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Statistik KW 03
1 - Numbers 03 - Den Tod im Griff (R Ward)
1 - Coelacanth (K Shimotsuki)
2 - Triffst Du Buddha an der Bar (L Rinzler)
2 - Sa(r)g niemals nie (D Wells)
2 - Palzki ermittelt (H Schneider)
2 - Das Sterben der Bilder (B Hasler)
GESEHEN
Kikis kleiner Lieferservice
Star Trek Nemesis
Ghost Rider 2
NEUZUGÄNGE
The Game (T Schott)
I´d sooner starve (M Sinclair)
Die Nachteile der Unsterblichkeit (S Hamill)
Wenn einer geht, folgen alle anderen (J Hora-Goosmann)
Termminal 3 - Was im Verborgenen liegt (I L Menger)
Gesichtsgeheimnisse im Büro (J Wüllner)
Das Windspiel (K Stapelfeldt)
Traumnetze (Anthologie)
Buddhismus für Dummies (J Landaw, S Bodian)
Die letzte Wahrheit (Audionarchie)
Die schlimmsten Gitter sitzen innen (K Panier)
Leiden sollst Du (L Wulff)
Gehorsam (Cosette)
ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - teilweise
3 - abgebrochen
SaschaSalamander 20.01.2013, 20.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik
Autorenwünsche vs Verlag
Sein Wunschtitel wäre ja DER ALBTRÄUMER gewesen. Schade, hat nicht geklappt. Das sind halt die Gesetze des Marktes. Torres schreibt spannende Thriller, die es mit anderen guten Thrillern von Handlung und Niveau aufnehmen können. Aber es enthält eben auch explizite Erotik der härteren Gangart. Ebenso die Titel >SKLAVENJAGD< und >DAS GEHEIMNIS DER SKLAVIN<, beides spannende Thriller mit Hirn und Verstand, fernab von billiger Einhandliteratur.
Man geht wohl davon aus, dass seine Fans die Bücher kaufen, ob es nun ALBTRÄUMER oder SEX-VERLIES heißt. Und neue Kunden - gewinnt man eben durch Sex. Sex sells, und deswegen ist auf dem Cover ein 0815 Motiv einer geknebelten, angeleinten Frau mit großen Brüsten zu sehen. Auch, wenn das Bild mit dem Inhalt des Buches nicht wirklich irgend etwas zu tun hat.
Etwas, das ich schon von vielen Erotik-Autoren erfahren habe. Ich verstehe die Autoren, die nicht einfach nur auf billigen Porno reduziert werden wollen. Und ich verstehe die Verlage, die eben die Verkäufe mit solchen Covern und Titeln steigern (was ja Verlag UND Autor zugute kommt). Und ich gestehe - ich fühle mich auf Seite der Autoren. Denn auch ich als intelligenter Leser fühle mich vom Verlag reduziert und respektlos behandelt, weil ich als Leser einfach in einen Topf geworfen werde. Ich würde mir wünschen, dass die Verlage ihre Leser respektieren, indem sie die Handlung der Romane hervorheben und betonen, dass es sich um einen erotischen Thriller handelt. Das ist nämlich ein Unterschied ...
SaschaSalamander 18.01.2013, 18.52| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rund um Bücher
Sa(r)g niemals nie
Bevor dieses Dokument gefunden wurde, war über Frederick Whithers wenig bekannt.
Erster Satz:
Es begann mit einem Sarg.
Letzter Satz:
Vor langen Jahren flohn die Liebenden hinaus ins Ungewitter.
aus: Dan Wells: Sa(r) niemals nie; Piper, 2012
SaschaSalamander 18.01.2013, 16.39| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in:
The Final Cut

Habe ich schon erwähnt, dass ich Robin Williams Fan bin? Ja? Egal, ich kann es gar nicht oft genug sagen: dieser Mann ist einzigartig genial! Weniger genial leider oft seine Auswahl an Filmen, zwischen einigen wenigen Perlen (z.B. "Hinter dem Horizont", "Zeit des Erwachens", "Hook", etc) produziert er auch eine Menge Schrott und billigen Klamauk weniger guter Filme (z.B. "Der Überlebenskünstler", "Club Paradise", "Big White", etc).
In "Final Cut" spielt er Alan Hackman, dessen Aufgabe es ist, nach dem Ableben eines Menschen dessen Rememory zu erstellen. Denn nahezu jeder zweite trägt in der Zukunft einen Zoé-Chip, der aus Sicht des Trägers das gesamte Leben aufzeichnet. Als Erinnerung für die Hinterbliebenen wird dann eine Art "Best of" von Geburt bis zum Tod erstellt. Alan Hackman ist der beste aller Cutter, seine Filme sind begehrt. Sein Erfolg, wie er selbst sagt, lieg darin begründet, dass er nicht den Toten Respekt zollt, sondern den Lebenden. Er weiß, was seine Kunden sehen wollen. Allerdings ruft ein Projekt wie dieses natürlich auch Gegner auf den Plan, die fordern "erinnere Dich selbst". Als ein wichtiger Mann der Zoé-Firma stiribt, wird Alan als Cutter beauftragt. Dabei stößt er auf brisante Details, denn der Chef hatte vieles zu verbergen. Die Gegner sind interessiert an diesen Aufnahmen, und Alan gerät zwischen die Fronten. Dabei hat er eigentlich ganz andere Probleme: ihn plagt ein altes Kindheitstrauma, und in der Aufzeichnung des Konzernchefs scheint er endlich Erlösung zu finden und begibt sich auf die Suche nach dem, der ihm helfen kann.
Gutes Thema, weniger gute Umsetzung. Man hätte wirklich eine Menge daraus machen können. Aber leider, leider nur ein mittelmäßiger Film. Die Bilder sind allesamt ziemlich düster gehalten, obwohl mir das vom Thema her nicht unbedingt so erforderlich oder auch förderlich erscheint. Auch der eigentliche Kern des Filmes ist schwer auszumachen, ist dies nun Alans Arbeit, Alans Kindheitstrauma, Alans unbekannte Vergangenheit, die aktuell bearbeitete Rememory oder die anstehende neue des Konzernchefs? Es werden sehr viele Themen angeschnitten, ohne diese jedoch zu vertiefen. Vor allem der Kindsmissbrauch wird völlig an den Rand gedrängt und scheint nur eine Nebensache, obwohl genau dies einer der Hauptbeweggründe der "Bösen" (oder sind es die "Guten", die gegen Zoé-Chips kämpfen? Die Grenzen verschwimmen!) zu sein scheint.
Es gibt nur wenige Spannungsmomente, zieht sich eher etwas zäh dahin. Alan ist Einzelgänger, und auch in den Dialogen zeigt er sich wenig wortgewandt. Dies mag zwar seine Eigenart sein, macht den Film jedoch ein wenig langweilig an manchen Stellen. Ein bisschen mehr Pep, Dialog und Spannung hätte niemandem geschadet ;-)
Die ethische Frage einer Rememory ist für den Zuschauer sehr interessant, der Film gibt also auch im Nachhinein viele Fragen auf und regt zum Nachdenken an. Schade, dass die Brisanz des Themas nicht ausgereizt wurde. Für Zwischendurch ein ganz netter Film, für Williams-Fans natürlich ein Muss, ansonsten aber gibt es Besseres, das man sich an einem gemütlichen Filmabend reinziehen kann ...
SaschaSalamander 17.01.2013, 19.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Tip, Dystopie,
Plauderbla
Das Jahr habe ich recht positiv begonnen mit dem Titel DAS STERBEN DER BILDER. Erwartet hatte ich nur einen Krimi, bekommen habe ich ein ziemliches Lesehighlight. Wenn das Jahr auf diese Weise startet, dann ist der Anspruch schon recht hoch ;-)
Ebenfalls eine Neuerung ist der Paperwhite, den ich gestern bekommen habe. Ich bin ja Kindle-Nutzer der ersten Stunde, hatte noch vor dem Erscheinen in Deutschland bereits ein amerikanisches Produkt. Nun habe ich zwei, beide erfüllen ihre Zweck, aber der Paperwhite ist schon etwas Besonderes, und ich bereue den Kauf nicht. Auch, wenn ich für Papierkäufe den Laden um die Ecke bevorzuge - in Sachen Online schafft Amazon es wirklich (so ungern ich das zugebe), die Kunden zu begeistern, ...
