SaschaSalamander

Mangatainment 55

Auch diesen Monat pünktlich wie immer (nur ich habe mich mit der Präsentation hier wieder einmal verspätet ) die neue Mangatainment, Ausgabe 55. Was Euch dieses Mal geboten wird?

Ganz schön viele Mangas: "D.V.D.", "Zeroine", "Mail", "Line", "Gothic Sports", "Doll" und "Oasis Project". Berte stellt Euch gleich drei Filme in der Asia-Ecke vor: "Three Extremes", "Hiroku the Goblin" und "Inside Man". Ich bin durch seine Beiträge schon auf viele interessanten Filme gestoßen, und wenn ihr filme abseits des europäischen Mainstreams mögt, dürft ihr Euch seine monatlichen Rezensionen nicht entgehen lassen.

Und das Beste zum Schluss: wieder einmal hat es ein Computerspiel in die MT geschafft, in dieser Ausgabe das Spiel "Metal Slug". Außerdem hatte Peter die Ehre, zur Deutschlandpremiere des Filmes "Lupin III - das Schloss des Cagliostro" auf der Leipziger Buchmesse eingeladen worden zu sein, wo er einzelnen in Deutschland am Film Beteiligten interessante Fragen stellen konnte. Ich wünschte, ich wäre auch auf der Leipziger Buchmesse gewesen, für Mangafans ist das jedes Jahr ein großes Ereignis ... und so konnte ich wenigstens Peters lebendigen Beitrag genießen :-)

Wie üblich gibt es das aktuelle Heft >hier< zum Download


SaschaSalamander 12.04.2006, 15.37| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Mangatainment

Durch Mark und Bein

Wie schon angedeutet, war ich von dem Buch "Durch Mark und Bein" etwas zwiegespalten. Die Autorin war mir bis dahin völlig unbekannt, sodass ich mich gespannt auf etwas Neues einließ. Und ich wurde nicht enttäuscht, das Buch (genauer: die 5 CDs) waren hochspannend, und ich hatte es in zwei Tagen abgeschlossen.

Tempe Brennan ist forensische Antrophologin. Sie wird an den Absturzort eines Passagierflugzeuges gerufen, wo es die 52 weitgehend jugendlichen Opfer eines College-Sportteams zu bergen und identifzieren gilt. Während andere Hilfskräfte an der Bergung, Unfallrekonstruktion etc arbeiten, nimmt sich Tempe ein Leichenteil nach dem anderen vor, um es dem passenden Passagier zuzuordnen. Dabei stößt sie auf einen Fuß, der niemandem der Toten zu gehören scheint. Befand sich ein blinder Passagier an Bord? Oder lag in der Nähe des Absturzortes ein weiterer Toter? Und was war der Grund für den Absturz? Immer tiefer bohrt sie, bis sie auf mächtige Gegner stößt: ihr wird die Arbeitsgenehmigung unter dem Vorwurf der Behinderung der Arbeiten und anderer Vergehen entzogen. Sie macht sich nun selbst auf die Suche ...

Ich war insofern begeistert, als mich der Roman von Anfang an in den Bann zog. Eine detaillierte Beschreibung des Absturzortes, recht bildhafte Erklärungen über ihre Arbeit und ihr Vorgehen, dann recht bald das mysteriöse Fundstück und der Beginn der Suche nach dem zugehörigen Toten. Immer mehr Ungereimtheiten, die sich ergeben, lassen die Spannung deutlich steigen. Stellenweise ziehen sich die Ermittlungen ein wenig, doch meist holt Reichs ihre Leser schnell wieder zurück, um ihnen das nächste Indiz zu zeigen und damit umgehend neue Fragen zu stellen und die Handlung auch in unerwartete Richtungen (für Neulinge ihrer Werke. Ich habe jedoch im Web gelesen, dass es sich meist um ähnliche Muster handeln soll) gehen zu lassen.

Warum ich dennoch etwas skeptisch bin: die detaillierte Darstellung der Unfallopfer hielt ich für ... hm, ich weiß nicht. Es lässt sich meiner Ansicht nach nicht rechtfertigen mit "einer Antropologin über die Schulter blicken" oder "etwas über ihre Arbeit erfahren", denn dafür war es zu ungenau. Ich hätte wenn dann beispielsweise gerne nähere Infos bekommen über verschiedene Methoden und Ergebnisse. Da die Autorin tatsächlich selbst Antrophologin ist, wäre dies kein Problem für sie gewesen. Die wenigsten Leser hätte dies allerdings interessiert, daher wäre es unklug zu erwähnen gewesen. Allerdings werden jedoch einzelne Dinge sehr detailliert beschrieben, das halte ich stellenweise für recht voyeuristisch. Nicht für lehrreich, sondern für das typische "ich kann nicht hinsehen, lass mich näher ran", das ein Gaffer von sich geben könnte. Ich bin recht abgestumpft, solange es um fitkive Stories geht, aber der Roman hätte mir gefallen, auch ohne den abgetrennten Kopf des Toten auf seinem aufgeklappten Laptop oder ähnliche Leckereien. Dass die Opfer nach einem solch tragischen Ereignis verstümmelt sind, dürfte jeder gesunde Mensch auch ohne derlei Beschreibungen erahnen.

