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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: V-Nürnberg

Restaurant Chesmu

Kürzlich war ich mit einem Kumpel essen. Feiertag, und dann auch noch mittags. Da ist es nicht leicht, etwas zu finden. Das Chesmu hatte zum Glück offen, und ich hatte eh immer einmal vor, dort einzukehren. Super!

Der Auftritt >im Internet< ist zwar sehr sympathisch, aber eine Speisekarte mit Gerichten und Preisen findet sich dort leider nicht. Wir mussten also darauf vertrauen, dass der Vebu-Guide und ein paar Freunde sagten "ist klasse". War also ein ziemliches Überraschungspaket ;-)
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SaschaSalamander 08.06.2015, 08.43 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Red Curry House

Schon einige Male war ich im >Red Curry House<. Ein kleines Lokal in der Nähe vom Bahnhof. Das ist optimal, wenn man in der Stadt ist und Hunger bekommt. Günstig wie ein Imbiss, aber trotzdem eine volle gesunde Mahlzeit. Man kann sich auch gemütlich setzen, schön um im hektischen Alltag kurz innezuhalten. Die Räumlichkeiten sind sehr schlicht aber doch gemütlich, es ist liebevoll eingerichtet. Gemütlichkeit und Zur-Ruhe kommen trotz Fast-Food-Feeling.


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SaschaSalamander 16.02.2015, 08.38 | (0/0) Kommentare | PL

Freddy Fresh mit Wilmersburger

Meine Suche nach dem perfekten Pizza Lieferdienst ist ja seit der Umstellung auf pflanzliche Koste einen richtige Odyssee geworden. Problem: fast jeder gibt Ei oder Margarine oder gar beides in den Teig. Trotzdem, ein paar Möglichkeiten hatte ich gefunden: >New Yorkers< kann sich nicht entscheiden, ob er liefern will oder nicht. >Freddy< war bisher zwar vegan möglich aber zu teuer und zu trocken. >Jet Pizza< mein bisheriger Favorit, supersaftig und günstig, nur leider ohne Käse.

Freddy Fresh hat also jetzt die Zeichen der Zeit erkannt und fängt nun an, auch Pizza mit Wilmersburger anzubieten. Veganer Käseersatz. Ich war neugierig, aber auch skeptisch. Wilmersburger schmilzt nicht und schmeckt relativ neutral, außer man bearbeitet ihn ein wenig. Ob Freddy das schaffen würde?


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SaschaSalamander 12.10.2014, 08.43 | (0/0) Kommentare | PL

Sausalitos und Kaspar Hauser

Ein Wochenende, an dem ich traditionell genießen möchte. Keine Feier, kein Stress, kein Telefon, mir einfach eine schöne Zeit gönnen. 

Gestern war ich mit Herbert und Daniel im >Chimney Cake Corner<, ich liebe diese Baumstriezel und vor allem auch die gemütliche Atmosphäre. Ich fühle mich dort immer so willkommen als Gast und Person, dass ich jedes Mal gerne dort bin. Das ist ein richtiger Stimmungsaufheller. Wir haben geplaudert über Grundeinkommen, Weltfrieden und andere positive Themen, tat richtig gut, auch wenn es nur Gedankenspiele waren. 

Herbert verabschiedete sich dann, Daniel und ich zogen weiter ins >Sausalitos<. Vor einiger Zeit hatte ich gehört, dass sie ihre Karte um eine Menge veganer Produkte erweitert haben, das wollte ich unbedingt testen. Als ich die Tür öffnete, fiel ich fast rückwärts wieder raus: die Lautstärke der Musik, die gefühlte Enge der Einrichtung und die Leute drinnen, oh Gott! Für andere Leute mag das Party pur sein, für mich war es Horror. Zum Glück konnte man gemütlich draußen sitzen, das ist eh gemütlicher (oh Gott, fühle ich mich nach diesem Satz alt!). Passanten beobachten, genügend Platz und auf allen Tischen hübsche Windlichter, einladend und gemütlich. 

Wir bestellten uns gemeinsam Süßkartoffelpommes mit Orange-Senf-Dip und Smokey-Chili-Dip, außerdem Soft Tacos (Weizentortillas) mit Artischocke und Gemüse gefüllt, dazu Chips (Nachos) mit Smokey-Chili-Dip und Salsa. Die Tortillas hatten optimale Schärfe, nicht schlimm aber schön deftig. Wir haben geschlemmt, gescherzt, herumgealbert (auweia, ein Glück ist es mir egal, was Leute von mir denken, wir hatten an diesem Abend echt unseren Spaß *hihi*).

