SaschaSalamander

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Zerlegt

Pseudonym

Es gibt viele Gründe für Pseudonyme, und das werde ich hier gar nicht weiter ausführen. Möchte nur eines ansprechen, das ich derzeit sehr faszinierend finde. Ich werde nicht sagen, um welchen Autor es geht, denn ich will keine Gerüchte schüren und mich auch nicht an anderen bestehenden Gerüchten beteiligen. Aber trotzdem möchte ich etwas dazu schreiben ;-)

Da sah ich also vor einigen Wochen das Cover des Buches und dachte sofort "ey, ein neues Buch von XY!". Gleicher Verlag, gleiche Covergestaltung, sogar fast das gleiche Bild nur etwas umgearbeitet. Und ein Inhalt, der regelrecht nach diesem Autor schreit, weil er damit eine von den Fans geliebte Figur eines anderen Buches aufleben lassen könnte. Aber als ich das Cover ansah - nein, anderer Autor. Mit dem Hinweis, dass dieser Name ein Pseudonym sei.

Inzwischen höre ich das Hörbuch. Der Sprecher ist der gleiche wie der Stammsprecher des Autors XY. Aber das ist natürlich Zufall, denn dieser Sprecher spricht auch für andere Autoren und Verlage.

Als ich das Buch zu hören begann, dachte ich mir "na, der Stil kommt mir aber sehr bekannt vor". Die Art des Humors, der Grundton, es deutet alles auf den Autor XY. Beim Googeln stoße ich überall darauf, dass hinter diesem Pseudonym nur XY stecken kann.

Es gibt sogar Werbung und Gewinnspiele, die für beide Bücher gemeinsam gelten. Ist Zufall, weil der Verlag ja schließlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann, warum nicht, selber Schuld, wenn die Leser da Zusammenhänge sehen, oder? Honi soit qui mal usw ...

In verschiedenen Rezensionen lese ich diese Vermutung bzw Behauptung. Und der Autor hat bei Amazon sogar in entsprechenden Rezensionen kommentiert und gesagt, dass er nicht hinter dem Pseudonym steckt, schließlich habe er keinen Grund, nicht mit seinem erfolgreichen Klarnamen zu schreiben. Wobei natürlich keiner nachprüfen kann, ob die Person, die sich "Autor XY" nennt bei Amazon auch wirklich "Autor XY" ist.

Im Endeffekt ist es mir egal, wer nun dahintersteckt. Wenn jemand seinen Namen nicht nennen will, dann hat er seine Gründe, und die gehen mich nichts an. Wenn er will, dass wir es erfahren, dann wird es auch öffentlich gemacht. Was mich aber wie gesagt fasziniert, das sind die Behauptungen, Vermutungen und Gerüchte. Überall lese ich, wer dahintersteckt. Mal stand es eventuell auf der Homepage, wo es jetzt jedoch nur als Pseudonym genannt ist (solche Fehler (?) gibt es ja häufiger). Mal hat jemand irgendwo gehört. Mal weiß es jemand ganz sicher, denn niemand kann so schreiben und der Stil ist unverwechselbar. Nirgendwo habe ich jedoch greifbare Hinweise mit konkreter Quelle gefunden. Auf diese Weise ist ein Gerücht entstanden, das sich hartnäckig hält. Jeder weiß es, weil er es von jemandem hat, der es von jemandem weiß, der sicher sagen kann.

Herrjeh, und der Weihnachtsmann existiert, und Facebook schützt unsere Daten.

Vielleicht will der Autor einfach mal testen, wie ein Buch ankommt, das nicht von ihm geschrieben wurde? Und ärgert sich jetzt, dass er scheinbar nicht aus seiner Haut kann und man ihn trotzdem sofort aufgrund seines Stils enttarnt.

Oder vielleicht hat ein Nobody dieses Buch geschrieben und an den Verlag geschickt, weil er dachte "hey, die haben einen ähnlichen Titel veröffentlicht, bestimmt gefällt denen mein neues Buch". Und der Verlag fand es toll, aber weil "Horst Schulze" als Autor nicht so toll klingt, suchten sie einen pfiffigen Namen als Pseudonym und gestalteten alles drumherum absichtlich so, dass die Leser denken, es wäre ein Buch des Autors XY. Denn die Gerüchte halten sich, die Leser spekulieren, dadurch wird das Buch noch interessanter, die Leser fühlen sich toll ("hey, yeah, ich hab ein Pseudonym gelüftet, ich bin coooool"), der Autor XY sowie Mr Nobody und der Verlag lachen sich ins Fäustchen. Denn XY erntet Lorbeeren für ein Buch, das er nicht geschrieben hat und gewinnt neue Fans. Mr Nobody kann einfach mal testen, wie sein Buch ankommt und profitiert vom Fahrtwind des XY. Und der Verlag freut sich über jeden zahlenden Kunden. Aber ob es nun von XY, Mr Nobody oder einem anderen bekannten Autor ist - egal, dieser Rummel um das Pseudonym scheint jedenfalls eine prima Sache fürs Marketing ...

