendrin Allan, der eigentlich gar nicht so recht begreift, was er da eigentlich tut. Eben genauso wie Pu der Bär oder Forrest Gump. Er tut es einfach, und es wird dann schon irgendwie gut.

Ein paar Längen hatte das Buch für mich, weil ich gestehen muss, dass ich in Geschichte nicht so versiert bin wie ich es für das volle Verständnis dieses Buches sein müsste. Ich wage zu behaupten, dass es vielen Lesern ähnlich ging. Aber wie bei des Kaisers neue Kleider - wer würde es schon zugeben, wenn so viele Leute loben und man selbst sich so klein fühlt, nur einen Teil zu verstehen? Doch, ich stehe dazu. Es ist stellenweise hochpolitisch, und nicht jede Anspielung habe ich verstanden, viele Witze gingen leider an mir vorbei, vermute ich. Aber ich habe es nicht vermisst, denn auch ohne volle historische Kenntnisse gab es viel zu Schmunzeln, ich würde am liebsten hier an die 50 Zitate bringen, eines besser als das andere.

Keine Action, keine Romantik, kein Fantasy, kein Drama, aber auch kein Roadmovie oder Krimi. Eigentlich nur eine Erzählung. Aber was für eine! Ein Buch, das den Weg in mein Regal "Lieblingsbücher" geschafft hat und seinen Erfolg zu Recht verdient.

SaschaSalamander 15.11.2011, 09.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Tip

Die Insel der besonderen Kinder

Erster Satz:
Gerade, als ich mich an den Gedanken zu gewöhnen begann, dass dieses Leben keine großen Abenteuer für mich bereithalten würde, geschah etwas Seltsames.

Letzter Satz:
Wir ruderten schneller

aus: Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder; Pan 2011


SaschaSalamander 14.11.2011, 16.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Lady Bedfort 46 und der panische Maler

Vivien erhält einen Anruf von ihrem alten Studienfreund Norris Denton, der sie um Hilfe bittet. Irritiert macht Vivien sich auf den Weg, sie ahnt nicht, welche Gefahr ihr droht. Lady Bedfort beginnt sich zu sorgen, dass ihre Nichte sich plötzlich nicht mehr meldet und drängt Inspektor Gomery, mit ihr zusammen auf die Suche nach Vivien zu gehen, denn irgendetwas Schlimmes muss geschehen sein!

LADY BEDFORT 47 - DER PANISCHE MALER ist in zweierlei Hinsicht eine besondere Folge: zum einen gibt es ein Booklet, zum anderen ist es ein Kammerspiel.

Das Booklet beinhaltet interessante Hintergründe über die Entstehung der aktuellen Folge hinsichtlich Autor, Musik, Sprecher und die Kulisse Nordengland. Auch wird beschrieben, welche Schwierigkeiten aber auch Möglichkeiten es mit sich bringt, ein Kammerspiel zu inszenieren. Ich finde die Idee mit dem Booklet klasse und hoffe, dass es fortgeführt wird in den späteren Folgen, denn die Zusatzinfos machen den Inhalt lebendiger, verbinden Hörer und Verlag und lassen den Kunden teilhaben am Geschehen hinter den Kulissen, man fühlt sich persönlich angesprochen.

Dann das Kammerspiel: Ein Kammerspiel ist ein Stück mit nur sehr wenigen Charakteren auf kleinem Raum. In diesem Fall sind das lediglich Lady Bedfort, Vivien, Inspektor Gomery sowie der Maler Norris Denton und seine Schwester Ashley. Dies bietet ausreichend Möglichkeit zur Charakterentwicklung, spannende Dialoge und eine dichte Handlung, auf der anderen Seite ist es eine besondere Herausforderung an den Verlag, denn jeder Dialog muss sitzen, die Charaktere müssen perfekt überarbeitet sein, es gibt kaum etwas, womit man einen Fehler "kaschieren" könnte.