Vorsätze habe ich nicht gefasst. Ist nicht mein Ding. Für mich ist jeder Tag, jede Stunde ein "jetzt fang ich an", denn "morgen" ist niemals so gut wie "heute" oder gar "jetzt". Daher keine Vorsätze a la "mehr eigene Titel, weniger Druck durch Reziexemplare" oder "mehr Zusammenarbeit mit Verlagen und Autoren" oder "mehr Klassiker und alte Titel, die ich schon immer lesen wollte" oder "weniger U- und mehr E-Literatur". Wozu auch - nur weil ich momentan z.B. einfach mal ein paar Wochen langsamer treten will, kann es ja trotzdem sein, dass mich in drei Monaten so richtig das Fieber packt und ich dann loslege mit so vielen Beiträgen, wie ich hier noch nie zuvor hatte.
Daher lasse ich mich überraschen, wohin dieses Jahr mich bringen wird. Es fängt mit jedenfalls mit STERBEN DER BILDER schon mal außergewöhnlich an und erfährt mit einem nonkonformen Buch über "Dharma, Karma und das pralle Leben" seine Fortsetzung. Kann ja nur prima werden :-)
SaschaSalamander 16.01.2013, 09.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Pulp
Triffst Du Buddha an der Bar
Das hier ist nicht das Meditationsbuch deiner Großmutter.
Erster Satz:
Als ich klein war, hatte ich einen Wecker in Gestalt eines japanischen Samurai mit einem Schwert in der Hand und einer Uhr im Bauch.
Letzter Satz:
Solange du auf deine angeborene Fähigkeit zu lieben vertraust, kannst du damit auf diser Welt wirklich etwas bewirken.
aus: Lodro Rinzler: Triffst Du Buddha an der Bar; Aurum 2012
SaschaSalamander 15.01.2013, 18.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz
Statistik KW 02
1 - Lady Bedfort 29 - Tod in den Highlands (Hörplanet)
2 - Das Sterben der Bilder (B Hasler)
2 - Dem Tod auf der Spur (M Tsokos)
GESEHEN
Saw III
Saw IV
Saw V
Saw VI
Ronal der Barbar
NEUZUGÄNGE
Kontroll (DVD)
Wer früher stirbt ist länger tot (DVD)
Freiheit (Osho)
Fuck it! (J C Parkin)
Die 7 Geheimnisse der Schildkröte (A L R Schweppe)
Triffst Du Buddha an der Bar (L Rinzler)
Essen als Ersatz (Geneen Roth)
Das Haus der sprechenden Tiere (H Timmerberg)
Shakespeare on Toast (B Crystal)
ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - teilweise
3 - abgebrochen
SaschaSalamander 13.01.2013, 20.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik
Dein und mein Geheimnis

Akira ist ruhig und sanft. Er ist verliebt in Nanako. Diese ist eigentlich total süß, wenn da nicht ihre ungewöhnliche Art wäre. Sie ist ein Rüpel, so gar nicht mädchenhaft und ziemlich draufgängerisch. NIemand kann so recht verstehen, was Akira an ihr findet. Als Nanako krank ist, bringt Akira ihr die Hausaufgaben und platzt mitten in ein Experiment, das durch seine Anwesenheit dann auch noch schiefgeht. Ergebnis: der Junge landet in dem Körper des Mädchens und umgekehrt. Dummerweise hat Nanako in ihrem Wutanfall die Maschine zerstört, und der Großvater hat aktuell weder Zeit noch Geld, sie zu reparieren. So kommt es, dass die beiden ihre Körper getauscht haben und nun den Alltag in Schule und Familie meistern müssen. Es geht alles drunter und drüber: der Junge war schon immer recht mädchenhaft, und nun kann er es so richtig ausleben, auch wenn es ihm natürlich peinlich ist und er verschämt überlegt, was er tun kann, um die Situation rückgängig zu machen. Und Nanako im Körper des Jungen kann sich endlich richtig austoben, sie wird beliebt, cool, alle sind stolz auf den Jungen, der langsam wohl endlich vom Weichei zum richtigen Mann wird.
Ja, der Manga gefällt mir. Ganz klassisches GenderBender, wie man es in westlichen Medien viel zu selten findet. Warum müssen es immer die Japaner sein, die solche eigentlich naheliegenden Themen mal ernst, mal dramatisch, mal witzig behandeln?
DEIN UND MEIN GEHEIMNIS ist eine Komödie. Nanako ist recht burschikos, und es ist einfach witzig, wie sie mit der Situation umgeht. Ihr erster Weg, nachdem sie realisiert hat, was passiert ist: unbedingt auf Toilette gehen und mit einem ganz breiten Grinsen zurückkommen. Akira dagegen geht es wesentlich dezenter an, er wagt es gar nicht, sich im Spiegel zu betrachten. Auch beim Sportunterricht ist es spannend: Mädchen haben ihre Tage, und nicht immer können sie am Turnen teilnehmen. Sie dagegen in seinem Körper hat jede Menge Fun, als sie endlich die Kraft dafür hat, beim Basketball hoch zu springen und SlamDunks in den Korb zu befördern.
Pro: Bekannter Plot, der super umgesetzt wurde mit viel Situationskomig und pfiffigen Zeichnungen.
Contra: ich habe die Befürchtung, dass es sich in zu vielen Bänden ziemlich totlaufen wird.
Fazit: einfach reinlesen und sehen, ob es gefällt. Ich kann den Manga nur empfehlen, aber er ist halt recht speziell ;-)
SaschaSalamander 11.01.2013, 08.52| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Manga | Queer, Humor, Jugend,
Bento mit Gnocchi und Wirsing

Während die Gnocchi im Topf köchelten, habe ich flink ein Blatt Wirsing in die obere Etage gelegt, Snackpaprika und Tomaten draufplatziert und ein paar Tofuwürfel in die Silikonform gefüllt. Da waren die Gnocchi auch schon fertig. Abschöpfen, etwas Rama Bratculiness (ich liebe diesen Geschmack) und Zitronenpfeffer, mehr braucht es als Würze gar nicht, das schmeckt genial, hat ein bisschen was von Sommer (Grillgeschmack des Culiness und fruchtige Leichtigkeit des Zitronenpfeffers).
Für mich gibt es die Orange und die gesüßte Reiswaffel dazu. Für ihn den Schokotaler. Außerdem habe ich ihm statt Cherrytomaten eine Debreziner in die Gnocchi geschnippelt.
Weil Salat im Winter so teuer (und als Gewächshausprodukt nicht wirklich lecker) ist, probiere ich es heute zum ersten Mal mit Wirsing. Das sieht hübsch aus, und man kann ihn genauso knabbern. Ein weiterer Vorteil: Kohl hält sich zu Hause einfach länger, ich kann ihn auch nächste Woche noch verwenden, Salat müsste ich morgen dann aufbrauchen.
Und noch etwas, das ich erwähnenswert finde: eine billige Packung Gnocchi, Debreziner und Tomaten aus dem Angebot. Snackpaprika und Tofu regulärer Preis aber nur ein Teil der Packung verwendet. Alles in allem kommt die Box auf maximal einen Euro :-)
SaschaSalamander 10.01.2013, 08.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bento Galerie
Hana-Bi

Später erfuhr ich über >Wikipedia<, was es mit seinem ungewöhnlichen Minenspiel auf sich hat ...
Das Leben des Polizisten Nishi gerät immer mehr aus den Fugen. Seine Tochter starb, bald darauf wurde ein Kollege im Dienst getötet und ein anderer schwer verletzt. Der verletzte Kollege und zugleich enge Freunde gibt sein Leben auf und versinkt in tiefe Depression. Die Frau Nishis leidet an einer unheilbaren Krankheit, und die Yakuza (Mafia) ist ihm wegen der Rückzahlung eines überfälligen Kredites auf den Fersen. Was hat er noch zu verlieren? Und so bereitet er sorgfältig einen Bankraub vor und macht sich gemeinsam mit seiner Frau auf in die letzten "zweiten Flitterwochen".
Wow, ich war begeistert von diesem Film! Und der Hauptdarsteller >Takeshi Kitano< ist übrigens einer der wenigen asiatischen Schauspieler, deren Namen und Gesicht ich mir merken kann (Zatoichi, Battle Royale, Johny Mnemonic, Blood and Bones). Ich finde, er ist sehr unscheinbar und gerade deswegen besonders auffällig. Sein Mienenspiel und seine Gestik ist meist minimal, und dahinter lassen sich geballte Emotionen erkennen. Man sieht ihm seine Entschlossenheit an, ich finde ihn einen genialen Schauspieler für diese typische "Rächerrolle", die er oft einnimmt.
Äußerlich eiskalt geht Nishi in diesem Film vor, und eiskalt spielt Takeshi seine Rolle. Nishi geht seiner Frau zuliebe über Leichen, und er zögert keine Sekunde, bevor er den Abzug drückt. Dieser Film ist grausam. Und gleichzeitig ist er eindrucksvoll, bewegend und romantisch. Es gibt nur sehr wenige Dialoge, und Nishi selbst spricht nur wenige Sätze, die Aussagekraft der Bilder überzeugt. Hana (Blume) ist das Symbol des Lebens, und Bi (Gewehrfeuer) ist das Sinnbild des Todes. Diese Gegensätze werden im Film ergreifend dargestellt, und trotz kalter Berechnung und grausamer Morde kann man mit Nishi mitfühlen, wünscht ihm innerlich sogar alles Gute für seinen letzten Plan ...
