SaschaSalamander

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Romantik

Von fünf bis neun

aihara_5bis9_1.jpgJunko ist Lehrerin für englische Konversation, sie ist bereits 27 und soll endlich verheiratet werden. Der Kandidat bei ihrem Omiai ist ein Mönch, und er scheint von der Wahl sehr angetan. Sie dagegen hat andere Pläne, möchte eines Tages ins Ausland, möchte eine internationale Hochzeit, träumt von Karriere und Shopping. Der Mönch kommt nun zu ihr an die Schule und wünscht Privatstunden, um sein Englisch aufzubessern. Junko muss feststellen, dass er so unattraktiv gar nicht ist. Aber dann ist da noch ihr alter Freund aus Kindertagen, der sein Interesse an ihr nun plötzlich auch verstärkt. Und einer der Schüler macht ihr ebenfalls Avancen. Junko muss nun gut aufpassen, wer etwas von ihr möchte. Und vor allem: wen sie denn nun eigentlich will ...

Junge Frauen kurz vor dreißig, das ist ein typischer Josei-Manga, also ein Manga für junge Frauen. Dreht sich um Liebe, Karriere und die verschiedenen Rollenkonflikte, die sich aus Privatleben, Arbeit, Familie, aus eigenen Wünschen und gesellschaftlichen Anforderungen ergeben. Im Grunde ein Pendant zur europäischen ChickLit. Sehr schöne Vertreter finde ich vor allem >TRAMPS LIKE US<, MARS oder allgemein die Titel von >Erika Sakurazawa< und Fuyumi Soryo.

Die Zeichnungen sind wie für das Genre üblich mit sehr feinem, zarten Strich gehalten. Viel ungemusterte Rasterfolie für Hintergrund, Schattierung und Kleidung. Wenig Details, das Hauptaugenmerk auf Emotionen und die Darstellung der Charaktere zueinander, die Bilder insgesamt sehr realistisch gehalten. Die Perspektiven der Gesichter wirken stellenweise etwas verschoben, hier und da auch sehr vereinfacht skizziert. Dies kann entweder Ausdruck der Künstlerin sein oder einfach Zeichen dafür, dass sie noch ein wenig üben muss - das kann ich schwer beurteilen, da ich keine anderen Titel zum Vergleich von ihr kenne, ich empfinde es jedenfalls nicht als störend, da es gut zum Rest der Zeichnungen passt. Sie zeichnet sehr emotional, das gefällt mir und passt schön zur Handlung

Die Handlung selbst ist unterhaltsam, mir fehlt aber das "gewisse Etwas", das mich laut lachen, zärtlich mitfühlen oder gespannt die Luft anhalten lässt. Es ist halt nett, aber es gibt nichts, das aus der Masse hervorsticht. Ich hatte mir den Manga gekauft, weil ich das Thema "Mönch" für einen interessanten Kontrast hielt. Davon allerdings kommt wenig beim Leser an, es könnte im Grunde ein beliebiger Mann sein, da von seinem Klosterleben oder seiner Religion nichts in Szene gesetzt wird. Junko soll für ihn putzen und den Haushalt führen, aber diese Thematik ließe sich bei jedem anderen Mann auch inszenieren.

Mir fehlt auch ein wenig der Hintergrund zu der Geschichte. So wird etwa die Familie genannt, die sie verheiraten möchte, doch man bekommt sie nie zu Gesicht, sie hätte zumindest einen kleinen Gastauftritt verdient, um das Privatleben Junkos besser zu verstehen und sich besser in sie hineinversetzen zu können. Auch der Umstand, weshalb sie plötzlich von ihrer Wohnung zu ihm umziehen muss, wird dem Leser einfach vorgesetzt ohne näher darauf einzugehen. Es fehlt der Ausbau der Geschichte, das Fleisch um das Gerüst herum, die Autorin konzentriert sich einzig und allein auf das Hin und Her zwischen Junko und den Männern.

Insgesamt hat der Manga sehr viel Potential zu einer witzigen und romantischen Geschichte, das aber leider verschenkt wird. Übrig bleibt ein Manga, der nett zu lesen ist und ganz sicher seine Fans finden wird, der aber nicht unbedingt eine Top Empfehlung des Genres ist.

Wertung: 3,3 von 5 Love-Hotels

SaschaSalamander 04.04.2013, 08.37 | (0/0) Kommentare | PL

Der Weg der Träume

CoverIch finde es spannend, gelegentlich ältere bisher unveröffentlichte Rezensionen von mir zu veröffentlichen. In diesen Fall WEG DER TRÄUME von Nicholas Sparks. Liebesromane habe ich sehr, sehr lange nicht angefasst. Über ein paar wenige LiRos bin ich dann an Erotik gekommen, das sagte mir mehr zu, sodass ich mich nicht allzu lange mit den rein romantischen Sachen aufgehalten habe. Sparks war eine kurze, nette Begegnung, aber alle Titel von ihm werde ich wohl nicht lesen. Er schreibt toll, und in seinem Genre ist er einer der Großen. Aber was mir fehlt ist das, was die Bücher voneinander unterscheidet. Ich weiß jetzt, einige Jahre später, gar nicht mehr, welche Titel ich gelesen habe und welche nicht. Das ist ein klares Zeichen für mich, dass es für den Moment zwar schööööön war aber nichts von Dauer ...

Was also immer ich hier geschrieben habe - es war März 2006 :-)

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Wie schon oft gesagt, was Liebesromane anbelangt, bin ich ein sturer Klotz. Ich weiß nicht, wie lange ich mich um seine Bücher gedrückt habe, wie lange ich sie vor mir hergeschoben und gesagt habe, ich lese "sowas" gar nicht erst. Und ich kann nicht sagen, wie froh ich bin, dass ich mich vor einiger Zeit nun DOCH aufgerafft habe. ">Weg der Träume<" ist nun mein zweiter Roman des Autors, und er gefiel mir sehr.

Miles Ryan ist Sheriff in einem kleinen verschlafenen Ort. Ein schwerer Schlag für ihn, als seine Frau Missie von einem unfallflüchtigen Autofahrer getötet wird. Zwei Jahre lang verfolgt er die Ermittlungen, versucht er den Täter auf eigene Faust zu finden, zwei lange Jahre lässt ihn der Tod seiner Frau nicht los. Auch sein Sohn Jonah kapselt sich in der Schule ab, wodurch sich seine Leistungen drastisch verschlechtern. Als die neue Lehrerin Sarah auftaucht und Ryan Hilfe bei der Nachhilfe seines Sohnes anbietet, ändert sich alles. Die beiden verlieben sich, und Miles beginnt sich vom Tod seiner Frau zu lösen. Doch bald soll etwas geschehen, dass die alten Wunden erneut aufreißt und die Beziehung zwischen den beiden auf eine harte Probe stellen wird.

Ein Liebesroman. Das Muster ist eigentlich ein klassisches: Boy meets Girl, beide bereits enttäuscht vom Leben, sie verlieben sich und erleben ihre zweite Liebe miteinander, dann passiert etwas Unerwartetes, die Beziehung gerät ins Wanken. Ob sie sich dann am Ende kriegen oder nicht, das liegt dann in der Macht des Autors. Ich kenne nicht allzu viele Romane von Sparks, aber eine Erfahrung habe ich bereits gemacht: er zögert nicht, einen der Protagonisten in den Tod zu schicken oder das Ende offen zu lassen. Von daher war ich gespannt, was mich erwarten würde.