Wie beim Hörplanet nicht anders zu erwarten, ist dieses Projekt sehr gut gelungen. Besonders Inspektor Gomery und die Lady sind ein besonderes Schmankerl für treue Hörer, die um das angespannte Verhältnis der beiden wissen. Trotzdem geht es nicht anders, sie müssen zusammenarbeiten, und dabei können sich beide ihre Kommentare nicht verkneifen, natürlich immer hübsch gesittet, wie es sich für einen Polizisten und eine Lady gehört, dafür mit spitzer Zunge und jeder Menge Ironie, allein die Wortgefechte zwischen den beiden sind bereits ein großer Pluspunkt.

Christine Pappert und Martin Kautz sind zwei neue Sprecher, die sich sehr gut der restlichen Crew einfügen prima Arbeit leisten. Sie haben sehr schwierige Rollen, denn die wahren Motive des Malers und seiner Schwester bleiben bis kurz vor Ende im Dunkeln, sie müssen in dieser Folge mehrere Facetten ihrer Persönlichkeit spielen lassen und zeigen, was sie von der Bandbreite "sympathisch" bis "wahnsinnig" so auf dem Kasten haben. Der Hörer fragt sich, ob Norris krank ist, ob er ein bedrohtes Opfer, oder ob er krimninell ist, oder vielleicht alles zusammen? Was steckt hinter seinem angeblichen Wahnsinn? Und warum will Ashley Vivien unbedingt vom Grundstück vertreiben, ist es wie sie vorgibt reine Sorge des wahnsinnigen Bruders wegen, oder steckt doch etwas anderes dahinter? Es gibt mehrere Twists, und der Autor Marc Freund hat diesmal alles herausgeholt, was in diesen 57 Minuten mit dieser Besetzung möglich war.

Die Atmosphäre ist sehr düster, mas man sonst bei Lady Bedfort eher nicht gewohnt ist. Immer wieder einmal gerät jemand in Gefahr und geht es um ein Verbrechen. Doch durch die dichte Handlung und das enge Aufeinandertreffen der lediglich fünf Personen gibt es weniger Wechsel im Schnitt und in der Kulisse, ist das Geschehen umso intensiver. Auch die Musik unterstreicht die schaurige Stimmung, bleibt angenehm im Hintergrund. Eigentlich viel zu schade dafür, gerade in dieser Folge, und ich wünsche mir bald eine Soundtrack-CD mit den schönsten Melodien, um sie z.B. für als Untermalung für einen spannenden Spieleabend zu hören.

Für Neueinsteiger ist Folge 46 - DER PANISCHE MALER nicht zu empfehlen, da man die Charaktere kennen sollte, um das Hörspiel komplett zu genießen, aber für Fans ist es dieses Mal etwas ganz Besonderes, ein kleines Highlight und für mich persönlich eine der besten Folgen seit langem.

SaschaSalamander 14.11.2011, 08.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörspiel | Tags: Krimi

Statistik KW 45

Gelesen / Gehört
1 - Heff der Chef 03 - der Ausbilder
1 - Heff der Chef 04 - das Krankenhaus
1 - Heff der Chef 05 - die Finanzkrise
1 - Heff der Chef 06 - der Bauernhof
1 - She the ultimate Weapon 4-5 (S Takahashi)
1 - A foreign love affair (A Yamane)
1 - D Hundertjährige, d a d Fenster stieg [...] (J Jonasson)
2 - Zen wrapped in Karma dipped in Chocolat (B Warner)
5 - Detektiv Conan 69 (G Aoyama)
5 - Das Scheißleben meines Vaters [...] (A Altmann)
5 - Die die Fragezeichen 150 - die Geisterbucht


Gesehen
/


Geschenkt
/


Gekauft
Angel Sanctuary Deluxe 05 (K Yuki)
Das Scheißleben meines Vaters ... (A Altmann)
Ich arbeite in einem Irrenhaus (M Wehrle)



Getauscht
Die Insel der besonderen Kinder (R Riggs)
Schreibstilratgeber III (S Strecker)
Die heilende Kraft des Schreibens (div)



ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - beendet
3 - weitergeführt
4 - abgebrochen
5 - begonnen

SaschaSalamander 13.11.2011, 20.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Trailer Eisfeuer

                             

SaschaSalamander 12.11.2011, 16.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rund um Bücher

