SaschaSalamander

Don´t be afraid of the Dark

dontbeafraid_1.jpgDON´T BE AFRAID OF THE DARK von Guillermo del Toro ist ein Film, der mir keine ausführlich analytische Rezension wert ist, aber ein paar Gedanken dazu möchte ich doch teilen, war kein grandioses aber doch ein nettes Filmvergnügen vorhin:

Die kleine Sally wird von ihrer Mutter abgeschoben und soll nun beim Vater leben. Der ist mit seiner Neuen in ein großes Haus gezogen. Sally fühlt sich von allen ungeliebt. Und das Haus ist ihr unheimlich, denn sie hört nachts Stimmen, sieht gruselige Wesen. Doch niemand glaubt ihr, und die Monster wollen die kleine Sally holen. Erst, als es schon fast zu spät ist, stellt die Frau ihres Vaters Nachforschungen an und entdeckt ein schauriges Geheimnis.

An und für sich ein nettes Filmchen. Allerdings ganz, ganz ungünstig vermarktet. Der Trailer hegt die Erwartungen an einen Gruselfilm allerfeinster Güte. Schockmomente, nervenzerfetzende Spannung und in den Adern gefrorenes Blut. Kategorie "bittebitte guck das mit mir zusammen, allein schau ich das nicht". Was dann statt dessen geboten wird ist ein Film mit zwischendurch grusligen Elementen aber auch einigen komischen Szenen.

Einige Male schlug ich die Hände über dem Kopf zusammen, es gab da schon so einiges an Logiklöchern und unpassenden Dialogen, was bei uns zu kollektivem Aufstöhnen und Facepalms führte. Das Verhalten der Erwachsenen war absolut unpassend, und manchmal waren auch ein paar Sprünge in der Handlung, die man sich zwar erklären konnte, die aber wirkten, als hätte man Zeit einsparen wollen, indem man Handlung kürzt, der Zuschauer wird sich das schon zusammenreimen. Auch das Ende fand ich für den Film sehr unangebracht.

Was mir aber gefiel war die Kleine, die hat recht gut gespielt und kam überzeugend beim Zuschauer an, obwohl man auch ihrer Rolle einiges mehr an Fleisch hätte verleihen können. Die Kulisse war prima gewählt, das alte Haus, der riesige Garten mit dem Buschlabyrinth, das war beeindruckend. Dadurch gab es einige netten Einstellungen.

Trotzdem sehr viele vertane Chancen, gerade wegen der hübschen Kulisse, da hätte man mehr daraus machen können, der Film kratzte immer nur an der Oberfläche. Nach der Hälfte hatte ich mich dann damit abgefunden, dass es kein Horror sein würde, sondern einfach ein unterhaltsamer Film. Und dann gefiel er mir ganz gut, konnte ich ein paar Logiklöcher verzeihen und konnte einige Male sogar herzlich lachen, auch wenn mir nicht klar ist, ob das von den Machern gewollt war.

Insgesamt hätte es ein prima Film sein können, wenn man ihm inhaltlich mehr Substanz verliehen hätte. Und wenn man sich entschieden hätte, ob man einen Horrorfilm drehen möchte oder einen spannenden Fantasy mit Horrorelementen für jüngeres Publikum. Das Ergebnis aber war nun in mittelmäßiger Film, der prima unterhält, aber nicht wirklich lange im Gedächtnis bleibt und auch keinen zweiten Filmabend wert ist.

SaschaSalamander 15.06.2012, 09.23| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Horror

Lady Bedfort 09 - Das Geheimnis der Tauben

Ich habe inzwischen alle Folgen der Serie von der ersten bis zur aktuellsten gehört. Normalerweise sind Hörspiele etwas, das ich einmal nebenbei höre und dann nie wieder höre, einmal genügt. Lady Bedfort allerdings höre ich nun inzwischen zum zweiten Mal (diese Ehre wurde bisher lediglich JONAS, dem LETZTEN DETEKTIV und der Reihe EDGAR ALLEN POE zuteil). Seit der ersten Folge DAS GRAB IM MOOR im März 2007 ist viel Zeit vergangen, und natürlich erinnere ich mich nicht mehr an jede einzelne Episode. Doch DAS GEHEIMNIS DER TAUBEN hatte ich noch recht gut in Erinnerung, da mir dieser Fall besonders gut gefallen hatte.

Eine erschöpfte und verletzte Brieftaube landet vor der Tür der alten Lady, einen Hilferuf für Mary Broderick am Bein. Lady Bedfort macht die Adressatin ausfindig, und zu dritt machen sie sich auf den Weg zum Absender: die Taube stammt aus der Zucht des Robert Broderick. Lady Bedfort wäre nicht Lady Bedfort, wenn sie am Tod des Butlers und der sofortigen Anstellung eines neuen Hausdieners nicht etwas verdächtig fände, und so beginnt sie wieder einmal ihre Nase in Dinge zu stecken, von denen man sie unbedingt fernhalten wollte.

John Beckmann, der bis auf wenige Ausnahmen fast durchgehend alle Folgen bis 32 geschrieben hat, ist auch für diese verantwortlich. Man merkt, wie es von Mal zu Mal leichter von der Hand zu gehen scheint, und DAS GEHEIMNIS DER TAUBEN ist besonders gelungen. Vom ersten Moment an wird Spannung aufgebaut, die perfekt zur Serie passt: nicht blutig oder thrillerartig, aber dennoch bedrohlich. Die verletzte Taube als Vorbote für kommendes Unheil. Und dann die typische Situation: alle sind an einem Ort, niemand kann weg, jeder ist verdächtig. Klassisches Setting, klassische Folge. Und hier wurde alles richtig gemacht für meinen Geschmack.

Es ist eine der ersten Folgen, in denen Max langsam etwas auftaut. Er wirkt an der Aufklärung des Falles mit, sein Fachwissen trägt zur Klärung bei. Er ist nicht mehr nur Stichwortgeber, sondern er bringt eigene Ideen ein. Zwar muss die Lady ihn dafür rügen, aber es ist klar erkennbar, dass man nun anfängt, ihn intensiver in die Handlung einzubauen. Die Lady, die in den ersten Folgen stellenweise etwas rüde wirkte, wird hier (so empfand ich es zumindest) ein wenig freundlicher, offener ihm gegenüber.

Der Fall selbst ist nicht allzu komplex, man kann sich die Auflösung von Beginn an denken. Trotzdem gelingt es Beckmann, die Spannung aufrecht zu erhalten und den Hörer einige Male schwanken zu lassen, ob Mr Broderick nun Täter oder Opfer ist. In dieser Folge wird auch sehr schön ermittelt, die Lady sammelt durch heimliche Aktionen und provokante Fragen ihre Informationen - ein Genuss für den Hörer, wenn sie wieder einmal zu Höchstform aufläuft und am Ende ihre Lösung präsentiert.

Die Musik war für damals gelungen, sie unterstreicht den Charakter der Folge gut. Nach inzwischen 53 Fällen bin ich dann allerdings doch etwas verwöhnt, Dennis Rohling hat sich hörbar verbessert, die Musik klingt inzwischen aussagekräftiger und markanter, hat mehr Persönlichkeit. Auch die Geräusche der neunten Folge sind passend und fügen sich gut in die Handlung ein, trotzdem ist erkennbar, dass Hörplanet sich in den letzten 5 Jahren sehr weit entwickelt hat, authentischer und professioneller klingt.

Sprecher sind neben den Hauptrollen diesmal passend gewählt, besonders erwähnenswert sind Dietmar Wunder (Cuba Gooding Jr, Adam Sandler, Robert Downey Jr, Omar Epps aus House u.a.) und mein persönlicher Favorit Jürgen Thormann (Ian McKellen, Max von Sydow, Peter O Toole).

Insgesamt also unter den damaligen Folgen eine der besten. Manchmal fragt man sich ja, wenn man aus Nostalgiegründen alte Filme sieht, ältere Hörspiele hört "was hat mich damals daran überhaupt gereizt". Wenn ich DAS GEHEIMNIS DER TAUBEN höre, weiß ich, warum ich die Serie schon damals geliebt habe :-)


SaschaSalamander 14.06.2012, 09.12| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörspiel | Tags: Deutsch, Reihe, Krimi, Tip,

ComicSalon II - Signiertermine

Abgesehen vom Bummeln und Stöbern war es mir ein Anliegen, einige der Künstler aufzusuchen und mir Autogramme zu holen. Außerdem freute ich mich darauf, einigen bekannten Gesichtern zu begegnen. Natürlich gab es auch einige, die ich verpasst habe, aber für die Zeit, die ich dort war, habe ich eine Menge Zeichner getroffen. Verzichtet habe ich auf >Ralph Ruthe< und >Joscha Sauer<. Nummern ziehen für ein Autogramm ist nicht mein Ding, da geht mir das Gefühl "das hat der extra für mich signiert" irgendwie verloren, außerdem ist mir das zu voll, und ich habe ja damals (siehe jeweiliger Link) schon Autogramme bekommen, ebenso Christian Moser, dem zu begegnen ich bereits zweimal die Freude hatte, >hier< und >hier<. Daniela Winkler habe ich leider verpasst (und ich freue mich riesig über den >Max-und-Moritz-Publikukmspreis<, den sie gewonnen hat, meinen Glückwunsch). Es waren viele internationale Künstler anzutreffen, und mein Freund blieb einige Male begeistert stehen, als er all die berühmten Namen las, wer da gerade signiert. Ich muss gestehen, mir sagten diese Namen nichts, aber für ihn war es eine große Freude (auch, wenn natürlich gerade diese Stände leider viel zu überfüllt waren).

