SaschaSalamander
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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Erfahrungen

Drei ist keiner zuviel

DREI IST KEINER ZUVIEL von Sabine und Wolf Deunan ist ein Beziehungsbuch der ungewöhnlichen Art. Denn es geht um das Thema Offene Beziehung / Polyamorie. Allerdings ist es kein Ratgeber, sondern ein Erfahrungsbuch mit hilfreichen Gedanken für den Leser.
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SaschaSalamander 08.03.2017, 08.41 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Mannopoly - KerleKulte: Inszenierung von Männlichkeit

Studenten der Sozialen Arbeit in Esslingen haben als "Projektgruppe Mannopoly" über ein dreiviertel Jahr Interviews mit Männern geführt, um das Thema Männlichkeit näher zu beleuchten. Diese Interviews wurden in dem Buch KERLEKULTE: INSZENIERUNG VON MÄNNLICHKEIT gesammelt.
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SaschaSalamander 07.11.2016, 09.13 | (0/0) Kommentare | PL

Knabenzeit

VORAB

Ich weiß nicht, ob ich bei Andreas Burnier / Catharina Irma Dessaur von "ihr" oder "ihm" reden soll, da mir aufgrund der gefundenen Informationen nun nicht erkennen kann, was angebrachter und respektvoller ist. Ich lese im Web immer wieder von "sie", auch auf offiziellen Seiten, auch in der Autorenbeschreibung des Verlags, daher übernehme ich das, hoffend dass es korrekt ist.

Der Roman KNABENZEIT erschien 1969 unter dem Titel HET JONGENSUUR. Ich habe die Ausgabe gelesen, welche 2016 im Verlag >Wagenbach< veröffentlicht wurde. Zwar wird die (fiktive) Geschichte des Mädchens Simone erzählt, jedoch ist es ein autobiographischer Roman, in dem die verschiedenen Stationen der Flucht der Autorin dargestellt werden.
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SaschaSalamander 01.08.2016, 18.00 | (0/0) Kommentare | PL

Couchsurfing im Iran

Stephan Ort tourte von Schlafzimmer zu Schlafzimmer im Iran, übernachtete bei Fremden und Freunden, lernte das Land und seine Leute kennen. Diese Erfahrungen teilt er mit seinen Lesern
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SaschaSalamander 22.03.2016, 08.37 | (0/0) Kommentare | PL

Zurück aus der Hölle

Sascha Bisley, im Netz bekannt als Blogger des >Dortmund-Diary<. Er erlebte und praktizierte von früher Kindheit an Gewalt, die in einer schrecklichen Tat gipfelte: mit einem Kumpel verprügelte er einen Obdachlosen so schwer, dass er nur wie durch ein Wunder überlebte aber schwer gezeichnet war von den Tritten und Schlägen. Sascha kam ein Jahr in Untersuchungshaft, ließ nach der Haft sein altes Leben hinter sich. Er hält seitdem Vorträge in Gefängnissen, Schulen, er erreicht gewaltbereits Kids dort, wo klassische Sozialarbeiter inzwischen versagen.
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SaschaSalamander 13.11.2015, 08.46 | (0/0) Kommentare | PL

Option B bitte - Einzelfahrschein

VORAB

Wie im Blog bereits erwähnt, liegt es mir fern, Bücher  mit Lebensläufen oder persönlichen Erfahrungen zu bewerten. Wer bin ich, über etwas so Persönliches und Intimes zu urteilen? Daher möchte ich mich darauf beschränken, den groben Inhalt zu schildern und zu erzählen, was dies bei mir ausgelöst hat und wie ich das Buch empfand. 


INHALT

Miriam Kassner schildert in OPTION B BITTE: EINZELFAHRSCHEIN ihren Weg der Transition (Geschlechtsumwandlung). Als Jugendlicher immer das Gefühl, dass irgend etwas nicht stimmt und anders ist als bei anderen Jungen. Und nach der Erkenntnis "ich bin eine Frau" folgte das Versteckspiel, der Zwiespalt zwischen den Erwartungen an ihr männliches Rollengeschlecht und ihrer weiblichen Seele. Als das Versteckspiel nicht mehr genügte, wagte sie den Schritt in die Öffentlichkeit, outete sich vor der Familie, ging zu einem Therapeuten und absolvierte nacheinander alle Schritte, die rechtlich und medizinisch notwendig waren. Gegen Ende des Buches noch ein Interview in die Handlung eingebettet und eine kurze Geschichte aus einer anderen Phase ihres Lebens, die nicht mit der Transition in Zusammenhang steht aber dennoch erzählt werden sollte.
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SaschaSalamander 06.04.2015, 08.36 | (0/0) Kommentare | PL