Eisfeuer

felsing_eisfeuer_1_1.jpgVORABGEDANKEN

Normalerweise ist das Romance Genre (ob nun Paranormal, Mystic oder anderes) weniger mein Ding, weil sich zuviel wiederholt, weil die Sprache mir selten zusagt, weil ich das Gefühl habe nach einem bereits alle zu kennen. Trotzdem lasse ich mich ab und zu überzeugen, dass es Ausnahmen gibt. In diesem Fall wurde mir EISFEUER empfohlen, und ich bin wirklich froh, dass ich es dann tatsächlich gelesen habe. Denn auch, wenn der Inhalt bekannt ist (treffen sich, verlieben sich, er hat raue Schale weichen Kern, sie ist selbstbewusst aber schutzbedürftig, am Ende riesige Verwicklungen, und am Ende haben sich alle lieb), hat mich dieses Buch wirklich gefesselt, sodass ich nicht ins Bett konnte, bis ich endlich die letzte Seite aufgeschlagen hatte!


INHALT

Seit ihre Eltern starben, kümmert sich Jamie nun um ihre kleine Schwester Cindy. Eines Tages offenbart Cindy, dass sie seit drei Jahren von einem Stalker verfolgt wird, es wird immer schlimmer. Was sie anfangs für harmlos hielt, wird nun beängstigend. Da sie keine Hilfe von Seiten der Polizei erhalten, entschließt sich Jamie zu einem drastischen Schritt: die beiden Schwestern ziehen um, aus Jamie und Cindy werden Megan und Kristy, sie hoffen alle Spuren verwischt zu haben.

Dixon arbeitet zusammen mit seinen Freunden bei den G.E.N. Blood. Eine Gruppe sonderbegabter junger Männer. Dixon zum Beispiel kann Frequenzen filtern, sodass er ohne technische Hilfe Fernseher, Radio, Funkgeräte abhören kann. Ein anderer verfügt über spezielle Kampftechniken, der nächste kann sich unsichtbar machen und derlei nette Fähigkeiten mehr. Natürlich arbeiten sie im Geheimen und dürfen nichts davon nach außen dringen lassen.

Um die Tarnung perfekt zu machen, will Megan heiraten und Kristy als Untermieterin einziehen lassen. Dixon fiel ihr bereits auf dem Flughafen auf, und als sie ihm nun erneut begegnet, hält sie um seine Hand an. 100 000 Dollar, keine Fragen, kein Vollzug der Ehe, nur der äußere Schein. Dixon sagt wider Erwarten zu, und nun lügen sich die beiden fleißig an, denn Megan verschweigt ihre Vergangenheit, und Dixon darf nicht über sein Team erzählen. Verwicklungen vorprogrammiert. Erst recht, als der Stalker die Schwestern ausfindig macht und nun endlich sein Werk vollenden will ...


AUFBAU, GENRE

Schon an der Inhaltsangabe merkt man, dass dieses Buch sich abhebt. Die Handlung ist nicht in drei, vier Sätzen erklärt, ich muss dafür schon ein wenig ausholen. Es gibt mehrere Handlungsstränge, und die einzelnen Parts sind sehr gut miteinander verknüpft, bis sie am Ende zu einem werden und alle aufeinandertreffen. Der Erzählstil wechselt zwischen dem des Stalkers, der älteren Schwester und Dixon hin und her, denn jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Beweggründe. Auch Megan und Dixon können sich gegenseitig nicht die volle Wahrheit anvertrauen, sodass der Leser jeden von ihnen begleiten muss, um die Geschichte im Ganzen zu begreifen.

Auch, wenn das Buch als Romance verkauft wird, habe ich es als Thriller empfunden. Es kommt Romantik vor, es gibt natürlich auch (recht spät erst) eine Sexszene, und es kribbelt ganz gewaltig, sogar Romantikmuffel wie ich spüren die Funken zwischen den beiden Protagonisten knistern. Trotzdem wäre die Handlung auch sehr gut ohne den romantischen bzw erotischen Teil zu lesen, ich hätte es nicht vermisst. Im Gegenteil, mal anders betrachtet: gibt es eigentlich Thriller ohne wenigstens ein paar sexuelle Komponenten? Gibt es fast nicht, das gehört einfach dazu.