Etwas, das mir auffiel: man musste klar unterscheiden zwischen Künstlern, Händlern und einfach nur Leuten, die irgendeinen Verlag repräsentierten. Künstler waren natürlich voll bei der Sache, und die meisten Händler waren in ihrem Element. Was ich aber teilweise enttäuschend fand, waren die Leute, die hinter ihrem Tresen standen und die neuesten Werke ihres Verlages präsentieren sollten. Einigen von ihnen merkte man deutlich an, dass sie sich zu langweilen schienen. Auf konkrete Fragen hatten sie keine Antwort (und wieder frage ich mich: was hat jemand auf einer Fachmesse verloren, der keine Ahnung vom Fach hat? Ich verlange ja kein akribisches Detailwissen, aber Grundwissen zu den verkauften Sachen wäre wünschenswert. Ein Armutszeugnis für die entsprechenden Verlage, die keine kompetenten Leute rausgeschickt haben). Manch ein Verlag hat durch sein Verhalten, durch die "Präsentation" des Standes ein klares Eigentor geschossen. Bezeichnenderweise sogar eher die Großen, die sich keine Gedanken machen müssen um ihr Fortbestehen. Private Händler oder kleine Privatverlage dagegen glänzten wirklich durch ihre Präsentation und das Wissen um die angebotenen Titel, da war es wirklich eine Freude, ins Gespräch zu kommen und dadurch immer neugieriger auf die angebotene Ware zu werden. Ich weiß, dass ich als Kunde einer von vielen bin und dass es im Grunde nur mein Geld ist, was zählt. Trotzdem ist es schön, wenn man auch wahr- und ernst- und nicht nur ausgenommen wird ;-)

Mich fand man dann vor allem bei Delfinum Prints (bzw nebendran bei TP und kurz darauf bei Kwimbi). David Füleki signierte fleißig, und ich hatte davor fleißig eingekauft. Ich muss sagen, die ganze Bande ist mir unglaublich sympathisch, hab mich dort wohlgefühlt, das ist die Art von Kleinverlag, wie ich sie mag :-) (danke für Eure Geduld! Roy, Du hast Dir wirklich Mühe gegeben, wenn ich hier was extra wollte und da einen Sonderwunsch hatte, ich hab Dich echt in allen Kisten wühlen lassen, bis ich hatte, was ich wollte)

Und auf Arbeit kann ich jetzt ganz unverfänglich einen niedlichen "Entoman loves you" als Tasse auf den Schreibtisch stellen und mich im Stillen über seine Gewalttaten freuen. So wie man Entoman auf dieser Tasse nichts ansieht, wirke auch ich nach außen gaaanz harmlos :-)



Ich freute mich, dort auch Michael Wild zu treffen (hier in gelungener Denkerpose)



Es gibt so einige Namen, auf die man immer wieder stößt, wenn man bei David Füleki surft, Michael ist einer davon. Ich mag diese Crossover, die Vernetzungen, dadurch wird man als Fan neugierig auf andere Künstler, das ist eine geniale Werbung, und ich werde mir sicher in nächster Zeit genauer ansehen, was Michaels Apfel im Web so alles anstellt. Crossover sind etwas, das ich mir bei deutschen Autoren oder in der deutschen Mangaszene auch wünschen würde, aber da kocht meistens jeder sein eigenes Süppchen.

Aber zurück zu David Füleki, der mal bei Jazam, Kwimbi, Undergroundcomix zu finden war. Er hatte sogar einen eigenen kleinen Entoman-Aufsteller für seine Comics.

Ich freute mich riesig über die Signaturen in meine Mangas und Hefte. Er zeichnete mir auf meinen Wunsch hin einen Salamander, und weil der Platz nicht reichte, nahm er schwupps den zweiten Manga und führte das Bild dort weiter. Es war nicht gerade rappelvoll an den Ständen, aber es war trotzdem immer etwas los, kamen neugierige Kunden oder einzelne Fans. Und so kam es, dass er dann auch mehrere angefangenen Bilder vor sich liegen hatte, weil er flink mal eine Unterschrift oder eine kleine Zeichnung dazwischengeschoben hatte. Für einige nahm er sich dann doch mehr Zeit, colorierte sorgfältig, und da bat er dann auch schon mal darum, dass man später wiederkommen möge, wenn er am anderen Stand signiert. Ungewöhnlich. Aber warum nicht, ich fand es spannend :-)






Und auf Marcel Hugi Hugenschütt hatte ich mich auch sehr gefreut. Immer wieder stolperte ich über seine Videos, einzelne Bilder von ihm, umso mehr freute ich mich, dass ich auf dem ComicSalon dann ein paar von seinen Werken ergattern konnte und sogar signiert bekam.





Und dann hatte ich die Gelegenheit, mir zwei Comics von Ralf König signieren zu lassen. Über ihn muss ich nichts mehr weiter sagen, er hat Großes geleistet für die Comic- wie auch die Schwulenszene, seine Werke sind einfach Kult. Ein Foto von ihm gibt es hier nicht, dafür aber die zwei Signaturen, die ich von ihm bekam:



Und dann holten wir uns brandaktuell den zweiten Band von >STEAM NOIR - KUPFERHERZ<. Der zweite Band entstand diesmal nicht mit Benjamin Schreuder, sondern in Zusammenarbeit mit Verena Klinke, die ich zu dieser Veranstaltung kennenlernen durfte. >Felix Mertikat< konnten wir bereits letztes Jahr im Ultra Comix treffen, und direkt zur Veröffentlichung seines zweiten Bandes nun erneut, eine große Freude!




CrossCult stand direkt neben Panini, und so war es an diesem Stand leider arg eng und ungemütlich, zumal es an einem Durchgang zwischen zwei Hallen war, aber das Warten war es auf jeden Fall wert, und der Stand war liebevoll aufgebaut, man konnte während des Wartens gut stöbern. Verena schrieb einen netten Text ins Heft, und Felix fertigte eine Zeichnung an. Auf Wunsch ein Steampunk-Rabe, sehr hübsch geworden :-)



Ich bewundere all die Künstler, die in all diesem Trubel ruhig blieben, sich ihren Fans widmeten, persönliche Worte tauschten. Und ich danke den Verlagen, die solche Momente ermöglichten. Es ist immer ein ganz besonderes Erlebnis, wenn hinter dem Comic, dem Buch, dem Manga mehr ist als nur Bilder und Text. Wenn man dann auch noch den Künstler kennenlernen darf und ein paar Einblicke in das Werk bekommt, Hintergründe, Anekdoten. Ich mag die Publikumsnähe, die das Internet bietet und die sich auf solchen Veranstaltungen ergibt.

DANKE allen Künstlern (auch denen, die ich hier nicht genannt habe, das würde den Rahmen sprengen bei all den vielen Gesprächen und Kontakten, die man hier knüpfte), die sich für uns Zeit genommen haben und den ComicSalon dadurch zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben :-)

SaschaSalamander 13.06.2012, 15.29| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Events

Straßenkreuzer - Juni 2012

Jede größere Stadt hat ihr Sozialmagazin, in Nürnberg ist das der >STRAßENKREUZER<. Das Projekt vorzustellen, würde recht lange dauern, denn es gibt unglaublich viel darüber zu erzählen. Da gibt es nämlich das Magazin, das von Verkäufern an verschiedenen Ecken der Stadt verkauft wird. Aber auch Seminare, Stadtführungen, Bücher, eine CD und immer wieder Veranstaltungen. Auf der >Homepage< kann man sich umfassend darüber informieren. Seit ich hier wohne, habe ich immer wieder einmal ein Heft gekauft, seit ein paar Jahren kaufe ich regelmässig und kann die neue Ausgabe kaum erwarten. Die Beiträge sind prima geschrieben, gut zu lesen, die Themen sind sehr gut ausgewählt und jedes Mal interessant. Was für eine Zeitschrift ungewöhnlich ist: ich lese nahezu jeden Artikel und lasse nur selten einen Beitrag aus!

Die aktuelle Ausgabe finde ich für mich persönlich besonders gelungen, weil es mich dieses Mal persönlich anspricht und meine Lebenswelt in verschiedenen Bereichen berührt. Klar, da ist das Heft dann noch spannender als sowieso schon. Aber weil ich diesmal so begeistert bin, möchte ich Euch das Heft kurz vorstellen:

VON OPFERN UND TÄTERN ist das Thema im Juni 2012. Natürlich findet man die üblichen Rubriken an gewohnter Stelle: Vorstellung einzelner Verkäufer, Gruß an die Leser, Kulturtipps, Cartoons, >Schreibwerkstatt<, >Rezept<, Preisrätsel.

Und rund um das Thema Täter / Opfer findet man unter anderem folgende Beiträge:

- Die provokante Frage, weshalb Senioren trotz der Pflegeskandale keine Angst vor einem Leben im Heim haben sollen

- Der Sozialpsychologe Harald Welzer stellt sich in einem Interview den Fragen darüber, was einen Menschen zum Täter werden lässt

- der >Treffpunkt e.V.< stellt sein Projekt Täter-Opfer-Ausgleich unter Leitung von Frau Michaela Franke vor, die Schwierigkeiten aber auch Möglichkeiten werden beleuchtet.

- Rosemarie und Ingrid Geier erlitten einen Angriff ihres schizophrenen Verwandten, erlebten Ausgrenzung, Scham und Stigma. Vor 13 Jahren gründete Frau Rosemarie Geier die Nürnberger Selbsthilfegruppe von Angehörigen psychisch Kranker.

- Nürnberg und Mafia? Oh ja, Werner Mikulasch, ehemaliger Chef der Nürnberger Kripo und heute Vizepräsident des Polizeipräsidiums Oberfranken berichtet vom Einfluss der italienischen Mafia in Nürnberg

- Oliver Bottini, Wolfgang Zdral und Petra Nacke, alle drei Krimiautoren aus Nürnberg. Was treibt einen Menschen vom Schreibtisch in den Mord? ;-)

- Ein Beitrag über die Sendung STRAFZEIT des Senders >RADIO Z<, die eine Verbindung zwischen Angehörigen und Inhaftierten des Nürnberger Gefängnisses darstellt

- ein offener Brief des Journalisten Michael Schwab an den Bundespräsidenten Joachim Gauck über das Thema Freiheit.

Ältere Hefte kann man gerne >kostenlos downloaden< (wobei ich finde, eine kleine Spende ist angebracht, wenn einem die Hefte gefallen, es steckt viel Liebe und Mühe in jeder einzelnen Ausgabe), das aktuelle Heft kann man in Nürnberg vielerorts bei den Verkäufern beziehen.


SaschaSalamander 13.06.2012, 09.30| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Die 30 besten englischen Kinderlieder

kinderlieder_1.jpg>DIE 30 BESTEN ENGLISCHEN KINDERLIEDER< ist eine kleine Sammlung aus der Reihe "die besten 30 -Lieder". Da gibt es Bewegungslieder, Partylieder, klassische Kinderlieder, und in diesem Fall eben typisch englische Songs. Eine nette Idee, die mir als Erwachsenem genauso gefiel wie wohl auch den Kindern.