Leider nur ein grottiges Handyfoto, hatte die Digicam nicht dabei ... in Wirklichkeit war es farbenfroher und appetitlicher ;-)



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SaschaSalamander 29.09.2014, 08.49 | (0/0) Kommentare | PL

Jet-Pizza

Zu einem guten Filmabend mit Kumpels gehört einfach Lieferpizza, gesunde Ernährung hin oder her. Ein liebgewonnenes Ritual, das ich nicht missen möchte. Mit >Freddy Fresh< und >New Yorkers< habe ich keine so guten Erfahrungen gesammelt. 

Warum ich nicht einfach bei Joeys oder all den anderen bestelle? Weil sie sogut wie alle Ei im Teig haben. Gehört nicht in original italienische Pizza? Stimmt! Ein "echter" Italiener empfindet es regelrecht als Beleidigung, wenn man ihn fragt, ob Ei im Teig ist. Trotzdem haben die meisten Lieferdienste und Pizzerias Ei im Teig, manche auch Margarine. 

Dann stieß ich - Hallelujah und Dank den Göttern - auf >Jet-Pizza<

Ergebnis: günstiger Preis, Lieferung zu sehr vielen Einzugsgebieten, nette Lieferanten. Die Pizza ist üppig belegt, als hätte man mir den fehlenden Käse mit etwas mehr Zutaten ausgleichen wollen. Es sieht frisch und bunt aus, und auch die Tomatensauce ist schön dick aufgetragen. Supersaftig und lecker auch ohne Käse. 

Ohne Käse kommt der Geschmack des frischen Gemüses sehr gut zur Geltung, ein Genuss! Und wer trotzdem etwas Käse mag, kann sich ja Keese drüberklecksen, Hefeschmelz drübergießen oder Wilmersburger Schmelz mit Kräutern und etwas Cuisine vermischen. 

Ab 15 Euro Bestellwert gibt es Pizzabrötchen mit Sauce gratis. Die Pizzabrötchen sind einfach fluffige kleine Brötchen aus Pizzateig, sehr lecker und auch am nächsten Tag fürs Frühstück geeignet. Veggis sollten allerdings darum bitten, die Sauce wegzulassen, die ist mit Joghurt. Wir dippen statt dessen in Salsa, Ketchup oder selbstgemachte Sojajoghurt-Dips.

Außerdem bestelle ich dazu immer ein Pizzabrot: hauchdünn ausgerollter Pizzateig, quasi eine Pizza ohne Belag, schön mit Öl, Salz und Kräutern gewürzt, genial, ich könnt mich reindrauflegen. Kostet gerade mal 2 Euro, ein fairer Preis. Aber bitte sofort essen, damit der Teig schön frisch ist. Am nächsten Tag ist es zu trocken ...

Inzwischen haben wir schon mehrfach bei Jet-Pizza bestellt und sind absolut zufrieden. Und das Tolle daran: wenn man mit mehreren Freunden bestellt und jemand keine Lust auf Pizza hat, dann gibt es neben Nudelgerichten und Salaten sogar Baguettes, Burger und Enchiladas. Ob Veggi oder Omni, da ist selbst für den kleinen Geldbeutel für jeden was dabei! 

(Ergänzung: als ich anrief und nachfragte, war man sehr freundlich und versicherte, dass der Teig ohne Ei und sonstiges Tier ist. Dachte anfangs, ich sei Allergiker, erklärte mir alles genau. Ich denke, dass es stimmt und es wirklich vegan ist. Trotzdem, eine Garantie dafür übernehme ich natürlich nicht. Muss mich auf das verlassen, was man mir sagte)


SaschaSalamander 18.09.2014, 08.41 | (0/0) Kommentare | PL

Frozen Yoghurt

Kürzlich hat ein Stand mit Frozen Yoghurt in Nürnberg eröffnet, der sogar Soja-Joghurt anbietet! Zur Eröffnung habe ich es leider nicht geschafft, aber ein paar Wochen später kam ich dann doch dazu, endlich einmal zu probieren. 