Die Geschichte ist sehr intensiv ausgearbeitet, und während der Beginn sich eher wie eine nette Einleitung liest, beginnt ab etwa Seite 40 eine kontinuierliche Steigerung bis hin zum absoluten Höhepunkt im letzten Kapitel, als sich endlich alles auflöst und der Leser aufatmen kann. Doch bis dahin wird der Puls von Seite zu Seite schneller. Erst ahnt man die Konflikte, dann zeichnen sich erste Probleme ab, sie werden immer mehr, eine beständige Spannungskurve von 0 auf 100 ohne Leerlauf, ohne Pause hin zum absoluten Showdown.


SPRACHE

Was diesen Roman für mich von den meisten anderen abhebt ist die Sprache. Ich muss sagen, dass sie dem Genre entsprechend etwas ungewohnt ist, anfangs habe ich ein paar Seiten gebraucht, mich daran zu gewöhnen, bin hier und da über einen Satz gestolpert. Aber nicht im negativen Sinne, sondern einfach weil die Autorin auf besondere Worte und Satzkonstruktionen Wert legt und dadurch einen ganz eigenen Stil präsentiert. Was eher selten vorkommt: ich habe tatsächlich einige Male im Duden nachgeschlagen, um einige Dinge zu überprüfen. Es ist korrekt, es klingt gut, aber es ist einfach stellenweise ungewöhnlich (z.B. "wehtuend", "aphrodisisch", ein grammatikalisch korrektes "als wie"). Für sich betrachtet klänge mancher Satz vermutlich seltsam, im gesamten Kontext allerdings ergibt sich ein sehr schönes Sprachbild, das bei mir für eine wirklich angenehme Abwechslung gesorgt hat. Ich denke, auf diese Weise wird Kathy schnell dafür sorgen, dass man ihren Stil aus der Masse herauspickt und wiedererkennt!


CHARAKTERE

Was das Buch ebenfalls ausmacht, sind vor allem die Charaktere. Im Grunde genauso wie in den anderen Büchern auch, nämlich er nach außen cool und in Wirklichkeit doch absolut vernarrt in seine große Liebe und eigentlich der weiche Knuddelbär. Sie ist stark, selbstbewusst, hat alles im Griff, aber sie sehnt sich nach einem Beschützer und kann sich ihm dennoch nicht anvertrauen, als er vor ihr steht. Bekannt, nichts Neues. Was es dennoch zu etwas Besonderem werden lässt: der Leser erhält sehr guten Einblick in die Beweggründe und das Vorleben der Protagonisten. Dadurch erklärt sich das Verhalten, kann man sich hervorragend hineinversetzen. Megan verhält sich auch nicht anders als die anderen Mädels, aber ich habe dennoch mit ihr mitgefiebert wie sonst kaum mit einer weiblichen Heldin. Ihre Sorge um die Schwester, das verletzte Vertrauen in Männer, die Angst vor dem Stalker, die Liebe zu Dixon und die Furcht sich ihm zu offenbaren, ihre Verzweiflung über die neue Wendung, all das habe ich nicht gelesen sondern gespürt.

Da es sich um einen Teamroman handelt, gibt es außer Dixon natürlich noch andere attraktive Jungs. Im zweiten Teil der Reihe (das Buch heißt "Verhängnisvoll" und ist für April 2012 geplant) geht es um Narsimha, eine Anspielung hierzu gab es bereits am Ende des letzten Kapitels. Und ich freue mich endlich, wenn mein persönlicher Favorit an der Reihe sein wird!


FAZIT

Eine neue Serie, die für Romance Fans sowieso ein absolutes Muss ist: Romantik, Thrill und jede Menge Verwicklungen vom Feinsten. Und für Leute, die es eher selten in die romantische Ecke verschlägt, ist dieser Band eine ganz besondere Empfehlung. Es lohnt sich reinzuschnuppern, Ihr kommt nicht mehr davon los! EISFEUER ist erfrischend anders und sorgt für eine lange, schlaflose Nacht ;-)

SaschaSalamander 12.11.2011, 14.12| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Romantik, Thriller, Tip,

Der Hundertjährige

jonasson_hundertjaehrige_1.jpgEigentlich wollte ich noch ein weiteres Zitat posten. Aber dann kurz darauf das nächste. Und noch eines. Und dann all die vielen Momente, die man nicht zitieren kann, weil sie sich aus der Situation ergeben und über mehrere Seiten hin erstrecken.