SaschaSalamander 09.01.2013, 15.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Film | Drama, Tip,
Trailer zu Das Sterben der Bilder
Die Stimmung des Romans wird hier sehr schön eingefangen, und ich hoffe, der Trailer macht Euch so richtig neugierig ;-)
Edit: irgendwas klappt nicht mit dem Einbetten des Videos. Kein Problem, wir sind alle schon erwachsen und können auch statt dessen einfach auf einen Link klicken. Et voilá, >HIER< geht es zum Trailer ...
SaschaSalamander 09.01.2013, 08.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles
Meine Meinung zu den Hohlbeins
Ich bin ein positiver Mensch. Also sage ich: "hey, sympathisch, die Familie ist wenigstens mal trotz der vielen batzillionenfach verkauften Bestseller auf dem Teppich geblieben. Bodenständig und ganz normal".
Naja, aber manchmal bin ich auch realistisch, immer nur mit aufgesetztem Optimismus kommt man nicht weiter. Und mal ganz ehrlich - was gezeigt wurde, war unterste Schublade. Ob sie wirklich so dumme Sätze gesagt haben, oder ob der Sender ihnen die in den Mund legte? Ob sie immer so herumlaufen oder extra für den Sender versucht haben so "natürlich wie möglich" auszusehen?
Mir ist klar, dass RTL den Zuschauern das Gefühl vermitteln will "Oh mein Gott, zum Glück bin ich besser, SO will ich nie sein". Und dafür müssen die Darsteller Dinge tun, die sie im realen Leben niemals tun würden, sich (zum Negativen runter-)stylen wie sie es nie tun würden.
Aber warum Hohlbein das mitmacht? Warum er sich darauf einlässt? Warum er nicht einen Anwalt einschaltet wegen so einem Schwachsinn, der einfach nur oberpeinlich ist? Ob er oder sein Töchterchen mal wieder Werbung nötig haben? Oder ob Hohlbein, der eigentlich nicht soooo heiß auf Öffentlichkeit ist, damit endgültig sagen will "es gibt hier nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter"?
Fragen über Fragen, wesentlich spannender als die Frage, ob die Mettbrötchen auch für alle Gäste reichen, ob Rebecca die Mathearbeit ihres Bruders verpetzt oder ob die beiden fetten Möpse nun ein Leckerchen für ihr kleines Kunststück bekommen oder leer ausgehen.
Ich schwanke: Mitleid - dass man ihn auf diese lächerliche Weise vorgeführt hat. Und Schadenfreude - weil jeder, der sich freiwillig für eine Doku-Soap hergibt, es nicht besser verdient hat.
Was meine Einstellung zu Hohlbein betrifft: er hat in den letzten Jahren über 200 Bücher geschrieben, das sind teils über 6 Titel pro Jahr. Das ist kein Schreiben und Recherchieren, das ist Fließbandarbeit, und selbst den Lektoraten der Großverlage merkt man an, dass die entweder nicht mehr hinterherkommen oder sich nicht mehr darum kümmern. Unter diesen über 200 Büchern hat er einige genialen Titel, die ich immer wieder verschlinge. Und grottenschlechte Flops, die eines Bestsellerautoren nicht würdig sind. Ein Genie zwischen Massenware und Einzigartigkeit. Aber eine TV-Serie?!?
Egal. Ich hab es mir selbst eingebrockt. Ich hätte meine Zeit besser nutzen können als so eine alberne Doku-Soap anzusehen ...
Edit: Mir ist NOCH etwas Positives eingefallen: soviel gelacht habe ich schon lange nicht mehr. Banal, skurrill und grotesk, das sind die drei Begriffe, die mir dafür einfallen. So extrem an der Realität vorbei, dass es mich einige Male vor Lachen richtig schüttelte. Sätze wie "mit dem Lotus fährt man doch nicht in den Baumarkt. Noch nicht mal Schuhe kaufen. Da passt doch nichts rein" oder "ich mag die Möpse meiner Mutter. Also, die Hunde" oder "die Hütte brennt" (40 Gäste) oder "bei seinen millionenfach verkauften Werken ist es kein Wunder, dass die Signierstunde ein voller Erfolg und die Gäste zahlreich waren" (man sah etwa 20 kleine Mädchen und ein paar Hausfrauen). Köstlich, einfach nur köstlich.
Danke, Wolfgang, Du unterhältst mich immer wieder :-)
SaschaSalamander 08.01.2013, 20.26| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aktuelles
Die Hohlbeins auf RTL II
Und siehe da - schwupps habe ich mein Geld entlöhnt, schon kommt tatsächlich etwas, das ich mir ansehen möchte. Zwar nicht auf den Öffentlich Rechtlichen, für die ich bezahle, sondern auf nem Privatsender, aber was solls, Flimmerkiste ist Flimmerkiste ...
also, was ich damit sagen möchte: wenn man mal die Lärmkiste einschalten will - für Leseratten dürfte die Sendung DIE HOHLBEINS interessant sein. Was von der Story Fakt ist und was Fiktion - das vermag ich nicht zu beurteilen. Wobei mir die "Handlung" aber schon sehr konstruiert scheint. Egal, ich bin neugierig. Der Hausherr plant also eine Party für Freunde und Fans, logisch, würde ich als Autor auch ständig machen, Party all night long, damit die Zuschauer was zu sehen haben. Wen interessiert schon Schreibarbeit, Haushalt und Familienalltag? Und nun dürfen wir also sehen, wie Herr Hohlbein mitten während der Partyplanung plötzlich ganz unerwartet zu einem Signiertermin flitzen muss, und seine Tochter Rebecca aus lauter Rache Dixie-Klos bestellt und die Frau ihm einen Termin beim Stylisten besorgt, was ihm ebensowenig gefällt. Wie gesagt - viel Show, wenig Alltag. Aber ich vermute, Frau Hohlbeim beim Hausputz und Herr Hohlbein beim Schreiben waren den Journalisten einfach zu langweilig. Ich mein, ein Autor, wer interessiert sich da schon fürs Schreiben? (okayokay, mich interessierts. Aber was interessiere ich die Sender?).
Aber genug des Lästerns, ich bin natürlich trotzdem tierisch neugierig. Und weil ich als "arbeitendes Volk" nachts um halb elf anderes zu tun habe als vor der Kiste zu hängen, sehe ich mir das heute Abend über den Stream im Internet an:
Voila, >Folge 1< von DIE HOHLBEINS auf RTL II :-)
SaschaSalamander 08.01.2013, 18.15| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TV Tipp
Das Buch der toten Tage

Klappentext:
Boy ist Assistens des Magiers und Illusionisten Valerian. Schon immer war Valerian finster, launisch und böse. Doch in letzter Zeit wird es schlimmer. Boy ahnt, es muss etwas geben, was Valerian Angst macht. Und er hat Recht: ...
hier beende ich den Klappentext, denn im Grunde ist es schon ein Spoiler, der erst im Laufe des Buches offenbar wird. Das Buch spielt "zwischen den Tagen", also zwischen Weihnachten und Neujahr. Zu dieser Zeit habe ich es auch gelesen, fand das passend und habe mich seit über einem Jahr darauf gefreut. Man sollte aber nicht zu lange warten und Hoffnungen in ein Buch setzen, man könnte enttäuscht werden.
Für einen Jugendroman ist es recht schaurig, und gerade jüngere Kids dürften sich ziemlich wohlig gruseln, für manche könnten einige Szenen vielleicht sogar schon etwas zu heftig sein. Der Autor vermag die Atmosphäre der Stadt sehr schön einzufangen. Allerdings empfand ich das stellenweise schon als etwas zuviel, habe gelegentlich überlesen, weil zuviel Text rein um Atmosphäre ging, während die Handlung kaum vorangetrieben wurde. Da man aufgrund des Klappentextes bereits weiß, was kommen wird, fehlt somit auch ein Teil der Spannung.
Die Charaktere fand ich sehr archetypisch und wenig überraschend. Nett ausgearbeitet, keine Meisterleitung, aber ganz okay.
Die Handlung kommt eher schwerlich in die Gänge. Als es nach einer blutigen Szene dann zum Aufeinandertreffen aller Beteiligten kommt, geht es recht rasant weiter. Immer wieder heißt es "später" oder "bald erkläre ich alles", doch Erklärungen folgen keine, obwohl hier und da einige Andeutungen gemacht werden.