In einer Ecke zwischen Klarakirche, Tante Uhse und Steakhouse findet sich der Laden perfekt für Laufkundschaft in in der Nähe vom Nürnberger Hauptbahnhof. Man kann bei schönem Wetter außen sitzen, und innen ist es supergemütlich eingerichtet mit einer Leseecke und hübschen Sitzbänken. Leider bitten manche Gastgeber, keine Fotos ins Internet zu stellen, deswegen hier also nur der Blick von außen. Innen müsst Ihr selbst erkunden ;-)



Es gibt Zapfhähne für Joghurt und Sojajoghurt (Soja kostet 60 Cent Aufschlag), außerdem ein riesiges Buffet an Süßigkeiten und geschnittenem Obst. Kokosraspeln, Schokoflocken, zerkrümelte Kekse, Stückchen von Schokoriegeln, Knuspermüsli, Smarties, bunte Streusel, Krokant, frische Erdbeeren, Mango, Kiwi, Ananas, Äpfel, Kirschen, Bananen, außerdem einige Sorten roter Grütze. Und eine große Auswahl an verschiedenen Frucht- und Schokosaucen. 

Auch, wenn einige Toppings wegfallen, bleibt selbst für Veggies noch immer so enorm viel Auswahl, dass man vermutlich gar nicht alles durchprobieren kann! 

Der Ablauf: man schnappt sich einen Becher von S bis XL und füllt erst den Frozen Joghurt hinein. Dann darf man sich das Eis mit Sauce und Toppings garnieren. Grenzen, was und wieviel man einfüllt, sind lediglich physikalisch gesetzt. Man kann also auch selbst wählen, ob man einfach nur Eis möchte mit ein klein wenig Sauce, oder ob man ein Löffelchen Eis mit haufenweise Früchten möchte. Der Preis richtet sich nicht nach Art und Menge sondern der Größe des Bechers.

Ich hatte etwas Sorge, dass der Frozen Sojajoghurt eklig schmecken könnte. Denn mal ehrlich, es gibt so viele Sorten, und jeder hat seine eigenen Favoriten, manche bevorzugen es milder, andere den rohen Bohnengeschmack. Ich selbst mag Sojageschmack eher nicht so. Aber in dem Fall - WOW, Schatz und ich waren beide begeistert. Nicht zu herb, nicht zu bohnig, aber auch nicht künstlich zusehr gesüßt und verändert. Es schmeckt sehr natürlich und erfrischend, meiner Ansicht nach sogar kräftiger und besser als echter Frozen Joghurt. 

Gerne hätte ich Euch einen von unseren Bechern fotografiert. Aber so fotogen waren die leider nicht, ich muss noch ein wenig üben ;-)

Aber bei >Frau Jupiter< könnt Ihr einen Becher sehen. Was mich allerdings erstaunt: sie schreibt, dass die Becher nach Gewicht bezahlt werden. Wir waren im gleichen Laden, aber bei uns ging es nach Bechergröße. Den Kassenzettel habe ich nicht aufgehoben, aber gewogen wurde bei uns nichts ... seltsam ... na, probiert es selbst und sagt uns, ob Ihr Becher oder Gewicht gezahlt habt ;-)

SaschaSalamander 19.08.2014, 07.39 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Dönerbox bei Silvana

Von >Silvana< habe ich Euch ja schon erzählt. Inzwischen war ich schon häufiger bei ihr. Kürzlich holte ich mir wieder einen Döner, ich durfte auch von den köstlichen gefüllten Paprika probieren. Und dieses Mal hatte ich Lust auf eine Dönerbox. Denn ich wollte nicht unterwegs futtern sondern mir alles zu Hause hübsch auf dem Teller anrichten. 

Sieht köstlich aus und schmeckt genauso! Mancher wird vielleicht sagen "da fehlen die Pommes", denn "normale" Dönerboxen gibt es bei vielen nur mit Pommes. Mich selbst stört das nicht, im Gegenteil, denn bis ich zu Hause bin, sind die eh wieder labbrig und kalt. Dafür bekamen wir umso mehr von dem leckeren Vleisch und der Salatmischung mit Sauce. Ich habe mir noch ein Brötchen, Tomate und Gurke dazu aufgeschnitten, passte hervorragend dazu und war ein tolles Abendessen :-)


SaschaSalamander 15.08.2014, 08.43 | (0/0) Kommentare | PL

My Müsli in Nürnberg

Vor einiger Zeit hat in Nürnberg ein >My-Müsli< Laden eröffnet, >hier< der Link dazu. Bekannt wurde die Firma ja über den Internetversand von Müsliprodukten. >Die Geschichte< der Firma liest sich wie ein Traum, den die Gründer selbst kaum glauben konnten.