Aber vielleicht ist ja alles auch ganz anders ;-)
Wie gesagt: ich will keine Gerüchte schüren, deswegen nenne ich hier weder den Verlag noch den Autor noch das Pseudonym. Wer nicht weiß, wovon ich rede - ist auch unwichtig, es geht um das Thema, nicht die Namen. Und wer weiß, wovon ich rede - der sollte genauso wie ich einfach schweigen und darüber grinsen ;-)

SaschaSalamander 03.05.2012, 09.43 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Art der Sprache und des Schreibstils im Kinderbuch - Eure Meinung bitte

davies_katze_1.jpgIch habe heute "das Katzenkomplott" von Katie Davies abgeschlossen, war hochbegeistert. Und auch schon das Hamster-Massaker davor fand ich grandios.

Aber: ich habe das Buch als Erwachsener gelesen. Jaaaa, ich bin Sozpäd, deswegen dürfte ich als Tagesmutter Notfallkinder (krank, behindert oder schwer erziehbar) auch ohne Schulung pflegen. Im Gegensatz zur unausgebildeten Mutter, die selbst schon mehrere Kinder erzogen hat und trotzdem erst einen einwöchtigen Lehrgang machen müsste. Schwachsinn. Egal. Ich habe keine Erfahrung mit Kindern, außer ein wenig Praktikum im Kindergarten. Oder meine eigenen Erinnerungen. Und was ich theoretisch manchmal aus Neugier an Fachbüchern lese.

Deswegen eine Frage hier an die Mütter, Väter, Omas, KinderbuchautorInnen, Lektorinnen: Wie ist das bei Kinderbüchern mit der Sprache, der Perspektive und dem Inhalt? Bezogen auf das Beispiel des KATZEN-KOMPLOTTs von Katie Davies.

Die Perspektive passt nicht so wirklich. Es ist in der Ich-Perspektive geschrieben aus Annas Sicht. Aber häufig erzählt sie von ihrem kleinen Bruder, der (ohne sie) gerade beim Herrn Tucker ist und was er und Herr Tucker gemeinsam erleben. Obwohl sie nicht dabei ist und Tom ihr das nie so ausführlich erzählt haben kann. Also klar eine falsche Perspektive. In einem Erwachsenenbuch ein No-Go, aber für Kinder dürfte das weniger ein Problem sein, oder? Oder müsste es gerade dort erst recht korrekt sein? Denn in der Realität würde Anna, wenn sie die Geschichte erzählt, natürlich ein wenig ausschmücken, ein wenig dazuerfinden und dann ihre Variante weitergeben, wie es gewesen sein könnte.

Oder was die Sprache betrifft: es ist so geschrieben, wie Kinder oft sprechen. Die Autorin schreibt "Ich und Susanne und Tom", obwohl Kinder natürlich lernen "der Esel nennt sich immer zuerst". Oder "Und auf dem Dach fehlten viele Ziegel. Und oben auf dem Abflussrohr steckte ein Vogelnest. Und der Schornstein sah aus, wie als würde er gleich umkippen". Oder "Ich habe sie gefragt, weil, wir waren ja schon fertig". Oder "Und Mama hat gesagt, sie hat das gar nicht toll gefunden".

Als Erwachsene wissen wir, dass das falsch ist und amüsieren uns köstlich, denn so höre ich Kinder oft sprechen, und ich finde diesen Schreibstil süß, weil ich das bildlich vor mir sehe und einfach toll finde, das Buch explodiert regelrecht von witzigen inhaltlichen Einfällen, selten lache ich SO viel bei einem Buch wie bei Katie Davies. Ich sehe während des Lesens regelrecht das Mädel vor mir, das da spricht, ständig aufgeregt Luft holt, sie sagt "und dann haben Ich und Tom ... und ich habe ... und dann ... und weil ...", wie es Kinder eben tun. Konjunktiv, Genitiv, indirekte Rede, das kommt in dem Buch gar nicht vor, von einem 8jährigen Kind kann man das noch nicht wirklich erwarten (ehrlich gesagt sind das Feinheiten, die teilweise nicht einmal Erwachsene beherrschen *hüstel*).

ABER: wie gehen Kinder damit um? Wie können Kinder eine korrekte Sprache lernen, wenn sie lauter Fehler hören? Oder können Kinder das gut unterscheiden und sagen "das ist ein Kinderbuch, das ist anders geschrieben, das finde ich toll, aber das darf ich nicht nachmachen"? Darf ein Kinderbuch so etwas? Ist das pädagogisch wertvoll, oder ist das problematisch?