Auf die Story war ich neugierig. "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" klingt ja schon witzig, und die Story klang nett. Aber als ich es anforderte, da rechnete ich damit, dass es auf dem SuB eher nach hinten rutscht, nette Lektüre irgendwann mal. Dann hielt ich es in der Hand, las den ersten Satz, und dann noch einen, noch einen, ...

Der Humor trifft genau meinen Geschmack, er ist rabenschwarz und absolut trocken. Man muss schon sehr genau hinsehen. Einzelne Situationen stechen ins Auge, sind witzig, aber die eigentliche Komik steckt hinter den Worten. Es ist einfach zum Piepen! Die Charaktere, die irrsinnige Situation an sich. Und überhaupt ...

SaschaSalamander 08.11.2011, 17.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Gedanken

Heute habe ich in einem Anfall von Entrümpelungsaktion ein paar günstige Angebote bei Tauschticket eingestellt. Was nutzt es, wenn das Zeug seit Jahren ungelesen im Regal steht. Klar will ich es unbedingt mal lesen, aber wenn ich es die letzten 8 Jahre nicht gelesen habe, werde ich es vermutlich morgen und nächstes Jahr auch nicht lesen bei all den Neuzugängen in meinem Regal.

Ab Dezember werde ich mehr Geld zum Bücherkaufen haben. Aber dafür auch weniger Zeit zum Lesen und Schreiben. Die Welt ist irgendwie ungerecht, aber so ist eben das Leben. Ich denke, ich werde das Beste draus machen *smile*.

Da ich in letzter Zeit so irre viel Sachen losgeworden bin bei Tauschticket, habe ich momentan soviele Tickets, dass es fast schon pervers ist. Ich muss mich bemühen, jetzt nicht in einem suchtartigen Anfall zu stöbern und irgendwas anzufordern. Aber das wäre dumm, denn dafür genieße ich es, dass ich derzeit bei begehrten Sachen ohne Blick auf die Tickets einfach zuschlagen kann. So habe ich vorhin "die Insel der besonderen Kinder" erhalten *freu*. Und ein paar weitere Neuheiten stehen in meinen Suchauftragen, vielleicht habe ich ja Glück.

Bisschen gefrustet war ich, als ich später im Web nach Rezis zu den besonderen Kindern surfte. Mannmann, scheinbar schon wieder der Auftakt einer Serie. Mensch, können die Autoren sich nicht mehr auf das Wesentliche beschränken? Müssen die alle Serien schreiben? Ich bin dankbar für jedes Buch, das ich anfange und dann beende und sagen kann "fertig". Ohne irgendwann Band 173 im Regal stehen zu haben. Wenn ein Buch ständig zur Serie gezogen wird, fühle ich mich als Leser irgendwann wie eine Milchkuh ...

SaschaSalamander 07.11.2011, 18.18| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Pulp

Der Hundertjährige

Erst ein paar Seiten gelesen, aber schon hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Zwei Zitate, die in meinen Augen den Humor wundervoll widerspiegeln, schwarz und subtil:

Außerdem experimentierte er fleißig in der Kiesgrube hinter der Hütte [mit Sprengstoff] - bei einer Gelegenheit gleich so fleißig, dass die zwei Kilometer entfernt grasende Kuh seines Nachbarn eine Fehlgeburt erlitt. (S. 39)

Er arbeitete als Knecht auf dem Hof und bekam jeden Tag Prügel von seinem Vater, welcher der Meinung war, dass sein Sohn zu gar nichts taugte. Als Julius fünundzwanzig war, starb erst seine Mutter an Krebs, und ihr Sohn trauerte sehr um sie. Wenig später ertrank der Vater im Sumpf, bei dem Versuch, eine Kuh zu retten. Auch da trauerte Julius sehr, denn er hatte wirklich an der Kuh gehangen. (S. 22)

aus: Jonas Jonasson:  Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand; Carl´s Books, 2011