Englisch als Sprache wird immer häufiger, und gerade junge Menschen lernen Sprachen einfacher als später die Erwachsenen. Spielerisch mit Musik und Spiel wird oft schon im Kindergarten der erste Weg zum Lernen einer Fremdsprache gelegt, und diese CD ist dafür eine nette Ergänzung. So gibt es Aktionslieder wie etwa IF YOU´RE HAPPY (clap your hands / stomp your feet etc) oder HEAD, SHOULDERS, KNEES AND TOES, lehrreiche Lieder wie ABC, Lieder zum Zählen wie FIVE LITTLE DUCKS oder PETER HAMMERS oder international bekannte Songs wie OLD McDONALD HAD A FARM, auch klassische Texte wie HUMPTY DUMPTY dürfen nicht fehlen. Und der Spaß kommt mit lustigen Titeln wie A HOLE IN THE BUCKET oder I´M A LITTLE TEAPOT und anderen natürlich nicht zu kurz.

Als Erwachsener habe ich es ebenso genossen: ich fand es spannend, wie bekannte Lieder in unterschiedlichen Ländern gesungen werden, etwa die Melodie von "es regnet, es regnet, die Erde wird nass" ist hier mit anderem Text (ebenfalls ein Regenlied, aber anderer Kontext) zu hören. "Bruder Jakob", dachte ich, sei international überall gleich (ich denke an "Frere Jaques" aus Frankreich), aber hier ist die Melodie, ebenfalls als Kanon, mit dem Text I HEAR THUNDER zu hören. Dann kamen natürlich viele Erinnerungen auf, von einigen Liedern kennt man aus dem Alltag nur die Melodie, sei es aus der musikalischen Früherziehung oder weil sie in den Medien immer wiederkehren (ein solcher Klassiker ist zum Beispiel TWINKLE, TWINKLE, LITTLE STAR, dem man immer wieder begegnet). Wieder andere Songs waren mir komplett unbekannt, sodass es auch für mich noch einiges zu entdecken gab.

Die Songs sind nett eingespielt von Simone Sommerland, Karsten Glück und den Kita-Fröschen, die Stimmen sind angenehm und sehr gut zu verstehen, die Aussprache ist klar und deutlich. Die Musik selbst klingt für mich leider ein wenig steril, erinnert mich an meinen Keyboardunterricht: Rhythmus einstellen, automatischer Beat im Hintergrund, und dann straff durchgezogen ohne Punktierung, Betonung, künstlich und unpersönlich. Es wird nicht am Tempo variiert, auch die Lautstärke bleibt weitgehend gleich. Aber gut, es ist kein klassisches Werk mit Dirigent und persönlicher Interpretation, es ist eine Kinderliedersammlung, und dafür ist es okay und gerade richtig: die Kinder lernen den Rhythmus, können prima folgen und vermutlich schneller mitsingen als die Großen. Eine ganze CD am Stück ist dann aufgrund dieser Machart ermüdend, aber das dürften für Erwachsene wohl alle Kinderlieder-CDs sein ;-)

Auch, wenn ich mich jetzt womöglich oute, aber - ich lasse einige der Songs für unterwegs auf meinem Player. Heute früh auf dem Weg zur Arbeit habe ich die CD gehört, und das war richtig aufbauend. Witzig, zum Munterwerden, und ich ertappte mich einige Male dabei, wie ich mit dem Fuß mitwippte und am liebsten dazu getanzt hätte. Genau das Richtige, wenn man an einem grauen Tag noch nicht richtig wach ist und ein wenig gute Laune braucht. Meine Arbeit startete ich heute mit einem Lächeln im Gesicht.

SaschaSalamander 12.06.2012, 09.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Kinder

Delirium

oliver_delirium_1.jpegIm Web finden sich bereits unzählige Rezensionen zu dem Buch DELIRIUM, allzu neu ist es auch nicht mehr, also werde ich das Buch jetzt nicht zerlegen und detailliert auf einzelne Punkte eingehen, schreibe statt dessen nur einen allgemeinen Eindruck darüber, nachdem ich es in den letzten Tagen gehört habe.

Kurz zur Handlung: Magdalena lebt in einer Zeit nach der unseren, Liebe wurde verboten, nach dem 18ten Geburtstag wird man "geheilt". Alles ist rational und praktisch in der Gesellschaft, Ehen werden nach einem festen System geschlossen, bei dem die Menschen aus einer Liste einen potentiellen Partner wählen dürfen, Kinder werden ohne Liebe, dafür jedoch höchst praktisch und pädagogisch erzogen. Bald ist es so weit, dass Lena "geheilt" werden soll, noch genießt sie die letzten Wochen ihres Schulabschlusses und die Zeit mit ihrer besten Freundin. Doch dann lernt sie Alex kennen, sie verliebt sich, und plötzlich sieht sie die Welt mit anderen Augen, die langersehnte Heilung wird zu einer unausweichlichen Bedrohung!

Die Idee selbst ist nicht neu, unter den aktuellen Veröffentlichungen allerdings ist der Gedanke noch recht unverbraucht. Das Thema klingt interessant, und ich war recht angetan von dem Buch. Der Anfang liest sich sehr flüssig, ich fand die Darstellung von Lenas Welt recht interessant.

Für mich selbst möchte ich das Buch in zwei Teile teilen: der erste Teil ist bezogen auf die Emotionen neutral, denn Lena freut sich auf den Eingriff, hat ihre Gefühle wie es von der Umwelt erwartet wird unter Kontrolle. Alles wird rational geschildert, man erfährt wenig über die Welt an sich, dafür jedoch über Lena und ihr Umfeld, lernt bald darauf auch Alex kennen. Lena besucht verbotene Treffen, erhält einen ersten Einblick, dass es mehr gibt als das, was man nach außen propagiert. Dieser Teil gefiel mir sehr gut, da er sich sehr stark von den üblichen Dystopien unterscheidet.

Ganz ehrlich? Zielgruppe sind meist junge Mädchen, und entsprechend sind viele Bücher sehr kitschig gehalten, die Emotionen kochen hoch, überall Blümchen, Schmetterlinge, unendliche Liebe und alles rosarot. Handlung oft nett, aber der Schmalz ein unnötiges Übel. Umso mehr habe ich es genossen, dass die erste Hälfte des Buches so anders war und sich dadurch deutlich vom Mainstream abhob, ich war begeistert und ging davon aus, ein ganz besonderes Buch in den Händen zu halten, was Inhalt, Aufbau und Machart betrifft.

In der zweiten Hälfte erfährt man wesentlich mehr über die zukünftige Welt ohne Liebe, der Leser bekommt gemeinsam mit Lena einen Blick "hinter die Kulissen", erfährt von dem, was die Medien verschweigen und was niemand öffentlich zugeben würde. Das gefiel mir, die Idee einer Welt ohne Liebe wurde immer greifbarer und durchdachter. Aber da Lena sich nun auch immer mehr zu Alex hingezogen fühlt, "infiziert" ist vom Virus der Amor Deliria Nervosa, wird das Buch an diesem Punkt dann doch wieder eines von vielen. Unrationales Verhalten aufgrund übermäßiger Verliebtheit, rosarote Brille, Herzklopfen, Schmetterlinge im Bauch, unreifes Verhalten und der übliche Kampf gegen das System. Nett umgesetzt, schön geschrieben, ein Buch von vielen, fast wie aus der Jugendroman-Fabrik. Superlative ohne Ende, sobald es um ihre sooooo innigen Gefühle geht, das mag ich niemandem abstreiten, aber ich habe auch keine Lust, zum hundertsten Mal das gleiche Buch in nur minimaler Variation zu lesen.

Das Ende dann krachwumm mit einem großen Knall, man kann DELIRIUM getrost als Einzelband lesen, das Ende ist nicht gerade "happy", aber das ist das in diesem Buch vielzitierte ROMEO UND JULIA auch nicht. Aus gefühlter "wahrer Liebe" wird irgendwann Alltag, und das kann ein Autor dem Leser nicht zumuten, doch durch einzelne Kniffe des Autors kann die Liebe der Protagonisten immer im Herzen getragen werden. "Wenns am schönsten ist, soll man aufhören". Prima gelöst, fand ich sehr gelungen von der Autorin. Weniger gelungen finde ich, dass es der erste Teil einer Trilogie ist, es wird also weitergehen. Hätte meiner Ansicht nach nicht sein müssen, damit zerstören viele Autoren ihr Werk selbst: indem sie kein Ende finden. Wäre Romeo und Julia ein Roman der heutigen Zeit - die Autoren hätten sicher einen zweiten Teil geschrieben, in dem sie doch nicht tot sind, wo sie weiterleben und das nächste Abenteuer bestehen. Nein, Romeo und Julia wurden unsterblich in der Literaturwelt, weil der große Meister wusste, wann Schluss ist.

Insgesamt fand ich DELIRIUM klasse, anfangs konnte ich kaum aufhören, wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, und ich hoffte, eine Perle unter den vielen Neuerscheinungen gefunden zu haben. Doch etwas nach der Hälfte wurde es zu einem der üblichen Bücher, die nett zu lesen sind, die Teenager erfreuen und die man bedenkenlos jedem empfehlen kann, der dieses Genre liebt. Es unterhält, ist spannend geschrieben, es gefällt. Es ist "nett". 

SaschaSalamander 11.06.2012, 15.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Dystopie, Jugend,

Comic Salon I - Allgemeine Eindrücke

Der Erlangener >ComicSalon< dauerte vom 07.06. bis zum 10.06.2012. Zur Eröffnung wollte ich nicht hin, auch für das Wochenende erwartete ich Full House. Also gingen wir am Freitag, wo es dann doch etwas angenehmer war. Der ComicSalon findet alle zwei Jahre statt, dieses Jahr durfte die Stadt zum fünfzehnten Mal dieses Event erleben. Ich habe ihn das erste Mal besucht, habe also keine Vergleiche zu den Vorjahren. Dieses Jahr jedenfalls war die komplette Stadt im Zeichen des Comics. An vielen Austragungsorten fanden Seminare statt, Workshops, Ausstellungen, Wettbewerbe, Battles, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Lesungen, Performances, Preisverleihungen, Comic-Clash, eine Comicbörse, Signierstunden, und und und.