Allerdings ist es sehr schwer festzulegen, was und wieviel man schreiben soll zu einem solchen Thema, und jeder Leser hat da wohl eigene, ethische Maßstäbe. Von diesen eher grausamen Details jedoch abgesehen war der Roman wirklich gut. Viele verwirrende Namen stellenweise, aber das muss man bei Frauenliteratur vermutlich hinnehmen, vermute ich ;-)

Wer spannende Thriller mag, ist mit den Romanen von Kathy Reichs über die Arbeit ihrer fiktiven Heldin mit dem Fachwissen aus erster Hand genau richtig, und ich werde mir unbedingt weitere Werke über Tempe Brannan aus der Bibliothek besorgen!

SaschaSalamander 12.04.2006, 09.26| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Thriller, Frauen,

Ein Wort

Ambigramm

SaschaSalamander 11.04.2006, 21.05| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rätsel

Der Sinn des Labenz

CoverBruchsal, die: Besondere Verzweiflung, die man beim Versuch eimpfindet, sich mit einem eingegipsten rechten Arm die Zähne zu putzen oder auf die Toilette zu gehen.

Brühl, die (Pl): Sätmliche Schürfstellen an Knien und Ellenbogen, die man sicih beim Leidenschaftlichen Kopulieren auf einem billigen Bodenbelag zuzieht.

Brumby, das: Geräusch einer vorbeifliegenden einmotorigen Maschine, das man auf eine sommerlichen Wiese liegend hört, das die Ruhe und Zeitlosigkeit auf den Punkt bringt und einen mit gewissen warmen Gefühlen für das eine oder andere zurücklässt.

Buchillion, die: Größerer Geldbetrag, den man theoretisch schon in der Tasche hat. Exakt jene Summe, die potentielle Lottogewinner jeweils am Samstagabend gegen 21.30 Uhr verplanen.

BUCHFART, DER: Jemand, der vor dem Eintreffen andersgeschlechtlicher Besucher Bücher wie "Das Kapital", "Ulysses" oder "Die Buddenbrooks" mit einem Lesezeichen versieht und auffällig unauffällig auf dem Sofa drapiert.

Büron, der: Jemand, der sich den Vormittag frei nimmt, um bei einer anderen Firma zu unterschreiben.

aus: Douglas Adams: Der tiefere Sinn des Labenz; Heyne 2004
in diesem Buch werden kuriosen Namen verschiedener Ortschaften Bedeutungen von Sachverhalten zugeordnet, die jeder kennt aber niemand bis dato benennen konnte ;-)

SaschaSalamander 11.04.2006, 16.51| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Zitate

Welches Buch wärst Du

Im ">Wort des Tages<", einer kreativen Mailinglist, gab es vor einiger Zeit eine Frage, die mir sehr gefiel: Wenn Du ein Buch wärst, welches wärest Du? Ungewöhnliche Frage ... aber sehr interessante Antworten. Und Ihr? :-)

SaschaSalamander 11.04.2006, 09.38| (6/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MachMit

Endlich endlich endlich

Letztes Jahr im August las ich "die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers. Ich war hin und weg und begeistert wie schon seit Jahren von keinem Buch mehr (von Lemony Snicket kurz darauf einmal abgesehen). Und ich schwor mir: sobald es als Taschenbuch erscheint, MUSS ich dieses Buch haben. Weil es eines der Werke ist, die ich immer wieder lesen werde und in denen ich immer und immer wieder einmal bestimmte Szenen durchblättern werde. Herrliche Bilder, urkomischer Text und ein großartiger Inhalt.

Letzte Woche dann in im Comixladen meines Vertrauens. Ich war heilfroh, dass kaum Mangas diesen Monat für mich erschienen. Aber zu früh über geringe Ausgaben gefreut: frustriert (wegen des Geldes) und hocherfreut (weil ich seit einem halben Jahr darauf warte) sah ich einen riesigen Stapel Taschenbücher. Endlich, endlich ist es soweit!

Meine Rezension (hochbegeistert und deshalb für Neulinge des Buches vielleicht etwas verwirrend) findet ihr >hier<, kaufen kann man das Buch >hier<. Für Büchersüchtige mit schrägem Humor ist Moers Meisterwerk ein ab-so-lu-tes MUSS!