SaschaSalamander 07.11.2011, 17.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Sweet Santa

tsukuba_sweetsanta_1.jpgNormalerweise rezensiere ich, was ich mir selbst ausgesucht habe, und normalerweise weiß ich auch, was ich mag und was nicht. Selten liegt etwas auf dem Tisch, das so überhaupt nicht meinem Stil entspricht und über das ich dann etwas schreiben soll, aber es kommt hier und da eben vor. Dies ist so ein Fall. Und wieder einmal bin ich dankbar dafür, dass ich dann trotzdem aufgeschlossen an einen Titel herangehe, denn auf diese Weise findet sich so mancher nette Titel, den ich sonst verpasst hätte. Niemals hätte ich mir SWEET SANTA gekauft, aber dafür habe ich ihn dann wirklich begeistert gelesen.

Klappentext: "In den weihnachtlich geschmückten Straßen prallt die 17jährige Krumi mit dem Jungen Kaito zusammen. Dieser behauptet dreist, sie wäre Santa Claus und er ihr Rentier. Kurumi kann kaum glauben, was sie da hört! Doch Kaito hat die Wahrheit gesprochen. Und so erwartet Kurumi von nun an alle Jahre wieder eine wichtige und zugleich wundervolle Aufgabe."

Ein Weihnachtsmanga im Oktober ist seltsam. Erklärt sich aber von selbst, wenn man erfährt, dass er aus drei Bänden besteht und im Dezember abgeschlossen ist. Außerdem verstehen sich die Protagonisten so gut, dass "Santa" ihr Rentier nicht nur im Dezember zu sich ruft, sondern sie treffen sich auch den Rest des Jahres. Es gibt also Episoden in allen Jahrezeiten, die Autorin bevorzugt den Sommer mit Meer, Sonne und hübschen Bodies ohne störende Kleidung.

Eindeutig ein Shojo, richtig niedlich mit allem, was für einen Shojo dazugehört. Man sollte das Genre also schon mögen, sonst legt man den Manga schnell wieder weg. Aber zum Glück übertreibt die Autorin nicht, Erwachsene Leser kriegen also keinen Zuckerschock sondern können sich einfach amüsieren. Jüngere Leserinnen dagegen werden ziemlich schmachten, wenn sie das Traumpaar Kurumi und Kaito sehen. Liebe, Wirrungen, Romantik pur. Die Zeichnungen sind gelungen und hübsch anzusehen, genretypisch, Sakura Tsukuba hat ganze Arbeit geleistet. Die Geschichten sind sehr schön erzählt, rührig aber niemals kitschig, und das Verhältnis zwischen Kurumi und Kaito ist nachvollziehbar und dem Alter entsprechend prickelnd.

Band 1 und 2 haben eine Bonusstory, die recht lang ist. Ich habe den Eindruck, auf diese Weise hat die Autorin die zwei Bände künstlich zu drei Teilen gestreckt, denn zwei, drei Kurzgeschichten der Hauptgeschichte wirken wie Füllstories, die man auch gut weglassen könnte, ohne dass etwas fehlt. Finde ich als erwachsener Leser Geldschneiderei, jüngere Leser freuen sich dagegen, dass sie nicht nur zwei, sondern sogar drei Bände mit ihren inzwischen liebgewonnenen Charakteren genießen dürfen. Eine prima Einstimmung auf Weihnachten für alle Fans von romantischem Shojo :-)

>Hier< geht es zur offiziellen Rezension bei AnimeY.

SaschaSalamander 07.11.2011, 09.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Manga | Tags: Romantik

Statistik KW 44

Gelesen / Gehört
1 - Blue Friend (F Eban)
1 - Heff der Chef 01 - das Aquarium
1 - Heff der Chef 02 - der Aufstand
1 - G.E.N. Bloods 01 - Eisfeuer (K Felsing)
1 - Die drei Fragezeichen 142 - Tödliches Eis
1 - Die drei Fragezeichen 143 - Poker-Hölle
1 - Holger auf Weltreise 04 - in Indien
1 - Holger auf Weltreise 05 - in Australien
1 - She - the ultimate Weapon 1-3 (S Takahashi)
2 - Dornröschens Erwachen (A Roquelaure)
2 - Die Kuh, die weinte (A Brahm)
2 - Herr aller Dinge (A Eschbach)
4 + 5 Perfume Master (K Yuki)