Ein wenig reut es mich schon, dass ich nicht mehr von diesem Event mitgenommen habe. Ich hätte gerne einige Vorträge besucht oder Ausstellungen besucht, an Veranstaltungen teilgenommen. Aber schon die über sechs Stunden am Donnerstag waren sehr anstrengend. Ich habe viel gesehen, viel erlebt, Neues kennengelernt und bin randvoll mit Eindrdücken. Auch denke ich, dass man ein wenig tiefer in der Szene verwurzelt sein und sich besser auskennen muss, um wirklich alles zu erfassen. Es ist eine ganz eigene Welt, die dem Besucher an diesen vier Tagen präsentiert wird, und die Organisation hat viel Mühe aufgebracht, um all das möglich zu machen, ich war nach meinem Besuch sehr beeindruckt. Wer jedoch alle vier Tage besucht und so viele Veranstaltungen und Ausstellungen als möglich mitnimmt, der ist vermutlich selbst beruflich in der Szene tätig oder aber einer der GANZ großen Fans.

Ich habe lediglich die Kongresshalle besucht, in der die Verlage ihre Werke und Künstler präsentieren. Zuerst haben wir uns umgesehen, einen Überblick verschafft, uns die Stände gemerkt, denen wir später noch genauere Aufmerksamkeit widmen wollten. Danach eine kleine Stärkung, und dann gezielt einzelne Verlage und Händler aufsuchen. Zum Abschluss holten wir uns Autogramme.

Und wieder das Gefühl "ich hätte so gerne auch von dem und dem ein Autogramm gehabt" und "schade, dass ich diesen Künstler verpasst habe" und "mensch, an diesem Stand war viel zu viel los, da kam ich überhaupt nicht ran", "was für ein spannendes Thema, die Diskussion hätte ich gerne gehört". Aber das dürfte wohl überall so sein, ob das auf der Animagic ist, auf der Leipziger Buchmesse, egal ob Convention, Messe oder anderes, wo eine Menge Fans an vielen Tagen aufeinandertreffen, da darf man nicht dem Verpassten hinterhertrauern, sondern man muss sich über das Erlebte freuen. An jeder Ecke ist etwas los, es ist unmöglich sich zu langweilen, und egal wo man ist - andernorts verpasst man etwas, das gerade mindestens genauso spannend gewesen wäre.

DSCF5181_200.JPGIch denke, es macht auch einen Unterschied, ob man "um die Ecke" wohnt, flink mal mit dem Bus hinfährt und weiß, dass man in zwei Jahren wiederkommt. Oder ob man von weit her angereist kommt, vielleicht sogar übernachtet. Das sind zwei doch grundsätzlich verschiedene Erwartungshaltungen. Und meine Erwartung war einfach: hingehen, einen Tag lang Eindrücke sammeln und in zwei Jahren wiederkommen. Von daher kann ich weder Unmassen an Fotos bieten noch könnte ich einen kilometerlangen Bericht über die verschiedensten Veranstaltungen bieten. Kein Bericht, lediglich Impressionen ;-)

Schon bevor wir die Halle betraten, wurde uns ganz deutlich gezeigt, was uns erwartet: Werbung für das das neue DC Universum. Und Nichtlustig Merchandise überall, sei es der wandelnde Tod oder ein Fotoaufsteller von den Lemmingen. Und noch mehr DC Pappaufsteller, Wandposter u.a. Auch in der Halle stieß man immer wieder auf diese Werbung, was mir auf Dauer etwas zuviel war.

In der Menge traf man einige verkleidete Fans, Anime ebenso wie Marvel, DC und andere. Leider kann ich nicht alle Fotos hochladen. Zum einen war das Fotografieren verdammt schwer, weil ständig jemand vor das Motiv rannte und ich wesentlich mehr Arme, Hinterköpfe und Rucksäcke fotografierte als tatsächliche Motive. Zum anderen, weil ich nicht ungefragt Gesichter von Fans hochladen möchte, so nett die Cosplays und so spannend die vielen Händlerstände waren. Trotzdem hier ein paar Eindrdücke aus der Masse.

(die Fotos entstanden teilweise sehr früh kurz nach der Öffnung, als es noch nicht so voll war wie nachmittags, der Schein auf den Fotos trügt also. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie heftig es zur Eröffnung oder gar am Wochenende war, als sich die Menschenmassen stapelten)










SaschaSalamander 11.06.2012, 09.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Events

Statistik KW 23

GELESEN / GEHÖRT
1 - Über Literaturkritik (M Reich-Ranicki)
1 - Die 30 besten englischen Kinderlieder
1 - Lady Bedfort 09 - das Geheimnis der Tauben
1 - Entomans Eiscreme-Party d tödlichen Sünden (D Füleki)
1 - Die Dämonenbraut / Wildes Begehren (I L Minden)
2 - Sternhagelglücklich (C Koch)
2 - Das Tal 2.2 - Das Erbe (K Koch)
2 - Delirium (L Oliver)
2 - Die Kuh, die weinte (A Brahm)
2 - Das Känguru-Manifest (M U Kling)
3 - Finding Sky - Macht der Seelen 01 (J Stirling)


GESEHEN
Don´t be afraid of the Dark


NEUZUGÄNGE
Dämonenbraut / Wildes Begehren (I L Minden)
Nur für Dich (S Gernt)
Die Legende von Sleepy Hollow (I Washington)
The Book of ultimate Truth (Cornelius Murphy Trilogy) (R Rankin)
Dunkle Schwingen 02 (N Henser)
D Geheimnis d Felsenkinder (L Kupka)
Der Kindle-Killer (L Olson)
Freie Fische (D Gray)
Engelherz 01 - Die Lilith-Chroniken (J Schreiner)
Struwwelpeter - die Rückkehr (D Füleki)
Entomans Eiscreme-Party d tödlichen Sünden (D Füleki)
Epic Brawl 1-4 (D Füleki)
D traurige Gesch v Elefanten, d so gerne Fleiß as (Hugi)
Sodomie und andere Liebesgeschichten (Hugi)
Der spaßige aber auch sinnlose Tod eines Einzelkindes (Hugi)
Go in and win (Hugi)
Kondom des Grauens (R König)
Jago (R König)
Kleine freie Männer (T Pratchett)
Wie man einen verdammt guten Roman schreibt (J N Frey)
Sternhagelglücklich (C Koch)
You´re a bad man, Mr Gum (A Stanton)
Sie sind ein schlechter Mensch, Mr Gum (A Stanton)
Kritiken schreiben (S Porombka)
Königs Lernhilfen - Literaturkritik u literarische Wertung


ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - teilweise
3 - abgebrochen

SaschaSalamander 10.06.2012, 20.59| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Ich habe eine neue Geschäftsidee

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SaschaSalamander 10.06.2012, 10.05| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Passwort

Die Dämonenbraut

minden_lustpunkte_1.JPGZwei Kurzgeschichten, die in den nächsten Tagen in dem Buch LUSTPUNKTE zu finden sein werden. WILDES BEGEHREN steht außerdem als Bonusgeschichte in der Neuveröffentlichung des Buches VERLOCKENDE VERSUCHUNGEN. Ich finde die Idee praktisch, schön dass dank Ebook und Co so etwas inzwischen möglich ist. Außerdem nutze ich auf diese Weise bei mir noch unbekannten Autoren gerne die Möglichkeit, einfach mal in ein paar Geschichten hineinzuschnuppern, bevor ich teures Geld für ein komplettes Buch investiere.

DIE DÄMONENBRAUT sucht Ryan nachts in seinen Träumen heim. Seine Beziehung ist kurz vor dem Ende, er fühlt sich leer, da kommt ihm so ein feuchter Traum gerade recht. Die dominante Dämonin mit ihren beiden Dienerinnen sorgt für eine heiße Nacht. Als er am nächsten Morgen aufwacht und zur Arbeit geht, erwartet ihn dort allerdings eine ungewöhnliche Überraschung ...

Ich muss zugeben, dass mich DIE DÄMONENBRAUT überrascht hat. Die Handlung war recht nett gestrickt: in dem Moment, als Ryan ins Büro kommt, erfährt die Story eine ungewöhnliche Wendung. Statt Erotik geht es nun um Dämonen, Verrat und sehr viel mehr. Zugegeben, für eine Kurzgeschichte hatte ich nicht unbedingt mit einem solchen Plot gerechnet. Für eine Kurzgeschichte sogar fast etwas zuviel Inhalt, den man gerne in ein kurzes Büchlein hätte packen können. Trotzdem, die Story hat mir sehr gefallen.

WILDES BEGEHREN erzählt von Trish, die auf dem Weg zur Arbeit überfallen wird. Die Kollegen sind besorgt, nur ihr Chef verzieht keine Miene. Kurz darauf läuft Trish ein Hund zu, der sie zukünftig vor allen Gefahren beschützen will. Ob sie ihm ihr Geheimnis anvertrauen kann?

Trish dagegen hat mich im positiven Sinne amüsiert, eine Geschichte für zwischendurch, lesen und lächeln. Im Stil etwas einfacher gehalten, die Handlung  absolut vorhersehbar. Und gerade deswegen herrlich entspannend, gemütlich, eine ideale GuteNachtGeschichte vor dem Zubettgehen. Trish und ihr Chef sind mir auf diesen wenigen Seiten sofort ans Herz gewachsen. Das Knistern zieht sich durch den gesamten Text, der kurze erotische Moment ist direkt und leidenschaftlich, trotzdem steht die Handlung der Erotik keinesfalls hintenan.

Mir gefällt dieses Mal das Cover ausgesprochen gut. Vor allem, weil es zu beiden Geschichten einen engen Bezug hat und gut zum Inhalt passt.

Kurz gesagt: zwei nette Geschichten, die den Kauf auf jeden Fall lohnen, wenn man einen Vorgeschmack auf LUSTPUNKTE wünscht, oder wenn man die anderen Geschichten schon kennt und das Buch nicht mehr kaufen möchte.