SaschaSalamander 10.04.2006, 15.47| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aktuelles | Tags: Deutsch, Schräg, Tip, Fantasy, Humor,

Du entkommst mir nicht

Warum nicht mal versuchen, auch ein paar weibliche Autoren zu lesen, nachdem ich mit Sandra Brown und Val McDermid gute Erfahrungen gemacht hatte. Erstmal ein Hörbuch, das ist schneller durchgearbeitet, wenn es mir gefällt, kann ich später immer noch mehr von der Autorin lesen. Und so schnappte ich mir "Du entkommst mir nicht" von Mary Higgins Clark.

Emily Graham ist Rechtsanwältin. Nachdem sie lange Zeit bedroht und beobachtet wurde und der Täter nun gefasst ist, zieht sie um in das kleine Städtchen Spring Lake. Dort ist nicht alles so idyllisch, wie es auf den ersten Blick scheint. Bei den Arbeiten für einen neuen Swimmingpool wird eine Leiche auf ihrem Grundstück gefunden. In der Hand den Finger einer weiteren Leiche. Und bald darauf bekommt Emily kleine Botschaften und Hinweise, dass sie erneut beobachtet wird. Bald werden weitere Morde an jungen Frauen aufgedeckt. Eine der Toten ist Emilys Ahnin Madelein Shapley, und so macht sich die Anwältin selbst auf die Suche nach dem Täter. Die zwei jüngsten Mordfälle scheinen in der Ausübung ihrer Tat identisch mit einer Mordserie von vor über 100 Jahren. Wie ist das möglich? Eine Leiche fehlt, um das Puzzle von damals zu vollenden. Kann der nächste Mord rechtzeitig verhindert werden?

Hm. Naja. Ganz okay soweit. Ich habe den Roman gerne zu Ende gehört, aber als Buch weiß ich nicht, ob ich weitergelesen hätte. Viele Personen müssen kein Manko sein, wenn der Autor / die Autorin es versteht, sie entsprechend einzuführen und zu beschreiben. Hier wirkte es auf mich zu chaotisch, zumal einige der Namen sich klanglich sehr stark ähnelten. Da Emily auch ein altes Tagebuch für ihre Recherchen verwendet, werden zusätzliche Charaktere aus der Vergangenheit beschrieben. Ich muss zugeben, dass ich stellenweise eher Schwierigkeiten hatte, mir die einzelnen Personen vorzustellen (wenn ich mir einen Charakter gut vorstellen kann, präge ich mir seinen Namen ein. Von diesen Figuren konnte ich mir einfach kein Bild machen).

Die Spuren führen die Ermittlungen in viele verschiedene Richtungen, auch Sackgassen. Dadurch wird die Geschichte um weitere Erzählstränge und Personen erweitert. Die Indizien für die anfangs Verdächtigen sind so offensichtlich, dass dem Leser klar ist, dass dies keinesfalls der Mörder sein kann. Zumal mir die Geschichte stellenweise einfach zu konstruiert erscheint (z.B. partieller Gedächtnisverlust einer Figur), um meiner Ansicht nach glaubwürdig zu erscheinen.

Womit ich persönlich ein Problem habe: zuviel Mode, Ambiente und Design. Zu oft wird mir beschrieben, welche Kleidung jemand trägt, wie Emily sich zurechtmacht, wie es an verschiedenen Lokalitäten aussieht. Die Worte "geschmackvoll", "elegant" und ähnliche treten mir zu häufig auf. Ich möchte einem Täter auf die Spur kommen, mir nicht die Zeitschrift "Glamour" durchblättern. Dies ist einer der Gründe, warum ich eher ungern auf weibliche Autoren zurückgreife. Ich weiß, dass ich da als Frau nicht gerade repräsentativ bin, aber mich langweilen solche Beschreibungen.

Trotzdem möchte ich dem Buch eines zugutehalten: es ist recht flüssig zu lesen / hören und hält die Spannung weitgehend aufrecht. Die Geschichte selbst ist recht interessant gehalten mit dem 100 Jahre später wiederkehrenden Serienmörder. Ich habe den Roman neugierig zu Ende gehört und nicht ein einziges Mal überlegt, abzubrechen, dafür war es dann doch zu gut.

Wie ich vielen anderen Rezensionen in verschiedenen Foren und Buchhandlungen entnehmen kann, sind die meisten Leser eher begeistert von diesem Roman, es ist also wirklich vor allem meine Abneigung gegen weibliche Literatur und ihre Merkmale, sodass normale Krimifans vermutlich dennoch einige hochspannende Stunden mit Emily Graham und ihren Bekannten verbringen werden.

SaschaSalamander 10.04.2006, 09.37| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Tags: Frauen, Krimi,

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