In "kriminalistischer" Hinsicht allerdings war der Roman ziemlich vorhersehbar. Dem Leser ist bereits beim Auftreten dieser Person klar, dass es sich um den Fahrer des Unfallwagens handeln muss. Umso verwirrender dann der Wechsel aus Ich-Erzählung des Fahrers (welcher die Geschehnisse zwischen Miles und Sarah schildert) und seiner Beschreibung von sich selbst als Fahrer. Dies fand ich etwas ungeschickt, und es reiben sich vermutlich auch andere Leser an dieser Unebenheit des Erzählflusses. Man muss kein Neuling in diesem Genre sein, um dann zu erahnen, was dies für die Beziehung bedeutet und welche Konflikte aufkommen werden.

Ansonsten jedoch liebe ich seinen Stil. Die Hauptcharaktere mit ihren Schwächen und Stärken. Wie kleine Schulkinder, verlegen stotternd und errötend, nicht fähig ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Einfach sympathisch. Simpel gestrickt, nicht wirklich anspruchsvoll. Aber einfach nett :-)

Viele LeserInnen fragen sich, wie nur ein Mann solche Romane schreiben kann. Nun, ich halte es für durchaus denkbar und sogar sehr realistisch. Denn der Schreibstil ist ein typisch männlicher, sonst würde ich das Buch wohl nach wenigen Seiten wieder aufgeben. Er verliert nicht wenige Worte um Gefühle, die Protagonisten ergehen sich nicht in ellenlangen Gedankengängen und handeln recht praktisch. Er beschreibt weniger die Gefühle als vielmehr deren nach außen sichtbare Auswirkungen, eben relativ sachlich und nüchtern. Trotz allem jedoch sehr romantisch und gefühlvoll. Genau das, was ich mag: nicht von den Gefühlen lesen, sondern durch deren Beschreibung sie selbst beim Lesen nachempfinden.

Wer Liebesromane mag, wird an Sparks keinesfalls vorbeikommen, falls er ihm nicht längst verfallen ist. Wer Liebesromane definitiv nicht mag, sollte zumindest ein oder zwei seiner Werke antesten, bevor er sie ablehnt ;-)

SaschaSalamander 19.11.2012, 08.26 | (0/0) Kommentare | PL

Ins Herz gestohlen

minden_gestohlen_1.jpgINS HERZ GESTOHLEN ist eine neue Kurzgeschichte von Inka Loreen Minden. Weil sie so kurz ist, bekommt der Leser im Anschluss noch die Geschichte "Nymphenspiele" dazu. Auch, wenn es kein komplettes Buch ist (eigentlich müsste ich extra für Inka die Rubrik "Rezension Kurzgeschichten" einführen, weil ich ihre Titel einfach liebe und nicht anders kann als trotzdem immer wieder ein paar Zeilen dazu zu schreiben), möchte ich Euch die beiden Geschichten kurz vorstellen:

INS HERZ GESTOHLEN hat sich Tyler bei seiner Jugendliebe. Er ist Student und jobbt in dem Supermarkt, wo die sechs Jahre ältere Samantha als Security arbeitet. Als sie sieht, dass er etwas gestohlen hat, muss sie natürlich eingreifen.

NYMPHENSPIELE erzählt von dem Dämon Kosh, der die zierliche Nymphe Lynabella liebt. Sie soll in einer Zeremonie zur Hüterin der Quelle werden, doch dann wäre sie für ihn unerreichbar. Er muss sich etwas einfallen lassen ...

Die Geschichten sind wirklich sehr kurz, aber das stört nicht. Wer regelmässig bei mir liest, weiß ja, wiesehr ich Shortstories liebe :-)

Mmh, INS HERZ GESTOHLEN hat mir sehr gefallen. Schlicht, einfach, und von vorneherein durchschaubar. Ich musste einige Male schmunzeln, weil ich bereits ahnte / wusste, während Samantha sich dagegen ständig grundlos sorgte. Sehr erotisch, ein köstliches kleines Intermezzo. Ein junger, intelligenter Mann und eine etwas ältere, bodenständige Frau, dazu ein bisschen verspielte Bestrafung - tolle Mischung, die es in erotischen Werken viel zu selten gibt.

NYMPHENSPIELE fand ich sehr schön zu lesen, wurde wohl mit einem Augenzwinkern geschrieben. Ich habe einige Male gelacht, und ich liebe diese humorvollen Geschichten der Autorin ganz besonders. Sie beherrscht es vor allem in ihren Märchen und Fantasygeschichten meisterlich, mit den gängigen Klischees zu spielen, sie zu überspitzen, die Geschichten durch ihren Witz und Charme aufzulockern, die Erotik dennoch stilvoll zu präsentieren.

Beide Geschichten sind sprachlich recht soft in ihrer Wortwahl, passend zu den Inhalten. Der Aufbau ist knapp, zielstrebig und direkt, genau richtig für eine kurze Episode. Ich hatte meinen Spaß mit Tyler, Sam, Kosh und Lynabella. Und besonders Tyler würde ich nur zu gerne wiedersehen ...

Kurz gesagt: zwei Kurzgeschichten mit jeder Menge Erotik und einem verschmitzten Grinsen :-)

SaschaSalamander 01.11.2012, 09.26 | (0/0) Kommentare | PL

Kavaliersdelikt

rolls_kavaliersdelikt_1.jpgLeandro trifft in der Schule auf Henny, sie fasziniert ihn, es ist Liebe auf den ersten Blick. Henny schwärmt schon lange für Leandro und kann kaum fassen, dass ausgerechnet er nun auf sie zukommt. Auf sie? Nicht ganz, denn eigentlich heißt Henny Hendrik, und seine langen Haare sowie sein eher androgyner Körperbau führen dazu, dass er manchmal für ein Mädchen gehalten wird. Zuviele schlechte Erfahrungen hat Henny bereits gesammelt, er hat Angst davor, dass Leandro seine netten Worte, seine Einladungen, seine Geschenke zurücknimmt. Immer wieder zögert er es hinaus, seinem Freund endlich die Wahrheit zu sagen. Denn Leandro ist heterosexuell und interessiert sich nicht für Männer. Eine Liebe, die aussichtslos scheint ...