Und dann - zack - aus - Ende. Auf sehr wenigen Seiten plötzlich steuert der Autor auf den Abgrund zu, beendet seine Geschichte. Mit einer Erklärung, die mehr Fragen aufwirft als zu beantworten. Gravierende Elemente der Geschichte bleiben offen und werden nicht aufgeklärt, ja es stellt sich sogar die Frage, ob und inwieweit einzelne Vorfälle nun überhaupt mit dem roten Faden des Buches zu tun hatten oder einfach nur "Kulisse" waren. Die Auflösung selbst wirkt sehr lieblos und geschludert, als hätte der Autor keine wirkliche Idee gehabt. Es ist kein offenes, sondern ein unfertiges Ende, und ich fühlte mich um meine Lesezeit betrogen.
Schade, denn die Grundidee war sehr schön. Die Kulisse war märchenhaft. Der Schreibstil des Autors ist bis auf ein paar Längen sehr malerisch. Gerne hätte ich mich komplett auf das Buch eingelassen. Doch zu ausgiebige Beschreibung der Atmosphäre, mangelnde Ausführung der Handlung, zu stereotyische Verhaltensweisen der Protagonisten - das sorgt leider nur für ein enttäuschtes "seufz". Ich hätte dieses Buch wirklich gerne gemocht ...
Fazit: 5 von 10 grüne Nebelschwaden
SaschaSalamander 08.01.2013, 08.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Rezensionen Buch
Sonja
Ich habe angefangen, selbst Bentos zu machen. Und scheinbar geht es anderen Leuten genauso - es ist einfach faszinierend! Sie sahen meine Bilder und haben sich dann selbst Boxen gekauft. Oder mich gefragt, wo sie Boxen kaufen können. Oder ihren Töchtern, Vätern, Ehemännern Boxen geschenkt.
Deswegen freue ich mich, den Bentovirus weiterzuverbreiten. Und ein ganz großes Danke an Sonja, durch die ich angesteckt wurde. Und durch die ich auch andere Leute kennenlernen durfte, die ebenfalls Bentobilder posten. Seitdem stecken wir uns regelmässig gegenseitig an. Durch Sonja kam ich zu Astrid. Durch Astrid entdeckte ich die Mini-Gugl, und durch die Mini-Gugl kam ich auf Mini-Muffins, lernte Schachbrettbentos kennen und habe dafür andere mit Mushi-Pan und Kräuter-Muffins angesteckt ;-)
Genug gelabert. Hier zwei Bentos von Sonja:

Baked Beans aus der Dose, dazu Vollkornbrot und eine Tomate.

Ausgestochenes Brot, Kartoffelsalat, Joghurt.
Und ein Panda-Pick ;-)
SaschaSalamander 07.01.2013, 17.48| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bento-Gäste
Bento Gäste-Galerie
Ich steh dazu: ich mag zum Kochen und Nachmachen weder Hochglanz noch Kompliziertes, und die Bilder auf vielen Blogs finde ich oft entmutigend, weil ich gar nicht weiß, wo ich all die Zutaten herbekommen soll und wie ich soviel Zeit zum Nachkochen herkriegen soll. Das ist bei Astrids und Sonjas Bildern nicht der Fall, im Gegenteil: sie sind lecker, gesund und trotzdem einfach. Genauso wie bei meinen Bildern sieht man, das das leckere Essen wichtiger ist als das perfekte Foto oder die aufwändig gefüllte Box.
Schon einige Male habe ich mir bei ihnen Anregungen geholt und die Sachen nachgemacht. Nach und nach werde ich also auch deren Bilder hier zeigen.
Falls jemand von den Lesern hier keinen Blog hat, aber trotzdem gelegentlich seine Bentobilder veröffentlichen möchte, werde ich sie gerne mit hier einbinden. Ich freue mich über Abwechslung in der Bento-Galerie. Schickt mir Eure Bilder und schreibt dazu, was drauf ist :-)
SaschaSalamander 07.01.2013, 15.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bento-Gäste
Bentowichteln

Und das Papier war mit kleinen Totoro-Stempeln verziert, liebevoll verschnürkelte Bänder. Dazu ein Brief, in dem alles genau beschrieben wurde. Ist grade bei Artikeln, die man nicht kennt, wirklich hilfreich. Ich liebe es, neue kulinarische Erfahrungen zu machen, und daher war ich happy, dass tatsächlich einige Dinge dabei waren, die ich noch nie gegessen hatte.

Ein Knopfband. Bentoboxen haben keine Clips zum Verschließen, sondern man legt ein Gummiband darum, jede Box hat beim Kauf eines dabei, aber die normalen sind immer schwarz und neutral. Dieses hier ist leuchtend rot und hat einen aufgenähten Knopf, es sieht so hübsch aus, ich hatte es inzwischen einige Male auf Arbeit dabei, es passt sehr schön zu meiner Rilakkuma und Hakoya.
Ein lilafarbener Eierformer von Monbento. Toll! Ich habe zwar schon zwei, aber wenn ich Eier forme, dann immer gerne mehrere zusammen (Strom sparen, muss ja nicht wegen einem Ei den Herd anschalten *g*), mein Mann liebt hartgekochte Eier, und die quadratischen passen perfekt in die Monbento-Box.
Und ... für mich das absolute Highlight: eine Onigiri-Box, die in Handarbeit mit Geckos beklebt wurde! Orange mag ich sehr gerne, und Geckos, Salamander, die sind sowieso toll! Sie hatte die Box für sich selbst gebastelt, und ich hatte sie im Forum sehr bewundert. Als ich dann bei der Wichtelwunschliste auch noch schrieb, dass ich orange gerne mag, hatte sie diese tolle Idee, und ich bin happy! Dankedankedanke!
Dann bekam ich noch Taschentücher und Servietten. In Japan scheinen sie sehr beliebt, ich habe auch andere Päckchen hier, z.B. von einer Bestellung aus einem japanischen Shop. Und irgendwie finde ich die auch total süß, nicht so langweilig wie unsere Taschentücher. Langsam kommt der Trend mit hübschen Packungen ja auch nach Deutschland, aber in Sachen Niedlichkeit sind die Japaner eben ungeschlagen ;-)
Und ganz ganz viele Süßigkeiten und Lebensmittel, mir gingen beinahe die Augen über! Eingelegter Rettich und Furikake. Glückskeks, Schokomünzen, eine Zuckerstange. Reiscracker, Mochi, Schokokeks-Pilze, Weihnachtsmänner, Sesamcracker.
Ach, das war eine große Freude, als ich das alles auspackte, und als ich es das erste Mal verwendet habe. Und ich freue mich, bald auch die Gecko-Box einzuweihen und die Herz-Förmchen :-)
SaschaSalamander 07.01.2013, 09.52| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bento Sonstiges
Statistik KW 01
1 - Lady Bedfort 28 - Die schwarze Dame (Hörplanet)
2 - Das Sterben der Bilder (B Hasler)
2 - 30 Ratekrimis (H Schneider)
GESEHEN
Die Mumie 01
Die Mumie 02
Musical Cats (Live)
Saw I
Saw II
NEUZUGÄNGE
Usher Grey - Jäger im Zeichen der Lust (N Henser)
Das goldene Labyrinth (C Rees)
Im Rausch der Stille (A S Pinol)
Das Sterben der Bilder (B Hasler)
Und Gott sprach: Wir müssen reden (H Rath)
Eine Insel (T Pratchett)
Tabaluga oder die Reise zur Vernunft (CD)
Matilda (DVD)
Mork vom Ork Season 01 (DVD)
Täglich grüßt das Murmeltier (DVD)
Die Regeln der Arbeit (R Templar)
Das Glücksprojekt (A Reinwarth)
Das Haus Zamis 01 - Hexensabbat (E Vlcek)
Dorian Hunter 01 - Im Zeichen des Bösen (E Vlcek)
Zerteufelter Vers (D Verner)
Das Hades-Labyrinth (R Wekwerth)
Der Sommer der Vergessenen (R Grandjean)
ANMERKUNGEN:
1 - komplett
2 - teilweise
3 - abgebrochen
SaschaSalamander 06.01.2013, 20.39| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik
Spiegelschatten

Ein Mörder tötet schwule Männer. Und alle stammen aus Björns Bekanntenkreis. Seine Schwester Romy, Volontärin bei einer Kölner Zeitung, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Sie ahnt zu Beginn nicht, wiesehr auch sie und ihr Bruder in das Visier des Mörders geraten und begibt sich in tödliche Gefahr.
