SaschaSalamander
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Auf der Suche nach guten Menschen

Ich hatte das unsagbar große Glück, bis auf wenige Ausnahmen in der Schule nicht mit ollen Wälzern gequält zu werden. Und wenn, dann hatte ich dankenswerterweise Lehrer, die nicht alles totlabern mussten. Auf diese Weise war ich allerdings gezwungen (wie man´s nimmt, ich zehre noch heute von diesem Privileg), mir viele wichtigen Werke selbst anzueignen. Es gibt vieeeeeles, das ich noch vor mir habe.

Zu einem davon würde mich Eure Meinung sehr interessieren. Eigentlich ist Brecht nicht mein Ding, mir sagt sein Stil nicht zu. Aber inhaltlich klingt der "gute Mensch von Sezuan" sehr interessant.

Und ihr? - Gelesen? Und wie befunden?

SaschaSalamander 23.03.2006, 09.47| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Auf der Suche

Berühmter Soldat gesucht

Welcher raufsüchtige Soldat tritt mehrfach in verschiedenen Werken Shakespeares auf, diente als Vorlage für weitere literarische und auch musikalische Werke und gilt als Inbegriff eines dicken Genießers und Angebers?

Tipp kann ich leider kaum einen geben, da es nur ein Name ist, der gesucht wird. Nur soviel: es gibt eine gleichnamige Oper von Verdi :-)

SaschaSalamander 21.03.2006, 22.02| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Gewissensfrage

Wie reagiert ihr eigentlich bei Buchticket, wenn ihr ein Buch nicht erhaltet? Gebt ihr 0 Sterne? Was sagt da Euer Gewissen? Ihr möchtet ja auch nicht 0 Sterne bekommen, wenn ihr etwas gesendet habt und das nicht ankam.

Ich habe derzeit fünf Tickets, die noch nicht angekommen sind ... das erste Mal, bisher kam immer alles an. Noch ist ein paar Tage Zeit, aber es sind schon knapp eineinhalb Wochen, obwohl es angeblich direkt abgeschickt wurde.

Ist es nicht unfair, einem User vier Mal null Sterne zu geben? (Ich hoffe ja, dass morgen alles im Briefkasten liegt!)

SaschaSalamander 21.03.2006, 18.27| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Pulp

If

If you can keep your head when all about you
Are losing theirs and blaming it on you,
If you can trust yourself when all men doubt you
But make allowance for their doubting too,
If you can wait and not be tired by waiting,
Or being lied about, don't deal in lies,
Or being hated, don't give way to hating,
And yet don't look too good, nor talk too wise:

If you can dream--and not make dreams your master,
If you can think--and not make thoughts your aim;
If you can meet with Triumph and Disaster
And treat those two impostors just the same;
If you can bear to hear the truth you've spoken
Twisted by knaves to make a trap for fools,
Or watch the things you gave your life to, broken,
And stoop and build 'em up with worn-out tools:

If you can make one heap of all your winnings
And risk it all on one turn of pitch-and-toss,
And lose, and start again at your beginnings
And never breathe a word about your loss;
If you can force your heart and nerve and sinew
To serve your turn long after they are gone,
And so hold on when there is nothing in you
Except the Will which says to them: "Hold on!"

If you can talk with crowds and keep your virtue,
Or walk with kings-nor lose the common touch,
If neither foes nor loving friends can hurt you;
If all men count with you, but none too much,
If you can fill the unforgiving minute
With sixty seconds' worth of distance run,
Yours is the Earth and everything that's in it,
And--which is more--you'll be a Man, my son!

By R. Kipling (1865-1936)
(Und im Kommentar die deutsche Übersetzung
nach Anja Hauptmann.Oh, ich liebe dieses Gedicht!)

SaschaSalamander 21.03.2006, 10.11| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zitate

Der Fönig

CoverDer Fönig hat schlecht geschlaken, er hatte einen furiosen Traum. Nach dem Krühstüff möchte er noch auf den Klohmarft, aber es herrscht Frieg gegen die Kranzosen, und sein Krau will es mal wieder mit fikken davor und danach so wild wie er es ihr noch nie zuvor besorgt hat. Der arme Fönig ist ganz schön kertig mit seinen Nerven, als ihm ein fleines Männlein verspricht: Wenn er bis zum Abend nicht nur das F mit dem K vertauscht, sondern auch das b wie ein p spricht und das g wie ein K, und wenn er es der Fönigin so richtig besorgt, dann soll ihm sein Wunsch erküllt werden.

Eigentlich ist der Fönig nur eine furze Geschichte, Dirf Bach hat sie in rund 20 Minuten vorgelesen. Danf >Heife< durkte ich nun dieser Tage auch in dessen Genuss fommen. Der gesamte Text des 60seitigen Büchleins ist übrigens im Cover der CD zu kinden. Alleine Dirf Bach als Sprecher ist kür mich ja schon ein Grund zum Fauf oder Genuss eines Hörbuches. Seine langweilige und meist oberklächliche Comedy interessiert mich nicht, aber er ist ein Wortfünstler ohnegleichen und spricht selbst die fompliziertesten Zungenbrecher, ohne sich die Zunge zu verfnoten und als wären es Findermärchen, ich habe ihn schon okt dakür bewundert.

Und dass Walter Moers, der Erkinder des Fäptn Blaubär, der Stadt der träumenden Bücher und des fleinen Wolpertinger Rumo, nicht nur witzig fann, sondern auch ganz schön krivol ist, hat er ja schon im fleinen Arschloch und ähnlichen Werfen gezeigt. Hier im Fönig geht es ganz schön zur Sache. Die Fönigin scheint auf Dirty Talf zu stehen, und den Ohren des Lesers wird da einiges zugemutet. Sorry, ich schreibe so etwas ungern, ich mag solche Worte nicht ... aber anders als durch ein furzes Beispiel fann ich es faum aukzeigen: er will ihre Kotze füssen etc ... mancher Hörer / Leser kindet das wohl witzig, mir dagegen dreht es jedesmal den Magen um (nein, prüde bin ich wirflich nicht, aber ich verabscheue solche Worte).

Was mir aber gekiel: Moers hat erstaunlich viele Wörter mit K und F gekunden, was mir hier im Text zum Beispiel schwer källt. Und er hat extra viele Wörter verwendet, die manchmal einen anderen Sinn ergeben oder einfach nur bescheuert flingen. Die ganze Geschichte selbst ist Nonsens, absolut sinnlos und das Ende dann so richtig bescheuert. Es ging wohl wirflich nur darum, eine Geschichte mit verdrehten Buchstaben zu schreiben und damit so richtig in die Vollen zu greiken. Vor allem, als dann auch noch bp und gk vertauscht werden, wird es so richtig dook. So dook und akkig, dass man nicht anders fann, als einkach nur noch lachend auk dem Boden zu liegen. Und Dirf Bach liest jedes Wort scheinbar, ohne mit der Wimper zu zuffen, wird an den sprachlichen Höhepunften immer schneller und besser. Wer den Text vor sich hat, soll ihn bitte laut lesen, es ist sehr, sehr schwer, altbekannte Wörter der Gewohnheit entgegen verfehrt auszusprechen, oh ja!

Als der Fönig am Ende endlich karbige Kledermäuse Flarinette spielen hört, liegt der Hörer vermutlich schon längst nach Lukt japsend am Boden und hokkt auf eine Kortsetzung dieses selten dämlichen, sinnentleerten, leider viel zu fnappen und einkach nur fenialen Buches.

SaschaSalamander 20.03.2006, 10.54| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Humor, Deutsch, Schräg, Tip,



 






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