Als ich die Beschreibung las, dachte ich anfangs, es ginge um eine Transgendergeschichte. Hätte mir gefallen, ist ein spannendes Thema. Aber schon auf den ersten Seiten erfährt der Leser, dass es einfach eine Verwechslung war und Henny sich in seiner Rolle als vermeintliche Frau gar nicht so recht wohlfühlt. Und es gefällt mir, wie die Autorin das umgesetzt hat: von Leandros Seite ist die stete Frage, wie man sich einem Mädchen gegenüber verhält und warum er Henny so besonders findet, obwohl sie doch so ganz anders ist als die anderen Mädels auf der Schule. Er steht bald vor der Frage, ob er den Mensch liebt, seine Eigenheiten, die Person, oder doch sein im Kopf festgesetzte Bild eines nicht existenten Mädchens. Wie kann ein Kavalier und Gentleman wie er plötzlich so sexistisch reagieren, wie passt das zu seinem Selbstbild? Und Henny muss sich immer wieder damit auseinandersetzen, wie sich ein Mädchen nun am besten verhalten würde. Anfangs versucht er noch eine Rolle zu spielen und dem erwarteten Klischee zu entsprechen, bis er immer mehr er selbst wird, aber zugleich auch die Angst vor dem Outing wächst. Hier wird sehr viel mit den Klischees gearbeitet, sie werden hinterfragt, die Charaktere reflektieren ihr Verhalten und bringen auch den Leser zum Nachdenken über so manche eigenen Sichtweisen.

Durch diese Konstellation ergibt sich vom ersten Moment an eine Spannung, die sich bis zum letzten Drittel des Buches aufrechterhalt. Wann und wie wird Leandro es erfahren? Wie wird er damit umgehen? Die Handlung baut sich fast schon vorbildlich auf (was ideal für entspanntes Lesen ist, andererseits aber wenig Überraschung oder Abwechslung bietet): Einleitung, Vorstellung der Charaktere und der Situation, dann die steigende Spannung und eine Ankündigung des Konflikts, dann natürlich der große Knall, der Streit, viele Tränen und zum Schluss das ersehnte Happy End.

Erotik findet sich im ersten Drittel kaum, es knistert gewaltig und ist stellenweise sehr sinnlich, doch Henny hat verständlicherweise Angst vor engerem Körperkontakt und zögert diesen so lange als möglich hinaus. Auch diese sexuell aufgeladene Atmosphäre ohne tatsächliche Berührungspunkte trägt sehr zum Lesevergnügen bei. Diese Stellen haben mir am besten gefallen. Danach - nun ja, zugegeben, das Ende hätte man in meinen Augen kürzen können. Ich bevorzuge Handlung gegenüber der Darstellung der Erotik. Andererseits - es ist ein erotischer und romantischer Roman, da darf ich nicht meckern, wenn es dann auch mal zu dem kommt, was der Leser sich noch vor dem Lesen der ersten Seite erhofft und worauf es am Ende hinausläuft ;-)

Die Sprache passt sehr gut zum Stil des Buches: die Dialoge sind stellenweise etwas flapsig und sehr umgangssprachlich, aber locker zu lesen und recht eingängig, es wirkt sehr realistisch. Ein sprachlich literarisches Meisterwerk liegt nicht vor, aber das ist auch nicht das Ziel der Autorin, hier geht es um Romantik, Liebe, eine packende Geschichte und ein herzwärmendes Happy End, um gelungene Unterhaltung. Mir persönlich war es vor allem gegen Ende etwas zuviel von "total irre", "irre geil", "scheiße Mann, Du bist echt geil darin", "obergeil", "wie geil", "voll irre". Anfangs alle paar Seiten passte es gut in den Kontext, doch gerade weiter hinten hätte, als es dann richtig "zur Sache geht" hätte man das statt zu intensivieren gerne etwas reduzieren können. Es zeigt zwar einen realistischen Stil, ist damit nicht so überzogen wie mancher romantische Schinken, der vor schnulzigen Begriffen nur so trieft, trotzdem wurd hier das andere Extrem gewählt, die überzogene Lässigkeit. Allerdings denke ich, dass die meisten Leser sich nicht daran stören werden. Und auch ich habe es dann einfach überlesen und mich weiterhin an der Story erfreut.

Gelegentlich wurden ein paar Kleinigkeiten an Grammatik oder Rechtschreibung übersehen, etwas häufiger als in professionellen Veröffentlichungen üblich aber nicht wirklich markant und für eine private Publikation wirklich sauber überarbeitet, nichts was den Lesefluss markant stören würde.

Alles in allem hat mir KAVALIERSDELIKT sehr gut gefallen und mich neugierig auf weitere Titel der Autorin gemacht. Dieser Titel war einfach perfekt, um gemütlich abzuschalten und sich mit viel Knistern und Gefühl unterhalten zu lassen. Und was mir besonders gefiel war der Aspekt des Genderbender, der für angenehme Abwechslung in einem derzeit recht aktuellen Genre sorgt.

Wertung: 7 von 10 Rosen zum ersten Date

SaschaSalamander 12.09.2012, 08.21 | (0/0) Kommentare | PL

Seven Days

tachibana_7days_1.jpgFür diese Woche habe ich noch nicht allzu viel vorbereiten können. Deswegen eine Rezension, die ich kürzlich ... oh, Moment ... ich dachte, das wäre irgendwann dieses Jahr gewesen, aber der Manga war bereits vom Februar 2011. Time is fleeting! Hier also eine Rezension von 2011, und auch jetzt, eineinhalb Jahre später, ist mir der Manga in sehr guter Erinnerung, hatte mir wirklich gefallen und stach aus der Masse hervor. Die Rezension betrifft nur den ersten Band, doch ich kann spoilerfrei sagen, dass der zweite Band den ersten wundervoll abgerundet hat, die beiden Bände stehen noch immer in meinem Regal und werden auch irgendwann wieder einmal geschmökert.

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Klappentext und Vorschau auf den Manga ließen mich zu SEVEN DAYS greifen, obwohl ich inzwischen immer seltener die Shonen Ai Titel kaufe, welche in den Regalen liegen. Ich war gespannt, ob der Manga halten konnte, was der Inhalt versprach:

Eine Mädchenschule, nur sehr wenige Jungs sind seit kurzer Zeit zugelassen. Einer von ihnen ist Yuzuru, Weiberheld, dessen attraktives Äußere leider nicht zu seiner rüden Art passt, sodass er doch immer wieder sehr schnell Single ist. Und Toji, der von Mädchen nur so umschwärmt wird. Er will sich nicht so recht binden und gibt jeder eine Chance: das Mädchen, welches ihn am Montag Morgen als erste anspricht und bittet, seine Freundin zu sein, die ist für den Rest der Woche seine Partnerin. Ihr ist er treu, mit ihr unternimmt er sehr viel, ist ihr zugewandt. Doch wenn die Woche vorbei ist, dann ist Schluss. Ohne große Worte. Die Mädchen wissen das, und grade weil diese eine Woche mit ihm so schön sei, nähmen sie dies in Kauf. Und er hofft, dass eines Tages die Richtige dabei ist.

Eher aus Neugier und Langeweile, spricht Yuzuru nun Toji an und bittet ihn, für die Woche mit ihm zusammenzusein. Auch hier: keine großen Worte, nagut, warum nicht. Also sind die beiden für eine Woche ein Paar. Unternehmen gemeinsam etwas, schicken sich Mails, telefonieren miteinander, gehen zusammen aus. Und natürlich ist dem Leser klar, dass sich daraus dann bald etwas entwickeln wird.

Ungewöhnlich an diesem Manga ist, dass er fernab jeglicher Klischees spielt. Normalerweise gibt es den männlichen, starken, dominanten Seme, welcher den unschuldigen, kindlichen, femininen Uke verführt. Tiefgreifende Gefühle, eine Menge Weltschmerz und natürlich auch Küsse, Fummeleien und manchmal auch ein bisschen mehr, immer schön dezent unter der Bettdecke oder aber zensiert und verpixelt.