Die Frage einerseits als Anregung zur Diskussion, vielleicht sogar Provokation (denn ich bin sicher, die Meinungen werden sehr auseinandergehen). Und zum anderen aus reiner Neugier, da mir hier wirklich die Erfahrung als Mutter und Pädagogin fehlt ;-)

*********

Anmerkung: normalerweise schreibe ich Gegenkommentare. Hier mal nicht. Nicht aus Ignoranz oder Unhöflichkeit, sondern weil ich die Meinungen als solche stehenlassen und die Diskussion nicht durch meinen eigenen Senf abgraben will ;-)

SaschaSalamander 31.03.2012, 09.45 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

Warum ich nicht mit Punkten bewerte

Ach ja, die Punktewertungen. Ob nun bei Amazon mit 5 Sternen oder in diversen Blogs mit anderen Symbolen oder auf anderen Plattformen mit 10 Sternen oder wie im Schulsystem 6 Sternen oder oder. Ich gebe zu, dass ich damit meine liebe Not habe. Wie soll man überhaupt bewerten? (ich rede jetzt ganz allgemein, weil ich dieses Problem häufiger habe. Der Form halber sage ich immer "Autor", ob nun Männlein oder Weiblein. Ich beziehe mich auch auf keine konkreten Fälle, sondern allgemein. Da mir, wie gesagt, dieses Problem schon häufiger begegnet ist).

Da habe ich einen Thomas Mann oder einen Rainer Maria Rilke, die haben Kunst geschaffen, Literatur geprägt und sind in meinen Augen ganz, ganz groß. Sie unterhalten mich nicht unbedingt, aber sie bereichern mich, sie erfüllen mich, sie haben Großes erschaffen und sind eine Bereicherung der Weltliteratur. 5 Sterne, absolut!

Dann ist da der Schreiber von Weltliteratur, der hat sogar einen Nobelpreis gewonnen. Ich habe sein Buch jetzt aber schon 3 oder 4 Mal begonnen, und ich will endlich lesen, wie es dem ollen Matzerath ergeht. Aber weder als Film noch als Buch kam ich jeweils über die ersten 10 Minuten oder 15 Seiten hinaus. 5 Sterne, weil literarisch so hochwertvoll, oder 0 Sterne, weil ich es einfach nicht schaffe und für mich persönlich ganz, ganz öde finde?

Dann ist da ein moderner Autor, der schreibt Unterhaltung. Ich habe mich hervorragend unterhalten, er hat prima recherchiert, er hat einen tollen Schreibstil. Es gibt zwar ein, zwei Charas, die mir nicht so zusagen, aber das macht nichts, denn es passt ins Buch und ist in sich einfach "rund". Weil es Fantasyelemente enthält, achte ich auch nicht so genau darauf, ob und wie logisch das ist. Sondern am Ende sage ich "ey, das hat mich ganz toll unterhalten, super" und gebe 5 Sterne. Obwohl es natürlich noch lange kein Mann oder Rilke ist und mich das Buch auch nicht bereichert hat und wirklich nur reine Unterhaltung war.

Und dann ist da ein anderer Autor, der schreibt privat und hat einfach mal den Traum, etwas zu veröffentlichen. Eigentlich ist er kein Autor. Aber er stellt für 99 Cent bei Amazon eine Geschichte ein. Ich lese es und weiß, dass das kein Thomas Mann ist und auch kein Grass oder Saramago, sondern Lieschen Müller von nebenan. Und die Geschichte hat Potential, ist inhaltlich prima erdacht. Okay, das Lektorat lässt zu wünschen übrig, ein paar stilistische Fehlerchen haben sich eingeschlichen. Aber soll ich jemanden mit Potential mit 2 Sternen niederbügeln und jegliches Talent im Keim ersticken? Kann ich nicht eine positive Rezension schreiben, die Fehler anmerken und dann trotzdem 3 oder sogar 4 Sterne geben? Immerhin sieht man, dass sich jemand bemüht hat.

Und dann gibt es die privaten Geschichten, die einfach nur Rotz sind. Da bildet sich jemand ein, dass er schreiben könne und bügelt mal schnell irgendwas aufs Papier. Katastrophal in Rechtschreibung und Grammatik, und die Story ist einfach mal schnell aus den Fingern gesogen. Man hätte was draus machen können, aber es wurde nicht einmal versucht. Die Geschichte wirkt für einen weniger kritischen Leser ähnlich wie die Geschichte in meiner Beschreibung eins drüber, aber sie würde von mir 1 Stern kriegen statt 4, weil sie einfach die Aufmerksamkeit vermissen lässt, die ein Autor seinem Werk zollen sollte. Man merkt, ob jemand Fehler übersehen hat, oder ob jemand sich überhaupt nicht um Fehler kümmert. Und nun ist natürlich der Autor der vernachlässigten Geschichte sauer, denn die andere Privatperson mit fast genauso vielen Fehlern bekommt auf einmal 4 Sterne, und er nur einen!

Aber dann ist da ein prima Autor, der schreibt tolle Bücher. Gut, einmal hat er eines geschrieben, das war nicht so toll, da gab es ein paar kleine Schwächen. Weil man weiß, dass sonst alles top ist, zieht man einen Stern ab. Weil er es besser kann. Und weil ein abgezogener Stern kein Weltuntergang ist.