SaschaSalamander 09.06.2012, 14.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Erotik, Fantasy, Dark, Deutsch,

Verlockende Versuchungen - Neuauflage

2009 erschien VERLOCKENDE VERSUCHUNGEN der Autorin Inka Loreen Minden im Ubooks Verlag. Das Buch ist nicht mehr erhältlich, also wurde ein wenig überarbeitet und erscheint jetzt, Juni 2012, in neuem Gewand als Eigenpublikation der Autorin. Das nehme ich zum Anlass, auch meine Rezension zum Buch selbst ein wenig zu überarbeiten und dem aktuellen Buch anzupassen ;-)


INHALT DES BUCHES

In VERLOCKENDE VERSUCHUNGEN nahezu jedes Märchen- und Fantasyelement geschnappt, das nicht bei drei auf den Bäumen war. Hier ein Drache, dort ein Dämon, Schneewittchen, Rapunzel und Dornröschen dürfen auch nicht fehlen, es gibt einen Zauberspiegel, Elben sind auch zu finden, und natürlich Vampire. Kunterbunt durcheinander, wild vermengt und das Ergebnis ist ein Buch, so humorvoll und zugleich auch erotisch, wie man es noch nicht gelesen hat. Ich habe versucht, einen roten Faden zu finden, doch gemeinsam ist allen Geschichten wohl wirklich nur, dass sie in einer fiktiven Märchen- oder Fantasywelt spielen und direkt oder indirekt mit Sex zu tun haben.

Da verliert ein Vampir seine Geliebte und findet sie nach langer Zeit zurück, doch gehört sie nun nicht einem anderen? Ein Engel und ein Dämon verlieben sich und verbringen gemeinsam ihre Zeit in den unteren Örtern, auf der Erde und im Kino. Das devote Schneewittchen wurde von den Zwergen leider mit dem falschen Prinzen verheiratet und klagt nun über fehlende Schläge. Die böse Moorhexe will ein unschuldiges (?!?) Mädchen verführen und wird von einem selbstlosen Jäger bezwungen. Wer ein Zauberartefakt zu seinem eigenen Vorteil missbraucht, der macht Bekanntschaft mit Rapunzels lukrativem Nebenjob. Eine Elfenprinzessin soll den Prinzen des Nachbarvolkes heiraten, obwohl doch alle wissen, dass dessen Bewohner alle knollennasig und krummbeinig sind. Und einige weitere Geschichten, die den Leser ungläubig, lachend und begeistert mit dem Kopf schütteln lassen.


ÄNDERUNGEN IN DER NEUAUFLAGE

Im Buch selbst waren die Geschichten in mehrere Teile getrennt und bunt im Buch verteilt, zwischen Teil eins und Teil 3 lagen oft mehrere andere Geschichten. Dies wurde nun geändert: die dreiteilige Geschichte, BRENNENDE BEGIERDE, wurde zu einer einzigen Geschichte zusammengefasst (übrigens auch getrennt vom Buch erhältlich), die Zweiteiler sind nun hintereinander angeordnet. Großer Pluspunkt!

Das Cover selbst wurde natürlich auch geändert. Ich poste hier zum Vergleich beide Titel. Das alte Cover ist recht nett, der Blick der Frau verspielt, ihr Haar ein wenig verstrubbelt und passend zu den Geschichten wirkt es erotisch aber doch nicht ganz so ernst. Das neue Cover mit mit dem weißen Kleid, der roten Unterlage und der drapierten Frau betont etwas stärker den Märchenaspekt des Buches. Beide Bilder haben ihren Reiz, das neue dürfte vermutlich aufgrund des netten Farbkontrastes die Blicke der Leser noch mehr auf sich ziehen.

Und natürlich wurde ein klein wenig am Text gefeilt, drei Jahre sind eine lange Zeit für einen aktiven Autor, Minden hat sich seitdem gesteigert, und entsprechend hat sie hier und da ein wenig ausgebessert. In den meisten Stories nur ein paar Formulierungen oder kleine Ergänzungen, in den beiden Gaystories an der Perspektive gefeilt, die Geschichten selbst sind jedoch alle original beibehalten.

Als Bonus gibt es zusätzlich die Geschichte WILDES BEGEHREN aus dem Buch LUSTPUNKTE (erscheint in den nächsten Tagen bei Elysion Books), das die bisherigen dunkleren Geschichten des Bandes um einen Gestaltwandler bereichert.


ERZÄHLWEISE, HUMOR

Die Stimmung des Buches erinnerte mich in nahezu jeder Geschichte an eine Disney - Parodie. Eine Prinzessin, zwitschernde Vögel auf dem Baum, dazu ein geträllerter Song im höchsten Sopran, bauschige Kleider und wunderhübsche Gesichtlein mit geröteten Wangen. Und dazu die witzigen Umschreibungen. Ich bin froh, dass ich noch das ältere Buch habe, denn da sieht man, wie die Autorin sich weiterentwickelt hat, ich mag diese Vergleiche. Doch insgesamt besser ist natürlich die Neuauflage, und die kann man inzwischen nicht mehr nur Fans von Minden empfehlen, sondern auch Neulingen.

Ich habe sehr oft gelacht über die absurden Situationen. Meine Lieblingsszene (kein Spoiler) ist ein sterbender Mann, und zack puff steht plötzlich ein goldener Drache auf der Lichtung und bringt alles wieder ins Lot. Keine Ahnung woher, keine Ahnung wohin, aber sollten wir nicht alle so einen goldenen Zauberdrachen haben? Oder der selbstlose Jäger, der - wir sind ja im Erotikroman - der die Moorhexe mit seinem "Jagdgewehr" von hinten außer Gefecht setzt und dem wirklich außerordentlicher Dank für sein uneigennütziges Tun gebührt (wer will es schon mit einer Moorhexe treiben). Wie gesagt: skurril, völlig abgefahren und so ganz anders als alles, was man von einem Buch mit erotischen Kurzgeschichten erwartet.


FAZIT

Aufgeschlossen sollte man auf jeden Fall sein. Denn abgesehen davon, dass eine Menge Märchen und Fantasyfiguren aufs Korn genommen werden, gibt es hier auch so ziemlich alles: Gay, SM, Hetero, freiwillig und unfreiwillig. Wer also ausschließlich Heteroerotik sucht, oder wer sich nicht für SM begeistern kann oder eben etwas Spezielles sucht, der wird hier nicht fündig. Wer vielseitig ist und sich vorstellen kann, dass Humor und Erotik sich nicht gegenseitig ausschließen, der ist hier auf jeden Fall richtig. Absoluter Geheimtipp für alle Inka Loreen Minden Fans, die bisher nur die neueren Werke kennen ;-)

  

SaschaSalamander 09.06.2012, 08.48| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Deutsch, Erotik, Queer, BDSM, Märchen, Fantasy, Tip, Vampire, Kurzgeschichten, Humor,

Kurzgeschichte vs Roman

Immer wieder lese ich in Rezensionen "eigentlich mag ich Kurzgeschichten ja nicht so", und auch im Freundeskreis oder unter Bekannten, wenn über Bücher und Geschichten diskutiert wird, habe ich den Eindruck, dass Kurzgeschichten gar nicht so gerne gelesen werden. Verstehe ich nicht. Absolut nicht. Ich liebe Kurzgeschichten. Klar, mir geht nichts über einen herrlich dicken Schmöker. Aber was Kleines zwischendurch ist auch toll, ich könnte unzählige Gründe nennen, warum ich Kurzgeschichten liebe und gerade sie für eine besondere Kunstform des Schreibens erachte.

Mögt Ihr Kurzgeschichten? Warum? Warum nicht?

SaschaSalamander 08.06.2012, 15.29| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zerlegt

Nur eine Woche

orca_woche_1.jpgJanina ist eine erfolgreiche Architektin. In ihrer Beziehung ist sie Sub, sie mag Latex, ihr Herr ebenso. Nun ist es soweit: ihr Herr will den Beweis, dass sie ihm vertraut, und er stellt ihr die Aufgabe, eine Woche lang seinen Kleiderwünschen auf Arbeit nachzugehen sowie kleine Aufgaben zu erfüllen. Er möchte sich nicht verstecken, wünscht dass seine Freundin sich outet. Sie wagt den Schritt und versucht nun, seine sich täglich steigernden Aufgaben zu erfüllen. Es beginnt mit Latexstrümpfen im Büro, am zweiten Tag bereits trägt sie deutliche Oberbekleidung aus Latex. Die Situation auf Arbeit wird kritisch, wie soll sie den Kunden gegenübertreten, und kann der Chef eine Teamleiterin in diesem Outfit wirklich dulden? Was ist Janina wichtiger - ihre Beziehung oder die Angst vor Konsequenzen in der Öffentlichkeit?

Ein Roman, den ich in die Hand nahm, weil ich einfach zwischendurch gerne mal Sachen lese, mit denen ich auf den ersten Blick nicht viel anfangen kann, schließlich lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen und befasse mich mit Dingen, die mir nicht unbedingt zusagen. Latex, Bürojob, 24/7 mit Kleiderordnung ... "wem´s gefällt", wie man so schön sagt. Ein gutes Buch schafft es aber, den Leser mitzureißen, ob er sich für ein Thema interessiert oder nicht. Und das war hier absolut der Fall! Und ich muss sagen, der Autor hat das Thema Latex und Fetisch so gut erklärt, dass man auch als Außenstehender wirklich einen schönen Einblick bekommt. Was findet jemand an Latex toll? Wie fühlt es sich an, dieses Material auf der Haut zu tragen? Wie pflegt man Latex, und was gibt es für Möglichkeiten mit diesem Material?

Als ich die Beschreibung las, dachte ich "na toll, und wieder ein Top, der irgendwelche dummen Sachen verlangt, und irgendein Weibchen rennt ihm hinterher und erfüllt ihm seine Phantasien". Pustekuchen! Statt dessen konfrontiert Mike Orca, der sich selbst in der Fetischszene bewegt und sehr gut weiß, wovon er hier in seinem Buch erzählt, den Leser mit einer selbstbewussten jungen Frau, die zwar ihrem Herrn ergeben ist aber dennoch ihren eigenen Kopf hat. Sie weiß, dass sie ihrem Freund vertrauen kann, und sie weiß, dass er sie auffangen wird, falls es auf Arbeit schiefgeht. Zugegeben, hier kommt der Faktor Geld dazu, der so in der Realität wohl nicht gegeben ist in diesem Ausmaß, aber dafür ist es ein Roman, fast schon ein Märchen. Ein Märchen von einer selbstbewussten Prinzessin und ihrem strahlenden Ritter auf dem weißen Pferd, jedoch alltagsnah und fast realistisch.