Nein, das bietet SEVEN DAYS nicht. Weder schnulzige Romantik noch herzergreifende Momente noch Klamauk und Albernheiten und Comedy. Sondern einfach eine spannende Erzählung von zwei jungen Männern, die erst einmal nicht so recht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen, in die sie sich leichtfertig manövriert haben. Aber sie sind vernünftig, machen das Beste draus und genießen die gemeinsame Zeit.

Soviel zum ersten Band. Dieser enthält die Tage Montag bis Donnerstag, der zweite und abschließende Band wird entsprechend Freitag bis Sonntag enthalten. Mir ist klar, dass sie ganz sicher ein Paar werden. Aber ich hoffe und gehe davon aus, dass dies nicht wie üblich abläuft sondern wie bisher in einem ruhigen, mangauntypischen, mehr romanartigen Erzählstil geschehen wird. Die Geschichte ist erfrischend anders, und ich hatte den Manga schneller durch, als mir lieb war. Die Wartezeit bis zum zweiten Band wird mir sehr schwerfallen. Und während ich Shonen Ai zwar gerne lese aber in der Regel wieder abgebe, werde ich diesen behalten und in mein Regal stellen, falls der zweite Band dem ersten entspricht.

Von daher: wer gerne Boys Love liest bzw las aber in der letzten Zeit immer mehr von den immer gleichen Handlungsmustern gefrustet ist, muss unbedingt zu SEVEN DAYS greifen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein! :-)

SaschaSalamander 04.09.2012, 09.15 | (0/0) Kommentare | PL

Wächterschwingen 01 - Herzen aus Stein

minden_waechterschwingen01_1.jpgINHALT

Vincent ist ein ganz besonderer Gargoyle: er verwandelt sich tagsüber nicht in eine Statue, sondern in einen Menschen. Doch alles Lebendige, was er berührt, verwandelt er in Stein. Sein Schützling ist die Hexe Noir, die nach dem Tod ihrer Eltern und dem Verschwinden ihres Bruders auf Dämonenjagd geht. Er ist unsterblich in sie verliebt, doch er darf sich ihr nicht zeigen, darf sie nicht berühren. Noir spürt seine Nähe, hört seine Stimme, und dann steht sie Vincent plötzlich gegenüber ...

Kara ist ein Engel, der im Auftrag des Erzengels Raphael der Hexe Noir ein magisches Artefakt übergeben soll. Doch sie trifft auf den Dämonen Ash, der sich so gar nicht verhält, wie es ein bösartiger Dämon eigentlich tun sollte. Auch zwischen ihnen funkt es gewaltig, und Kara hält sich nicht in allen Punkten an ihren Auftrag ...


BEZUG ZU ANDEREN BÜCHERN

HERZEN AUS STEIN ist eine wundervolle Romance, die sich sowohl für Erstleser der Autorin eignet wie auch für langjährige Fans. Das Buch ist in sich geschlossen, dennoch gibt es sehr viele Anspielungen, vor allem auf >ENGELSLUST<. Wir begegnen meinem Lieblingscharakter Magnus Thorne wieder, dem dominanten Magier, der hier eine kleine aber äußerst wichtige Rolle spiel. Die Geschichte spielt im gleichen Universum wie ENGELSLUST und natürlich auch >BEIM ERSTEN SONNENSTRAHL<. Obwohl die Geschichte um den Gargoyle Zahar und seinen menschlichen Freund David nur wenige Wochen vor den HERZEN AUS STEIN erschienen ist, ähneln sich die beiden Bücher inhaltlich nicht, die Autorin hat komplett neue Charaktere geschaffen. Ich liebe es, wenn Schriftsteller nicht ihre eigenen Werke kopieren sondern stets neue Handlungsspielräume erschaffen, gerade in diesem Genre ist das ja nicht unbedingt selbstverständlich.

Was die anderen Bücher betrifft, waren sie alle wesentlich kürzer, HERZEN AUS STEIN ist mit 400 Seiten das bisher längste. Da der Siebenverlag seine Seiten recht platzsparend bedruckt, hätte der Titel als normales Taschenbuch rund 600 Seiten, ist also ein ganz schön ordentlicher Schmöker. Hier kann sich wirklich keiner beklagen, dass das Buch viel zu kurz war. HERZEN AUS STEIN ist der erste Band der WÄCHTERSCHWINGEN - Trilogie, ist aber in sich geschlossen. Die anderen Bände erzählen eine eigene Geschichte, aber man darf sich auf ein Wiedersehen mit seinen Freunden freuen, und natürlich werden auch ein paar der Themen aus dem ersten Band aufgegriffen ;-)


CHARAKTERE

Wer Romances in Verbindung mit mystischen Geschöpfen und fantastischen Hintergründen liebt, kann hier gar nichts falsch machen. Engel, Gargoyles, Dämonen, Hexen, Magier, hier tummelt sich alles, was das Leserherz höher schlagen lässt. Und nicht nur die fantastischen Wesen, auch deren Charaktereigenschaften werden hier perfekt eingesetzt, für jeden ist eine Lieblingsfigur dabei. Der äußerlich starke Prachtkerl, der innerlich doch unsicher und soft ist. Der arrogante Bad-Boy, der sich zum ersten Mal richtig verliebt. Der mächtige Mann im Hintergrund. Das pfiffige unschuldige Mädchen. Die selbstbewusste stolze Dame. Die Autorin hat ganz typische Protagonisten erschaffen, ohne dabei in Klischees abzurutschen. Mein persönlicher Favorit ist Ash (und wie schon beim letzten Mal natürlich Magnus), der eine ungewöhnliche und äußerst spannende Hintergrundgeschichte zu bieten hat.


ERZÄHLWEISE, AUFBAU

Inka reist mit dem Leser ein paar Tage in die Zukunft, um dann wieder zur Gegenwart zurückzukehren. Handlungsorte hierbei sind London, Florenz, Paris, die Seyschellen, die dämonische Unterwelt, ein Sexclub und einige weitere. Es gibt also jede Menge Abwechslung und viele spannende Schausplätze, trotzdem liest sich das Buch flüssig, man verliert niemals den Faden und weiß sehr genau, wann und wo sich eine Szene gerade abspielt, teils durch die entsprechenden Kapitelüberschriften, teils auch durch die direkte Erzählweise.

Die Geschichte beginnt mit zwei Handlungsfäden: Vincent und Noir, Kara und Ash. Der Engel Raphael macht gleich zu Beginn die Andeutung, dass das Schicksal all dieser Beteiligten zusammenhängt. Zwar offenbaren sich immer mehr kleine Puzzlestücke, doch das Gesamtbild zeigt sich erst kurz vor Ende, und danach wird so manches sichtbar, das bis dahin noch verborgen war. Und zum Abschluss gipfelt die Story in einem gewaltigen Showdown, der endlich alle Fäden zusammenführt und neue Erkenntnisse offenbart.