Und dann steht jemand da, kennt die Hintergründe nicht und denkt nun, dass das Buch des Superautors den gleichen Wert hat wie das von Lieschen Müller mit der gleichen Sternenanzahl. Und auf einmal bildet Lieschen sich ein, das eigene Buch sei mindestens so gut wie ein Stephen King oder Heinrich Böll. Und der Bestsellerautor ist enttäuscht, dass sein anspruchsvolles Werk von mir genauso bewertet wird wie ein anderes Unterhaltungsbuch aus irgendeinem Fantasy oder Erotik oder Kiddie Genre.

Ich mag das nicht. Mich stören die Sterne!  Und deswegen werde ich bei mir im Blog auch niemalsnie ein Punktesystem einführen! Denn wenn man die Rezi nicht liest, weiß man auch nicht, wofür es den Punktabzug gab. Ob vielleicht wegen der Sprache oder Lektorats oder aufgrund gravierender Logikmängel oder beim Hörbuch lediglich aufgrund eines schlechten Sprechers oder oder oder. Punktwertungen verfälschen die Intention.

Mir ist es lieber, wenn ich einfach nur schreiben kann, was ich toll fand und was mich störte. Das ist weniger unfair. Punktevergabe bei der Bücherbewertung bedeutet für mich, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Manchmal muss ich leider doch Punkte vergeben, z.B. für BloggDeinBuch oder bei Amazon. In diesem Fall bewerte ich jedes Buch individuell, niemals im Kontext. Mein Bewertungskriterium: Wie hat der Autor das vorhandene Potential genutzt? Hätte man mehr aus der Geschichte machen können? Oder wurden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, wirkte die Geschichte in sich rund und von allen Seiten passend? Und das kann dazu führen, dass Lieschens Müller private Geschichte voller Fehler genausoviel oder sogar mehr Sterne erhält als ein talentierter Autor, der lange auf der Bestsellerliste steht und erneut ein kleines Meisterwerk geschaffen hat ;-)

SaschaSalamander 19.03.2012, 15.42 | (0/0) Kommentare | PL

Sie weiß, was sie will

Vor einigen Jahren habe ich mich sehr gewundert, warum manche Rezensenten fast immer nur volle Punkte verteilen und jedes Buch sosehr loben. Fragte mich, ob die so extrem unkritisch sind, oder warum sie nie auch mal ein schlechtes Buch in die Hand kriegen. Bei so vielen Büchern, die man liest, MUSS doch zwangsläufig auch mal was Schlechtes dabeisein! Oder werden die bezahlt und schreiben einfach nur was Nettes, weil sie dafür ein Reziexemplar kriegen? Oder sind sie einfach so unkritisch, dass sie unreflektiert alles toll finden? Ja, solche Gedanken gehen bestimmt inzwischen auch anderen durch den Kopf, wenn sie bei mir im Blog lesen. Deswegen möchte ich einfach mal erzählen, warum in letzter Zeit fast alle Meinungen bei mir positiv ausfallen:

vor einiger Zeit habe ich viel in der Bibliothek und von Freunden geliehen, nahm eben was da war, und da habe ich oft danebengegriffen. Irgendwann wurde das Bloggen intensiver, habe ich auch selbst mehr Geld investieren können durch den Job, habe ich bewusster auf Titel, Verlage und Autoren geachtet. Da ich viel mit Texten arbeite, blättere ich im Buchladen auch mal flink durch einen Titel und erkenne recht schnell, ob ich damit warm werde oder nicht.

Inzwischen habe ich ein recht gutes Gespür für meinen persönlichen Geschmack. Es gibt Leseproben. Und ich kenne die Autoren und weiß, ob mir ein Schreibstil zusagt. Ich kenne den Verlag und weiß, ob die Titel in mein Beuteschema passen oder nicht. Auch erkenne ich an der Inhaltsangabe, ob das Thema mich reizt, ob ich es schon zu oft gelesen habe oder ob es nicht mein Ding ist.

Wenn ich dann von 20 Büchern trotzdem mal eines dazwischen habe, das mir wider Erwarten nicht gefällt, dann lese ich es nicht zu Ende. Dazu ist mir meine Zeit zu schade. Und wenn ich es nicht zu Ende gelesen habe, dann rezensiere ich es auch nicht. Erzähle unter "Aktuelles" vielleicht kurz davon, aber ich halte mich nicht länger damit auf.

Und deswegen gibt es hier eigentlich fast nur noch begeisterte Rezensionen: weil ich genau weiß, was ich will :-)

SaschaSalamander 23.12.2011, 21.34 | (0/0) Kommentare | PL

Alice und Coraline

Und wieder verwechsele ich ein paar Dinge. Normalerweise achte ich darauf, dass ich nicht zwei Krimis oder zwei Jugendfantasy gleichzeitig lese und höre, denn manchmal kommt es zu ungünstigen Verwechslungen, sodass ich den Kommissar des Hörbuches plötzlich gedanklich mit der Detektivin aus dem Roman verkupple oder mir die Indizien des einen Titels in das andere Buch hinüberziehe.

Diesmal habe ich wieder nicht aufgepasst. ALICE IM WUNDERLAND sowie ALICE IM SPIEGELLAND lese und höre ich aktuell (vergleiche verschiedene Übersetzungen sowie das Original), und als Roman zwischendurch lese ich CORALINE.