Viel kann ich dazu gar nicht erzählen, habe mich noch nie näher mit dem Laden und der Philosophie befasst, eben zum ersten Mal. Das liegt vor allem daran, dass ich selbst kein Freund von Müsli bin. Ich bevorzuge Porridge oder Brei, Müsli ist mir irgendwie zu krümelig. Vielleicht habe ich ja auch noch nicht "mein" Müsli gefunden und es wir sich demnächst ändern? ;-)

Trotzdem will ich den Laden vorstellen. Denn ich mag das schlichte Design und die übersichtliche Einrichtung. Obwohl ich kein Müsli mag, bekomme ich beim Betreten der Ladenfläche richtig Appetit, die haben also alles richtig gemacht. Und Schatz, absoluter Frühstücksflocken-Junkie, schwebte im siebten Müsli-Himmel, als ich ihn in den Shop nahe des Hauptmarktes entführte. Er flitzte von einer Dose zur anderen, studierte Zutaten, verglich Preise, hätte am liebsten von jeder Packung eines mitgenommen. 

Was mir persönlich sehr sympathisch war: ich fragte die Verkäuferin, ob es vielleicht eine Liste gäbe mit den veganen Sorten? Sie grinste und hielt mir einen dicken Metallring hin, an dem ganz viele Kärtchen baumelten: jedes Müsli hat eine Art Visitenkarte, und an den einzelnen Ringen sind sie nach Themen sortiert, zB >vegan<, fructosefrei, lactosefrei, glutenfrei, ohne Zucker. Ich hatte also die Auswahl zwischen dermaßen vielen Sorten, dass ich völlig den Überblick verlor und mich gar nicht hätte entscheiden können an diesem Vormittag. Wie gesagt: Müsli-Paradies. 

Im Internet kann man sein Müsli auch selbst zusammenstellen, das ist eine tolle Idee. Warum sich jemand das nach Hause schicken lässt, verstehe ich als Müsli-Atheist nicht, da würde ich lieber selbst mixen, aber  ich habe von Freunden, die dort bestellt haben, nur Gutes gehört. Im Laden kann man nicht selbst mixen. Aber sie bieten an, dass man sich online etwas bastelt und dann an den Laden schicken lässt und dort versandkostenfrei abholt. Nette Idee :-)

Neben Müslis gibt es auch Müslidrinks, Müsli to Go, Tee, Kaffee und Saft. Ooooooh, und während ich beim Schreiben gerade auf der Homepage stöbere, sehe ich - die haben tonnenweise >Porridge<! Aaaaargh, ein Glück sehe ich das erst jetzt, sonst hätte ich den Laden leergekauft! An dem Tag, als ich dort war, war es einfach zu voll, ein Samstag in der Stadt, da hatte ich nicht die Muse, mich intensiv umzusehen *sich rechtfertigt*


Naja, ich habe noch nichts gekostet. Das wird sich bald ändern. Denn Schatz willwillwill Müsli. Und mein kritischer Gaumen wird mal vergleichen, ob die Kreationen von MyMüslie dem Vergleich mit meinen Lieblingsprodukten von Rosengarten, Govinda, Allos und Co gewachsen sind ;-)

Und hier ein paar Eindrücke vom Laden. Schon etwas länger geöffnet, trotzdem noch die Eröffnungsfeier zu erkennen ...












SaschaSalamander 31.07.2014, 08.41 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Äthiopien mitten in Nürnberg - Shashamane

Urlaub bedeutet Abenteuer! Und wenn ich schon "dank" des Wetters nicht meine geplanten Touren fahren kann, dann will ich wenigstens abenteuerlich speisen und in kulinarisch ferne Länder reisen. Da kann ich dann überall hin, egal wie weit es entfernt sein mag ... zum Beispiel bis nach Äthiopien :-)

Als ich im Internet nach einem anderen Lokal suchte, stolperte ich zufällig auf das >Shashamane<. Davon hatte ich ja noch nie gehört. Und das, obwohl man in Äthiopien traditionell sehr viel vegane Speisen verzehrt und das Essen ein richtiges Erlebnis verspricht. >Hier< die Homepage inclusive eines Videos sowie der Speisekarten und Fotos, die Lust auf einen Besuch  machen.

Das Shashamane liegt hinter dem ZOB auf dem Willy-Brandt-Platz. Für die Nerds unter uns: beim K+M Computershop. Also völlig entspannt mit Fahrrad, U-Bahn, Bus, Zug oder Vespa zu erreichen (Parken mit dem Auto würde ich dort nicht empfehlen, die Gebühr kommt recht teuer). 



