SaschaSalamander

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Zitate

Anpassung und Verrat

CoverEin Krieger des Lichts hat keine Gewissheiten, sondern einen Weg, dem er folgt und dem er sich immer wieder aufs neue anzupassen versucht.
Er kämpft im Sommer mit einer Ausrüstung und Techniken, die anders sind als die für den Winter. Da er flexibel ist, beurtelt er die Welt nicht nach "richtig" oder "falsch", sondern aufgrund der "für diesen Augenblick geeignetsten Haltung". Er weiß, dass auch seine Gefährten sich anpassen müssen, und ist nicht überrascht, wenn sie ihre Haltung ändern. Er gibt allen die Zeit, die sie brauchen, um ihre Taten zu rechtfertigen. Aber er ist unversöhnlich, wenn es um Verrat geht.

P. Coelho: Das Handbuch des Kriegers des Lichts; Diogenes, 2001

SaschaSalamander 18.04.2006, 12.00 | (0/0) Kommentare | PL

Der Sinn des Labenz

CoverBruchsal, die: Besondere Verzweiflung, die man beim Versuch eimpfindet, sich mit einem eingegipsten rechten Arm die Zähne zu putzen oder auf die Toilette zu gehen.

Brühl, die (Pl): Sätmliche Schürfstellen an Knien und Ellenbogen, die man sicih beim Leidenschaftlichen Kopulieren auf einem billigen Bodenbelag zuzieht.

Brumby, das: Geräusch einer vorbeifliegenden einmotorigen Maschine, das man auf eine sommerlichen Wiese liegend hört, das die Ruhe und Zeitlosigkeit auf den Punkt bringt und einen mit gewissen warmen Gefühlen für das eine oder andere zurücklässt.

Buchillion, die: Größerer Geldbetrag, den man theoretisch schon in der Tasche hat. Exakt jene Summe, die potentielle Lottogewinner jeweils am Samstagabend gegen 21.30 Uhr verplanen.

BUCHFART, DER: Jemand, der vor dem Eintreffen andersgeschlechtlicher Besucher Bücher wie "Das Kapital", "Ulysses" oder "Die Buddenbrooks" mit einem Lesezeichen versieht und auffällig unauffällig auf dem Sofa drapiert.

Büron, der: Jemand, der sich den Vormittag frei nimmt, um bei einer anderen Firma zu unterschreiben.

aus: Douglas Adams: Der tiefere Sinn des Labenz; Heyne 2004
in diesem Buch werden kuriosen Namen verschiedener Ortschaften Bedeutungen von Sachverhalten zugeordnet, die jeder kennt aber niemand bis dato benennen konnte ;-)

SaschaSalamander 11.04.2006, 16.51 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Yet mad am I not



Yet, mad am I not -
and very surely do I not dream.
But tomorrow I die,
and today i would unburthen my soul.
(from: E. A. Poe; The black cat)

SaschaSalamander 04.04.2006, 09.56 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Treffender gehts nicht

Keine Zeit, dafür aber neue Bücher

(Die Überschrift eines Blogbeitrages von >Silke<. Ich finde, treffender kann man als Bücherjunkie seine Situation nicht beschreiben *grinz*)

SaschaSalamander 26.03.2006, 15.27 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

If

If you can keep your head when all about you
Are losing theirs and blaming it on you,
If you can trust yourself when all men doubt you
But make allowance for their doubting too,
If you can wait and not be tired by waiting,
Or being lied about, don't deal in lies,
Or being hated, don't give way to hating,
And yet don't look too good, nor talk too wise:

If you can dream--and not make dreams your master,
If you can think--and not make thoughts your aim;
If you can meet with Triumph and Disaster
And treat those two impostors just the same;
If you can bear to hear the truth you've spoken
Twisted by knaves to make a trap for fools,
Or watch the things you gave your life to, broken,
And stoop and build 'em up with worn-out tools:

If you can make one heap of all your winnings
And risk it all on one turn of pitch-and-toss,
And lose, and start again at your beginnings
And never breathe a word about your loss;
If you can force your heart and nerve and sinew
To serve your turn long after they are gone,
And so hold on when there is nothing in you
Except the Will which says to them: "Hold on!"

If you can talk with crowds and keep your virtue,
Or walk with kings-nor lose the common touch,
If neither foes nor loving friends can hurt you;
If all men count with you, but none too much,
If you can fill the unforgiving minute
With sixty seconds' worth of distance run,
Yours is the Earth and everything that's in it,
And--which is more--you'll be a Man, my son!