Genderbashing - Gedanken vor dem Lesen

Wie Ihr wisst und meinem Blog entnehmen könnt, interessiere ich mich sehr für queere Themen und alles rund um Gender. Dabei schlage ich mich nicht auf irgendeine Seite, sondern ich verfolge gespannt das Geschehen und hoffe meinen Horizont zu erweitern. Denn immer mehr gewinne ich den Eindruck, dass dieses binäre System Mann (gegen) Frau zu Problemen führt. Aber wo steckt die Lösung? Wie sieht es in anderen Kulturen aus? Wo liegen die Unterschiede, wie kann man sie umgehen, kann man sie überhaupt übergehen? Und wie ergeht es Menschen, die abseits dieser bei uns tief im Bewusstsein verankerten Gewissheit der zwei Geschlechter leben wollen oder müssen?


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SaschaSalamander 02.04.2015, 08.41 | (0/0) Kommentare | PL

Geboren als Frau - Glücklich als Mann

GEBOREN ALS FRAU - GLÜCKLICH ALS MANN - LOGBUCH EINER METARMORPHOSE, so lautet der komplette Titel des Buches von Niklaus Flütsch. Niklaus wurde 1964 in Zürich geboren, arbeitete als Gynäkologe und praktiziert inzwischen in einer eigenen Praxis in der Schweiz. Wie der Titel schon aussagt, wurde er allerdings nicht als Niklaus geboren, sondern als Frau. In seinem Werk schildert er den Lesern seinen Weg als Transmann.
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SaschaSalamander 01.01.2015, 09.41 | (0/0) Kommentare | PL

Frauenknast

FRAUENKNAST von Karlheinz Keppler ist (mal wieder) ein Buch, in welchem ein Fachmann auspackt und aus dem Nähkästchen plaudert. Nachdem Joe Bausch mit seinem Titel >KNAST< recht erfolgreich war, bot es sich an: Frauenknast ist einfach was Anderes als bei den Kerlen, also braucht es auch hier ein Buch. Billige Kopie oder eigenständiges Werk? Ich war neugierig, und hier meine Gedanken zu dem Buch:

Keppler gliedert sein Buch in die Kapitel "in Haft" (allgemeine Themen rund um die Inhaftierung von Frauen), "Haft - nicht mit mir" (Flucht, Betrügerinnen, Haftunfähigkeit), "Medizin" (Bodypacks, Humor auf der Krankenabteilung, wahre und simulierte Krankheiten, Gynäkologie, Sexualität), Drogen (Schmuggel, Konsum, Gesetz) und "die andere Seite" (Mitarbeiter, Ehrenamtliche, Öffentlichkeitsarbeit). Im Epilog ein paar Graffitis mit nachdenklichen / witzigen / frivolen Texten, ein paar Nachworte, Dankesreden. Eine Literaturliste fehlt, Keppler beruft sich einzig auf seine Erfahrung, Fremdliteratur wurde nicht eingebunden.
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SaschaSalamander 01.12.2014, 08.51 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Und dann kauf ich mir eine Vespa

Wenn schon mein eigener Traum wortwörtlich ins Wasser gefallen ist (vorerst), will ich wenigstens beim Lesen weiterträumen. UND DANN KAUFE ICH MIR EINE VESPA UND FAHRE DAMIT NACH ITALIEN. Ein Buch mit diesem Titel hat gar keine andere Wahl als in meinem Regal zu landen. Erst recht, wenn der Autor das mit einer 125er LX bewältigt hat. Also habe ich zwischen einigen kleineren Touren während meines Urlaubs das Buch von der großen Tour gesen ... 

Der Autor Pivo Deinert ist Musiker. Allerdings steht in seiner Biographie des Buches nicht bei welcher Band, auch konnte ich im Web nichts Konkretes finden. Mit Schriftstellerei selbst hat er wenig am Hut, die Veröffentlichung des Buches war wohl für ihn eher ein Traum, ähnlich der Tour nach Italien. 

Dem Titel nach erwartete ich, dass das Buch ausschließlich seine Planung und Durchführung der Tour beinhaltet, auch das Cover lässt daran schließen. An der Biographie eines Musikers, den ich nicht kenne, hatte ich wenig Interesse. Leider war das jedoch ein großer Teil des Buches. So schreibt der Autor etwa, wie er eben das Stifler Joch erklommen hat, die Landschaft ist atemberaubend. Zack, Break, und dann erzählt er von seiner Arbeit mit Take That. Nichts gegen Take That und die Tatsache, dass der Autor Musiker ist, aber welchen Zusammenhang haben Take That und der unter Mühen erfolgreich erklommene Pass? Solche Momente gibt es sehr viele, sie reißen den Leser immer wieder aus dem Urlaubsfeeling, zerstören die Stimmung. 