NUR EINE WOCHE ist stellenweise weniger ein Roman als vielmehr fast schon eine Beschreibung. Sehr detailliert wird auf die Kleidung, die Latexpflege, die Aufgaben eingegangen. Die Charaktere sowie die Handlung selbst bleiben dabei etwas im Hintergrund, sind jedoch trotzdem sehr gut durchdacht und greifbar. Das Verhalten der Protagonistin ist erstaunlich gut nachvollziehbar, und auch wenn der Leser selbst nicht so gehandelt hätte, ist doch alles gut erklärt und einfühlsam geschildert. Besonders gefielen mir die Reaktionen der Kollegen. Wie gesagt, es mutet stellenweise fast ein wenig wie ein Märchen an, es geht alles gut, und recht schnell erkennt der Leser, dass man sich hier weniger auf Konflikte einstellen muss denn auf bewegende Momente. In der Realität mag es nicht so glimpflich ablaufen, und nur wenige würden ihren Job auf diese Weise riskieren wollen. Aber NUR EINE WOCHE ist Fiktion, und dementsprechend geht alles glatt, die Kollegen halten zu ihr, der Chef geht auf ihre neue Rolle ein, und wenn Not am Mann ist hat ihr Herr ganz sicher noch einen Trumpf in der Hand.

In der Realität kann man den Job verlieren, und deswegen (oder vielleicht auch aus einem anderen Grund, das weiß ich nicht) schreibt der Autor unter einem Pseudonym. Aber hey, Lesen soll dazu dienen, dem Alltag zu entfliehen, sich seinen Phantasien hinzugeben. Und deswegen gibt es in diesem Buch ein Outing vor Kollegen, Freunden und Familie, wie jeder es sich nur erträumen kann. Ach, wenn das wahre Leben nur genauso einfach wäre :-)

Was ungewöhnlich ist in diesem Genre, aber was mir außerordentlich gut gefiel: ich habe sehr oft gelächelt, es tat einfach gut: die Reaktionen der Kollegen, die Begeisterung Janinas, ihr stetig wachsendes Selbstbewusstsein von der schüchterenen Frau hin zur stolzen Sub, es berührt den Leser und zaubert mehrfach ein Strahlen ins Gesicht. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Es ist witzig, wenn durch Janinas Verhalten nach und nach die Kollegen anfangen sich zu outen. Denn mal ehrlich, ein klein wenig Abenteuerlust steckt doch in uns allen, und wer weiß schon, was die Chefsekretärin unter ihrer Bluse trägt und welche Schuhe die Kollegin abends für ihren Freund anzieht und ob der schüchterne Kollege die Lederhose wirklich nur fürs Motorrad gekauft hat? Auch wenn Janina ihrer Aufgabe nachkommt und offen allen Fragen Rede und Antwort stehen muss, ergibt sich so manch witzige Situation, sei es im Fitness-Studio, beim Autowaschen, auf der Post oder oder oder.

Erotik im sexuellen Sinne gibt es keine, denn Janina trägt einen Keuschheitsgürtel, außerdem ist ihr Herr in dieser Woche für sie nicht greifbar, sie soll die Situation alleine meistern. Aber Erotik ist nicht nur Sex, Erotik ist Sinnlichkeit, und auch Fetisch hat seinen eigenen Platz in der Welt des BDSM und Bizarr, und für die Sinne wird hier viel geboten, denn das Gefühl von Latex, der Geruch, die Haptik, das vermag der Autor so deutlich zu beschreiben, dass man direkt meint es beim Lesen zu riechen.

Auch, wenn die Geschichte sehr vorhersehbar ist und man nach wenigen Seiten ahnt, worin es gipfeln wird und dass Janina keine wirkliche Gefahr auf Arbeit droht - trotzdem konnte ich das Buch nur schweren Herzens beiseite legen. Ich konnte das nächste Gespräch mit der Kollegin nicht abwarten, danach wollte ich sofort wissen, welche Aufgabe ihr Herr als nächstes stellt, und danach musste ich doch unbedingt erfahren, was sie im Laden für neue Kleidung kaufen wird, und so weiter und so fort, ich war wirklich erstaunt über die Faszination, die dieses Buch auf mich ausgeübt hat.

So begeistert ich bin - eine Kleinigkeit muss ich dennoch anmerken: es ist wie gesagt recht nüchtern geschrieben, die Dialoge klingen stellenweise ein wenig hölzern. Es liest sich eben wie gesagt weniger wie ein glatter Roman als vielmehr wie eine Beschreibung. Doch nach wenigen Seiten hat man sich an diesen ungewöhnlichen Stil gewohnt und empfindet ihn nicht mehr als störend, sondern im Gegenteil einmal angenehm anders. Der >ReDiRoma Verlag< war mir bis dato unbekannt, aber bei einem Blick auf die Homepage wird schnell klar, um was es sich handelt. Von daher sind ein paar Rechtschreibfehler oder grammatikalische Ausrutscher zu verzeihen, ich habe einfach darüber hinweggesehen ;-)

Wer Latex mag und sich für das Thema interessiert, kann bei diesem Buch gar nichts falsch machen, für den ist es sicher ein Festmahl. Und für alle, die aufgeschlossen sind, bietet NUR EINE WOCHE einen sehr schönen Einblick in den Fetischbereich.

SaschaSalamander 08.06.2012, 09.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Erotik, BDSM, Tip, Deutsch,

Bücherreiche Woche

Diese Woche sind noch vier Titel von Tauschticket fällig, darunter WIE MAN EINEN VERDAMMT GUTEN ROMAN SCHREIBT, DARLING FESSELST DU SCHON MAL DIE KINDER und STERNHAGELGLÜCKLICH. Bei Amazon und Beam-Books gab es diese Woche jede Menge günstiger oder sogar kostenloser Angebote, die ich diesmal nicht nur aus Neugier geholt habe, sondern auf die ich richtig hibbelig bin. Dann erwarte ich im Buchladen um die Ecke für Samstag meine Bestellung, darunter den ersten Band von MR GUM sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch (weil ich einfach mal gucken möchte, was Rowohlt mit dem Original angestellt hat und worin das Geheimnis seiner tollen Übersetzungen liegt), dazu zwei Bücher über Literaturkritik.

Und dann wäre da noch der >Comic-Salon< in Erlangen, den ich auf jeden Fall besuchen werde! David Füleki, Felix Mertikat, Daniela Winkler, Ralph Ruthe, Joscha Sauer, Marcel Hugenschütt, Guido Neukamm, Marie Sann, Melanie Schober, Christian Moser, Ralf König, Alexandra Völker, und und und ... habe auch vor, mir einiges an Fanmaterial zu kaufen, Sachen signieren zu lassen ...

und ich schätze, ein paar Autoren, eine Buchhändlerin und ein kleiner Comicverlag werden sich am Ende der Woche auch freuen ...

ach ja, ich liebe es, wenn eine Woche mit so vielen Büchern endet :-)

SaschaSalamander 07.06.2012, 17.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp

Frage an Kishon-Fans

Kishon habe ich im Laufe der Jahre fast alle Bücher gelesen. Das Problem: es ist verdammt schwer, einzelne Kurzgeschichten wiederzufinden, in welchem der Bücher steckt die Story, und wie hieß sie? Und genau dafür bräuchte ich Eure Hilfe:

Es gibt eine Geschichte, in der ein Autor ein Kinderbuch schreiben will. Weil es gerade modern ist, will er das Thema nehmen, indem irgendein Tier sein Zuhause verlässt, in irgendeinem Fahrzeug irgendwohinfährt und irgendetwas erlebt. Ich weiß es nicht mehr genau, aber es ging darum, dass es die Geschichte schon gab, also hat er lediglich die Gattung des Tieres ausgetauscht, das Fahrzeug ausgetauscht, bis er irgendwann am Ende ein Tier und ein Fahrzeug hatte, das noch kein Autor geschrieben hatte, sodass er es dann endlich als neues Buch veröffentlichen konnte.

Ich finde die Geschichte sehr bezeichnend, denn genau mit diesem Problem kämpft der Buchmarkt. Kishon hat das super karikiert, aber ich weiß nicht mehr, wie die Geschichte hieß und in welchem Buch ich sie fand. Für jeden klitzekleinen Hinweis bin ich dankbar :-)

SaschaSalamander 07.06.2012, 09.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zerlegt

Sommer in Orange

Ein Film, der eigentlich eine ausführliche Rezension verdient hätte, aber aus Zeitgründen und weil ich dann doch zu wenig um die Hintergründe weiß, möchte ich statt dessen einfach nur ein paar Gedanken hierzu schreiben.

1980, Berlin Kreuzberg: Amrita und Siddharta leben in einer Baghwan Kommune, und als Siddharta einen Hof im bayrischen (und fiktiven) Talbichl erbt, beschließen sie dort ein Therapiezentrum aufzubauen. Die gesamte Kommune, darunter auch die Kinder Lilly (12) und Fabian (9) kommt mit. Für die Erwachsenen eine aufregende Zeit, für die Kinder ein Kulturschock. Von Berlin ins erzkatholische Bayern, sind sie als Außenseiter sofort am Rand. Besonders Lilly fällt das schwer, sie möchte gerne angenommen sein und Freunde finden. Statt dessen scheint es, als legen ihre Eltern ihr immer wieder Steine in den Weg, blamieren sie vor den Klassenkameraden, missbilligen die Kontakte zu anderen Dorfbewohnern. Als die Mutter auf einem Kongress Prem kennenlernt und beschließt mit ihm nach Oregon zu ziehen, beschließt Lilly sich gegen ihre Kommune zu stellen.

Es ist schwer, die Handlung zu beschreiben, da der Film eher mit Bildern und Emotionen spielt. Die Handlung wird nicht direkt erzählt, ähnlich wie >WER FRÜHER STIRBT IST LÄNGER TOT< ergibt sich Handlung, Humor und Inhalt eher aus dem Zusammenhang als aus einzelnen Szenen an sich. Daher finde ich auch recht schwer Worte für diesen Film.