By R. Kipling (1865-1936)
(Und im Kommentar die deutsche Übersetzung
nach Anja Hauptmann.Oh, ich liebe dieses Gedicht!)

SaschaSalamander 21.03.2006, 10.11 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Sehr treffend

Ach ja, wie sagte der liebe Herr >Ernst von Wildenbruch< so schön treffend: "Ein Rezensent ist ein Mann, der alles weiß und gar nichts kann".

Doch, ein bisschen stimmt es schon. Seine Meinung zu allem abgeben und über alles ein wenig Bescheid wissen, zumindest genug um mitreden zu können. Aber nicht wirklich fähig oder willens, selbst etwas zu schreiben ;-)

Tja, Kritiker waren eben noch nie sonderlich beliebt. Lebte ich in einer anderen Zeit, sollte ich mir vielleicht Gedanken über einen leibeigenen Vorkoster machen *g*.

SaschaSalamander 16.03.2006, 17.47 | (0/0) Kommentare | PL

Murphys Law für Ärzte

Nur, weil der Arzt einen Namen für Deinen Zustand findet, heißt das nicht, dass er weiß, was Dir fehlt.

Je langweiliger und älter die Zeitschriften sind, die im Wartezimmer herumliegen, desto länger musst du bis zur vereinbarten Sprechstunde warten.

Nur Erwachsene haben Schwierigkeiten mit kindersicheren Flaschen.

Du hast nie die richtige Anzahl Pillen nach Ablauf der Verschreibungsperiode übrig.

Die Pillen, die zu den Mahlzeiten eingenommen werden, schmecken am ekelhaftesten.

Sogar Wasser schmeckt eklig, wenn ein Arzt es verordnet.

Es gibt zwei Sorten Heftpflaster: Das eine hält nicht, das andere geht nicht ab.

SaschaSalamander 16.03.2006, 09.34 | (0/0) Kommentare | PL

Der Rosengarten

CoverAber nachdem der kleine Prinz lange über den Sand, die Felsen und den Schnee gewandert war, geschah es, dass er endlich eine Straße entdeckte. Und die Straßen führen alle zu den Menschen.
"Guten Tag", sagte er.
Da war ein blühender Rosengarten.
"Guten Tag", sagten die Rosen.
Der kleine Prinz sah sie an.
Sie glichen alle seiner Blume.
"Wer seid ihr"? fragte er höchst erstaunt.
"Wir sind Rosen", sagten die Rosen.
"Ach!" sagte der kleine Prinz ...

Und er fühlte sich sehr unglücklich. Seine Blume hatte ihm erzählt, dass sie auf der ganzen Welt einzig in ihrer Art sei. Und siehe!, da waren fünftausend davon, alle gleich, in einem einzigen Garten!

Sie wäre sehr böse, wenn sie das sähe, sagte er sich, sie würde fürchterlich husten und so tun, als stürbe sie, um der Lächerlichkeit zu entgehen. Und ich müsste wohl so tun, als pflegte ich sie, denn sonst ließe sie sich wirklich sterben, um auch mich zu beschämen ...

Dann sagte er sich noch: Ich glaubte, ich sei reich durch eine einzigartige Blume, und ich besitze nr eine gewöhnliche rose. Sie und meine drei Vulkane, die mir bis ans Knie reichen und von denen einer vielleicht für immer erloschen ist, das macht aus mir keinen sehr großen Prinzen ... Und er warf sich ins Gras und weinte.

Aus: A. de Saint-Exupery: Der kleine Prinz; Karl-Rauch-Verlag 2000

SaschaSalamander 24.02.2006, 09.37 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Eragon 02

Erster Satz:
Die Lieder der Toten sind die Wehklagen der Lebenden.

Letzter Satz:
Und danach werden wir die Ra´zac töten und unseren Vater rächen.

SaschaSalamander 23.02.2006, 10.05 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Antipathie

Ich liebe die Menschen nicht, welche,
um überhaupt Wirkung zu thun,
zerplatzen müssen, gleich Bomben,
und in deren Nähe man immer in Gefahr ist,
plötzlich das Gehör - oder noch mehr zu verlieren.

aus: F. Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft; Reclam, 2000

SaschaSalamander 07.01.2006, 11.03 | (0/0) Kommentare | PL

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