Neben den üblichen Softdrinks und einigen Cocktails gibt es auch Dju-Djua-Bier. Schatz war neugierig auf Palm-Bier, und ich probierte das mit Passionsfrucht (Maracuja). Das Bier wird traditionell in einer >Kalebasse< serviert, einer Schale aus Flaschenkürbis. 

Das Palm-Bier fanden wir beide zwar lecker aber nicht wirklich neuartig. Sehr kräftig im Geschmack (und der Drehzahl), gut süffig, aber gar nicht so ungewohnt wie wir gehofft hatten. Dafür war das Maracuja-Bier genial, sehr fruchtig, süß und leicht, ein bisschen wie ein Alkopop. Normalerweise würde ich das im Restaurant nicht bestellen, aber hier passte es sehr gut als Ergänzung zu den würzigen, kräftigen Speisen.





Die Speisekarte sieht vielversprechend aus. Es gibt neben Lamm und Ziege eine Menge vegetarischer Gerichte. Wenn man darauf hinweist den Frischkäse wegzulassen, sind sie gleichzeitig auch vegan. Die Auswahl ist ziemlich groß, und für Unentschlossene gibt es auch Mischplatten, die von allem etwas anbieten. 

Wir bestellten uns eine Mischplatte mit Salat, Wirsing, Kartoffeln, Kohl, Dips und Saucen aus Kichererbsen und Linsen. Serviert wurde es auf vier großen Injera-Fladen. Dazu gab es einen weiteren Teller mit mehreren gerollten Injeras. 



>Injera< (sprich Indschera) ist ein traditionelles Fladenbrot aus Teff-Mehl. Ich habe mal nach Rezepten gegoogelt und stelle fest, dass es zwar vereinfachte Rezepte gibt, die traditionelle Herstellung aber wohl recht aufwändig ist. Man muss den Teig anrühren, einige Tage ziehen lassen bis er säuerlich wird und Blasen wirft und dann daraus die Fladen backen. Dadurch wird er wunderbar weich und schwammig in der Konsistenz, saugt sehr gut Flüssigkeiten auf und ist sehr biegsam. 

Muss es auch sein, denn man verwendet es anstelle von Besteck. Das Brot wird gerollt serviert, man entrollt ein kleines Stück, reißt es ab und nimmt es zwischen die Finger. Damit greift man in die Speisen hinein. Ich hatte ja mit einer riesigen Sauerei gerechnet, aber es blieb sehr sauber, nur die drei verwendeten Fingerspitzen bekamen hier und da ein wenig ab, wenn der Brei an der Seite herausquoll. Aber das lag auch nur daran, weil ich zu gierig war (wie nicht, so köstlich wie es schmeckte) und zu viel in das Brot füllte ;-)



Es gab weißes und braunes Injera. Schatz war begeistert vom weißen Brot, es schmeckte sehr dezent aber doch ungewöhnlich. Ich dagegen mag lieber das braune, es ist sehr kräftig im Geschmack, recht säuerlich und herb. Im Internet habe ich nun gelesen, dass das helle eher dem westlichen Geschmack angepasst wurde und das braune original mit Teffmehl gebacken wurde. Vielleicht mochte ich es so gerne, weil ich Teff schon aus einigen meiner Frühstücksbreie aus dem Reformhaus kannte? Anfangs fand ich das nämlich recht gewöhnungsbedürftig, inzwischen fahre ich richtig drauf ab!

Die Dips schmeckten abenteuerlich und exotisch. So gerne ich auch selbst mit Linsen, Hummus und orientalischen Gewürzen arbeite, man merkt, dass hier eine Landsmännin am Werk war und vor allem originale Zutaten verwendet, das würden wir so niemals hinbekommen. Die Schärfe war für deutsche Verhältnisse sehr angenehm, gut spürbar aber nicht dominant, für mich hätte es aber gerne etwas mehr sein dürfen. Auf Nachfrage gibt es Pulver zum Nachwürzen, davon werde ich nächstes Mal Gebrauch machen, denn ich liebe es so richtig scharf, da darf auch mal die Tischdecke brennen ;-) 



Wenn alles verzehrt ist, liegen noch die letzten Injeras auf dem Teller. Das ist das Highlight zum Abschluss! Sie haben den Geschmack der Saucen intensiv angenommen, sind saftig vollgesaugt. Man kann damit den Teller abwischen, um kein Krümelchen mehr übrigzulassen. Als Kind wurde ich im Restaurant für sowas gerügt, heute durfte ich das richtig ausleben!