Zwei grundverschiedene Bücher, aber auch gewisse Ähnlichkeiten. Ein Mädchen geht in eine andere Welt, in der die Dinge sich in manchen Dingen sehr von unserer Realität unterscheiden. In beiden Büchern habe ich parallel gerade die Diskussion um Namen.

Ein Insekt diskutiert mit Alice über Sinn und Unsinn von Namen. Und die Katze erklärt Coraline, wie unsinnig doch der Einsatz eines Namens sei. Ich dachte mir eben "na, sogar Shakespeare wird hier zitiert" (what´s in a name usw", dieses Zitat fiel wörtlich). In dem Moment wusste ich schon gar nicht mehr, wer das gesagt hatte. War das das Insekt gewesen? Oder sagte das eine der beiden alten Damen in Coralines Haus?

Mannmann, lästig sowas!
Dabei will ich nicht mal behaupten, dass Gaiman abgekupfert hat, sonst dürfte man ja gar nichts mehr schreiben, was irgendwie mit einer fremden Welt zu tun hat, dann dürfte man ja kein Fantasy mehr schreiben. Gaiman ist was ganz anderes. Trotzdem lassen sich so manche Parallelen nicht leugnen, nicht nur in Hinblick auf die Namen ...

SaschaSalamander 16.07.2011, 18.30 | (0/0) Kommentare | PL

Stiefel mit Pelzkragen

"In Stiefeln mit hochgezogenem Pelzkragen stapfte er durch den Garten".

LOL! Nicht nur im geschriebenen Text, auch beim Vorlesen sollte man die Kommata streng einhalten! :-) Ich habe einen Moment gebraucht, bis ich diese Passage des Hörbuches verstanden hatte.

(aus: Zoran Drvenkar, Du bist zu schnell)

SaschaSalamander 04.07.2011, 21.55 | (0/0) Kommentare | PL

Tabubruch

Gerade schrieb ich zum x-ten Male eine Rezension über das Buch DER PROFESSOR von J Katzenbach. Und zum x-ten Male ging mir die Rezension verloren. Ich hasse es, Texte mehrfach zu schreiben, also höre ich auf, kühle mich erstmal ab und bemühe mich ruhig zu bleiben. Statt der Rezension nur die gestern gebloggte Diskussion rund um ein sehr wichtiges Thema, welches durch dieses Buch berührt wird.

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Diesmal möchte ich über ein Thema schreiben, das mich sehr bewegt. Es ist eine Diskussion, in der es keine einstimmige Antwort geben wird. Und auch ich selbst schwanke, denn es gibt viele Teilaspekte. Es geht um das Thema "Tabu". Inwieweit darf ein Buch an einem Tabu rütteln? Immer nur vom Alltag mag man nicht lesen, und die Autoren überschlagen sich mit immer extremeren Dingen. Aber wo ist die Grenze? Klar hat jeder Mensch andere Grenzen, aber wo sollte die Gesellschaft eine Grenze ziehen? Sollte sie überhaupt? Und auch: welche Intention hat ein Buch? Solles nur unterhalten? Soll es die Realität widerspiegeln? Und wenn es die Realität widerspiegelt, darf es dann so real sein, dass es von Dingen erzählt, die aus gutem Grund nicht erzählt werden?

Anlass dafür sind zwei Bücher. Das eine ist DER MÄRCHENERZÄHLER von A Michaelis. Doch da möchte ich nur kurz darauf eingehen, denn in >Tempted by books< und der >Libromanie< wird bereits sehr ausführlich darüber diskutiert. Vorsicht, aufgrund der Diskussion gibt es dort Spoiler (es ist eher eine Diskussion, falls man das Buch bereits gelesen hat).

In diesem Buch wird die Realität geschildert. Ich habe das, was ich dort lese, auf Arbeit in verschiedener Form immer wieder erfahren müssen. Ja, junge Frauen tun dies. Und ich habe beim Lesen kein Problem damit gehabt. Denn ich bin eine Person mit eigenem Willen, lasse mich von dem Buch nicht beeinflussen und sehe es als eine Beschreibung der Realität, verbunden mit einer wundervollen Erzählung. Dennoch bereitet es mir ein wenig Bauchschmerzen, wenn ich sehe, für welche Zielgruppe das Buch gedacht ist. Gerade in einem Alter, das von Selbstfindung, Identitätsproblemen und erster Liebe geprägt ist, sind die Leser offen für Anregungen und Vorbilder. Was die Autorin schildert ist real, aber definitiv kein Vorbild.

Andererseits will ich auch nicht, dass der Autor mich entmündigt. Ich möchte nicht, dass der Verlag oder ein Lektor darüber bestimmen, was für mich gut ist. In Filmen ärgere ich mich, wenn zensiert wird und etwas fehlt. Der Autor hatte eine andere Intention, und genau DIE will ich lesen. Wird ein Film zensiert, schreit die Schar der Zuschauer empört auf. Wird ein Buch nicht zensiert, schreien die Leser ebenfalls auf, denn so etwas darf man Jugendlichen nicht zu lesen geben. Ich stehe im Zwiespalt. Nein, ich möchte nicht, dass ein Jugendlicher auf der Suche nach sich selbst diese Passage liest. Aber ich möchte auch nicht eingeengt werden, sondern ich möchte ein Buch, wie die Autorin es sich gedacht hat.