Für mich kann ich sagen, dass mir der Film sehr gefallen hat. Nicht ganz so gut wie der oben genannte WER FRÜHER STIRBT, aber trotzdem sehenswert und witzig. Allerdings stellenweise sehr aufwühlend, da der Zwiespalt Lillys sehr gut dargestellt ist. Sie versucht das Spagat zwischen der Kommune und dem Dorfleben sogut als möglich zu meistern, aber so aufgeschlossen wie sie sind sowohl ihre Familie als auch die Dorfbewohner leider nicht. Das Thema Baghwan-Sekte wird angeschnitten, jedoch nicht thematisiert oder aufgearbeitet, es wird nicht erklärt, es ist eben so, zeigt die schönen aber auch die kritischen Seiten, die Probleme der Mitglieder untereinander, die Freiheit des Einzelnen aber auch das In-Sich-Gefangensein.

Spannend auch die Darstellung Bayerns um 1980. Während mein Mann, der eher das Berlin dieser Zeit kannte, sich häufig wunderte, musste ich dagegen oft nicken. Ja, wer in Bayern auf dem Land großgeworden ist, der findet so einiges wieder, und ich musste oft schmunzeln (und ihm einige Passagen übersetzen, da der Film im Dialekt gehalten ist).

Der Humor des Films basiert vor allem auf der Darstellung der krassen Gegensätze.  Ein eher stiller Humor, kein lautes Lachen aber sehr oft ein Lächeln, ein Wohlfühlfilm mit Schmunzelgarantie. Und zwischendurch ein paar Schenkelklopfer bzw absolut absurde WTF-Situationen, etwa Lillys Vision vom Baghwan oder der indische Hausmeister, Szenen die man stundenlang analysieren könnte, über die man aber auch einfach so herzhaft lachen kann.

Amber Bongard ist die Darstellerin der kleinen Lilly, und sie war wirklich genial, ihr Schauspiel hat mir sehr gefallen, sie hat ihre Rolle sehr überzeugend gespielt, ich litt mit ihr, sie war vom ersten Moment an sympathisch.

Und weil ich das Cover hübsch finde, weil ich die Farbe Orange mag und ich denke, dass das Cover gut zum Blog passt, gibt es hier die große Version :-)


SaschaSalamander 07.06.2012, 08.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Komödie, Deutsch,

Usher Grey 01 - Vampirküsse

henser_usher01_1.jpgNach ihrer Kurzgeschichte >DUNKLE SCHWINGEN< veröffentlicht Nicole Henser nun den ersten Teil ihrer Reihe USHER GREY. Usher Grey ist Dämonenjäger, und er ist ... nun ja, er lässt nichts anbrennen, ob es nun Mensch, Dämon, Männlein oder Weiblein ist ;-)

Im ersten Teil VAMPIRKÜSSE jagt er eine geheimnisvolle Frau, die sich recht bald als Vampir entpuppt. Sie ist noch frisch, kennt sich nicht aus in der für sie neuen Welt, und Usher hat alle Hände voll zu tun, sie vor ihrem Verfolger zu schützen. Einige Zeit später treffen sie einen weiteren Vampir, der ihnen seine Hilfe anbietet - können sie ihm trauen?

Nicole Henser kommt in ihren Geschichten direkt zur Sache. Kein langes Verhandeln, keine unnötige Romantik, sondern aus purer Lust am Sex erlebt der Protagonist leidenschaftlich ein Abenteuer nach dem anderen. Sein dämonischer Freund mag es gerne heiß, die Vampirin dagegen ist noch unerfahren. Und als sie auf den fremden Vampir treffen, muss der erfahrene und dominante Usher sogar den braven Sklaven spielen und so tun, als wäre er ein Untergebener der Lady. Für den Leser heißt das jede Menge Abwechslung. Homoerotik, Heteroerotik, ein wenig Dominanz und Unterwerfung, sogar ein flotter Dreier mit zwei Männern wird hier geboten. Und das war erst der erste Teil! Ich bin gespannt, womit die Autorin in den nächsten Bänden aufwarten wird ;-)

Es ist ein erotischer Roman, daher ist es nur zu erwarten, dass es oft zur Sache geht. Handlung gibt es auch, etwa ab dem zweiten Drittel kommt sie richtig in Fahrt. Davor ist die Handlung eher Mittel zum Zweck, die Autorin kommt in Sachen Erotik meistens gleich zur Sache, sodass dem Protagonisten oft wenig Zeit für Action bleibt, dafür umso mehr Zeit für ein erotisches Abenteuer nach dem anderen. Aber wie gesagt, gegen Ende zieht die Handlung recht gut an, und ich hoffe, dass dies in den weiteren Bänden ebenso vorangeht, denn die Serie hat Potential, und ich kann mir vorstellen, dass Usher noch das ein oder andere Abenteuer nicht nur erotischer Natur vor sich hat.

Was mir besonders gefiel ist der Humor, zwischen Usher und der Vampirin knistert es, und beide können sich hier und da gelegentliche Spitzen nicht verkneifen, die Beziehung (so es denn eine werden wird) zwischen den beiden ist vielversprechend.

Insgesamt eine Geschichte, die sich flink lesen lässt. VAMPIRKÜSSE bietet als Auftakt in die Reihe USHER GREY einen guten Überblick, was die Leser zukünftig erwarten wird: heiße Erotik, die sich an aufgeschlossene Leser richtet, die sich nicht unbedingt auf ein erotisches Genre festlegen wollen sondern die Abwechslung lieben ;-)

SaschaSalamander 06.06.2012, 08.44| (6/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch | Tags: Vampire, Erotik, Queer, BDSM, Dark, Fantasy,

Finding Sky

Erster Satz:
Das Auto fuhr davon und ließ das kleine Mädchen auf dem Parkplatz zurück.

Letzter Satz:
Und sie stand direkt neben mir.

Aus: Joss Stirling: Finding Sky, dtv 2012

SaschaSalamander 05.06.2012, 15.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Paranormal Activity III

Den ersten Teil habe ich >hier< bereits rezensiert. Den zweiten Teil habe ich nicht vorgestellt, weil er mir im Gegensatz zum ersten Teil weniger gefallen hat. Geschmackssache, einige Zuschauer finden den zweiten Teil besser als den ersten. Der dritte Teil nun allerdings hat mich wieder richtig gepackt und begeistert, ebensosehr wie der erste.

Im dritten Teil nun beobachtet der Zuschauer die Vergangenheit der Protagonistin aus dem ersten Teil. In ihrer Kindheit filmte der Stiefvater mit seiner Kamera, und als er seltsame Dinge dabei beobachtet, weitet er das Projekt aus. Seltsame Dinge geschehen in der Nacht, eines der Mädchen nimmt Kontakt zu einem Geist (man geht von einem unsichtbaren Freund) auf, und bald werden die Erscheinungen immer drastischer, ja am Ende sogar lebensbedrohlich.

Drei Teile, alle auf die gleiche Weise, da müssen die Macher sich etwas einfallen lassen. Im ersten war es vor allem das verwinkelte Haus, wodurch Grusel entstand: was mag hinter der nächsten Ecke lauern? Der zweite wie gesagt Geschmackssache. Der dritte punktet am Gruselfaktor vor allem durch die Drehkamera, die bald installiert wird. Ich war richtig hibbelig, wenn die Kamera etwas ins Bild brachte und dann weiterdrehte, man konnte es gar nicht recht erkennen, und als sie zurückschwenkte, war das Gesehene verschwunden. oder irgendetwas sprang seitlich direkt ins Bild. Diese Jumpscares waren recht häufig. Eine meiner Ansicht nach billige Methode, Grusel zu erzeugen, in diesem Film jedoch passend und gut umgesetzt. Vor allem, da man diesen Effekt ja kennt und ihn meistens schon erwartet. Und genau DAMIT spielt der Film dieses Mal: man sitzt minutenlang, wartet auf den nächsten Jumpscare, aber es kommt nichts, der Puls wird immer schneller, man kann schon gar nicht mehr auf die Leinwand sehen - aber nichts passiert, Kamerawechsel, man beruhigt sich. Herrjeh, das ist zum Aus-Der-Haut-Fahren! Oder aber ein solcher Effekt wird genau in dem Moment eingespielt, wo man ihn nun gar nicht erwartet hatte, sodass er umso erschreckender ist. Wie gesagt, im dritten Teil wurde diese Technik bis aufs Äußerste ausgereizt.

Der Film spielt in den 90ern, und ich hatte den Eindruck, dass einiges anachronistisch war. Dies kann allerdings an der Synchronisation gelegen haben, aber einige Formulierungen und Bezüge erschienen mir für die Zeit unpassend. Nun gut, ich habe nicht recherchiert, kann es also nicht beurteilen. Allerdings haben wir den Film zu zweit gesehen und hatten beide diesen Eindruck.

Dann noch das Thema Found Footage, das natürlich mit wackliger Kamera einhergeht. Ich bin kein Fan des Genres, aber auch kein Gegner, es kommt auf die Machart an. BLAIR WITCH ist mir deutlich zu wackelig, davon wird mir übel. Die PARANORMAL ACTIVITY konnte ich alle drei gut ansehen, denn meistens wird auf einem Stativ gefilmt. Einige Male hält jemand die Kamera in der Hand, aber man rennt nicht, sondern hält sie einfach ruhig auf das Ziel. Dadurch entsteht der realistische Effekt, ohne den Zuschauer optisch zu ermüden, das fand ich recht angenehm.

Ich hatte damit gerechnet, dass der dritte Teil der Abschluss wäre. Trotzdem blieben einige Fragen offen (was bei einer an sich dünnen Handlung wie Paranormal Activity 1-3 wirklich beachtlich ist), und ich habe erfahren, dass ein vierter Teil wohl bereits in Arbeit sein soll. Ich bin gespannt, womit sie in diesem Film dann punkten wollen?

Insgesamt eine sehr gute Reihe, die es geschafft hat, dass alle drei Teile einzeln gesehen werden können und dennoch sehr gut aufeinander aufbauen. Ich denke, diese Filme gehören zur Kategorie "Mag man oder eben nicht", und ich mag sie :-)

SaschaSalamander 05.06.2012, 09.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tags: Horror, FoundFootage,

Nur eine Woche

Erster Satz:
Es war an einem Montag früh um kurz nach sechs Uhr morgens.