REIHE
Genaugenommen jedoch gehört das Buch zu den Jugendthrillern der Autorin >Monika Feth<. Mit DER ERDBEERPFLÜCKER, DER SCHERBENSAMMLER, DER SOMMERFÄNGER und anderen Titeln rund um Jette Weingärtner und Kommissar Bert Melzig begann die Reihe. Nach der Versetzung des Kommissars nach Köln ist nun nicht mehr Jette, sondern Romy Berner die neue Protagonistin. Der erste Band mit Romy lautete TEUFELSENGEL und hinterließ bei mir einen nachhaltigen Eindruck, weil er auch ohne Blut und Gewalt Spannung aufbaute und zur Kategorie der Jugendthriller gehört, wie ich sie gerne lese.
Trotzdem ist SPIEELSCHATTEN sehr gut als eigenständiger Titel lesbar, eine Vorkenntnis der bisherigen Romane ist nicht erforderlich. Wer also von Inhalt und Thema her neugierig speziell auf diesen Titel ist, der darf gerne zugreifen. Eine Leseprobe findet sich übrigens >hier< ;-)
GENRE
Der Roman ist sprachlich und inhaltlich wie auch mit der Wahl seiner Protagonisten an Jugendliche und junge Erwachsene gerichtet. SPIEGELSCHATTEN wird als Thriller vermarktet, und der Inhalt klingt auch danach, ist darauf ausgerichtet. Trotzdem sollte man keine Blut, keine Gewalt erwarten, die Darstellung der entsprechenden Szenen (die Morde werden beschrieben) ist erfreulich unspektakulär, die Autorin ergeht sich nicht in Gewaltexzessen und legt das Gewicht deutlich auf die Ermittlungen wie auch das Privatleben ihrer Figuren.
Auch sprachlich gelingt es ihr, sehr gut für die Zielgruppe zu schreiben: nicht von oben herab, auch nicht mit billiger Jugendsprache anbiedernd, sondern flüssig und vor allem ganz natürlich, komplexere Sachverhalte wie die psychologischen Hintergründe werden sehr gut erklärt.
AUFBAU, SPANNUNG, UMSETZUNG
Man merkt dem Buch an, dass Monika Feth sich mit dem Materie befasst hat und ihr auch an dem Thema gelegen war, die Begeisterung und das Engagement der Autorin springen auf den Leser über. Ebenfalls sehr gelungen ist der Plot: die Geschichte baut gut aufeinander auf. Man merkt vom ersten Moment an, dass sie beim Schreiben ihre Geschichte bereits vor Augen hatte. Die Hinweise sind gut in den Text eingearbeitet, sie baut auch geschickt falsche Fährten ein, bereits zu Beginn gibt es Hinweise auf den Täter, den weiteren Verlauf, das Ende. Geübte Leser werden häufig über solche Momente stoßen und sich denken "ah, das ist später noch wichtig". Nichts geschieht hier aus Zufall, alles hat einen Grund.
Das ist die große Stärke der Autorin, in diesem Fall aber leider auch eine kleine Schwäche. Gerade für findige Krimileser ist es doch recht klassisch und etwas zu strukturiert. Der Täter ist schnell entlarvt, auch wenn man für einige kurzen Momente ins Zweifeln gerät, doch spätestens die männliche Sprecherauswahl und die Bezeichnung als "er" führen wieder zurück auf die richtige Fährte, auch die Perspektivenwechsel vom Täter zu den anderen Personen lassen deutliche Schlüsse zu, wie eine zu offensichtliche Kameraführung im Film. SPIEGELSCHATTEN ist deswegen nicht minder spannend, die Charaktere nicht minder sympathisch, dennoch büßt der Roman auf diese Weise gelegentlich ein wenig an Tempo und Überraschung ein. Es ist weniger die Frage nach dem "wer" als nach dem "wie wird man ihn am Ende entlarven und aufhalten". Stellenweise hätte ich mir ein wenig Spontanität gewünscht.
CHARAKTERE
Die Charaktere des Buches sind gut beschrieben. Besonders die wichtigen Figuren werden eindrücklich geschildert, indem sie eine eigene Erzählperspektive bekommen. Romy, ihr Zwillingsbruder Björn, sein Freund Maxim, der Kommissar, aber auch gelegentlich Randfiguren mit Bedeutung für den jeweiligen Abschnitt des Buches sowie die Opfer erhalten eigene Kapitel.
Ich gebe zu, dass besonders Romy und Björn häufig Verhaltensweisen an den Tag legten, die ich nicht gutheißen konnte und mit denen ich mich herzlich wenig identifzierte, manchmal hätte ich Romy am liebsten gesagt "Mädel, was Du denkst ist nicht nur naiv und an den Haaren herbeigezogen, sondern absolut gefährlich". Aber das zeigt, wiesehr ich dennoch an den Gedanken beteiligt war, mich hineinversetze und mitfieberte. Es ist nicht wichtig, dass ich mich mit einer Person identifiziere, solange ich das Verhalten plausibel präsentiert bekomme und die jeweiligen Motive verstehe. Und das gelingt der Autorin sehr gut.
NAMEN, LOKALKOLORIT
Nahezu jeder bekommt hier einen Namen. Es werden viele Zeugen befragt, auch die Opfer bekommen eine eigene Geschichte und ihren eigenen Namen, ebenso die Nachbarn, Kollegen, eben einfach alle. Wäre es kein Hörbuch gewesen (dabei fallen mir Notizen während des Hörens im Bus oder bei der Hausarbeit eher schwer), hätte ich während des Lesens eines Buches wohl wieder einmal eine Auflistung der Personen herausgearbeitet. Doch mit der Zeit bekommt man auch ohne diese Liste einen guten Überblick, wer zu den Hauptcharakteren zählt und wessen Namen man wieder vergessen darf. Fans der Jette- und Romy-Reihe dürften wohl ebenfalls keine Probleme haben, da sie viele Bekannte wiedertreffen und sich somit nicht so viele neue Namen merken müssen wie Neueinsteiger.
Sehr schön finde ich, dass die Geschichte in Deutschland spielt, in Köln (wo Romy lebt) und Bonn (wo ihr Bruder lebt und die Morde geschehen). Der Lokalkolorit kommt nicht mit der Keule, ist unauffällig eingewoben. Ich verstehe nicht, warum so viele Autoren und Verlage Wert darauf legen, ihre Handlung nach Amerika zu verlegen - ich finde Deutschland eine spannende Kulisse, es wirkt weniger künstlich, und die Autorin weiß wovon sie schreibt ;-)
SCHMUDDELBUCH
Eine Besonderheit in TEUFELSENGEL und SPIEGELSCHATTEN ist Romys "Schmuddelbuch". Eine Art Tagebuch, wo sie ihre Erlebnisse, Ermittlungsergebnisse, Gedanken notiert. Eine witzige Idee der Autorin, die sehr markant ist und den Büchern eine persönliche Note verleiht.
SPRECHER
Jürgen Uter, Aleksandar Radenkovic und Jacob Weigert sprechen die männlichen Charaktere des Hörbuchs, Katja Danowski übernimmt die weiblichen Parts. Sie alle machen ihre Sache sehr gut, passen in ihrem Tonfall und ihrer Stimme sehr gut zu diesem Titel.
Aleksandar Radenkovic kannte ich bereits aus >Saeculum<. Während mir dort einige Schwächen an seiner Aussprache auffielen, fiel mir dies bei SPIEGELSCHATTEN nicht mehr auf, ich fand seinen Vortrag hier sehr gut, und die Stimme sowie seine Technik überzeugten. Jürgen Uter war mir bis dato kein Begriff, und außer "auch er hat prima gepasst" kann ich derzeit noch nicht viel über ihn sagen. Jürgen Weigert habe ich nun schon in >mehreren Titeln< gehört, freue mich immer sehr über von ihm gesprochene Hörbücher, er hat eine ruhige, dem Ohr schmeichelnde Stimme, der ich immer wieder gerne lausche. Katja Danowski hatte mich vor einiger Zeit bereits in >DAS GEHEIMNIS VON ASHTON PLACE< begeistert, sie hat eine warme, sympathische Stimme und vermag es, Weiblichkeit mit einer guten Balance aus Sanftheit, Wärme, aber auch Durchsetzungsvermögen und Selbstbewusstsein darzustellen.
KLAUS-PETER WOLF
Beim Lesen von SPIEGELSCHATTEN (und damals TEUFELSENGEL) fühlte ich mich gelegentlich an Klaus-Peter Wolf erinnert. Ihn lese ich ebenso gerne, und ich sehe in den Romanen eine gewisse Ähnlichkeit: Fokus auf viele verschiedene Charaktere, häufige Perspektivwechsel, sehr viele Namen, Lokalkolorit, eine ungekünstelte und flüssige Sprache, Jugendliche und junge Erwachsene als Zielgruppe. Beide haben zwar männliche (Wolf) oder weibliche (Feth) Protagonisten, sind jedoch sowohl für Jungen wie auch Mädchen zu empfehlen. Beide plädieren für Offenheit und Verständnis, doch sie zeigen dem Leser, dass es keine "heile Welt" gibt. Sie greifen gesellschaftlich brisante Themen auf, wecken Interesse für die jeweiligen Hintergründe und machen auf die Probleme der Gesellschaft aufmerksam, ohne dabei zu belehren oder gar zu moralisieren.