Dann das Buch DER PROFESSOR von J Katzenbach. Ein kleiner Spoiler, den ich aber für notwendig halte. Denn zum einen erfährt der Leser sehr früh im Laufe des Buches, worum es geht. Und zum anderen halte ich es für wichtig, dass man weiß, worauf man sich einlässt. Viele haben das Buch weggelegt und sich geärgert, weil sie das nicht lesen wollten. Ich habe die Vermutung, dass der Verlag einen wichtigen Aspekt des Buches nicht auf dem Klappentext erwähnte, weil er sonst Einbußen im Verkauf erwartet.

In diesem Buch geht es um Kinderpornografie in Form eines Snuff - Videos. Nun ist das die Realität. Ob es Snuff gibt, sei mal dahingestellt, ich stimme dem, was einer der Protagonisten sagt, zu: offiziell gibt es das nicht. Aber wie nennt man es denn, wenn Jugendliche auf dem Schulhof ein Opfer verprügeln und das Video ins Netz stellen? Wenn Soldaten erschossen werden und die Bilder um die Welt gehen? Und wer weiß, was unter der Hand grassiert und nicht öffentlich gemacht wird?

Kinderpornographie allerdings ist eindeutig real. Es gibt Fotos davon im Netz, es gibt ganze Ringe dazu, und es ist schrecklich. Es ist ein Tabu, an dem darf nicht gerüttelt werden. Es gibt eine klare Grenze, die ist das Alter. Aber wie sieht es aus, darüber zu reden? Darf man bei einem Buch wie diesem sagen "es gefiel mir"? Würde ich damit automatisch sagen, dass mir das gefiel, was ich gelesen habe, nämlich die Pornografie und die Spannung, die sich aufbaute, während das Mädchen misshandelt und vergewaltigt wurde?

Das Mädchen wird entführt und in eine Art Verließ gesperrt, die Entführer filmen sie rund um die Uhr und führen recht subtile, grausame Folter an ihr durch. Sie verwirren sie, spielen mit ihren Ängsten, vergewaltigen sie sogar. Alles auf Geheiß der Zuschauer, die im Chat der entsprechenden Internetseite schreiben, was sie gerne sehen würden. Alles ein Geschäft, Angebot und Nachfrage.

Der Professor möchte gerne den Fall lösen und weiß, dass er selbst keine Chance hat. Also wendet er sich an einen Menschen, der ihm helfen kann: ein verurteilter Pädophiler, der ihn die dunklen Seiten des Internets vorführen soll. Dies geschieht ohne das Wissen der Polizei, und immer tiefer rutschen die beiden ins Netz, der Professor angeekelt, der Straftäter immer faszinierter. Aber während die beiden zusammenarbeiten erfährt man auch, dass auch dieser "Kinderfreund" ein fürsorglicher Mensch ist, der seine kranke Mutter pflegt, der einen regulären Beruf erfüllt, der Angst hat, der eigentlich nur sein Leben leben möchte. An einigen wenigen Stellen wird er sympathisch. Am Ende ist er der Held des Buches, doch seine Heldentat wird wieder zerrissen, als seine Intention dahinter deutlich wird und ihn das, was andere erschüttern würde plötzlich erregt.

Straftäter gleich welcher Art sind Menschen. Das weiß ich aus Erfahrung selbst. Oft schon habe ich mich geärgert, dass die Medien die Taten so verzerrt in ein anderes Licht rücken. Andererseits ist mir sehr deutlich bewusst geworden, dass die Gesellschaft diese Abstufungen braucht. Regeln und Normen inhaliert man nicht mit der Muttermilch, sondern sie werden im Laufe der Erziehung erworben. Im Fernsehen, in der Literatur, in Gesprächen, überall erfährt man quasi, was gut ist und was böse ist. Die Hexe war gemein, der Wolf wil die Kinder fressen, der Kinderschänder tut etwas Böses. Mutter Theresa ist gut, Captain Picard steht für das Gute, und Anakin Skywalker muss sich für eine Seite entscheiden.

Darf man einfach so das Böse plötzlich als etwas Gutes darstellen? Gut, ein Kind liest diese Bücher nicht. Aber auch Erwachsene verspüren das Bedürfnis nach diesen Grenzen. Es erschüttert sie in ihren Grundfesten, wenn sie plötzlich Sympathie mit einem Pädophilen empfinden. Es zerstört ihr Weltbild, wenn sie auf einmal erkennen müssen, dass auch Mörder ganz normale Menschen sind wie Du und ich. Es ist wichtig, dass sie darüber nachdenken. Aber ist es dazu notwendig, ihre eigentlich notwendigen Grenzen aufzuweichen? Beginnt nicht irgendwann die Gewöhnung? Werden die Filme nicht aus diesem Grund immer brutaler, übertreffen sich an Perversion und Gewalt? Weil wir immer abgestumpfter werden?