Letzter Satz:
Jetzt kann ich mich gleich mit doppelter Freude in meine Arbeit knien.


aus: Mike Orca: Nur eine Woche; ReDiRoma 2010

SaschaSalamander 04.06.2012, 14.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Der Tod ist ein bleibender Schaden

colfer_tod_1.jpgZu einer Rezension reicht es nicht, denn ich habe das Buch nach knapp über der Hälfte abgebrochen. Irgendwie hat es mich nicht gepackt, ich habe es lange vor mir hergeschoben und musste mich auch bemühen, es zur Hand zu nehmen.

Schlecht war es nicht, nein, auf keinen Fall. Ich kann auch gar nicht so recht sagen, was mich störte. Denn ich mag das Genre, also den Hardboiled Krimi. Mag die Art dieses Humors. Und Colfer mag ich sowieso.

Vielleicht war es mir hier einfach ein bisschen zuviel. Zuviel Irischer Protagonist, zuviel kernige Sprüche, zuviel "harte Schale weicher Kern", zuviel Gedanken über Haarausfall, zuviel absurde Szenen und Wendungen.

An sich nicht übel, es hat was, und WENN ich es las, dann hat es mich gut unterhalten. Aber es reizte mich nicht, weiterzulesen. Vielleicht, weil die Handlung mich nicht gepackt hat. Sie ist schräg, absurd und komisch, derb. Aber irgendwie nicht freaky genug, um wirklich abgefahren und außergewöhnlich zu sein. Ein Tick mehr, und es wäre fast aus dem Level sinnloser Gewalt wie Pulp Fiction und Co, aber dazu fehlte gelegentlich ein Zacken. Das Buch ist überstilisiert, aber für meinen Geschmack hätte Colfer es entweder wie einen normalen Krimi schreiben müssen, oder aber wirklich extrem überspitzt, so jedoch ist es halt ein Zwischending, zu brav fürs eine, zu abgefahren fürs andere.

Mögen andere mit dem Buch glücklich werden, ich gönne es ihnen von Herzen. Es ist gut, und der Autor ist einer, dem ich jeden Erfolg von Herzen gönne. Ich möchte keinem davon abraten, aber ein paar Seiten Leseprobe sollte man sich gönnen. Wenn der Stil zusagt, dann sollte man es schnappen. Mir hat er von Beginn an nicht zugesagt, ich hatte gehofft, dass es noch kommt, aber dem war nicht so (und ich muss schmerzlich eingestehen, dass Colfer also tatsächlich einen Roman geschrieben hat, mit dem ich nichts anfangen kann, so gerne ich möchte). Doch wie gesagt, bereits die ersten Seiten geben einen recht guten Eindruck vom Kommenden, also einfach mal die Leseprobe genießen ;-)

SaschaSalamander 04.06.2012, 09.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles

Statistik KW 22

GELESEN / GEHÖRT
1 - Beim ersten Sonnenstrahl (I L Minden)
1 - Erstes Date (aus: Großstadtaugen) - (D Füleki)
1 - John Sinclair 73 - Die Werwolf-Elite
1 - John Sinclair 74 - Lupinas Sohn
1 - Nur eine Woche (M Orca)
1 - Falsche Gefühle III (M Callari)
2 - Die Kuh, die weinte (A Brahm)
2 - Delirium (L Oliver)
2 - Die Känguru-Chroniken (M U Kling)
2 - Das Känguru-Manifest (M U Kling)
3 - Der Tod ist ein bleibender Schaden (E Colfer)



GESEHEN
Paranormal Activity 3
X-Men Erste Entscheidung
Summer in Orange


NEUZUGÄNGE
Voll das Leben (S Gernt)
Der Bücherprinz (W R Frieling)
Feurige Offenbarung (I L Minden, N Henser)
X-Men Erste Entscheidung (DVD)
Komm ins Labyrinth der Liebe (N Banzi)
Grablicht 2 (D Winkler)
Das Ich (Anthologie)
Winternacht (S Wisbar)
Fifty Shades of Grey (E L James)
Feine Kuchenpralinen (C Heigl)


ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - teilweise
3 - abgebrochen

SaschaSalamander 03.06.2012, 20.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik

Der Tod ist ein bleibender Schaden

Erster Satz:
Der großartige Stephen King hat mal geschrieben "reg Dich nicht über Kleinigkeiten auf", und ich hab lange darüber nachgebrütet, bis mir klarwurde, dass ich nicht ganz damit einverstanden bin.

Letzter Satz:
Über die Bremsen sprechen wir später.

aus: Eoin Colfer: Der Tod ist ein bleibender Schaden; List 2012

SaschaSalamander 02.06.2012, 09.12| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz

Unvorbeigehbar

Na, wenn DAS die Leser nicht überzeugt ... ?!?
Bei >Beam Books< gibt es aktuell einen Gratis - Download mit 130 Seiten Leseproben aus einigen von Inka Loreen Mindens Werken. Wer die entsprechenden Werke also noch nicht kennt, sollte flink mal einen Blick hineinwerfen, die Auswahl ist wirklich beachtlich!



Die Leseprobe enthält Ausschnitte aus:

>Beim ersten Sonnenstrahl<
absolut klasse, ich kann die Fortsetzung kaum erwarten

>Tödliches Begehren<
Erotischer Thriller, der mir einen spannenden Nachmittag beschert hatte

The Captain`s Lover
Liegt noch auf meinem Sub. Die Versuchung ist groß, aber ich will nicht alles auf einmal verschlingen.

>Secret Passions<
Nicht nur Erotik, sondern auch ein packender Thriller im Viktorianischen England

>Verboten gut<
sehr unterhaltsam und wie immer top, Inka eben

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SaschaSalamander 01.06.2012, 20.26| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Web | Tags: Queer

Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers

hoecker_schnitzel_150_1.jpgIch habe noch keine Rezension geplant, vorerst fällt mir auch nix ein für heute, aber ich habe ja noch so einige Rezensionen "auf Halde". Der Winter ist vorbei, und man sucht wieder nach netten Spazierwegen und Möglichkeiten für Outdooraktivitäten. Außerdem sind Leseratten, die das Hobby "Geocachen" bis dato noch nicht kannten, spätestens seit FÜNF von Ursula Poznanski auf den Geschmack gekommen. Auch, wenn diese Rezension schon von August 2008 ist, denke ich trotzdem, dass sie jetzt sogar umso aktueller ist. Also, mit etwas verspätet, hier mein damaliger Eindruck zum Buch AUFZEICHNUNGEN EINES SCHNITZELJÄGERS ;-)

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"Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers", dieser Titel klang mal absolut interessant. Schnitzeljagd ist nämlich klasse. Mal sehen, worum es in diesem Buch geht ... und jau, es ging tatsächlich um die moderne Form der Schnitzeljagd, nämlich das Geocaching (sprich: Geokäsching). Und noch dazu von einem der Comedians, die ich recht gerne sehe, nämlich Bernhard Hoecker.

Mit viel Witz und Ironie beschreibt Hoecker die Freuden und Leiden des Cachens. Es ist kein Roman, es ist kein Fachbuch, es ist einfach eine Art Auflistung einzelner Punkte dieses Themas in eine recht grobe Form, um dann zwanglos und frei von der Leber weg darüber zu philosophieren, was es für die Cacher so interessant macht, mit einem kleinen Gerät durch die Pampa zu tigern, ein winziges Döslein zu finden und dann sich zu freuen wie Bolle, dass man im Internet wieder einen weiteren Log verzeichnen kann. Es werden viele Begriffe erklärt, etwa Log, Multicache, Travelbug, Coins, Nightcache, Muggel und mehr. Und immer wieder folgt eine Anekdote auf die nächste.

Das Hörbuch ist vorgetragen vom Autor himself, was mich sehr freut. Er hat eine recht klasse Art zu erzählen. Schnell, hektisch, aber mit ruhiger, leiser Stimme. Ich finde ihn trotz oder gerade wegen seines vielen Wuselns, Abschweifens und Übertreibens einfach klasse. Er nimmt sich selbst sehr gerne dabei auf die Schippe und zeigt dem Leser überdeutlich, wie das Kind im Manne aussieht, wenn es mal geweckt wurde und nun nach Action verlangt. Ich sehe richtig das spitzbübische Lächeln in seinem Gesicht, wenn er beschreibt, wie er den Schatz gefunden hat und dann natürlich seine Frau oder Tobi (seinen Kumpel und Techniker, den er mal irgendwo unter einer Brücke aufgegabelt hat, verlaust, ausgesetzt und völlig verwahrlost) erst einmal suchen lässt, bis diese ihn finden und er ihnen großzügig eröffnen kann, wie schwer das Versteck war und dass ER das NIE gefunden hätte. Und natürlich zwischendrin einmal Tobis Zwischenwort (statt Vorwort), der es natürlich genau umgekehrt erzählt und beschreibt, wie er es seinen Freund zuerst finden lässt und dann dessen überschwängliche Freude und so weiter. Eben wie die Kinder im Sandkasten, verspielt, witzig, rotzfrech und ständig abgelenkt vom nächsten Abenteuer.

Ich kann mir vorstellen, dass manchen die dauerhaften Übertreibungen und die hastige Stimme zuviel werden. Und auch, wer wirklich eine fachliche Anleitung fürs Cachen sucht, sollte lieber im Internet ein paar FAQs lesen statt dieses recht ausführliche Werk mit all seinen spannenden aber nicht hilfreichen Ausschmückungen zu lesen. Hoecker macht eben schon zu Beginn klar: wenn er beginnt, von seinem Hobby zu erzählen, dann ergreifen alle, die ihn kennen, die Flucht. Und wer es nicht rechtzeitig schafft, dem zu entfliehen, dem drohen Gehirnwäsche, blutige Ohren und ein schauriger Wahnsinn, sobald er in Zukunft nur das Wort "Geocaching" hört.

Das heißt, dieses Buch oder Hörbuch sollte wirklich nur hören, wer einerseits begeistert vom Geocachen ist oder andererseits Hoeckers eher ungewöhnlichen hintergründigen Humor (sehr gut versteckt hinter all den platten Sprüchen und tumben Albereien ist er tatsächlich zu finden! Zumindest, wenn man sich nicht von den vordergründigen Übertreibungen ablenken lässt) mag. Und wer wie ich beides liebt, für den ist es ein absolutes MUSS, und der wird von "Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers" in jeder Hinsicht begeistert sein!

SaschaSalamander 01.06.2012, 11.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Tip, Humor, Deutsch,

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