Allen, die gerne Monika Feth lesen, empfehle ich auch die Titel von Klaus-Peter Wolf, und ebenso umgekehrt.
FAZIT
Ein mitreißender Thriller, bei dem die 6 CDs wie im Flug vergehen. Sprecher, Handlung, Aussage, alles bildet hier eine gelungene Einheit. Gut durchdacht und mit viel Liebe zum Detail geschrieben. Gelegentlich wäre ein bisschen Spontanität in dem straff strukturierten Aufbau nett gewesen, aber das tut dem Genuss des Romans bzw Hörbuchs keinen Abbruch. Monika Feth zählt nicht umsonst zu meinen bevorzugten deutschen Autorinnen, und ich empfehle ihre Bücher immer wieder gerne.
Wertung: 8,8 von 10 absolut unvorsichtige Aktionen
SaschaSalamander 03.01.2013, 08.20| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rezensionen Hörbuch | Deutsch, Reihe, Thriller, Krimi, Jugend, Tip, Queer,
Das Sterben der Bilder
Von den frierenden Menschen, die an diesem kalten, nebligen Novembertag in Wien hastig ihren Besorgungen nachgingen, ahnte keiner, dass der unscheinbare Mann, dessen Weg sie kreuzten, ein Mörder war.
Erster Satz:
Vor den Toren des Wiener Zentralfriedhofs stand der Tod, der Einlass in sein eigenes Haus begehrte.
Letzter Satz:
möglicherweise Spoiler
aus: Britta Hasler: Das Sterben der Bilder; dotbooks 2013
SaschaSalamander 02.01.2013, 18.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: 1. und letzter Satz
Das Sterben der Bilder
die unsere gemeinsame Seele
aus der Michaelergruft in Wien
aus: Britta Hasler: Das Sterben der bilder; dotbooks 2013
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Was immer damit gemeint ist, Britta G wird es wissen.
Ich mag krytpische Widmungen:
sie teilen die Intimität zwischen Autor und Adressat mit dem Leser.
Auch, wenn dieser es nicht versteht,
er fühlt sich wie ein Geheimnisträger und Eingeweihter :-)
SaschaSalamander 02.01.2013, 14.31| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Widmung
Jenseits des Protokolls

Was mich bei Amazon jedoch stört: es wurde kaum etwas Qualifiziertes gesagt, sondern es wurde sehr viel Häme verbreitet, es wurde gespottet, ins Lächerlichte gezogen. Das tut mir weh. Denn was immer auch vorgefallen ist, sind die Betroffenen dennoch Menschen mit Gefühlen, und es ist respektlos, einfach darauf herumzutrampeln. Aber hinter der Anonymität des Internets vergessen manche "Menschen" sich scheinbar selbst.
Der Grund, warum ich das Buch gelesen habe: ich habe gehofft, ein paar Dinge zu erfahren hinter den Kulissen. Damit meine ich nicht politisch, sondern menschlich. Wie das Leben in dieser Rolle so ist. Denn mir ist bewusst, dass quasi ein "normaler" Mensch plötzlich von heute auf morgen in die Rolle schlüpfen muss und sich das ganze Leben ändert. Die Art der Änderungen, das hat mich interessiert. Wie lebt man, beobachtet vom gesamten Volk, was wird einem geboten, und was muss man leisten. Der Mensch hinter dem Politiker.
Hier nun meine gesammelten Eindrücke:
- ich habe das Buch objektiv begonnen und hatte vor, mich nicht auf die Schmährufe einzulassen. Habe mich bemüht, den Mensch hinter der Fassade zu erkennen und mich vor allem auf diese Aspekte zu konzentrieren. Aber es gab sehr, sehr viele Abschnitte im Buch, die mir einen dicken Strich durch die Rechnung machten. Ich werde nicht öffentlich darüber herziehen. Aber es gäbe vieles, was mir auf der Zunge liegt.
- das Buch hat nicht sie selbst geschrieben, sondern Frau Nicole Maibaum. Sie hat auch schon für andere Promis geschrieben und eigene Titel veröffentlicht. Ich kenne keines dieser Bücher, kann nur JENSEITS DES PROTOKOLLS beurteilen. Und ich gebe zu, ich war ... hm, nein, ich denke, "erschüttert" ist nicht zu hoch gegriffen. Da ich jedoch nicht weiß, ob Frau Wulff dies so wollte, oder ob es Frau Maibaums Stil ist, kann ich dazu kaum etwas sagen.
- warum erschüttert? Weil die Sprache sehr simpel ist, teilweise sogar umgangssprachlich, Worte wie "nix" kann ich hier im privaten Blog schreiben, aber nicht in einem Buch wie diesem. Dialektausdrücke, simpelste Grammatik und teilweise sogar kindliche, naiv anmutende Sätze, wie man sie in einem Aufsatz eines Schülers der Unterstufe findet, nicht falsch aber stilistisch hart an der Schmerzgrenze. Kann Frau Maibaum es nicht besser? Hat sie den Sprachstil von Frau Wulff auf Papier übertragen? Hat Frau Wulff um diesen Stil gebeten, um es authentisch klingen zu lassen? Oder war das Buch ein absoluter Schnellschuss und hätte einfach noch einer Korrektur und eines Lektorats bedurft vor der Veröffentlichung? War das gewollt? Es stehen Sachen darin wie z.B. "sie windeten sich" (im ersten Moment wusste ich gar nicht, was gemeint war, bis ich es dann ungläubig begriff)
- ich habe mich oft gefragt, wann Frau Wulff die Bodenhaftung verloren hat. Mir ist bewusst, dass mit steigendem Lebensstil auch die Bedürfnisse steigen. Gibt man einem Menschen etwas, schon will er das nächste. Das nehme ich keinem übel, das Streben nach Mehr liegt in der Natur des Menschen. Und mir ist bewusst, dass die Familie eines Bundespräsidenten nicht mehr zu der gesellschaftlichen "Kaste" gehört, in der ich mich bewege. Dennoch ist sich Otto Normalbürger ja meistens bewusst, wenn er etwas einfordert, das ein Luxusproblemchen ist. Diesen Eindruck hatte ich bei Frau Wulff jedoch nicht.
- Beispiele: sie meint, dass sie ja auch keine Frau sei, deren Schuhschrank überquillt, so eine sei sie nicht, sie besitze ja nur 40 Paar Schuhe. Sie meint, dass 150 qm Wohnung ja okay seien für ein erwachsenes Paar, aber sie hätten ja immerhin auch noch zwei Kinder und seine Tochter gelegentlich zu Besuch. Der Urlaub auf Mallorca sei falsch gewesen, das wisse sie jetzt, aber immerhin sei er nicht billig gewesen, sie haben zusammen für die 11 Tage ja schließlich 4000 Euro ausgegeben. Auch erwähnt sie, dass von den 6500 Euro Zulagen und 3500 Euro Nettogehalt nicht viel übrig blieb, ja sogar die Putzfrau selbst bezahlt werden musste. Ich habe versucht, objektiv zu bleiben, aber mein Mitleid hielt sich dann doch in Grenzen.
- Manchmal dachte ich mir "hey, wenn das die Ansprüche so dargestellt werden, als wäre es ein zu erwartender Standard, warum dann nicht zukünftig für alle Hartz IV Leute beantragen? Schließlich könne man 150 qm für zwei Personen ja erwarten. Und wenn 6500 plus 3500 nicht genügen, dann könnte man doch den Grundbedarf ein wenig anheben? Mir ist natürlich bewusst, dass ein Bundespräsident Ausgaben hat, die für einen Arbeitslosen nicht anfallen, das mag ich gar nicht abstreiten. Wenn diese jedoch fast 10 000 betragen, dann fragt man sich, was in diesem Staat falsch läuft. Es ist mehr als verständlich, dass vielen Lesern der Groll hochkommt bei der Lektüre.