Klar ist es okay, wenn jeder am Tisch sitzt, vor sich einen Teller. Aber Essen ist etwas sehr Soziales. Ich finde es gemütlich, wenn sich alle von einem Teller, aus einer Schale bedienen. Noch dazu mit den Fingern (man langt ja nicht direkt in die Speisen, greift nur sein eigenes Brot. Das verbindet, schafft ein Gefühl von Gemeinschaft, es überwindet eine Distanz, man lacht zusammen, hat Spaß, lässt es sich gutgehen und genießt nicht nur die Speisen sondern auch das Zusammentreffen. 

Im Internet steht, dass wohl Reggaemusik gespielt werden soll. War nicht der Fall heute Abend, da hatte man etwas eher orientalisches aufgelegt. Aber das störte mich nicht. Vielleicht gilt das ja auch nur für die Abende, wenn eine Band da ist. Gelegentlich gibt es nämlich auch Live-Musik dort, dann verwandelt sich der kleine Saal in eine Bühne, und die Leute feiern. Täglich ab 18 Uhr gibt es eine äthiopische Kaffeezeremonie. Dafür sind wir leider zu früh gekommen, das würde ich gerne auch einmal erleben. Aber ich war ja nicht das letzte Mal dort ... 

Obwohl es gegen Ende unseres Besuches gut voll wurde, war es nicht zu laut oder eng. Etwas, worauf ich immer sehr kritisch achte, zuviel aufgedrängte Nähe muss nicht sein. Überall herrschte eine entspannte Stimmung, wir konnten so richtig "chillen", es war hier alles entschleunigt. Die Bedienung war flink, immer in Aktion aber niemals hektisch, ihre Gelassenheit übertrug sich auf die Gäste, es tat gut den Alltag einfach hinter sich zu lassen ... 

Zum Abschied noch ein paar Eindrücke:








SaschaSalamander 25.07.2014, 09.12 | (0/0) Kommentare | PL

Chimney Cake Corner

Von der Chimney Cake Corner (CCC) habe ich ja schon viel gehört. Im >Bento-Blog<, bei Frau >Gassenzauber<, im Nürnberger >Vebu-Guide<. Und natürlich auf Facebook in verschiedenen Gruppen oder von Freunden. Aber ich muss zugeben, bisher hat es mich nicht so gereizt. Ja, es ist neu, aber wie ich gehört habe, gäbe es nur süße Striezel, und ich bin eher der deftige Typ. Trotzdem, Neugier ist mein zweiter Vorname, ich musste das mit eigenen Augen sehen. Und wow, sie haben ihr Sortiment inzwischen ganz schön erweitert!

Es war ein stressiger Tag bisher: ich hatte eine saftige Mahnung von einer internetbekannten Abzocke-Firma im Briefkasten, eine Veranstaltung an diesem Tag lief anders als erhofft, ich war überreizt von der Arbeitswoche, der ursprünglich gesuchte Veggi-Stand war "dank" der ollen Veranstaltung leider auch nicht anzutreffen, und irgendwie lief heute alles schief. Und dann habe ich auch noch den Weg zur CCC verpasst und bin immer wieder in die falschen Gassen abgebogen. Gerade, als ich entnervt irgendwas von "*!%`$#+&~?" brabbelte und endlich nach Hause wollte, sah ich das Straßenschild zur Hutergasse. Mir war gar nicht mehr danach, mir was Süßes zu holen, ich hatte schließlich Hunger, keinen Appetit! Aber Schatz meinte, wenn wir es endlich gefunden hätten, sollten wir wenigstens mal schauen. Zum Glück, denn danach wurde der Tag etwas besser. Ein neuer deftiger Striezel im Sortiment, Vanille-Eis in der Waffel, Soja-Chai-Latte, traumhaft schönes Wohnzimmer-Ambiente und ein supernetter Inhaber. Danke, CCC, you made my day! Aber der Reihe nach:

Dieses Café liegt optimal in der Altstadt, aber wie eine kostbare Perle versteckt zwischen Winkeln und Gässchen. Schräg gegenüber vom Eingang des Naturkostladen IBI - LEBE GESUND und der BUCHHANDLUNG JAKOB ist eine kleine Seitenstraße, die Hutergasse. Neben CHIMNEYS CAKE CORNER findet Ihr dort übrigens auch das italienische IL DOLCE I PANINI mit leckerer veganer Pasta und Pestos ;-)