Wie üblich darf auch in HERZEN AUS STEIN wieder geschmunzelt werden, die Charaktere sind einfach köstlich, haben ihre Macken und Eigenheiten, und einige Male manövrieren sie sich in verzwickte Situationen oder hegen entsprechende Gedanken. Es tut gut, wie dadurch alles etwas aufgelockert wird, wenn Spannung, Erotik, Handlung und humorvolle Leichtigkeit in Balance sind.

Faszinierend finde ich die Erzählperspektive der Hexe: hier hat die Autorin den Kunstgriff gewagt, zwar in der dritten Person aus Sicht Noirs zu erzählen, zugleich aber auch Vincents Unsicherheit darzustellen. Denn Noir kann Gedanken lesen, der Gargoyle in seiner menschlichen Gestalt ist wie ein aufgeschlagenes Buch für sie und somit auch den Leser. Eine clevere Lösung, die mir gefällt.


EROTIK

Je nachdem, ob es sich um Kara und Ash oder Vincent und Noir handelt, ist das Geschehen mal heiß und wild, mal liebevoll und romantisch, es kommt jeder auf seine Kosten. Obwohl die Erotik hier eine große Rolle einnimmt, ist sie geschickt in die eigenständige Handlung eingebaut.

Man merkt, dass die Autorin inzwischen in verschiedenen Bereichen erfolgreich schreibt: normale Romance, aber auch Gay sowie Soft-SM. Hier beschränkt sie sich weitgehend auf die straighte Erotik, trotzdem gibt es für Fans der anderen Spielarten einige Kostproben. Meine Lieblingsszene ist jedenfalls der Besuch im Club. Der große, starke, sexy Vince als Sklave der Hexe, mmmh, davon hätte ich gerne mehr gelesen. Und auch Jamies Interesse an Männern wird hoffentlich in späteren Bänden noch etwas ausführlicher geschildert ;-)


FAZIT

HERZEN AUS STEIN bietet 400 Seiten geballte Romance, Sinnlichkeit und Lust. Wieder einmal hat Inka Loreen Minden bewiesen, dass sie das Wechselspiel aus Handlung und Erotik perfekt umzusetzen vermag. Für Fans des Genres ist dieser Roman ein absolutes MUST-HAVE :-)

Wertung: 8,5 von 10 Zash

SaschaSalamander 30.08.2012, 08.57 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Beastly

beastly_1.jpgAm Wochenende habe ich BEASTLY mit meinem Mann gesehen. Wir wussten beide kaum etwas über den Film, bei mir war es das Cover, bei ihm der Trailer, was uns dazu bewegte. Auch hatte ich im Groben gewusst, dass es eine moderne Variante von "Die Schöne und das Biest" darstellen soll.

Von daher gibt es auch nichts zum Inhalt zu sagen außer: er legt Wert auf Äußerlichkeiten und ist kaltherzig. Zur Strafe wird er verwandelt in ein hässliches Monster. Nur, wenn jemand ihn von Herzen lieben kann, bevor seine Zeit abgelaufen ist, wird er erlöst werden. Er verkriecht sich, dann trifft er auf SIE, und sie verliebt sich in ihn und er in sie, und gerade im letzten Moment und so weiter.

Die Bilder waren ganz nett, auch wenn ich die Maske und die Effekte recht billig fand für heutige Verhältnisse. Muss nicht immer aufwändig sein, und die Tattoos auf seinem kompletten Körper waren recht ansehnlich (hässlich ist wohl verschieden definiert, ich fand ihn als "Monster" wesentlich hübscher. Klar laden Furunkel im Gesicht nicht sofort dazu ein, ihm zärtlich mit dem Finger über die Wange zu streichen, aber hässlich ist trotzdem was anderes).

Was konsequent stört ist, wiesehr der Film an der Oberfläche kratzt. Ständig wird dem Zuschauer um die Ohren geballert, dass nur das Innere zählt, und es ist egal wie ein Mensch aussieht. Statt solche Momente zu zeigen, wird immer nur darüber geredet. Das führt zu teilweise absurden Dialogen (absurd, wenn man ein Mensch ist, für den so etwas selbstverständlich ist) wie "hey, Dein Tip war gut, vorher darüber nachzudenken hat wirklich etwas genutzt".

Es wird nicht wirklich eine Veränderung gezeigt, bzw wurde sie nicht glaubhaft umgesetzt, er legte auch als Monster noch immer Wert auf Schein statt Sein, zwar nicht mehr auf den optischen, dafür aber den intellektuellen, liebenden usw Schein, ihm geht es nur darum etwas darzustellen, in das sie sich verlieben kann, mehr nicht.

Ab der zweiten Hälfte wurde es auch extremst kitisch, einige Male habe ich laut aufgeseufzte, nicht vor Romantik sondern eher entnervt. Hier wurden wirklich jede Menge Klischees von Romantik bedient, sowohl an Themen wie auch Charakterdartsellung. Und wer nicht dahinter blickt und es bei den Äußerlichkeiten des Films belässt, der wird sicher auch davon angetan sein, denn es kommt alles vor, was zu einer ordentlichen Romanze gehört: Rosen im Übermaß, eine dramatische Wendung, fast ein Kuss und dann kurz davor die Störung, Kerzenlicht und noch mehr Kerzen, Gedichte, handgeschriebene Briefe usw.

Auch die Botschaften hinter der vordergründigen Aussage finde ich schrecklich. Schönheit ist subjektiv, aber dass jemand mit Tattoos und Hautverletzungen als hässliches Monster dargestellt wird, ist sehr oberflächlich. Ebenso dass die Leute, die wirklich hübsch waren, hier abgestempelt wurden, nur weil sie eben ein Tattoo im Gesicht haben (die Hexe) oder eine recht ungewöhnliche Frisur. Da wurde ein Teenie-Trend gehypt. Und wenn jetzt einer sagt "aber genau darum geht es doch" - nein, eben nicht, hier hätte es darum gehen sollen zu zeigen, was wahre Schönheit ist. Wurde hier aber leider versäumt. Auch das Ende um den Lehrer fand ich sehr klischeebeladen und komplett an der angeblichen Botschaft vorbei, doch dies zu erklären würde leider spoilern.

Aber: was den Film enorm aufwertet, und warum ich ihn glatt ein zweites Mal gucken würde und was mich absolut begeistert hat: >Neil Patrick Harris< als blinder Lehrer. Mmh, DER ist hübsch, und er spielt seine Rolle hervorragend. Auch die Haushälterin ist sehr sympathisch und hat so einige Weisheiten auf Lager, die zwar der Oberflächlichkeit des Films entsprechen aber wenigstens nicht ganz so plump daherkommen. Die beiden reißen ´ne Menge wieder raus, und ich werde mich begeistert nach weiteren Filmvon von Harris umsehen.

Zielgruppe: Girlies zwischen 14 und 20.
Alle anderen: unterhaltsamer Film mit netter Optik aber null Aussage.
Oder besser gesagt: keiner Aussage, die wir nicht spätestens seit "man sieht nur mit dem Herzen gut" irgendwann nicht mehr hören können, weil es zu offensichtlich ist. Holzhammer - Gutmenschentum, das klischeeüberladen daherkommt.