Und dann die andere Frage: darf man darüber schreiben, wie ein junges Mädchen misshandelt wird? Denn ganz sicher wird in vielen Foren hinter vorgehaltener Hand kursieren "hey, wenn Du auf sowas stehst, ich hab da ein tolles Buch, das musst Du unbedingt lesen, das ist richtig heiß, was die mit der Kleinen anstellen".

Aber darf man dann überhaupt noch irgend etwas schreiben? Kann ein perverser, kranker Mensch nicht aus allem seine Befriedigung ziehen? Müssten wir dann nicht die Kindergärten schließen, nur damit sie nicht mehr dort zur Mittagszeit vorbeilaufen können? Darf ich als gesunder Mensch mich in dem, was ich lese und ansehe beschneiden lassen, nur weil irgend ein anderer Mensch etwas Böses dahinter vermuten könnte? Sollte Hannibal Lector verboten werden, nur weil es wirklich einen Kannibalen von Rothenburg gab?

Ich weiß nicht, was ich darüber denken soll. Denn ich sehe sowohl das Für als auch das Wider. Ich sehe mich als erwachsenen, gesunden Menschen, der die Realität von der Fiktion trennen kann. Wäre dieses Buch ein Tatsachenbericht, hätte ich es weggelegt. Die Berichterstattung über Fritzl habe ich nicht verfolgt. Und auch Natascha Kampusch habe ich nicht angesehen, als die Medien voll davon waren (erst ihr eigenes Buch habe ich gelesen, denn das war das, was sie uns erzählen wollte, nicht das, was die Medien vorgaben). Ich verschließe nicht die Augen vor der Realität, doch ich muss sie mir nicht mit Gewalt ins Hirn hämmern, auch ohne Bilder und Berichte kann ich mir vorstellen, was die Kinder von Fritzl erleiden mussten. Als Roman dagegen im PROFESSOR fand ich es spannend und kann sagen, dass mir das Buch und die Umsetzung gefiel. Allerdings sehe ich die Gefahr, dass sich Leute daraus ihre Lust holen.

Wie seht Ihr das? Wie weit darf ein Autor gehen? Darf man über absolute Tabuthemen (z.B. Inzest, Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Folter etc) schreiben? Sind wir alle erwachsen genug, die volle Wahrheit zu lesen? Oder ist es gut, wenn Verlage uns Grenzen setzen?

(Wäre ein Buch wie DER PROFESSOR veröffentlicht worden, wenn es ein Erstlingswerk wäre und der Autor nicht wie J Katzenbach ein Verkaufsmagnet wäre?)

Ich freue mich auf einen regen Austausch! :-)

SaschaSalamander 23.06.2011, 09.52 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Irgendwie traurig

Wieder einmal bin ich ein wenig gesurft, um in verschiedenen Rezensionen zu stöbern. Macht einfach Spaß. Aber eines erstaunt mich immer wieder, und es betrübt mich auch: ständig muss ich bei den wirklich guten Filmen lesen "zu wenig Action", "viel zu langweilig", "zog sich viel zu lange hin".

Ich finde es schade, dass so viele Leser und Zuschauer nur Action und Abenteuer suchen und dies scheinbar von allen Filmen erwarten. Tiefgründige Thriller und Dramen werden als Flop gehandelt, sind lediglich Insidertipps und nur schwer zu erhalten in Videotheken, weil sie aufgrund ihres ruhigen Plots nicht massentauglich sind *snief*.

Hiermit bekenne ich mich:
ich sehe bevorzugt actionlose Filme mit Handlung und Inhalt!
Und ich finde sie sogar zu allem Überfluss auch noch spannend!

SaschaSalamander 13.05.2008, 15.17 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Serienwahn

Peter Brandt (A. Franz)
Julia Durant (A. Franz)
Kurt Wallander (H. Mankell)
Kai Scarpetta (P. Cornwell)
Tempe Brennan (K. Reichs)
John Cardinal (G. Blunt)
Tony Hill (B. McDermid)
Kate Brannigan (V. McDermid)
Lindsay Gordon (V. McDermid)
David Hunter (S. Beckett)
Guido Brunetti (D. Leon)
Van Veeteren (H. Nesser)
Nicholas Fandorin (B. Akunin)
Martin Beck (Sjöwall / Wahlöö)
Alex Cross (J. Patterson)
Linsay Boxer (J. Patterson)
Roy Grace (P. James)
Inspector Jury (M. Grimes)

Und es lässt sich noch sehr, sehr lange fortsetzen, ich denke da an etwas gediegenere Helden wie Miss Marple, Hercule Poirot, August Dupin, Sherlock Holmes. Sogar tierische Spürnasen wie Francis oder Sneaky Pie Brown tummeln sich unter den Detektiven in Serie. Von anderen oder ähnlichen Genres ganz zu schweigen, berühmtes Beispiel Sergej Lukanjenko (Wächter-Romane) oder Anne Rice (Chronik der Vampire).