Es gibt so viel zu erzählen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll! Vielleicht erst einmal eine Anmerkung zu den Fotos: der Laden ist so faszinierend verwinkelt, dass es kaum möglich ist, das im Ganzen wiederzugeben, nur einzelne Ausschnitte kann ich Euch zeigen. Außerdem befindet sich der Großteil der Räumlichkeiten in zwei unterirdischen Kellern, und statt steriler Lampen gibt es überall Lichterketten, gemütliche Lampen, es ist recht schummrig. Um dieses Ambiente naturgetreu widerzugeben habe ich auf Blitzlicht verzichtet. Daher sieht alles recht pixelig und verschwommen aus. Aber das wird der tollen Atmosphäre meiner Ansicht nach besser gerecht als überbeleuchtetes Blitzlicht ;-)

Man kann bei schönem Wetter außen sitzen, zwei kleine Tische stehen dort. Ein Schildchen "Selbstbedienung", also rein in den Laden!



Man betritt den Vorraum mit Kasse und Küche, es ist sehr eng aber urgemütlich und "heimelig". 







Wer irritiert ist, warum ein so winziger Laden für Begeisterung sorgt, muss einfach die Treppe hinunter, dann erlebt er eine Überraschung: auf halber Höhe gehen Treppen in einen wohnzimmerartigen Keller, und ganz unten ist noch ein weiterer schicker Verkaufsraum. 

Der Weg hinunter ist verziert mit Spiegeln, kitschigem Nippes (der wunderbar ins Gesamtbild passt und das CCC richtig originell macht) und Bildern. Die Bilder werden in regelmässigem Abstand ausgetauscht und sind von wechselnden Künstlern, die hier ihre Werke ausstellen. Eine ganz tolle Idee, die vor allem Stammkunden immer neue Eindrücke bieten soll. 





Der untere Raum ist etwas heller gehalten, wirkt etwas moderner und ist richtig schick. Tische, Stühle, Sessel, verspielte Deko. Genau richtig zum Wohlfühlen. 





Der Keller auf halber Etage dagegen ist etwas "schummriger", auf den ersten Blick orientalisch angehaucht mit Tüchern, Sitzkissen auf dem Boden. Verschiedene Kunst- und Dekostile werden hier gemixt, es ist schwer zu beschreiben, auf jeden Fall ist es außergewöhnlich und macht Lust, es sich mit Freunden gemütlich zu machen und lange dort zu verweilen. 









Die Räume sind so eingerichtet, dass die Inhaber sagen, es soll sich anfühlen wie ein gemütliches Wohnzimmer. So, dass sie selbst gerne darin wohnen und leben würden. Der Gast soll sich willkommen und wohl fühlen. Ich finde, das spürt man sofort beim Hereinkommen. Die Gastfreundschaft, die er uns entgegenbrachte, spiegelt sich auch in all den Räumlichkeiten, wirkt herzlich und lebendig. 

Während es draußen ziemlich heiß war an diesem Tag, war es unten angenehm kühl, ich hätte mich ja gerne in den orientalischen Raum gesetzt. Aber Schatz wollte lieber draußen sitzen, die Passanten beobachten und den Flair der kleinen Seitengasse erleben. Und während wir draußen langsam zur Ruhe kamen, drehte sich der Striezel im Ofen ...



Die Rolle wird im Hefeteig gewälzt, dann kommt sie in den Ofen und bekommt ihre perfekte Konsistenz: außen durch den karamellisierten Zucker drumherum herrlich knusprig, innen so fluffig weich wie das Innere einer warmen Dampfnudel. 



Alle süßen Sorten sind Vegan: Zimt, Zucker, Kakao, Mohn, Bunte Streusel, Mandel, Kokos, Walnuss, Haselnuss, Cornflakes, Sesam. Ich bin bekennender Mohn-Fan, die Auswahl fiel mir nicht schwer. 



Während wir futterten und unser Gastgeber ein wenig Zeit hatte, kam er zu uns an den Tisch, wir plauderten. Er erzählte, wie er mit seiner Familie bei einem Besuch in Barcelona auf die Idee zu diesem Café kam. Weil, Kaffee, Gebäck, das hat jeder, es sollte schon etwas Besonderes sein. Die Idee zum CCC war geboren. Eine Vision. Ein kleiner Familienbetrieb, bei dem alle mit anpacken. Sowas ist mir immer sympathisch, und ich fand es spannend ihm zu lauschen. 