Wertung: 4,5 von 10 zwinkernde Rosen

SaschaSalamander 29.08.2012, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL

Mitternachtsraben

>Hier< habe ich von meinem ersten Hörerlebnis geschrieben. Die CD hatte mir eine Freundin in die Hand gedrückt "da, könnte Dir gefallen", ich habe sie auf dem Weg zur Arbeit gehört und abends nochmal mit meinem Mann gemeinsam auf dem Sofa, und tags darauf stand ich sofort im Laden und bestellte sie mir, seitdem kann ich gar nicht mehr zählen, wie oft ich sie bereits gehört habe. Sie begleitet mich im Alltag in den unterschiedlichsten Situationen, und leider kann ich die Texte noch immer nicht auswendig, aber bald dürfte es so weit sein. Mal höre ich nur einen bestimmten Track, ein andermal das gesamte Album.

Anlässe, bei denen ich die CD höre, gibt es viele. Z.B. wenn ich mit Kerzen in der Badewanne liege und komplett entspannen möchte. Oder wenn ich von der Arbeit komme, aufgeputscht und noch voller Hektik, etwas Ruhiges brauche zum Abkühlen. Wenn es mir gerade schlecht geht und ich etwas brauche, das mich wieder hochzieht. Wenn ich den Umweltlärm vor dem Fenster überdecken möchte, um nachmittags ein Schläfchen zu halten, sind die sanfte Stimme und die geheimnisvolle, ruhige Begleitmusik ideal. Wenn ich einfach mal ein paar Minuten Kultur brauche, die mich vom Alltag ablenkt und dabei dennoch anspruchsvoll ist. Wenn ich es mir mit einem Gläschen auf dem Sofa gemütlich mache und die CD gerade dazu passen würde. Oder weil ich beim Scrollen durch meine Playlist auf dem Ipod über das Album gestolpert bin. Oder weil ich dachte "jetzt hätte ich mal wieder Lust auf Numensang und Schattenbastard". Es gibt unzählige Gründe, und eigentlich brauche ich gar keinen Grund. Ich liebe diese CD und habe sie weit öfter gehört als alles andere, was ich auf dem Player an Texten habe.

Fast ein halbes Jahr ist das nun her, mindestens einmal die Woche habe ich mindestens eines der Gedichte gehört, und jedes Mal habe ich mir vorgenommen "JETZT schreibe ich ENDLICH eine Rezension". Trotzdem habe ich bis jetzt gewartet. Der Grund ist, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Und dass ich auch nicht so recht weiß, wie ich meine Gefühle und Gedanken in Worte fassen soll. Eine beobachtende Beschreibung, wie ich sie normalerweise verfasse, ist mir hier nicht möglich, zu tief berühren mich die Gedichte und die Musik. Und eine allzu persönliche Beschreibung, was sage ich damit über mich aus, will ich das, und wer will das überhaupt lesen?

Bevor ich mich weitere zahllose Monate mit einem schlechten Gewissen plage, weil diese CD auf jeden Fall eine Rezension verdient hat und ich mich weiterhin davor drücke, möchte ich sie also wenigstens vorstellen, meine Gedanken mit Euch teilen. Eine sachliche Rezension ist es nicht. Aber muss es ja auch nicht sein, oder? Also, hier ein paar meiner Gedanken, unsortiert, kunterbunt und äußerst unobjektiv, aber sosehr von Herzen, wie es ein Beitrag hier nur sein kann

Frank Zappa sagte einmal "Über Musik zu schreiben ist wie über Architektur zu tanzen". Gut, nun sind es Worte, über die es hier zu schreiben gilt, aber diese Worte empfinde ich als sehr viel mehr. Für mich sind diese Worte Melodie, ein Lebensgefühl, sie vermitteln Emotionen, sie gehen über reine Unterhaltung hinaus. Dazu die Musik, die so perfekt passt, so viel transportiert, auch sie zu beschreiben wäre ... naja, wie eben über Architektur zu tanzen. Es geht nicht, ich schaffe es nicht.

Die Gedichte in ihrer düster-romantischen Art erinnern in ihrer Schwermut, ihrer Aussage, ihren Themen und vor allem ihrem Stil an Poe. Eine Aussage, die ich keinesfalls leichtfertig treffe, da Poe für mich einer der absolten Größen und mein Favorit ist. Schon oft las und hörte ich Gedichte oder Geschichten, denen man dies nachsagte, und immer wurde ich enttäuscht. Nur, weil etwas düster ist oder melancholisch, gothic oder was auch immer, ist es noch lange nicht "wie Poe". (Aber auch hier: das zu analysieren wäre hier zu aufwändig)

Der Hörer (und Leser, denn die kompletten Gedichte sind auf einem Büchlein im Booklet enthalten) begegnet fantastischen Wesen, etwa dem personifizierten Tod, einer Nymphe, einem steinernen Engel, einem Schattenwesen, einer Fee, mehreren Raben, dem ewigen Juden Ahasver. Manche dieser Wesen sind real, andere Metaphern, und wieder andere Trugwesen, wer vermag zu sagen, was echt und was Traum?

Themen sind Eros und Thanatos, die Sehnsucht nach Liebe und Tod. Und dazwischen die Gier nach Leben, nach Fülle, nach Erfüllung, Leidenschaft und Lust. Das Geheimnis der Metarmorphose, häufig verbunden mit dem Übergang vom Leben in den Tod oder eine andere Wesensform, Tod als Wandlung und Transformation. Man könnte es als kitschig-romantisch bezeichnen, doch in meinen Augen hebt sich der Autor mit dieser CD deutlich von ebendiesem Klischee ab. Die Gedichte sind so verfasst, dass sie sich von typischen Todessehnsuchtsgedichten a la "ich-bin-Goth/Emo-und-deswegen-ach-so-literarisch" abheben (unnötig zu erwähnen, ich möchte jedoch nicht, dass bei dem, was ich hier schreibe dieser Eindruck entsteht. Denn diese Art Gedichte mag ich nicht). Im Grunde hätte jedes dieser Gedichte eine eigene Analyse verdient, den Aufbau und die Sprache hier explizit auszuführen würde eine einfache Rezension um Weiten sprengen, ein objektiver Rezensent könnte das in einer kurzen Zusammenfassung und jeder Menge hochliterarischem Geschwurbel vielleicht schaffen, aber mir ist es nicht möglich.

Außerdem: Ich will die Gedichte gar nicht analysieren, möchte sie nur wirken lassen, ihren Zauber spüren, möchte ausgelassen mit "Nymph und Sylph und Salamander" im trunkenen Bachhanal tanzen. Allein der Wohlklang dieser drei Worte, der Sylph eine lautmalerische Brücke zwischen Nymph und Salamander, mit m und ph des ersten und den Buchstaben S und l an erster bzw dritter Stelle). Ich habe es mir bereits ungezählte Male auf der Zunge zergehen lassen, die Worte geschmeckt, mich daran gelabt. Wie soll ich eine komplette CD rezensieren, wenn ich doch schon bei jedem einzelnen Satz ins Schwärmen gerate?