Gesehen
/


Geschenkt
/


Gekauft
/


Getauscht
Die siebte Stunde (E Herrmann)
Blutsvermächtnis (K Felsing)
G.E.N. Bloods 01 - Eisfeuer (K Felsing)
Schreibstilratgeber II (S Strecker, S Bösel)
The World God only knows (T Wakaki)
Indras Traum (R Hohlbein)
Thans Geheimnis (R Hohlbein)
Schafkopf (T Goertz)
Dunkles (T Goertz)
Tabaluga und Lilly Live
Tabaluga und das leuchtende Schweigen


ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - beendet
3 - weitergeführt
4 - abgebrochen
5 - begonnen

SaschaSalamander 06.11.2011, 20.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Blue Friend

Erster Satz:
Ich ertrank in diesem Gefühl, für das ich nicht mal einen Namen hatte.

Aus: Fumi Eban: Blue Friend 01; Tokyopop 2011

SaschaSalamander 01.11.2011, 14.39| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Lady Bedfort 45 und der mysteriöse Verlobte

bedfort_verlobte_1.jpgNur wenige Wochen, nachdem sie sich kennen, hält Rick um Toris Hand an, die junge Frau ist überglücklich. Doch man darf skeptisch sein, denn Tori ist die Erbin einer reichen alten Dame, und was liegt da näher als ein Heiratsschwindel? Tori vertraut ihrem Freund, doch bei der Hochzeit kommt es zu einem tragischen Zwischenfall,der Wein war vergiftet! Und auch Lady Bedfort hat von dem Wein getrunken, auch sie muss ins Krankenhaus. Die Polizei und die Lady finden immer mehr über die Vergangenheit des Bräutigams heraus, doch Tori möchte verzweifelt an die Unschuld ihres Gatten glauben ...

Eine Folge, die recht einfach gestrickt ist, kein komplizierter Fall, bei dem es aufwändig zu ermitteln gälte. Dafür eine solide Handlung, bei der man sich als erfahrener Hörer gemütlich entspannen kann. Der Täter wird so offensichtlich präsentiert, dass jedem Bedfort-Fan und Krimiliebhaber bereits klar ist, wer es war und wer nicht. Das ist etwas, das ich an Lady Bedfort besonders mag: es sind sehr ausgewogene Folgen aus kniffligen Fällen, komplexen Themenverflechtungen und manchmal auch einfach nur unterhaltsamer Hörgenuss.

Bei den Sprechern greift man auf gute Bekannte zurück, so waren Hendrik Riehemann, Kerstin Draeger und Karen Schulz-Vobach zuletzt erst in Folge "43- die ewige Ruhe" zu hören, gerade wenn man mehrere Folgen hintereinander hören möchte ein wenig verwirrend. Trotzdem kein Kritikpunkt für mich, da man natürlich nicht für jede Folge neue Sprecher anheuern kann, und das bisher bewährte Team macht seine Sache hervorragend.

Die Musik wie immer sehr passend, die Hintergrundgeräusche realistisch und passend. Das muntere Treiben der Hochzeitsgesellschaft, das Gläserklirren, die Bowlingbahn, die Vögel im Garten etc sind hervorrangend im Hintergrund, um die Handlung zu untermalen aber niemals zu stören. Eine wundervolle Kulisse, die ich mir besonders in diese Folge sehr gut vorstellen konnte.

Da dieses Mal wenig Aufwand für Ermittlungen nötig ist, bleibt Raum für Charakterentwicklung: wieder erfährt der Hörer ein wenig mehr über die alte Dame, die es versteht, ihr Umfeld mit ungewöhnlichen Fähigkeiten zu überraschen. Wer hätte gedacht, dass die alte Lady den Inspektor beim Bowling herausfordert?

Insgesamt wieder eine hervorragend gelungene Folge, bei der ich abschließend nur eines sagen kann: lehnt Euch zurück, entspannt Euch und lasst Euch gut unterhalten ;-)

SaschaSalamander 01.11.2011, 08.39| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörspiel | Tags: Krimi



 






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