- Sehr, sehr oft fiel der Satz "aber wir haben uns nichts dabei gedacht". Ich gestehe ihr und ihm das zu einem gewissen Grad zu. Denn wenn man von einem normalen Leben plötzlich hinaufkatapultiert wird, dann gibt es da keine Gebrauchsanweisung, und dann muss man plötzlich auf Dinge achten, die bis dato keine Rolle spielten. In eine solche Rolle muss man hineinwachsen, niemand kann von heute auf morgen wissen, was alles dazugehört. ABER: man sollte erwarten können, dass man sich der neuen Rolle bewusst ist und somit lieber fünfmal hinterfragt anstatt Dinge einfach als gegeben hinzunehmen und einfach zu tun. Dass dieser Satz so häufig fiel, ließ mich grübeln: hatten wir fast zwei Jahre einen Menschen an der Spitze, der so wenig nachgedacht hat? Ist Denken nicht eine Grundvoraussetzung, um ein solches Amt zu bekleiden? Diesen Satz, der mehrfach im Buch fiel (besonders in Bezug auf die Hausfinanzierung, den Telefonanruf und andere Dinge, die in den Skandal einflossen), empfand ich als sehr erschreckend.
- ich frage mich, wie ihr Mann auf dieses Buch reagiert. Denn er kommt darin nicht wirklich gut weg. Wenn es um Anschuldigungen geht, schiebt sie ihn quasi als Schutzschild vor sich. Und gelegentlich erklärt sie auch, wie sie sich nicht neben / hinter ihn stellt sondern abseits, um darzustellen, dass sie eine eigene Person ist. Das ist auf sie selbst bezogen wichtig, denn natürlich ist sie eine eigene Person mit eigenen Bedürfnissen, Fähigkeiten und einem eigenen Leben. Aber wenn man als Paar auftreten muss, wirkt dies wie "in den Rücken fallen". Sätze wie "wir beide, aber besonders er, haben uns nicht immer korrekt verhalten" oder "er schnitt in der Presse schlechter ab als ich. Gerade deswegen ärgerte es mich, dass wir oft über einen Kamm geschoren wurden" fühlen sich an wie "von hinten durch die Brust ins Auge". Sie fordert von ihmein Gespräch und Austausch über Probleme, schreibt im gleichen Atemzug aber, dass sie nicht mehr von ihm mit seinen Problemen belastet werden wollte. Ja, eine Ausnahmesituation wie "ganz oben stehen und von allen beobachtet zu sein" zehrt an den Nerven, an der Beziehung, und ich möchte nicht tauschen, ich weiß nicht ob ich mit dieser Situation klarkommen könnte. Aber dann würde ich diese Beziehungsprobleme nicht öffentlich breittreten, das ist meiner Ansicht nach ein Schlag ins Gesicht ihres Mannes.
- Was ich mir vom Buch versprochen habe, habe ich erhalten, gerne hätte ich mehr über diese Dinge gelesen. Zum Beispiel fand ich es interessant zu lesen, wie die Sicherheitsvorkehrungen im Haus umgesetzt wurden. Auf welche Weise die Rund-um-die-Uhr-Überwachung umgesetzt wurde. Wie sich diese Überwachung im Alltag auf die Kinder auswirkte. Dass es keine Berater in Sachen Kleiderfrage gibt. Wie sie die Treffen mit anderen Staatsoberhäuptern empfand und was hinter den Kulissen geschah. Wie der Alltag und der "Stundenplan" der Bundespräsidentenfrau aussieht. Dass die Kinder regulär weiter auf eine normale Schule gehen und wie die Klassenkameraden und deren Eltern damit umgingen. Was hinter so manchem Zeitungsartikel steckt.
- Womit ich nicht gerechnet hatte: dass ich die bösartigen Kommentare anderer User im Web nachvollziehen kann. Ich ging davon aus, sie hätten sich dem Spott der Medien angeschlossen, sie würden lästern, wie man dies eben in der Masse der Anonymität tut. Dass aber Frau Wulff tatsächlich so viel Futter bietet, dass sogar ich manmal tief einatmen und schlucken musste, um nicht eine wilde Tirade vom Stapel zu lassen, das hat mich wirklich erstaunt und erschüttert. Ich musste mir hier sehr große Mühe geben, sachlich zu bleiben. Das will etwas heißen, denn oft wird mir sogar vorgeworfen, ich solle endlich einmal eine eigene Meinung haben statt immer nur so analytisch von allen Seiten zu beleuchten ...
Fazit: lesenswert? Nicht wirklich. Man regt sich nur auf und kann doch nichts daran ändern. Aber abgesehen davon ziemlich interessant, wie Alltag und Privatleben sich hinter den Kulissen abspielen. Sehr menschlich, das fand ich den spannenden und lesenswerten Aspekt des Buches, und mit diesem Part hatte sie tatsächlich mein Mitgefühl. Leider war dies aber der geringste Teil des Buches ...
SaschaSalamander 02.01.2013, 09.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aktuelles
Jahresrückblick 2012
Es ist verdammt viel Text. Macht nix, ich hab ihn gegliedert, Ihr könnt Euch rauspicken, was Euch interessiert. Oder es gar nicht lesen und nur auf die Zahlen gucken. Oder alles lesen.
Die Liste ist nicht sortiert nach Qualität sondern chronologisch wie ich gelesen habe. Schließlich kann ich Biographie, Erotik, Fantasy, Spirituelles schwer vergleichen. Und die Flop-Liste ist natürlich nur mein persönlicher Geschmack, zu meiner negativen Meinung stehe ich, aber ich räume anderen Lesern natürlich ein, dass womöglich speziell diese Titel ihnen besonders gut gefallen haben.
Ach ja, noch etwas: ich gehe nicht danach, was 2012 so alles erschienen ist. Sondern es ist meine ganz persönliche Statistik. Es finden sich also gelegentlich auch Titel darin, die schon älter sind. Ich maße mir nicht an, einen Überblick über das literarische Jahr allgemein zu verfassen ;-)
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BÜCHER / EBOOKS
ANZAHL 73 Bücher / 40 Ebooks
TOP
>Die Hüterin Midgards< (Ivo Pala)
>Wie ein Flügelschlag< (Jutta Wilke)
>Die Flüsse von London< (Ben Aaronovitch)
>Schattengesicht< (Antje Wagner)
>Scaffington Scatters Katzenärger< (Fahr J Sindram)
>Everlasting< (Holly-Jane Rahlens)
>Moths< (Justin Skylark)
>Freigang< (Calvin Malone)
>Hörig und ausgeliefert< (Arne Hoffmann)
>Beim ersten Sonnenstrahl< (Inka Loreen Minden)
>Blind Date mit dem Leben< (Saliya Kahawatte)
>Wie ich einmal fast berühmt wurde< (Tobias Elsäßer)
>Sterbenswort< (Siegfried Langer)
>Der Wasserspeier Fledermeier< (Christian von Aster)
FLOP
>Nevermore< (Creagh Kelly)
>110 - Ein Bulle hört zu< (Cid Jonas Gutenrath)
>Jenseits des Protokolls< (Bettina Wulff)
Berlin Gothic (Jonas Winner)
Dieses Jahr habe ich sehr viel Romance gelesen. Eigentlich ist das nicht mein Genre, aber ich habe einige interessante Autoren entdeckt. Vor allem Inka Loreen Minden, Nicole Henser, Justin Skylark, Sandra Gernt und einige andere. Doch, wenn es gut geschrieben ist, dann gebe ich sogar zu, dass ich das gerne lese ;-)
Erotik habe ich natürlich auch gelesen, hier erinnere ich mich besonders an Tomas de Torres und Arne Hoffmann, die sprachlich gewandt derbe Szenarien beschreiben können und für "anregende Unterhaltung" sorgen.
Auch habe ich wieder viele Kinder- und Jugendbücher gelesen, hier denke ich besonders an Jutta Wilke, Holly-Jane Rahlens, Ulrike Rylance, Antje Wagner, Tobias Elsäßer und Klaus-Peter Wolf.
Da ich mich schon länger mit diesen Themen befasse, habe ich dieses Jahr auch einiges an spirituellen und religiösen Titeln gelesen. Weniger gezielt als vielmehr bunt gemischt, erwähnenswert hierbei ist vor allem Brad Warner mit seinen unkonventionellen Ansichten über Buddhismus.
Verstärkt las ich dieses Jahr auch reale Erfahrungen, von Reiseabenteuer über Biographie und Schicksal. Andreas Altmann fällt mir spontan sofort ein, er hat mich sehr beeindruckt, und die Lesung dieses Jahr hat mir sehr gefallen und mich bereichert.
Krimis habe ich dieses Jahr nicht so viele gelesen wie vor einiger Zeit noch. Ebenso nachrangig habe ich All-Ager und Fantasy behandelt. Zuviel von einem Genre hintereinander ist ermüdend. Trotzdem gab es auch hier einige sehr gute Titel, allen voran Siegfried Langer, Richard Hagen, Ivo Pala.