So viele einzelne Sätze, die ich herauspicken könnte. Nur einen: "Schatten sind seltsame Delikatessen, und seltsam ist auch die Moral der Geschicht: will einer dich zwingen, Schatten zu fressen, so schlage ihn tot und trete ins Licht". Aus dem Zusammenhang gerissen klingt dies seltsam, im Kontext der gesamten Geschichte ist es einleuchtend, und die Verbindung zwischen Leben, Tod und Wandlung, der Übergang vom Schatten ins Licht, ist hier in diesem abschließenden Satz gelungen zusammengefasst. Und dieser Satz ist ein gutes Beispiel für die ungewöhnliche Erzählweise des Autor. Doch bevor ich ausschweife: lest diesen Satz laut, lauscht seinem Klang, spürt ihn auf der Zunge, spürt ihn in Euch, versucht nicht ihn zu ergreifen, sondern laucht nur nach innen ...

Christian von Aster liest seine Texte selbst ein. Er nimmt sich sehr zurück, überlässt die Wirkung komplett dem Text. Still und ruhig umschmeichelt er mit sanfter Stimme das Ohr des Hörers, es ist entspannend und beruhigend ihm zu lauschen. Dazu die Musik, die den klangvollen Worten das rechte Gewicht verleiht, ohne sie mit Schwere zu belasten, immer etwas leiser als die Sprache aber stets präsent, eine perfekte Einheit aus Wort und Melodie. Beides zusammen, die Stimme und die Musik, empfinde ich als perfekt zum Träumen: es entschleunigt, beruhigt, regt zum Träumen an und sorgt mit einer gewissen Wehmut dennoch für die erforderliche Erdung, um nicht vollständig abzudriften. Was mir sehr gut gefällt und wofür ich diese CD besonders liebe: gerne würde ich Musik oder Text hören zum Einschlafen oder Entspannen, doch auf allen CDs ändert sich Tempo, Lautstärke, die mich dann aus meiner Stille herausreißen. Hier dagegen ist alles so abgemischt, dass man durchgehend hören kann, dass man auch gerne einmal abdriften, einnicken, vollständig abschalten kann. Und trotzdem ist es niemals monoton, dennoch folgt alles einer gleichmäßigen, wohltönenden Melodie, auch die Stimme wirkt wie ein Teil der Musik.

So, das war es, was mir auf dem Herzen lag. Im Groben. Denn eigentlich wäre es noch zehnmal soviel. Und jedes Mal, wenn ich einen Track oder die CD höre, finde ich weitere Gründe, warum ich so begeistert bin, erschließen sich mir weitere Interpretationen, höre ich wieder eine Besonderheit, die mir bisher entgangen war. Aber ich denke, das hier sollte vorerst genügen ;-)

Wertung: Außer Konkurrenz!


SaschaSalamander 27.08.2012, 08.17 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Beim ersten Sonnenstrahl

Teil 1 habe ich >hier< bereits besprochen, >hier< findet Ihr meine Gedanken zu Teil 2.

Dies ist also der dritte Teil des Projektes BEIM ERSTEN SONNENSTRAHL. Die Autorin hat dieses Buch in drei Teilen veröffentlicht, was einen recht gewagten Versuch darstellt: man kann nichts mehr rückgängig machen und ist an die vorherige Story gebunden, die Leser hegen bereits gewisse Erwartungen, und es ist alles "nicht so ganz aus einem Schliff" wie sonst bei Büchern üblich. Ich bin sicher, dass dies eine Form des Arbeitens ist, an dem ein Autor sehr viel über sich, sein Arbeiten, seine Technik erfahren kann und an sich selbst wächst.

Was ebenso wie in den ersten beiden Bänden auffällt ist die detailgetreue historische Recherche. Besonders die Ausstellung hat mich sehr fasziniert, von der Anordnung der Räume und Aussteller hin zu den vorgestellten Erfindungen. Der Leser profitiert davon, dass die Autorin konkrete Vorlagen für ihr Buch verwendet hat und selbst ein sehr klares Bild vor Augen hatte beim Schreiben.

Bei all dieser Detailverliebtheit hätte ich mir gewünscht, alle Anspielungen und Besonderheiten zu entdecken. Der dritte Teil strotzt weit mehr als die ersten beiden vor Produkten, Händlern, Gimmicks, aber auch Anspielungen auf berühmte Schriftsteller, auf die Palmblattbibliothek, ja sogar ein kleiner kleinen Hommage an Batman (jedoch absolut in die Zeit passend und mit einem witzigen Twist).

Was mich freute war das Einbinden einiger meiner Lieblingsautoren. Verne, Hugo, Shelly, die habe ich als Jugendliche und auch jetzt noch verschlungen. Geschickt baut sie hier und da etwas Trivia ein, und das erste Zusammentreffen zwischen David und einem der Autoren ließ mich herzhaft lachen. Inka hat sich hier wirklich ausgetobt und die Chance genutzt, einfach mal historische Fakten, Fantasy, Humor und Erotik so bunt durcheinanderzuwürfeln, dass ich es für unmöglich gehalten hätte, hätte man mir dies zuvor erzählt.

Sprachlich ist das Buch noch sanfter und weicher als die ersten beiden Teile. War die innige Verbindung zwischen Mensch und Gargole schon zu Beginn spürbar, so wird sie hier noch intimer, verbundener. Das führt dazu, dass der Autorin gelegentlich die "typischen" Formulierungen romantischer Romane unterkommen, die sie in anderen Büchern meistens geschickt vermeidet. Aber gut, für David und Zahar passt es ausnahmsweise sehr gut, und auch mich - die ich ja sonst einen Bogen um klassisches Romances mache - hat sie wieder überzeugt.

Auch in erotischer Hinsicht bekommt der Leser diesmal noch mehr geboten. Die beiden nähern sich vorsichtig in den ersten beiden Teilen an, am Ende haben sie sich entschieden und wissen um ihre Gefühle. Es geht hier also über Schaumspiele in der Badewanne und zärtliches Streicheln hinaus, hier kommt dann auch Grannys Paste zum Einsatz ;-)

Ebenfalls neu im dritten Teil ist, dass hier erstmals richtig auf Zauber und Magie zurückgegriffen wird. Gab es anfangs nur die Aussage, dass David ein Halbmagier sei, so wurde er hier endlich richtig aktiv, darauf hatte ich lange gewartet. Während in Band 1 und 2 abgesehen von dem Gargoyle als mythisches Wesen an sich wenig Fantasy enthalten war, geht Inka im Schlussteil so richtig in die Vollen: andere Gargoyles werden als Charaktere in die Handlung eingebunden, den Leser erwartet noch mehr Dämonenkontakt und Information über die Unterwelt, es treten aktiv mehrere Menschen mit magischen Kräften auf, und David steigert seine Fähigkeiten.

Während die anderen Bücher der Autorin erotische Romane mit einer sehr guten Handlung sind, aber eben doch Bücher, hatte ich hier erstmals das Gefühl, die Grundlage für einen Film vor mir zu sehen. Die reichhaltige historische Kulisse, die Aufklärung des Mordes als handlungstreibende Kraft, die verbotene Liebe fürs Herz, dazu ein tragischer Fluch und die mystische Welt der Gargoyles. Perfekte Zutaten für einen abendfüllenden Film. Ich wüsste auch schon, welche Schauspieler und Synchronsprecher ich mir wünschen würde ;-)

Das Projekt wird abgerundet von einem ausführlichen Nachwort, in dem Inka einige der historischen Aspekte erklärt und ihre Recherche erläutert. Abgesehen davon erfährt man auch um die Bedeutung der einzelnen Namen sowie ein paar persönliche Gedanken der Autorin.

