SaschaSalamander
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Ausgewählter Beitrag

Morgan und Bailey 12 - Tod in den Hamptons

Klappentext: Die Hamptons nahe New York gelten als Heimat und Rückzugsort der Reichen und Schönen. Eine eher ungewöhnliche Wirkungsstätte für die himmlischen Spürnasen Charles Morgan und Rose Bailey. Doch als Hund Matty auf dem Golfplatz eine Leiche ausbuddelt, sind die beiden wieder voll in ihrem Element.


In der zwölften Folge der inzwischen fest auf dem Markt etablierten Krimi-Reihe trifft man wieder auf alte Bekannte: Roses Schwester und Schwager, denen man bereits in >07 - TOT ABER HERZLICH< begegnete. Dieses Mal kommen sie nicht selbst zu Besuch, sondern Liam besucht seine Eltern, um ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen. Doch bevor er dazu kommt, taucht bereits die erste Leiche auf. Und dann überstürzen sich die Ereignisse. 

Ich hatte mich sehr gefreut, da die Fletchers mit ihrer ungewöhnlichen Art doch für Abwechslung und etwas Biss gesorgt hatten. Dieses Mal aber kam dieser Punkt leider etwas zu kurz. Sie spielen zwar eine Rolle, sind aber recht zahm. Die Dynamik der Charaktere untereinander steht nicht wie sonst im Vordergrund, auch wenn es sich hier geradezu angeboten hätte (außer kurz am Ende, was jedoch sehr friedlich und ohne Konflikte nebenbei abgehandelt wird, sogar selbst für die sowieso schon sehr gemütliche Serie etwas zu soft, zuviel Heile Welt). 

Auch sonst empfand ich die Folge dieses Mal als sehr, sehr weich. Da fällt der Satz "das würde ja bedeuten, dass jemand versuchte (...) umzubringen", gefolgt von einer sehr friedlichen, ruhigen Musik, wie sie beim Nachmittagskaffee gespielt werden könnte. In manchen Szenen passend für diese eher gemütliche Serie, Jedoch nimmt es in diesem Fall jegliche Spannung aus dem Handlungsbogen, der dann weiterhin mit Leiche, Bibelsprüchen und entspannter Musik vor sich hinplätschert (und das, obwohl einer der Protagonisten beinahe bei einem Unfall ums Leben gekommen wäre). 

Die Ermittler waren bereits >in Paris<, >im Vatikan<, auch ermittelten sie in einem Crossover mit dem >Team Undercover<. Die Hamptons sind eine weitere Kulisse, mit der etwas Abwechslung in den ansonsten recht gemütlichen Krimi gebracht wird, und das Flair der Schönen und Reichen kann mit dem großen Haus, dem Golfplatz, Bediensteten sowie Anspielungen auf die Popkultur recht gut dargestellt werden. Auch gerade in diesem Umfeld hätte es einiges Potential gegeben, die Handlung noch etwas griffiger, lebhafter zu gestalten.

Die Sprecher leisten wie gewohnt sehr gute Arbeit. Neben dem üblichen Team sind dieses Mal wieder Joseline Gassen und Joachim Kerzel als Ehepaar Fletcher zu hören. Auch Simone Röbern, Stephanie Kirchberger, Harald Schwaiger, Achim Buch, Hanno Friedrich und Matthias Marschait sind mit von der Partie. Wer mich sehr freute und mir gefiel war Tommi Piper als Detective John Goodwin, dessen Stimme ich sehr mag und der leider viel zu selten in Hörspielen anzutreffen ist. 

Insgesamt also eine nette Folge, die an Handlung und Dialogen aber deutlich mehr hätte herausholen können. 

SaschaSalamander 14.03.2018, 08.47

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