Die Schilderung der Planung und der Tour selbst, hm. Ich bewerte ungern Bücher, welche die persönlichen Eindrücke und Erfahrungen einer Person schildern. Es ist eben immer eine Schilderung aus Sicht der Person, die es verfasst hat. Kritik am Werk ist somit Kritik an der Sichtweise und dem Empfinden des Autors, und das liegt mir fern. Dennoch möchte ich erklären, warum mich persönlich das Buch leider überhaupt nicht berührte und ich meinen Traum mit Pivo nicht teilen konnte:

Er geht stellenweise sehr naiv an die Sache heran, das finde ich sympathisch, weil es mir zeigt, dass auch Leute wie ich, ohne Schrauberkenntnis, ohne langjährige Tourenerfahrung, ohne große Maschine und ohne einen Funken von Fachkenntnis dennoch in der Lage sind, ihre Träume zu verwirklichen. Trotzdem fand ich diese extreme Naivität teilweise dann doch sehr anstrengend (was bei mir als Noob wirklich etwas heißen will) ... 

Seine Sprache erzeugt in mir keinerlei Bilder im Kopf. Er beschreibt grandiose, erhabene Momente. Das klingt etwa so: "Es war atemberaubend. Die Landschaft war toll. Ich war ergriffen". Kurze Sätze ohne jegliches sprachliche Feingefühl, die leider beim Leser nicht das Gefühl erwecken können, er wäre selbst dabei gewesen. Dazu streut er weltmännisch immer wieder kleine italienische Sätze und Worte ein, was möglicherweise Urlaubsflair vermitteln soll, aber eigentlich nur wirkt wie ein Tourist, der stolz seine mühsam erworbenen Sprachkenntnisse vor Ort präsentieren möchte. 

Von 140 Seiten kann man etwa 60 Seiten für Musik, Biografie, Grafik, Fotos abziehen, bleiben rund 80 Seiten, von denen ein Großteil dann Vorbereitung, Familienurlaub und Nachwort beinhalten. Macht 15 Euro für das sowieso schön dünne Büchlein ... 

Er schreibt zudem von sehr vielen Belanglosigkeiten, während der eigentliche Tourbericht ziemlich auf der Strecke bleibt. So beschreibt er wörtlich einen Dialog an der Tankstelle, aber was eine Tour (meiner Ansicht nach) ausmacht, ist ihm jeweils nur eine Randnotiz. Die Landschaft, das Gefühl auf der Straße, die Pausen, der Genuss. Mehrere Male erwähnt er "ich bin ein schlechter Langstreckenfahrer". Ich definiere das für mich aus dem, was ich von ihm gelesen habe so: er schrubbt zuviele Kilometer, isst zu wenig (was für mich heißt, dass er auch zu wenige Rastpausen eingelegt hat, sonst hätte er wenigstens eine Kleinigkeit gegessen). Und wie er auf der Tour seine Kilometer geschrubbt hat, so hat er auch das Buch verfasst: voller Begeisterung, aber sehr knapp, ohne große Umwege, mit wenig Vorbereitung, ohne fremde Hilfe und mit einer ordentlichen Portion Naivität. 

Er selbst wirkt sehr sympathisch, und den Menschen hinter dem Buch hätte ich gerne kennengelernt. Nicht als Autor, sondern als Kumpel. Mir gefällt, wie er seinen Plan umgesetzt hat, sich selbst motivierte, gegen die Unkenrufe der anderen trotzdem sein Ding durchzog, und wie er nach Erfüllung des Traumes bereits das nächste Ziel steckt. Seine Lässigkeit ist ansteckend, tut gut. 

Gerne wäre ich mit ihm gefahren, hätte ihn auf seiner Tour begleitet. Ich liebe Reiseberichte, und von Tourenberichten auf der Vespa kann ich nicht genug kriegen! Aber er hat mich immer wieder vom Sattel geworfen, wollte mich nicht als Sozius bei sich haben. Er hat sein Buch eindeutig als Erinnerung geschrieben. für seine Familie, Freunde und Fans ist es ein tolles Werk voller Urlaubsfeeling, Einblicke in seine Denkweise. Für Fremde, die einen spannenden Reisebericht mit der Vespa in deren Heimatland erwarten, ist es leider eine Enttäuschung, denn auf die Bedürfnisse fremder Leser geht der Autor nicht ein. 

Sehr, sehr schade :(




SaschaSalamander 23.07.2014, 09.07 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL



 






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