Eigentlich schon klasse, wenn etwas gefällt und man dann noch mehr davon bekommt. Andererseits muss ich ehrlich sein: mir geht dieser Serienwahn langsam gewaltig auf die Nerven! Ich habe keine Lust, irgendein Buch in die Hand zu bekommen, es begeistert zu lesen und dann feststellen zu müssen, dass es eigentlich der x-te Teil aus einer Reihe ist. Letztens las ich "Eisiges Herz" von Giles Blunt. Seine Frau stirbt. Und weil mir das Buch gefiel, las ich auch die anderen. Und da lebte seine Frau noch. Toll, wirklich toll. In sich geschlossen, aber dennoch aufeinander aufbauend, pah! Wie soll man da als Ottilie Normalleserin da nicht durcheinanderkommen? *motz*.

Ach ja, nochwass: Ganz besonders lästig finde ich es, wenn Autoren Prequels schreiben. Also Romane, die vor denen spielen, die bisher geschrieben wurden. Typisches Beispiel ist im Filmbereich etwa StarWars Episode 1 bis 3. Nö, ich les gerne der Reihe nach, auch, wenn das spießig ist, ...

Es ist selten, dass man wie bei "Chemie des Todes" das Glück hat, an einen Bestseller zu geraten und dann im Anschluss die jeweiligen Neuerscheinungen lesen zu können, immer schön der Reihe nach. Meistens muss man entweder querbeet lesen, oder sich umständlich informieren und dann sehen, dass man sich die Bücher in passender Reihenfolge besorgt. Wenn man sie nicht neu im Laden kauft, sondern bei Ebay oder Tauschticket günstig ergattern möchte oder sie immer in der Bücherei reservieren muss, ganz schön lästig und jede Menge Wartezeit zwischen den einzelnen Bänden!

Ich gebe zu, ich lobe mir die Autoren, die Bücher schreiben, welche unabhängig voneinander sind. Es macht natürlich eine Menge Arbeit, jedes Mal neue Helden zu konstruieren. Und es ist auch reizvoll, wenn ein Held die Möglichkeit hat, sich über fünf, zehn oder zwanzig Bände hin zu entwickeln. Aber John Grisham, Mary Higgins Clark, Ken Follett, Sandra Brown, Joy Fielding. Das gefällt mir, einfach blind in den Stapel greifen und lesen. Wird schon gefallen, Reihenfolge egal.

Wenn ich in Gedanken die Qualität der Werke vergleiche ... nicht immer sagt die Länge einer Serie etwas über die Tiefe der Charakterentwicklung aus. Es gibt Serienautoren, die von Mal zu Mal schlechter werden, aber auch solche, bei denen man von Roman zu Roman mehr in ihren Bann verfällt.

Ach, Serie hin oder her ... hat wohl beides seine Berechtigung. Aber ich musste meinen Frust hier einfach einmal loswerden ;-)

SaschaSalamander 01.03.2008, 10.17 | (0/0) Kommentare | PL

Verwirrende komplizierte Genres

urasawa_20th1.jpgHerrlich ... ein Traum, die Bücherei ... vor einiger Zeit - schon etwas her, Sommer 2005 las ich die ersten 9 Bände von ">20th Century Boy<" und war absolut begeistert. Leider ist es eine der Serien, die man am Stück lesen muss, hier mal ein Heft und ein paar Monate später die nächsten zwei, das ist frustrierend. Also habe ich mich bemüht und bis vor ein paar Wochen gewartet. Dann in der Bib die restlichen Bände reservieren lassen, jetzt habe ich sie hier bis Band 18 liegen. 22 Bände hat die Serie insgesamt, aber so lange wollte ich nicht warten *winsel* ... musste einfach wieder einmal zuschlagen ...

Ich habe bei Wikipedia gelesen, dass die Serie ins "Seinen" - Genre gehört, das kannte ich noch gar nicht, auch "Josei" war mir bis dato unbekannt. Gut zu wissen, denn damit bekommen viele Mangas, die ich zu meinen Favoriten zähle, endlich eine Schublade, wenn ich sie weiterempfehlen möchte ... Mangas für junge Männer, Seinen, da fallen mir doch sofort Monster, Heads, Hiroki Endo, Eagle, Vagabond, Homunculus, Bus Gamer und viele andere ein, die ich gerne lese ... bei Josei denke ich sofort an Sakurazawa und Soryu sowie ein paar andere Mangaka ... mensch, wenn Mangas in Dtland noch nicht einmal so gut integriert sind, dass man um die Genres weiß ... so ganz klar wie im Deutschen ist das nämlich nicht immer geregelt. Während es im Deutschen eher um die Darstellungsweise geht (Action, Romantik, Komödie, Drama, etc), ist man in Japan eher an der Zielgruppe orientiert (Mädchen, Frauen, Männer, Jungs) und vermischt häufig schon einmal das, was bei uns klar zu trennen ist.

SaschaSalamander 14.12.2007, 16.47 | (0/0) Kommentare | PL

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