Damit die Gäste auch einen Anreiz haben, immer wieder zu kommen, möchte die Familie das Angebot regelmäßig erweitern. Dabei geht man sehr gerne auf Kundenwünsche ein. Als er das erste Mal hörte "ich hätte gerne Sojamilch" war er neugierig aber unsicher, denn ob die auch richtig schäumen würde? Aber neugierig wie sie sind, haben sie das getestet und waren erstaunt, wie gut das funktioniert. Seitdem gibt es nicht nur Kaffee mit Sojamilch, sondern auch traumhaft leckeren Cappuccino und - tadaaaah! - Chai Latte. Chai Latte mit Sojamilch, mir standen ja fast die Tränchen in den Augen vor Freude. Wie oft hatte ich in den letzten Monaten in allen möglichen Cafés gefragt, ob ich den auch vegan kriege, aber die meisten verwenden nur das Instantpulver mit Milch. Hier nicht, denn hier wird nach Möglichkeit Wert gelegt auf Frische, Regionalität und vor allem Selbstgemacht. DANKE! (Ergänzung im Nachhinein, der Fairness halber: zur Eröffnung von >Tante Käthe< hatten wir auch einen Chai Latte)

Anfangs gab es rein pflanzlich auch nur die süßen Striezel. Aber weil so viele Leute nach vegan fragten und klar war, dass manchmal einfach das Herzhafte bevorzugt wird, wollten sie das nun auch endlich anbieten. Sie mussten sich erst einmal informieren, was überhaupt der Unterschied ist zwischen vegetarisch und vegan. Sie ließen sich von Gästen inspirieren, um nicht nur Zutaten wegzulassen sondern vor allem andere Zutaten hinzuzufügen. Und voila, deftig seit Kurzem nun auch vegan:



Schatz und ich waren begeistert. Die Gewürzmischung aus Kümmeln und Kräutern ist genial. Dazu Lauch, Paprika, innen fluffig außen kross und deftig. 

Ich bin begeistert, wenn ein Geschäft nicht nur irgend etwas anbietet sondern auch auf die Kunden eingeht. Die wechselnden Bilder, das schicke Ambiente, aber auch die Weiterentwicklung der Speisen, ich kann es kaum erwarten, was mich das nächste Mal erwarten wird!

Für den Heimweg hatten wir Lust auf Eis. Zitrone und Erdbeer, klar, das kriegt man in der Stadt fast überall als Sorbet. Aber was mich freute war Vanille. Cremiges, sahniges, veganes Vanilleeis, geschmacksintensiv und genau so, wie ich es liebe. Ich wagte ja fast nicht zu fragen, ob die Waffel etwa auch ... ? Aber er strahlte übers ganze Gesicht und sagte, dass sie ein eigenes Waffeleisen haben und gerade mit veganen Rezepten experimentieren. Ich bekam also ein cremiges Vanille-Eis in einer Waffel. Ich kann Euch nicht sagen, wie happy ich war! Denn selbst, wenn eine Eisdiele veganes Eis bietet, spätestens bei der Waffel ist immer Schluss, und die gehört zum Eisgenuss einfach dazu!

Und mit Vanille und Waffel nicht genug! Es gibt eine ganz besondere Eissorte: 



Nein, das sind nicht vier Sorten, sondern das sind die Zutaten der einen speziellen Sorte, die er aktuell im Angebot hat. Klingt völlig abgefahren, oder? Hafermilch, Seidentofu, Beerenmischung, Basilikum, Zimt. Wie soll DAS denn bitte schmecken? Ich sag es Euch: es schmeckt fruchtig, süß, cremig, einfach genial, die Mischung ist perfekt. 

Was es noch gibt, wir aber nicht getestet haben: frische Frucht- und Gemüsesäfte. Da ich selbst einen Mixer habe und das täglich trinke, brauche ich das nicht unterwegs. Aber wer Lust hat auf einen leckeren Drink, ist hier genau richtig ;-)

Ich könnte noch ganz viel schreiben, weil ich einfach richtig begeistert war. Die Freude und Quirligkeit des Gastgebers war ansteckend, und so frustriert und genervt wir ankamen, so entspannt und freudig haben wir das CHIMNEY CAKE CORNER am Ende verlassen. Ich denke, ein größeres Kompliment kann man kaum machen ... 

Und damit ihnen niemals die Inspirationen ausgehen und der Laden vom Geheimtip zum Kult wird: geht hin, lasst Euch verwöhnen, testet Euren Lieblingsstriezel, teilt Eure Ideen und Kreationen mit. Die Familie freut sich auf Euren Besuch :-)

SaschaSalamander 18.07.2014, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL



 






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