Abschließend muss ich sagen, dass mir alle drei Teile sehr gut gefielen. Der dritte ist sprachlich und inhaltlich etwas anders als die ersten beiden, rundet die Geschichte jedoch perfekt ab und hinterlässt ein warmes "Ach-das-tat-gut" - Gefühl beim Leser.

SaschaSalamander 14.08.2012, 09.15 | (0/0) Kommentare | PL

In Liebe, Brooklyn

schroeder_brooklyn_1.jpgINHALT, GENRE

Lucca ist gestorben. Seine Freundin Brooklyn ist nicht fähig, ihre Trauer zu bewältigen. Sein Bruder Nico läuft wortwörtlich davon, sucht seinen Trost im Laufsport. Ein Jahr nach dem Unfall verstirbt auch Gabe, war es eine Überdosis oder war es Absicht, weil auch er den Tod des Jungen nicht verkraftet hat? Nach Gabes Tod leidet Brooklyn unter immer schlimmeren Albträumen, gleichzeitig erhält Nico vom Geist seines Bruders den Auftrag, Brooklyn zu helfen. Werden die beiden in ihrem Kummer zueinanderfinden?

Obwohl es darum geht, wie Nico und Brooklyn zueinanderfinden und es ein Buch voller Sanftheit ist, ist es kein typischer Roman um Jugendliebe. Eher würde ich das Buch im Bereich Drama und Entwicklung einordnen. Und obwohl Luccas Geist indirekt darin vorkommt, sehe ich es nicht als Fantasy, dieser Aspekt ist vielmehr ein weiteres Symbol der Autorin, hier stellvertretend für die Verbundenheit zwischen Nico und seinem Bruder.


COVER

Lasse ich Cover und Gestaltung normalerweise außen vor, so ist es hier unbedingt erwähnenswert. IN LIEBE BROOKLYN ist im Format etwa so groß und breit wie eine kleine Geldbörse, passt also auch gut in die Hosentasche. Das Cover in zartem Rosa und Grün glitzert leicht metallisch, springt sofort angenehm ins Auge. Das Papier ist sehr dünn, wie man es von Minibüchlein (vor allem Bibel, aber auch andere) kennt. Das sagt natürlich alles noch lange nichts über den Inhalt des Buches, aber es wirkt schon vor dem Lesen sehr ansprechend, wie ein kleines Tagebuch, es lädt vor allem weibliche Leser ein, es aufzuschlagen, sich in den Worten darin zu verlieren.


SPRACHE, GESTALTUNG, AUFBAU

Das Buch ist klein und dünn, die Seiten sind auch nicht wie gewohnt komplett bedruckt. Statt dessen ist das Buch in freier Versform geschrieben. Es reimt sich nicht, sieht jedoch hübsch aus und vermittelt Poesie, Lyrik. Dennoch ist die Sprache nicht einem Gedicht entsprechend gewählt oder gehoben, es liest sich normal und flüssig wie jedes andere Buch dieser Art auch. Vielmehr erinnert es mich an die Tagebucheinträge junger Mädchen, die ihren Gedanken auf diese Weise Form verleihen. Der Zielgruppe des Buches entsprechend ist das eine wunderschöne Idee, für mich hätte es das allerdings nicht gebraucht, mir ist die Aufmachung eines Buches und die Gestaltung der Textform egal, ich bin da ganz pragmatisch. Trotzdem, eine hübsche Idee, die Blicke auf sich zieht und gefällt. Mir ist aktuell kein anderes Buch bekannt, das in dieser Form veröffentlicht wurde.

Es liest sich insgesamt sehr flüssig, wie ein normaler Roman. Was mir besonders gefällt ist der Subtext. Die Geschichte wird hier zum geringsten Teil durch Worte erzählt als durch das, was ungesagt bleibt. Das Buch enthält sehr viele Symbole, und man merkt, wie im Laufe des Buches immer häufiger schöne, angenehme Symbole auftauchen - auch ohne dass Brooklyn erwähnt, dass es ihr besser geht, erkennt der Leser ihre langsam wieder aufkeimende Lebensfreude alleine anhand kleiner Symbolbilder. So spielen Comics zu Beginn eine sehr wichtige Rolle, werden immer seltener, bis Brooklyn es eines Tages ganz vergisst. Dafür kommen die Blumen wieder in ihr Leben, beginnt sie das Laufen. Auch Hunde zu Beginn als Sinnbild für Vergänglichkeit und Tod, Zwang und Unstimmigkeit, bis sie am Ende nach und nach zu einem Sinnbild des Lebens und der Freude, der freien Entscheidung und des Miteinanders werden. Auf diese Weise erzählt die Autorin die Geschichte auf hintergründige Weise, es gibt sehr viel zu interpretieren, assoziieren, es fällt leicht, sich einfach fallenzulassen und ganz dem Fluss der Handlung zu folgen.

Mit Fortschreiten der Handlung ändert sich nicht die Sprache, jedoch die Art und Form der Texte sowie deren Zusammenhang. Anfangs  liest man lediglich die Tagebucheinträge von Brooklyn und Nico sowie Brooklyns Briefe an den verstorbenen Lucca. Ein Mail von Nico an Brooklyn ist der Wendepunkt: bis dahin verfolgte man die Leben der beiden parallel, nun beginnt es sich zu verstricken, oft spielen sie sich gegenseitig den Ball zu. Nico erzählt den Beginn eines Treffens, Brooklyn beendet es, Nico reflektiert es anschließend. Die Briefe an Lucca werden seltener. Lisa Schroeder ist es in der Tat gelungen, ein durch und durch in sich stimmiges Buch zu schreiben, bei dem das Äußere, die Sprache, der Aufbau und die Charaktere eine wundervolle Einheit bilden.


CHARAKTERE

Brooklyn und Nico gehen unterschiedlich mit ihrer Trauer um. Als Leser erlebt man beide sowohl von außen (aus Sicht des jeweils anderen betrachtet) als auch von innen (durch ihre Tagebucheinträge). Zwei grundverschiedene Menschen, die in kleinen Schritten zueinanderfinden. Nico ist nach außen hin locker, er trainiert, arbeitet, erfüllt seine Pflichten, doch in ihm nagt die Trauer, er fühlt sich als Sohn vernachlässigt, gibt sich stark doch fühlt sich schwach. Brooklyn dagegen ist innen wie außen zerbrechlich, sie weint, ist hilflos und ist kurz davor, sich aufzugeben. Doch der Leser wird von Selbstmitleid und Gejammer verschont, vielmehr sind es melancholische Gedanken, denen man gut folgen kann.


FAZIT

IN LIEBE BROOKLYN überzeugt durch sein ungewöhnlich hübsches Aussehen ebenso wie durch seinen filigranen Text und die hervorragend aufgebaute Geschichte. Ein in sich absolut stimmiges Buch, hervorragend geeignet für einen Nachmittag mit Tee und Keksen.

SaschaSalamander 07.07.2012, 14.20 | (0/0) Kommentare | PL

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