Da Ebook immer beliebter wird und man zu günstigen Angeboten auf neue Titel aufmerksam werden kann, habe ich sehr viele Indie-Titel gelesen, bin dabei auf viele Perlen gestoßen, aber auch auf viel Schund. Und als Appettithäppchen verteilen Autoren gerne Kurzgeschichten, daher habe ich dieses Jahr so viele Kurzgeschichten gelesen wie noch nie. Macht nix, ich habe Kurzgeschichten schon immer geliebt und freue mich, dass sie dank Ebook scheinbar immer beliebter werden.
Vielleicht wundert sich so mancher, dass ich hier vor allem deutsche Autoren nenne? Das liegt nicht daran, dass ich Werbung machen will. Sondern daran, dass ich tatsächlich bevorzugt Werke von deutschen Autoren lese. Nicht ausschließlich, aber bevorzugt. Wenn es nach mir ginge, müssten die Verlage nicht unbedingt so viele Bestseller aus anderen Ländern importieren, wir haben hier jede Menge toller Künstler!
Mein persönliches Highlight 2012: Christian von Aster
Ob Kinderbuch, Satire, Kurzgeschichte, Fantasy, Gedicht oder Märchen, er verzaubert mich. Viele, viele Stunden habe ich seinen CDs gelauscht, sie gehören zu den wenigen Titeln, die ich immer wieder höre. Habe seine Kurzgeschichten nicht nur gelesen, sondern mehrfach gelesen und anderen vorgelesen. Und kann es gar nicht erwarten, mehr von ihm zu genießen, denn noch bin ich nicht durch mit seinem Werk ;-)
Ebenso möchte ich Antje Wagner erwähnen. Auch ihre Werke durfte ich dieses Jahr kennenlernen und seitdem süchtig nach ihrem Stil. Sie schreibt zart und lyrisch und trifft den Leser dennoch mit der Wucht eines Hammerschlags. Die Texte lesen sich anspruchsvoll und doch flüssig. Es gelingt ihr, anspruchsvolle Literatur mit Unterhaltung zu vermischen und damit die verschiedensten Altersgruppen anzusprechen. Das Weltbild, das sie vermittelt, gefällt mir, und ich fühle mich in ihren Texten persönlich berührt.
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MANGA, COMIC
ANZAHL 33
TOP
>Blutrotkäppchen< (David Füleki)
>Serial Sausage Slaughter< (David Füleki)
>Nana und Kaoru< (Ryuta Amazume)
>Franken Fran< (Katsuhisa Kigitsu)
Detektiv Conan 7x (Gosho Aoyama)
FLOP
>Negative Happy Chainsaw Edge< (Junichi Saichi)
Mangas habe ich dieses Jahr erstaunlich wenige gelesen. Das liegt vor allem daran, dass ich derzeit eher laufende Serien kaufe und noch etwas warte, bis sie vorangeschritten sind. Gelesen habe ich vor allem Einzeltitel und Serienanfänge. Wirklich grottenübelstschlecht war keiner. Aber es gab einige, die nicht meinen Geschmack getroffen haben. Das Problem bei Shonen Ai, Ecchi und Hentai ist leider, dass sie eingeschweißt sind und der Leser keinen Einblick erhält. Dadurch habe ich leider einige Male danebengegriffen, was ich den Autoren aber nicht vorwerfen kann.
Ein Dauerbrenner ist Detektiv Conan, bin einfach Fan und hoffe, dass die Serie endlich aufhört, und dass sie gleichzeitig ewig weitergehen möge. Irgendwie bin ich froh, dass sie momentan nur noch in so großen Abständen erscheint. Aber von Conan kriege ich einfach nicht genug. Ebenso Franken Fran und Nana und Kaoru, beide Serien faszinieren mich sehr und treffen genau meinen Geschmack.
Was für mich dieses Jahr neu war und mich so richtig begeisterte: David Füleki. Krank, kranker, Füleki. Ich mag es, wenn der Humor so richtig derb und schlecht ist, gleichzeitig aber trotzdem versteckt eine Menge Anspielungen enthält und bei genauer Betrachtung sogar ziemlich intelligent ist. Man merkt, Füleki hat einiges auf dem Kasten und hat Spaß, so richtig auf- und durchzudrehen.Seine Figur Entoman ist einfach Kult, und ich steh dazu: T-Shirt, Tassen, Magnete, meine Wohnung und mein Arbeitsplatz sind Entoman-infiziert!
Wen ich jetzt nicht zu meinen Top Mangas 2012 zähle, wer aber trotzdem klasse Sachen zeichnet und wen ich unbedingt erwähnen möchte, das ist Marcel Hugenschütt. Da ich aber keine eigene Kategorie für Videos habe, möchte ich ihn hier wenigstens verlinken. Ich sehe mir all seine Videos an und mag diesen schrägen Humor. Wenn es mir schlecht geht und ich mal wieder richtig lachen möchte, dann klicke ich auf >Hugis Kanal bei Youtube< :-)
Eine große Freude war es für mich, dieses Jahr auf dem >ComicSalon Erlangen< auf David Def Füleki, Marcel Hugenschütt, Michael Wild und >Felix Mertika
>Montana<
>Amadeus<
(und was Filme betrifft, muss ich ganz ehrlich gestehen: da gucke ich eher wenige deutsche. Es mag Ausnahmen geben, aber die deutsche Filmindustrie wird mit mir nicht reich) ...
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Nachdem ein paar Autoren das geteilt haben und sich über diese Aussage freuen, war ich mal neugierig und habe nachgesehen, wieviele Bücher und Ebooks und Hörbücher nun von deutschen Autoren stammen. Fazit:
Bücher: 50 von 73
Ebooks: 36 von 40
Hörbücher: 44 von 71
Mangas und Comics zähle ich nicht dazu, denn ich mag einige deutsche Künstler sehr. Da Mangas aber eigentlich etwas Japanisches sind, ist der deutsche Markt noch recht klein. Ich unterstütze ihn gerne, aber wenn man hauptsächlich nur deutsche Titel lesen möchte, dann steht man recht bald mit leeren Händen da. Vorerst. Aber ich hoffe, dass sich das nach und nach ändert :-)
Was es in der deutschen Mangaszene übrigens gibt und was ich sehr schön finde, das sind Crossover. Wenn ein Künstler mit einem anderen ein Gemeinschaftsprojekt aufbaut. Wenn er Charaktere von anderen Künstlern in sein Werk übernimmt oder für jemand anderen etwas zeichnet. Ich fände es toll, wenn das auch in der Literatur gemacht werden könnte. Wenn also z.B. der Protagonist eines Buches plötzlich Erwähung im Roman eines anderen Autoren finden könnte. Dadurch wird man als Fan auf neue Autoren aufmerksam, und es ist ein Heidenspaß, ich lese so etwas sehr gerne.
Bei Hörspielen habe ich das einmal erleben dürfen und war sehr, sehr happy: Mindnapping hat die Folge >Traumtänzer< veröffentlicht, die ein Crossover mit dem Darkside Park darstellt. Danke für diese tolle Überraschung!
Es gibt viel Neid und Konkurrenz unter Autoren, Verlagen, Labeln. Das sieht man auf Facebook, in Shitstorms, bei AstroTurfings usw immer wieder, wie Leute sich gegenseitig niedermachen. Hey, wozu sich gegenseitig negative Rezis bringen, sich schlecht machen, sich dissen und Leute mobben? Warum lese ich "boah, den fandest Du toll, aber mein Buch war viel besser, warum kriegt der mehr Punkte als ich?". Das ist doch Kindergarten!
Warum nicht einfach zusammenarbeiten? Ich freue mich, wenn ich bei Klaus-Peter Wolf eine Anspielung auf eine andere deutsche Autorin lese. Finde es toll, wenn ich sehe, wie die eine Autorin der anderen den Erfolg nicht neidet sondern sie zu einem tollen Ranking bei Amazon beglückwünscht und sich mit ihr freut. Solche Verbindungen geben mir als Leser das Gefühl, Teil einer Gruppe zu sein. Ich strahle übers ganze Gesicht, wenn ich bei Hugi mal wieder etwas von Def und Michael lese, oder wenn ich bei Chris P Rolls, Florian Höltgen, Randy D Avies die spaßigen Reibereien lesen darf.
Also, fürs neue Jahr: traut Euch! Kein Geschleime, keine namenlosen 5-Sterine Rezis, aus denen ersichtlich ist, dass der Claqeur das Buch eh nicht gelesen hat. Aber zeigt, dass Ihr zusammenarbeitet. Dass Ihr zusammenhaltet. Dass es Spaß macht, dazuzugehören! Das kommt super bei den Lesern an und führt zu mehr Fans, mehr Freunden und dazu, dass der Leser Eure Bücher mit einem besseren Gefühl liest :-)
Ich freue mich auf ein Miteinander im neuen Jahr 2013 :-)
SaschaSalamander 31.12.2012, 20.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Statistik
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